AUTHOR: Katherina
DATE: 6/01/2008 12:06:00 PM
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Da ich gute Gründe habe, mich hier seltenst blicken zu lassen in letzter Zeit, ist es auch ok, wenn ich nur eine kurze Statusnotiz dalasse. Die finale Schlachtung steht unmittelbar bevor, die Baldrian-Dosis wird täglich erhöht. Mein Lerntempo fällt täglich weiter ab, weil die Luft einfach raus ist.
Die schriftliche Prüfung war ja zum Glück gut, aber mündliche Prüfungen fand ich schon immer viel schlimmer. Mir geht echt schon so richtig die Pumpe. Das richtige Outfit habe ich zum Glück schon, gleich mehrere davon - man muss ja langsam auch mal ne anständige Garderobe haben. So mit Blazer, Stöckelschuhen...solche Sachen halt. Nützt mir leider in der Prüfung auch nicht viel mehr als dazu, dass 1. die Prüfer mich nicht für respektlos halten und 2. mein Prüfungspatient mich vielleicht nicht mit "Schwester" oder "Fräulein" anspricht. Könnte dabei helfen, meinem Anliegen, einer wirklich KOMPLETTEN körperlichen Untersuchung, Nachdruck zu verleihen.
Nun, jedenfalls werde ich, sobald irgendwas passiert ist, natürlich umgehend hier verlauten lassen, ob ich nun a) auswandere oder b) erstmal ne Runde bunte Pillen für alle schmeiße.
Da ich ja das Haus nur selten und wenn dann nur für Einkäufe, die Bibliothek oder das Geburtsphantom verlasse, ist es um meine Sozialkontakte ja auch nicht mehr so gut bestellt. Jedoch schaffte ich es gestern, mal für 2 Stunden nicht zu lernen und auch fast nicht dran zu denken, denn wir waren im Kino. "Brügge sehen...und sterben?" lief im B-Kino in Marburg, was nur daran liegen kann, dass die breite Masse der Kinogänger scheinbar nix mit Slapstick wie in "Snatch" anzufangen weiß. Der Film ist nämlich weltklasse - die Schauspieler sind weltklasse! Wirklich sehenswert das ganze, auch wenns vielleicht zum Schluss hin ein bisschen blutrünstig wird, aber das wirds ja in "Bube, Dame, König, Gras" auch.
So, nun werd ich mal weiterlernen!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/04/2008 08:27:00 PM
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Ja heute sind es nur noch knapp 10 Tage bis zu meiner "Schlachtung". Nein, so schlimm wird es hoffentlich nicht. Allerdings stehe ich auch schon unter Drogen, was nichts ungewöhnliches ist. Ich habe mir sagen lassen, dass diverse Komilitonen seinerzeit Magensäureblocker, Koffeintabletten und sogar Antidepressiva geschluckt hätten - so krass ist es bei mir noch nicht. Ich bewege mich gänzlich auf dem rezeptfreien Sektor. Ein guter Tip aus Pharmazeutenkreisen bewog mich, meinen im Moment spärlichen und darüberhinaus wenig erholsamen Nachtschlaf doch etwas zu tunen. Dies tat ich auch, allerdings hatte meine Apothekerin Recht, als sie mich vor dem "Hang over" am nächsten Tag warnte. Geschlafen habe ich tatsächlich wie ein Stein, allerdings war mit mir den ganzen nächsten Tag nichts anzufangen, weil mir ständig das Gesicht, speziell die Augenlider, eingeschlafen sind. Nun bin ich dann doch wieder bei Baldrian angelangt, den ich jetzt allerdings in höherer Dosis zuführe. Man muss ja auch mal was merken!
Nun denn. Belohnen muss sich der Mensch auch, und da ich dies zur Zeit mit Kleidung lieber nicht tun möchte auf Grund der nicht ganz akzeptablen Konfektionsgröße, muss meine Belohnung in Form von Verreisen erfolgen. Jaja, ich weiß. "Du warst doch erst auf Weltreise!"
Das "erst" ist ja nun auch schon ein paar Monate her, und es wird ja auch nicht schon wieder eine CO2-Schlacht wie beim letzten Mal. Diesmal gehts "nur" nach Venedig - wie romantisch! Und zwar beschenkt mich mein Männchen damit nach der schriftlichen Prüfung - 3 Tage Venedig, das darf ruhig drin sein. Das nächste Ei liegt aber auch schon gelegt im Nest - und zwar muss nach der schriftlichen Prüfung ja auch noch eine Durststrecke bis zum Mündlichen bewältigt werden. Wenn die Hürde geschafft ist....jalla jalla! Direkt danach, also Anfang Juni fahren der Jan und ich dann nämlich mal für 5 Tage rüber zu den Britannikern und zum Stohnhäntsch - ist zwar schon wieder extrem teuer, aber schön wirds sicher!
So, dies sind die Pläne. Jetzt muss nur noch das klappen, wofür ich mich mit diesen schönen Trips belohnen will *bibber*...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/29/2008 10:57:00 AM
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Ja lange ist es nicht mehr hin bis zum Tag X. Also bis zum ersten Tag X am 14. April, einem von drei Examenstagen - dann ist ja auch noch einmal Tag X an zwei Tagen Anfang Juni, wenn ich dann meine bislang "verkreuzten" verbalen Ausdruckmöglichkeiten noch mal voll ausschöpfen muss.
Und dann sollte es hoffentlich hoffentlich geschafft sein. Jetzt hab ich doch tatsächlich schon fast 3 Monate am Stück durchgelernt - das Beste daran ist, dass 90% davon schon vorbei sind, nochmal will ich das echt nicht machen müssen. So langsam muss ich nun allerdings auch Bachblüten-Rescue-Tropfen und Baldrian unter die Unmengen Kaffee, die ich momentan konsumiere, mischen. Man hat so eine unterschwellige Unruhe, es reicht sich den Tag der Prüfung vorzustellen, um eine Gänsehaut hervorzurufen. Und auch Magenschmerzen.
Nun, trotzdem verlasse ich gelegentlich sogar auch noch mal das Haus zu etwas anderem als dem Gang zur Bibliothek. Gestern zum Beispiel waren wir im Kino. Und der Film ist ein echter Schocker gewesen - nein, nicht der mit dem Bolzenschussgerät, ich meine den deutschen Film "Die Welle" nach dem Buch, das bei uns daheim schon seit Jahrzehnten im Regal steht. Schockierender Film - Jürgen Vogel macht seine Sache schon ganz gut. Unbedingt anschauen und gruseln.
So, jetzt muss ich mal wieder an die Arbeit.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/03/2008 08:12:00 AM
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Müssig, zu erklären, warum ich hier so selten Bericht erstatte. Trotz der Eintönigkeit der Bücherstadt passieren doch tatsächlich hier und da noch Zufälle, die einem die Vielfalt bzw. den Irrsinn der Welt in einem neuen Licht präsentieren.
Folgendes ereignete sich nämlich gestern abend: Ich kreuzte auf meinem Computer, der auf meinem neuen Heimarbeitsplatz, dem Bügelbrett vor der Couch, stand, ein Rechtsmedizin-Examen. In jener speziellen Frage wollte man wissen, wieviel LSD denn für ein Rauscherlebnis von Nöten sei. Das wusste ich, nämlich nur wenige Mikrogramm - allerdings wollte ich das noch einmal mit dem World Wide Web abgleichen...Wikipedia macht ja für mich Examen. Jedenfalls, wenn man "LSD Dosis Trip" googelt, passieren lustige Dinge. Und zwar landete ich in einem Drogenforum bzw. in einem der Threads dort, wo sich ein junger Drogennutzer ausschweifend über die Gefahr niedriger LSD-Dosen ausläßt und ausführt, auf Grund welcher mannigfaltiger psychodelischer Erfahrungen er jetzt nur noch richtig hohe Dosen anwende.
Da wurde ich doch glatt neugierig und las mal weiter. Spätestens, als ein 50jähriger Forumsbesucher über seine frühen LSD-Gehversuche mit 17 und seine damals beginnende Passion für Mantra-Zen-Meditation in abgeschiedenen Bergen Bulgariens berichtete, war ich echt von den Socken, wie viele Schrauben Menschen locker haben können, ohne es zu merken.
In einem anderen Thread erzählt ein Junge unbekannten Alters (jedoch lässt sich mutmaßen, dass er die 18 noch nicht erreicht hatte, da er seine Hartdroge auf dem Schulhof erworben hatte) von seiner ersten Crack-Erfahrung.
An dieser Stelle sicherte ich mich auch noch mal bei Jan ab, dass es nicht illegal ist, so eine Seite zu besuchen und auch nicht einmal, etwas zu schreiben, so lange man nicht postet, wo man den Stoff gut kaufen kann.
Jedenfalls weiß ja jeder, dass LSD und Crack nicht unbedingt gesund sind, deshalb kann man die ja auch nicht einfach in der Drogerie kaufen.
Jetzt aber kommt der Hammer - beim Pharmakologielernen hatte ich schon irgendwo gelesen, dass es ein Medikament rezeptfrei gibt, das in der richtigen Dosis richtig ballert. Ich sag jetzt natürlich nicht welches Medikament das ist, sonst rennen morgen alle in die Apotheke und kaufen das!
In diesem Forum gab es dann nämlich einen Medikamenten-Treffpunkt, wo man sich dann über seine Valium, Fentanyl-Pflaster und Morphium Erfahrungen austauschen kann. Und da sind auch massenhaft Leute, die eben dieses frei erhältliche Medikament in größeren Mengen austesten.
Und es ist echt krass! Bei denen bewegen sich die Tapeten, irgendwelche Insekten in riesenhaften Dimensionen krabbeln um die rum, Pünktchen, Personen und andere Halluzinationen, für die eure Phantasie reicht.
Vollkommen abgefahren, dass man so was ohne Rezept kriegt! Vollkommen legal. Vollkommen bekloppt, es so zu verwenden, aber der Wunsch nach Rauschmomenten ist der Menschheit ja nicht unbedingt jetzt erst zugefallen. Feuerwasser, Coca, Schlafmohn - ist alles schon ewig da.
Aber die meisten Drogen sind halt doch - mal abgesehen vielleicht von Alkohol - nicht so einfach, so billig und vor allem so legal wie solche Tabletten zu kriegen. Ob das so ungefährlich ist, wenn ein "ungefährliches" Medikament einen Riesenspinnen sehen lässt..?
So, nun habe ich mir wieder etwas Sand aus meinen Lilalaunebärland-rosarote Brille-Augen gewischt und kann weiterlernen!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 1/17/2008 08:27:00 AM
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Tja, der letzte Eintrag ist noch aus Zeiten der frischen Urlaubsbräune. Sofern man bei mir von Bräune sprechen kann. Jetzt ist der "Spuk" erst 4 Wochen her, aber es fühlt sich für mich schon an, als wären wir seit Monaten bereits wieder zu Hause. Die Wiederankunft bestand ja fast nur aus Autofahren, Waschen und Ordnen. Am nächsten Tag klingelte für Jan um 4:20 Uhr wieder der Wecker und ich saß brav um 8 in der Bibliothek. Der Übergang war etwas abrupt, eigentlich hatte ich nach 2 Tagen schon wieder das Gefühl, ich wäre ewig nicht verreist.
Naja, Weihnachten war natürlich lerntechnisch nicht unbedingt ergiebig, und so kann man den 2. Januar als tatsächlichen Startpunkt des Lernmarathons bezeichnen. Dabei war ich in den letzten 4 Wochen auch schon wieder an 2 schönen Orten, die sich nicht in Hessen befinden. Einmal sind wir Alrun in Heidelberg besuchen gefahren, um uns dort Stadt und vor allem Weihnachtsmarkt anzuschauen. Ja und dann war ich letztes Wochenende auch noch mit Jan in Hamburg bei "könig der Löwen", das war nämlich mein Weihnachtsgeschenk.
Das ist eine wirklich schöne Stadt - allein schon der Hafen und die Speicherstadt sind wirklich sehenswert. Das Musical ist natürlich auch sehenswert, allerdings wird das leider gerade abgebaut in Hamburg. Wohin dann die Kartons mit den ganzen Löwenkostümen geschickt werden, das weiß ich jetzt nicht. Jedenfalls sollte man nicht sonntags versuchen an den Landungbrücken einen Crepes mit Kinderschokolade zu erstehen, auf den man sich den ganzen Tag beim durch die Kälte Laufen gefreut hat, denn montags klappen die Hamburger schon um 3 die Bürgersteige hoch. Ein Fischbrötchen bei Nordsee ist das einzige, was man da kriegt.
Tsja, jetzt sitze ich natürlich auch in der Bibliothek. Ohne Internet könnte ich das nicht - zum Einen sind das die kleinen Zwischendurchpausen, zum Anderen beabsichtige ich mein Examen mit Wikipedia zu bestehen. Wenn ich irgendeinen Begriff nicht weiß, tipp ich den einfach bei Wikipedia ein, und schwups bin ich schlauer.
Möglicherweise lerne ich noch zu wenig - um 8 fange ich an und um 6 bin ich meistens daheim. Aber mehr geht einfach nicht rein. Ein bisschen Zeit geht für die Zwischendurchpausen und Mittagspause drauf, und dann natürlich muss die Zugfahrt noch abgezogen werden. Ja, denn ich hole das CO2 wieder rein, das ich durch meine Weltumfliegerei in die Atmosphäre geblasen habe, indem ich mein Studententicket durch die Nutzung der Bahn bis zum Anschlag ausreize. Das Ticket war auch diesmal besonders teuer so mit Studiengebühren, ne?
So, jetzt muss ich mich auch schon wieder den Kinderkrankheiten widmen...erstaunlich dass wir alle die Kindheit überhaupt überstanden haben!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/15/2007 03:13:00 PM
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Nun, nochmal kurz vorm endgueltig nach Hause fliegen. Bali also - zunaechst faellt einem da auf, dass alle fahren, als haetten sie einen Vertrag mit dem Tod gemacht. 3 Autos und mehrere Roller parallel auf 2 Fahrspuren ist da normal. Ueberholen in der Kurve? Die Jungs hupen dann halt kurz und fahren einfach, auch wenn gar nix zu sehen ist. Dann diese Motorrollerdichte - das liegt wohl daran, dass ein Roller da laut der Locals nur umgerechnet 80 Euro kostet - kaum vorstellbar. Aber es faehrt wirklich jeder so ein Ding - und zwar auch die 8jaehrigen Jungs und auch ganze Familien. Das krasseste war 1. ein Typ, der immerhin einen Helm trug, den aber leider verkehrt herum und 2. Mann mit Kind vor sich und Frau hinter sich, die waehrend der Fahrt ihr natuerlich nicht behelmtes Baby stillte. Ganz normal da. Man gewoehnt sich zum Glueck schnell an den Fahrstil und hat dann auch keine Angst mehr, weil keine Sicherheitsgurte da sind.
Schoen warm ist es auf Bali - leider auch mit hoher Luftfeuchtigkeit vergesellschaftet, was das vermehrte Schwitzen denkbar uneffektiv macht. Unser Fahrer sagte uns zu Beginn, es sei schon dauernd am Regnen, was uns wenig froh stimmte. Im Endeffekt hat es 2 mal 20 Minuten lang geregnet wie aus Eimern, danach war strahlender Sonnenschein. Also - alles easy im Dezember auf Bali.
Noch eine Sache auf Bali, die etwas anders ist als bei uns...ueberall brennt es. Das liegt wiederum daran, dass die Leute keine Muellabfuhr haben, ihren Muell also in den Strassengraben schmeissen und dann bei Bedarf anzuenden. Falls die zahlreichen Strassenhunde ihn bis dahin nicht aufgefressen haben. Die gibt es da naemlich auch massenhaft - erstaunlicherweise haben wir in der ganzen Zeit keinen toten Hund auf der Strasse gesehen, was bei den Fahrkuensten der Balinesen wirklich ein Wunder ist!
In Bali gibt es 2 Dinge alle 10 Meter - das sind 1. Tante Emma Laeden und 2. Tempel! Tempel, Tempel und nochmals Tempel, ueberall. Und wenn es sich nur um heilige Statuen oder Baeume handelt, die dann mit einer Art Kleidung bestueckt sind - immer hat ein glaeubiger Hindu fuer eine frische Gabe in Form von Blumen, geflochteten Koerbchen und Raeucherstaebchen gedacht. Wirklich an jeder Ecke findet man das so.
Unsere Unterkunft bei Helligkeit war wirklich sehr schoen anzusehen - eine grosse Wohnhuette unserer Gastgeber, 2 groessere Huetten mit jeweils 3 Schlafplaetzen und dann 2 kleineren Lumbungs. Das sind diese schnuckeligen geflochtenen Huetten auf Stelzen die im Erdgeschoss leicht erhoeht nochmal einen Zwischenboden zum Sitzen eingebaut haben. Sehr niedlich und direkt am Meer. Auch sehr natuerlich - ein Bad mit moeglichem Blick zum freien Himmel. Ein huebsch angelegter Garten mit tropischen Blumen und natuerlich Palmen, kleine Pfade aus Stein, Holzmasken und Steinfiguren als Dekoration. Die natuerliche Gestaltung bringt natuerlich auch andere Teile der Natur mit sich - unsere Freunde die Insekten. Hier waren sie vor allem in Form von Riesenameisen vertreten, die Moskitos konnten wir uns durch den in grossen Mengen in Australien beschafften Bushman einigermassen in Schach halten.
Weiter gehts von zu Hause - wir checken mal besser ein jetzt!
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:16 Dezember, 2007 01:15
TEXT DES KOMMENTARS:*vordiestirnklatsch* Lumbungs sind also diese Hütten! Gut zu wissen, denn ich hatte schon Google Earth verflucht, weil dieser bekloppte Ort Dingenskirchen Lumbung nicht zu finden war. :))) Tja, so kanns gehen.
-Dein Bruder, diesmal aus Key West, Florida, United States of A...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/15/2007 01:00:00 PM
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BODY:
Nun sind wir schon in Singapore gelandet, wo wir nun 4 Stunden Aufenthalt haben. Viel Zeit zum Geld ausgeben, das wir aber gluecklicherweise nicht mehr uebrig haben.
Bali - fantastisch. Einfach nur toll - allein: wir hatten leider keinen Sandstrand direkt vor der Huettentuer sondern nur einen recht badeuntauglichen Steinstrand. Unsere Ankunft selbst nahm beinahe Formen wie inTunesien an, wo uns sofort ein Mann unseren Trolley aus der Hand nahm, nur um dann natuerlich ein dickes Trinkgeld einzustreichen. So bleibt das auch generell - Trinkgelder sind nicht so notwendig wie zum Beispiel in Tunesien, aber man kann schon sagen - ohne Moos nix los, auch in Bali. In der Dunkelheit in unserem Lumbung Damuh angekommen - fast 1,5 Stunden Fahrt vom Flughafen entfernt - war nicht viel mehr auszumachen als die Geraeusche - das heisst: ein Geraeusch - das Meeresrauschen keine 20 Meter von unserem Bett entfernt. Genaueres spaeter - hier ist naemlich Free Internet, das heisst, die Leute stapeln sich schon hinter mir!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/09/2007 05:20:00 AM
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BODY:
Wir sind hier in Sydney am Flughafen und haben noch etwas Zeit bis zum Abflug, und hier gibt es gratis Internet. Deshalb noch kurz - wir fahren heute nach Bali und kommen dann am 15. Dezember ganz frueh morgens an. Oder am 16.? Mit diesen ganzen Datums- und Zeitaenderungen kann man ja mal etwas verwirrt sein. Jedenfalls sind wir naechsten Sonntag wieder da - Montag muss ich dann frueh in die Bibliothek und der Jan nachmittags in den Nachtdienst. Bis dahin sind wir mit 30er Sonnencreme, Bushman Insekten Repellent und sonst weiter nix in Bali am Strand gefangen - hoffentlich bei schoenem Wetter. Das koennen wir ja jetzt nochmal gebrauchen, so wie das bei euch zu Hause zu sein scheint.
Bis ganz bald dann!!!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/07/2007 01:10:00 PM
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BODY:
Nun fahren wir hier schon wieder ab uebermorgen. Diese Woche haben wir es aber auch wirklich ruhig angehen lassen. Sonntag sind wir angekommen, die frueheste Aufstehzeit war heute um halb 7, weil wir eine Bustour gemacht haben. Die war spottbillig dafuer, dass sie den ganzen Tag ging. Die Fahrt ging in die Blue Montains, die Teil eines riesigen Nationalparks direkt bei Sydney sind. Auf der Fahrt haben wir kurz gerastet - da haben wir dann auch die ersten (und auch einzigen) Kaengurus gesehen, sogar eine Mami mit Baby in ihrem Beutel! Uebrigens gab es auch heute abend Kaenguru, das im Supermarkt so billig ist wie bei uns normales Hackfleisch und richtig lecker schmeckt. Naja, man muss sich dann halt ein bisschen von den Baby-in-Beutel-Gedanken frei machen - unseres war ein gut durchtrainiertes, altes, haessliches und vor allem fieses Kaenguru. Nach der Begegnung sind wir dann in den "Grand Canyon" wandern gegangen. 'Wander' darf man hier genauso wie 'Grand Canyon' nicht so woertlich nehmen...es geht zwar anstaendig runter in ein schnuckeliges Regenwaldtal mit Fluesschen und der Ausblick von oben ist auch fantastisch, aber soooo riesig ist es dann auch wieder nicht. Aber toll wars! Mitgebracht hat einer unserer Mitstreiter dann auch einen echten Blutegel. Leider hat es am Ende in Stroemen geregnet, aber mit Plastikfolie bekleidet konnte uns auch das nichts anhaben.
Ueberhaupt haben wir hier eine miese Woche erwischt was das Wetter angeht. Es regnet eigentlich jeden Tag mal, was immerhin in sofern nicht viel macht, als dass es trotzdem permanent Tshirt Temperatur hat, Regen hin oder her. Und den Hafen, die Bruecke, die Oper, den Botanischen Garten, die Faehrfahrt nach Manly Harbour und natuerlich den beruehmten Surferstrand BondiBeach haben wir auch bei schoenem Wetter sehen koennen. Es ist hier eigentlich immer - auch nachts - so warm, dass man keinen Pulli braucht.
Wir sind hier viel gelaufen, aber wir haben auch eine spottbillige Zugkarte, mit der wir fuer gerade mal 25 Euro eine Woche lang ueberall rumfahren koennen. Hier gibt es wahnsinnig viele Geschaefte, die vor allem wie in Amerika in Kaufhaeusern untergebracht sind. Aber abgesehen von den ueblichen Designerlaeden gibt es hier nur Surfershops, die sich im Angebot nicht wirklich unterscheiden. Ich haette mir hier 10000 verschiedene Shorts und vor allem Haengekleidchen kaufen koennen, aber ich hab nicht ein langaermeliges Oberteil gesehen, das eine normale Frau haette tragen koennen.
Besichtigt haben wir hier das Naturmuseum, was uns aufzeigte, was fuer Ausmasse Insekten, Schnecken und anderes Getier bei geeigneten Umstaenden annehmen koennen. Im Botanischen Garten waren wir auch, der sehr schoen und gross angelegt ist. Am Hafen waren wir und haben dort den ganzen Geschaeftsleuten bei ihrem Feierabend zugesehen - die Leute machen hier abends dem Klima angepasst sehr viel - und das alles in sehr schicker Garderobe. Nun, wahrscheinlich werden wir es nicht mehr schaffen, vor unserer Rueckkehr ins Internet zu gehen. In Bali wird es nicht viel geben ausser Meer, Strand, Palmen und einer Holzhuette. Bis zum 16. Dezember werden wir hier wohl demnach auch hier nicht mehr schreiben koennen. Zum Abschluss noch einige Sydney-Auffaelligkeiten!
1. Die Voegel, die in der Daemmerung in den Strassenschluchten ihre Kreise ziehen, sind keine Voegel. Am ersten Abend fielen wir fast vom Glauben ab, als wir entdeckten, dass es sich bei diesen tausenden Silouetten am Abendhimmel um Flughunde handelt! Riesige Flughunde! Die schlafen dann tagsueber in den Palmen und Zedern im Botanischen Garten, wo wir sie dann wiedergefunden haben. Das ist echt abgefahren!!!
2. Die Viecher, die aus den Baeumen schreien, sind Kakadus!!! Die gibt es hier massenhaft! Genauso wie bei uns die Tauben stolzieren hier hundgrosse Ibisse durch die Strassen. Das ist wirklich eindrucksvoll.
3. In Sydney geht man als anstaendige Frau niemals ohne Highheels aus dem Haus - so scheint es! Die Frauen hier sind sehr sehr gut angezogen, was damit zusammenhaengen kann, was man fuer schoene Afterwork-Ausgehperspektiven hat. Hier laufen die meisten Frauen mit Kostuemschen (kurzer Rock, nicht zuechtig lang), passender Handtasche und meterhohen Highheels durch die Gegend. Ganz selbstverstaendlich sind diese Damen mit den passend schick angezogenen Herren dann abends in den ganzen Hafenetablissements zu sehen, wo man mit Blick auf die Oper sein Bier oder seinen Wein einnimmt. Wirklich - auffallend viele sehr schick gekleidete Geschaeftsleute sind hier unterwegs.
4. Hier ist jeden Abend so viel los wie am Wochenende. Die Leute hier lassen sich auch nicht vom Regen davon abhalten, ihr Feierabendgetraenk in oben beschriebener Atmosphere einzunehmen.
5. Man traegt hier Schuluniform (die auch selbstverstaendlich nach Schulschluss am Hafen getragen wird) und faehrt links.
6. Verabschiedet wir man mit "Cheers Mate".
7. Die Oper und die Harbourbridge sind wirklich so schoen wie im Fernsehen!
Jo, das waers soweit! Bis bald ihr Lieben!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/05/2007 12:49:00 PM
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Hallo ihr Lieben! Wir sind natuerlich gut in Sydney gelandet, sogar bei Sonnenschein! Schon aus der Luft konnte man sehen, wie schoen die Stadt ist. Am Boden haben wir auch relativ einfach - einfacher jedenfalls als in New York - den Weg zu unserer Jugendherberge gefunden. Kings Cross heisst das Viertel, in dem wir hier wohnen. Und es ist sicherlich auch das interessanteste Viertel - wir sind naemlich im Puffviertel. In unserer Strasse gibt es allerdings keinen, allerdings werden hier berauschende Pflanzen permanent vor der Haustuer konsumiert, so dass ein stetiger THC-Gehalt in der Luft zu liegen scheint. Viele Junge Leute, vor allem so Abitur-Alter, Partyfraktion. Das Foyer ist Tag und Nacht voll mit pokerspielenden Leuten. Die konsumierenden Leute sind dafuer Tag und Nacht davor zu Gange. Nun ja - wir sind im 3. Stock in einem ordentlichen Doppelzimmer mit Fernseher, Waschbecken und sogar Kuehlschrank untergebracht. Wir haben keine 8beinigen Mitbewohner - was will man mehr!
Am ersten Abend waren wir kurz in der Stadt - ich kann nur sagen: diese Harbourbridge und diese Oper sind in echt genauso schoen wie im Fernsehen! Morgen erzaehle ich euch einige Dinge ueber die Leute hier in Sydney, die ich in den ersten Tagen, in denen wir diese Stadt durchstreifen durften, schon bemerkt habe. Jetzt muss ich schnell die Waesche aus dem Trockner retten, ehe sie vielleicht jemand gegen seine eigene austauscht und unsere dafuer auf den Boden schmeisst. Soll ja schon vorgekommen sein!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/01/2007 08:00:00 AM
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BODY:
So. Nun sind wir in Christchurch gelandet, die groesste Stadt im Osten der Suedinsel. Von hier aus geht morgen der Flug nach Sydney.
Wo bin ich stehengeblieben - ach ja, beim Essengehen in Queenstown, das wirklich einen laengeren Aufenthalt sowohl mit seiner Schoenheit, Lage als auch Unternehmungsangebot rechtfertigen wuerde. Die Jugendherberge war ok, die Kueche anstaendig ausgestattet, aber man moechte ja dann in Neuseeland wenigstens auch einmal Fisch gegessen haben. Also sind wir in ein "Hafenrestaurant" gegangen und haben einen Fisch namens 'Hapuka' bestellt. 1. kann man durchaus Hafen sagen, auch wenn es sich um einen See handelt, da er sehr lang ist und auf ihm Dampfer fahren. 2. wussten wir eigentlich auch nur, dass Hapuka ein Fisch sein muss, weil Filet dabeistand. Dann bekamen wir fuer relativ schmales Geld in sehr schoenem Ambiente einen butterzarten Fischtraum in Butter-Mandel-Kruste mit Oliven, Ofenkartoffeln und Sherry-Sauce, ein Gedicht! Fast so gut wie das Beef in New York!
Am naechsten Morgen war schon Abfahrt Richtung Lake Tekapo. Muessig zu sagen, dass da natuerlich strahlender Sonnenschein war. Wir redeten uns aber erfolgreich ein, dass es sicher trotzdem in Stroemen regnete am Milford Sound. Die Kiste von Mietwagen machte keine Mucken mehr, immerhin. Die Landschaft war auf der Fahrt gepraegt von den fantastischen Suedalpen. Die Berge am Lake Wakatipu, an dem Queenstown liegt, heissen die "Remarkables". Das trifft es sehr gut! Die Berge dort im Sueden sind beinahe allgegenwaertig. Fast so wie unsere Alpen, nur dass man sich nicht im Tal als Beobachter befindet sondern auf einer Hochebene. Und die Baeume lassen sich auch wenig von der Hoehe beeindrucken. Da stehen ueberall noch Nadelbaeume aber auch Palmen und Farnbaeume. Und Lupinen! Ueberall! Als Zwischentagesziel hatten wir uns den Mount Cook ausgesucht, der mit dem Mount Tasman zusammen sehr eindrucksvoll anzuschauen ist - vor allem mit einem so tuerkisblauen See wie dem Lake Pukaki im Vordergrund. Eine sehr malerische Landschaft war das. Weiter ging es nach einer kurzen Fotosession dann zu unserem tatsaechlichen Ziel, dem Lake Tekapo, der parallel zum Lake Pukaki gelegen ist. Keine weiten Wege. Die Jugendherberge in diesem 600 Seelen Oertchen war sehr schoen, neu und vor allem direkt am See gelegen. Und hier gab es wieder Tausende Lupinen in allen Farben. Selbst der kleinste Ort hat noch mehr Souvenirlaeden als Wohnhaeuser. Ich wollte ja ein kleines Schaffell fuer lumpige 15 Euro kaufen, aber der Mann an meiner Seite hielt mich energisch davon ab. Wir haben dann abends auch Lamm gekocht - das muss man bei 50 Millionen Schafen in Neuseeland dann ja auch mal gegessen haben. Und es war auch wirklich lecker!
Heute sind wir vom schoenen Lake Tekapo aufgebrochen und nach Christchurch gefahren. Hier haben wir dann eigentlich nur das Aquarium besucht, das ein Nachtgehege mit den echten neuseelaendischen Nationaltieren, den Kiwis, zu bieten hat. Aber es war schon sehr dunkel - man konnte nur einen langen Schnabel und einen runden puscheligen Koerper sehen. Jetzt entspannen wir noch die letzten Stunden, werden morgen noch mal anstaendig ausschlafen und dann Richtung Flughafen starten. Da muessen wir dann noch das Auto abgeben.
Das wird ein Spass - wenn die naemlich die wackelige Stossstange und den Sprung im Ruecklicht verrechnen moechten, dann muss ich leider Amok laufen. Da ist noch nicht mal eine Bedienungsanleitung dabei, die Warnleuchten blinken auf chinesisch, und das Auto hat grade mal 3 Gaenge, so wie es sich den Berg mit 40 raufschleppen muss.
Wie auch immer, abschliessend zu Neuseeland zu sagen waere:
1. Regel 1 - sprich niemals in Gegenwart anderer Menschen deutsch. Es sind naemlich garantiert Deutsche. Wir sind naemlich ueberall hier.
2. Die meisten Tiere, die nicht im Meer leben, sieht man tot auf der Strasse kleben. Ist leider echt so. Opossums haben wir massenhaft gesehen, sie waren nur nie lebendig.
3. Neuseelaender sind stressfreier beim Autofahren. Auf der 'Autobahn' ueberholt einen schon mal ein Schwertransport mit 130 kmh. Wenn einer langsamer ist als man selbst, faehrt er einfach links rueber und laesst einen vorbei.
4. Bauarbeiter sein ist hier ein Beruf fuer beide Geschlechter. Wir haben gleich viel Maenner wie Frauen gesehen. Und die gruessen einen immer freundlich, wenn man vorbei faehrt.
5. Neuseelaender koennen noch viel schlechter Brot backen als die Amis. Die meisten Brote sind truegerisch aehnlich anzuschauen wie zu Hause, dann fasst man sie an und sie knautschen sich auf die Groesse einer Streichholzschachtel zusammen.
6. Schilder koennen die leider auch nicht. Es ist alles ganz mies ausgeschildert. Wenn man nicht weiss wos lang gehen soll, faehrt man am besten so lang herum, bis man irgendwo wieder ein Schild entdeckt.
So, Zeit ist rum. Ihr hoert wieder von uns aus Australien!
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:01 Dezember, 2007 13:00
TEXT DES KOMMENTARS:sensationell! also spätestens nach den letzten bildern hab ich wirklich fernweh bekommen, ganz toll :)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/01/2007 07:26:00 AM
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BODY:
Lupinen! Lupinen! Lupinen!
Lake Tekapo
Der Lake Wakatipu, an dessen Ufern Queenstown wunderschoen liegt.
Wunderhuebscher Mann vor wunderhuebschem Panorama.
Der Mount Cook
Lake Pukaki mit Mount Tasman und Mount Cook im Hintergrund- die Farbe ist wirklich so intensiv!
Die Good-Sheperd-Kirche am Lake Tekapo vor dem Suedalpenpanorama...
Cathedral Square in Christchurch - direkt gegenueber liegt unsere Jugendherberge.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/29/2007 06:50:00 AM
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BODY:
So. Nun ist es passiert. Heute hat es geregnet! Gerade heute, wenn wir an den normalerweise pituresken Milfordsound, ein feiner beruehmter Fjord, fahren wollen. Wir haben uns extra um viertel nach 5 aus dem Bett gepult um die 5 veranschlagten Stunden schnell und ungehindert runterreissen zu koennen. Die 5 Stunden waren 1. nur 3:30 h und 2. wurde es 100km vorher schon komisch bewoelkt. "Das reisst noch auf!" sagten wir uns 70 km vorher. Tja, es riss nicht auf. Um nicht zu sagen - es schuettete aus Eimern anlaesslich unseres Besuches. Ein Berg- und Wasserfallpanorama ist leider naturgemaess nicht wirklich gut zu bestaunen, wenn die Wolken ab 20 m ueber dem Boden anfangen. Ein paar Robben haben wir aber gesehen, einige Wasserfaelle und die Bootsfahrt war auch ganz schoen. Der Knueller wartete aber dann auf uns bei unserer Rueckkehr - die Mistkarre von Mietauto war naemlich nicht in der Lage gewesen, laenger als 45 Minuten mit angelassenem Licht durchzuhalten, ehe sie sich dazu entschloss, ihr Leben zu lassen. Ich erinnere - wir haben hier keinen Frost oder so...das Mistteil war komplett tot! Aber ein freundlicher Eingeborener rettete uns! Nun, wieder gut im verregneten Queenstown angekommen, werden wir nun zum Essengehen schreiten...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:30 November, 2007 13:55
TEXT DES KOMMENTARS:Ja und nu? Habt Ihr Euch Ersatz beschaffen lassen? Oder waren wir mal wieder zu freundlich/zurückhaltend dafür?
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:09 Dezember, 2007 22:02
TEXT DES KOMMENTARS:Hey Ihr, ein tolles Bild, mit den grünen Hügeln Rohans im Hintergrund.
Leider wurden die Reiter Rohans aber nie mit einem Donald Duck Shirt gesehen, oder trugen das nur deren Special- Forces...?
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:15 Dezember, 2007 15:42
TEXT DES KOMMENTARS:Tja, Ersatz haetten wir uns durchaus beschafft, wenn es moeglich und noetig gewesen waere!!!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/28/2007 10:16:00 AM
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Kia Ora Folks! Wo blieb ich stehen? Habe noch 3 Minuten Internetzeit - kurz zusammengefasst: gestern schauten wir uns die wirklich sehr beeindruckenden Pancakerocks an, die ihren Namen zurecht tragen, wie ihr auf dem untenstehenden Foto sehen koennt. Ein Schlaraffenland fuer Geologen! Danach wurde der Franz Josef Gletscher zur Brust genommen, der leider wegen hartnaeckiger Schlechtwetterwolken nicht so "scenic" sein wollte. Dafuer heute noch der Fox Glacier bei sehr feinem Sonnenschein, wie ihr seht! Dann ging es durch die Suedalpen mit Seen und Bergen durch die Graslandschaft Rohans aus Herr der Ringe nach Queenstown. Morgen mehr nach dem Milford Sound - 250 km in 5 Stunden nur schaffbar!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/28/2007 10:01:00 AM
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/27/2007 07:19:00 AM
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Hola daheim! Heute Anschluss an die Ueberfahrt von der Nord-zur Suedinsel. Also - nochmals zu Wellington, schoener als Auckland und ein tolles Museum. Sagte ich dies bereits schon? Es ist jedenfalls ein 'Anfass'Museum, es gibt ganz viele Sachen zum Selbstmachen, und es ist tatsaechlich kostenlos! Find ich gut, hier kosten die meisten Sehenswuerdigkeiten natuerlich Geld, wie zum Beispiel das geothermische Feld in Rotorua. Fuer das Vergnuegen des Faule-Eier-Geruchs hatten wir ja 25 Euro bezahlt.
Am 26. November sind wir dann jedenfalls sind wir dann schoen frueh aufgestanden. Der Versuch mit unserem Marschgepaeck einen Bus zu erwischen scheiterte leider am Busfahrer, der einfach weiterfuhr, als habe er uns nicht gesehen. Die Faehre erreichten wir trotzdem. Auf der Suedinsel angekommen hatten wir erneut strahlenden Sonnenschein, als wir unser Mietauto abholten. Das hatten wir so nicht gebucht, aber es liess sich leider nicht aendern: ein ranziger alter 153 000 km Corolla mit verranzten Reifen, Kurbelfensterhebern und vor allem - keine Zentralverriegelung! Da muss man sich erst mal umstellen! Was auch fuer die Automatik zutrifft. Die Fahrt zu unserem naechsten Stop rissen wir wie nichts runter. Kurz vor Punakaiki sahen wir die Westkueste zum ersten Mal von den serpentinenartigen Strassen aus, nachdem wir vorher die ganze Strecke entlang eines riesigen Flusses gefahren waren. Die Kueste war atemberaubend! Oder besser - sie IST atemberaubend. Das traf dann auch fuer unsere Unterkunft zu - der echte Wahnsinn. Eine Hippi-Exklave mittem im Regenwald. Zwischen Farnen, Palmen und Ranken ueberall kleine Huettchen, die so liebevoll mit allerlei Schnoerkel ausgestattet sind, dass man sich wie in eine Traumwelt versetzt fuehlt. Kleine Schotterwege durch den Regenwald, einfach toll. Unsere Unterkunft war ja dann auch ein Zelt aus Holz mit Glasdach, durch das man den Himmel beobachten konnte. Mit Kerzenlicht einschlafen ist schoen, auch wenn der Weg ins Bad einige Meter durch den Wald erforderte. Wunderschoen! Die Zeit laeuft leider schon wieder ab...Schade! Uns geht es jedenfalls gut, nur weil wir auf den Bildern nicht lachen, heisst das nicht, dass es uns nicht gefaellt! Die naechsten Bilder werde ich positiver auswaehlen...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:09 Dezember, 2007 22:06
TEXT DES KOMMENTARS:Tja, was kann man nun aus dem " Rent a Car Skandal" der Südinsel lernen!?
1. Die Typen der Südinsel sind grundsätzlich Verbrecher
2. Der Herr Weber hätte mal besser seine Dienstwaffe mitgenommen (P6), um in solchen Fällen die eigen Interessen gebührend zu vertreten
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/25/2007 08:01:00 AM
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Hallo ihr da auf der anderen Seite der Welt! Wo war ich mit meinem nachhaengenden Bericht denn nun stehengeblieben...ich glaube bei der Nordspitze von Neuseeland! Die Uebernachtung in unserem 5-Sterne Hostel erinnerte uns an die Fijis, da die Wanddeko aus einem grossen Manta-Rochen bestand, der eine alte Wunde wieder aufriss. Auf den Fijis hatten wir beim Schnorcheln im Manta Ray Island Resort ja leider keinen gesehen - by the way: Schnorcheln dort war wie bei "Findet Nemo"! So eine tolle Unterwasserwelt, bunte grosse Fische, Korallen, einfach fantastisch. Nun, jedenfalls machten wir am Tag nach der Uebernachtung in der Bay of Islands (ein traumhaftes Oertchen mit Strand) eine Hammer-Autotour ueber den Kauri-Wald, wo die beruehmten uralten Baumriesen stehen bis hin nach Opoutere, einem weltvergessenen Fleck an der Coromandel Halbinsel. Die Herberge war wirklich am Ende der Welt, leider nicht sehr sauber, aber dafuer mitten in der Natur. Totale Stille, nur Geraeusche aus der Natur. Sehr schoen! Dafuer aber hier schon die Erkenntnis, das der Deutsche an sich ueberall ist. Hier hatten wir naemlich schon die "ich bin Lehrer und nehme mir ein halbes Jahr Auszeit von der Schule um in Neuseeland Fahrrad zu fahren"-Fraktion. Am naechsten Tag ging es ueber die Waitomo Glowwormcaves und das geothermische Stinkegebiet in den Tongariro Nationalpark. Die Tropfsteinhoehlen waren erwartungsgemaess eindrucksvoll, wobei ich sagen muss: die in Kroatien waren groesser. Dafuer hatten die aber auch keine sternenhimmelartigen Gluehwuermchenkolonien. In Rotorua stank es sehr - aber nicht ansatzweise so schlimm wie in Island!!! Und die Saecke lassen einen fuer teures Geld noch nicht mal vor bis zum Geysir. Naja, wir waren halt da. Die ganze Fahrt runter in den Nationalpark stank und rauchte es immer mal wieder am Strassenrand. Der Park dann - gigantisch. Die Wanderung - 18,5 km, Start um 6 Uhr frueh. Ich bin jedenfalls an meine physischen Grenzen gestossen, wo der Jan munter wie ein Bergzicklein die Felsbrocken hochhuepfte. Naja, toll wars jedenfalls! Gigantische Aussicht, aber ein langer langer Weg. Heute sind wir in Wellington angekommen, waren im Neuseelaendischen Nationalmuseum, das sehr schoen war. Aber sonst haben wir hier ausser dem Abgeben des Wagens nichts weiter unternommen - morgen gehts auf die Faehre auf die Suedinsel...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/25/2007 07:17:00 AM
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/24/2007 09:44:00 AM
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Hi folks! Heute ein kurzer Nachholbericht aus dem Tongariro National Park, der ist Weltkulturerbe und beherbergt neben einem Berg, der so aussieht wie der Fujiama, auch noch den beruehmten Herr-der-Ringe Schicksalsberg Mount Doom. Hier schlafen wir in einer sehr schoenen Herberge mit Blick auf selbigen Mount Doom, den Frodo erklimmen musste - zumindest im Film.
Aber es ist ja noch so viel nachzuerzaehlen...wo soll ich anfangen...die Ankunft. Gesundheitlich hatte ich mich leicht aufgerappelt, so dass der Flug nach Auckland ohne Katastrophen ablaufen konnte. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Stadt, die zwar einen ganz schoenen "Funkturm" und Hafen zu bieten hat, aber sonst unterscheidet sich das kaum von einer mittelgrossen Kleinstadt bei uns. Ausser, dass die Geschaefte unter der Woche schon um 6 schliessen, es unzaehlige Restaurants und viel mehr Transen als bei uns gibt.
Am naechsten Tag sind wir ganz frueh gestartet nach Norden - die Landschaft streckenweise wie bei uns...nur viel mehr kleine Huegel! Huegel und ganz wechselhafte Vegetation, das charakterisiert eigentlich die Nordinsel, die wir bisher kennengelernt haben. Wir fuhren am 21.11. also erstmal "kurz" an unserer Herberge vorbei, die eigentlich fast ein Hotel war. Sehr schoen am Meer gelegen und so schnuckelig, dass man fast nicht mehr wegmochte. Danach wollten wir auch nur "kurz" ganz nach Norden zum Cape Reinga mit dem bekannten Leuchtturm. Fotos werden folgen, das habt ihr alle sicher schon mal irgendwo auf einem Foto gesehen. Die Fahrt war dann doch sehr lang mit Strassen wir in Island, aber es lohnte sich! Sehr schoene Landschaft! Auch wenn uns am Ende der Sprit fast ausgegangen waere, da das Tankstellennetz bei gerade mal 4 einhalb Millionen Neuseelaendern auf beiden Inseln zusammen einfach nicht so ausgepraegt ist wie hierzulande. So, leider geht die Internetzeit mal wieder zu Ende - morgen schlafen wir in Wellington, dort hoffe ich mal auf den heutigen Stand aufholen zu koennen mit dem Erzaehlen. Nur so viel - wir sind heute fast 20 km im Gebirge des Mount Doom gewandert!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/22/2007 11:19:00 AM
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Das liegt in Neuseeland und zwar auf der Coromandelhalbinsel. Klingt verrueckt, ist aber so. Nun aber zu Fiji noch einige Worte - nach unserer Rueckkehr aus dem Paradies sagte uns die freundliche Frau Mahlzahn an der Rezeption unseres Hotels, dass wir in ein 5 Sterne Etablissement verschoben wuerden, da das Hotel ueberbucht sei. Mein charmanter Begleiter konnte unter Aufbietung einer minimalen Darbietung seiner Autoritaet ein Abendessen fuer uns rausleiern, wo dann ja der Koch wahrscheinlich reingespuckt hat, obschon es sehr lecker war. Das 5 Sterne Haus entpuppte sich als menschenleeres 3 Sterne Haus mit Haustieren (Jack, die Kakerlake und seine Freunde sowie Lizzy, die thailaendische Akrobaten-Eidechse) - viel entscheidender: keine Haengematten und kein Strand!!! Schweine!!! Jedenfalls unter diesen Gesichtspunkten war mein kleiner gesundheitlicher Aussetzer zu verkraften. So long, bis zum naechsten Hostel, hier kann man noch nicht mal Fotos hochladen, obwohl es sonst sehr schoen ist!!!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/20/2007 11:37:00 AM
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So - einige Minuten sind doch noch uebrig. Am ersten Tag auf den Fijis also - erfolgreiche Beschaffung von Getraenken, dann ploetzlich einsetzendender sintflutartiger Regen, der den ganzen Tag anhielt, weshalb wir spontan unserer Zeit im Gespraech mit der Matratze verbrachten. Am naechsten Morgen ging es ja dann auch schon frueh los zu unserem Faehrbootchen auf die Yasawa Islands, die sich im Westen der Hauptinsel befinden. Die Fahrt ansich war schon mal ein Erlebnis, da man da ja wirklich eine kleine Hochseefahrt macht, dabei aber natuerlich die ganze Zeit in der prallen Sonne sitzt. Und: Man kommt staendig an so winzigen Inseln vorbei, die nur aus weissem Sand, tuerkisem Wasser und ein paar Palmen bestehen, dass man es fast nicht glauben kann. Unsere Insel war dann zwar nach etwa 3 Stunden Fahrt etwas groesser - so wie bei King Kong oder Fluch der Karibik etwa - aber nichts destotrotz, auch hier - weisser Strand, tuerkisfarbenes Wasser, kleine Huettchen zwischen den tropischen Gewaechsen und Palmen. Fantastisch! Und am Strand dann auch noch wieder singende Fijianer mit Blumen im Haar! Toll - unsere Unterkunft: ein kleines Huettchen auf Stelzen mit Balkon, alles aus Holz, total kitschig. Zur Begruessung: was sonst, frischer Obstsaft. Am Strand sassem Leute, die aus Muscheln Ketten hergestellt haben, wie im Kino war das!
So jetzt ist die Zeit wirklich gleich raus - kurz nochmal was negatives - zum Zeitpunkt der Ankunft am Manta Ray Island hatten wir schon etwa 20 Stiche pro Bein von irgendwelchen miesen Viechern. Ungefaehr das Doppelte haben wir in 2 Tagen Insel noch gesammelt - trotz Tropen-Insekten-Repellent! Pfui Azaron! Mehr spaeter...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/20/2007 11:23:00 AM
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Martin
DATUM DES KOMMENTARS:20 November, 2007 14:12
TEXT DES KOMMENTARS:Auf dem Selbstauslöser-Bild schaust Du wie Dein großer Bruder es auch immernoch und immerwieder falsch macht: Grimmig und ängstlich zu gleich, ob denn dieser technische Apparat nun auch das tut, was man in dieser Situation unbedingt von ihm erwartet ;)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/20/2007 10:50:00 AM
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Hello folks, ja ueber solche Fragen kann man sich manchmal etwas aufreiben wenn man staendig durch die Gegend fliegt. Jedenfalls sitzen wir jetzt in Auckland. Das heisst - die Fijis haben wir schon hinter uns gelassen. Der erste Tag in unserem Hotel gestaltete sich zunaechst bilderbuchgleich - mit Pfannkuchen, Sirup und Obstselection fruehstueckten wir mit Blick auf den Pazifik und die davor befindlichen Haengematten sowie die dazugehoerigen Palmen. Das Zimmer war auch prima - eigenes Badezimmer, keine erkennbaren Kakerlaken. Dann starteten wir den Versuch Wasser zu kaufen. Ein Handwerker im Hotel sagte in dem haeufig bei den Fijianern anzutreffenden Ranjid-Inder-Englisch, dass ein kleiner Shop nur einige Meter weiter auf der Hauptstrasse sei. Auf selbiger befanden wir uns dann wenig spaeter unter der mit europaeischen, ja selbst nordafrikanischen Verhaeltnissen nicht zu vergleichenden Sonne. Das brennt von senkrecht ueber einem so extrem, das kann man sich bis dahin gar nicht vorstellen. Jedenfalls kamen wir nur einige Meter weit, ehe uns ein Einheimischer "netter" Typ gerne zum naechsten Shop, der 'far far away' sein sollte, in seinem Auto mitnehmen wollte. Es sei ja fuer uns auch hier 'not safe'. Muehsam konnten wir den netten Mann abwimmeln, der auf den naechsten Metern noch 2 Mal anhielt und erneut einen "lift" anbot. 50 Meter weiter war dann der Shop, der komplett mit Gittern verrammelt war und wie in einem Kriegsgebiet gelegen schien. Dafuer war das gute Fiji Water und vor allem das Fiji Bitter Beer dort viel billiger!
Die Internetzeit koennte jederzeit auslaufen, deshalb von unserer Fahrt zu den Inseln das naechste Mal mehr. Nur soviel - es war ein echter Traum! Wie bei Cast away nur mit Dosenoeffner. Zum Schluss hab ich mir leider noch irgendwas eingefangen, so dass ich gestern den ganzen Tag im Bett liegen musste, nachdem ich nachts unfreiwillig mein letztes Essen wiederholt hatte. Noch ein paar Bilder? Wird gleich gemacht!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/14/2007 09:55:00 PM
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:15 November, 2007 11:39
TEXT DES KOMMENTARS:schweinerei ich will auch!
viel spaß :)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/14/2007 09:02:00 PM
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Hey Folks! Nun sind wir auf den Fijis gelandet. Hier ist es erst 8 Uhr und das Zimmer wird erst gegen 10 bezugsfertig sein - also bleibt etwas Zeit fuer einen ausfuehrlicheren Bericht.
In New York begann alles mit der ersten Subwayfahrt, wo schon alle Komparsen aus 8Mile mit dabei waren. 50 Cent-Verschnitte wohin das Auge reichte. Relativ gut fanden wir trotzallem unser Hostel, dass sich als absolute schaebbige Mistbude praesentierte. Im Foyer putzte irgendein Typ wie wild die Scheiben unterstuetzt von laut droehnender Housemusik, die Waende waren notduerftig gestrichen und mit Hippi-Pseudo-Satinstoff abgehaengt. Das Zimmer war dann eigentlich ein Gepaecklagerraum, was wir dann aber gluecklicherweise abwenden konnten. Dafuer hatte der neue Raum dann auch nur ein klappriges Etagenbett und gefuehlte Raumtemperatur von 4 Grad. Ein Heizung kann funktionieren, muss sie aber nicht. Dann sind wir natuerlich liebend gerne gleich wieder losgezogen, um am TimeSquare unseren New York Pass abzuholen, mit dessen Hilfe wir dann Eintritt zu den gaengisten Attraktionen haben konnten. Ein Tagesticket fuer die Metro haben wir dann auch erfolgreich erworben.
Nach einem echten amerikanischen Essen mit Burger und Pommes scheiterten wir gleich an der ersten Huerde - bezahlen! Die Touris blamierten sich naemlich tierisch, als sie ueberlasen, dass auf der Rechnung schon das Trinkgeld eingerechnet war und trotzdem noch Trinkgeld geben wollten. Das ueberforderte die arme Bedieung, der Manager wurde geholt um nachzufragen, ob wir uns sicher seinen. Naja, kann ja mal passieren.
Schon bereits sehr muede nahmen wir an diesem Abend noch das NYC Madame Tussauds mit, was soweit ganz nett war - aber nicht wirklich spektakulaer. Der finale Abendeinkauf bestand dann aus 2 wichtigen Produkten: Bier und einem Erdnussbutterriegel. Und die Nacht war dann sowas von kalt, dass wir notgedrungen zu zweit in einem 70 cm Bettchen schlafen mussten, um nicht zu erfrieren.
Am naechsten Tag waren wir die ganz fruehen Voegel und bereits um 8 Uhr an der Liberty Island Ferry, die vom Battery Park abfaehrt. Wir mussten trotzdem ueber eine halbe Stunde in der Kaelte anstehen, weil ueberall sehr viel Wert auf Sicherheitskontrollen gelegt wird. Trotzdem - bei unserer Rueckkehr war das Ende der Warteschlange schon nicht mehr zu sehen. Merke: Der fruehe Vogel faengt den Wurm. Es folgte fuer uns der Besuch der Freiheitsstatue nach natuerlich erneuter Sicherheitskontrolle diesmal durch National Park Ranger mit gruen brauner Uniform. Die hatten sogar eine Regentuete fuer ihren Rangerhut. Die Statue ist doch kleiner als man denkt! Aber wenn man direkt davor steht, ist sie dann doch wieder recht imposant. Danach waren wir noch pflichtschuldigst auf Ellis Island und haben uns angeschaut, wo die Immigranten damals zu Tausenden angekommen sind. Wieder an Land haben wir unseren Touritrip zum ehemaligen World Trade Center fortgesetzt, aber - man sieht dort nix ausser einer riesigen Baustelle. Die muss man wirklich nicht fotografieren! Weiter ging es durch die Wallstreet, vorbei an riesigen Hochhaeusern wie dem Trump-Tower zum Peer 17 unten am Hafen. Segelschiffe vor all diesen Wolkenkratzern ankern zu sehen, das sieht schon toll aus. Von dort sind wir ueber die BrooklynBridge hinueber nach Brooklyn gelaufen. Auch alles absolute Postkartenmotive - vor allem wenn dann gerade die Sonne ueber der Stadt untergeht. Den selbigen Sonnenuntergang wollten wir eigentlich vom Dach des Rockefellercenter beobachten - dafuer waren wir aber etwas spaet, so dass wir schliesslich nur noch vom 69 Stock aus New York bei Nacht hatten. Aber - das war (bis auf die elende Kaelte) auch nicht schlecht. Der Central Park liegt wie ein dunkler Fleck inmitten des Lichtermeers.
Als Abendbeschaeftigung gab es dann eine Stadtrundfahrt mit einem dachlosen Doppeldecker. Es war zwar toll und auch sehr informativ durch den schlagfertigen Guide, der permanent stehend den nur Zentimeter ueber seinem Kopf baumelnden Ampeln auswich, aber es war sowas von bitterkalt, dass wir am Ende kapitulieren mussten.
Zu Hause - wer haette das gedacht - war es warm! Gut, unsere Freude, die Kakerlakengang war zwar auch wieder am Start, aber man gewoehnt sich ja an alles.
Am naechsten Tag waren wir wieder die "Early birds" - diesmal auf dem Empire State Building. Auch hier war die Warteschlange nach unserem Besuch wieder gigantisch angewachsen. Der Ausblick auf die Stadt vom 89. Stockwerk aus ist fantastisch. Der Aufzug zeigt Stockwerkswechsel nur in 10er Schritten an - wer einen schwachen Magen hat, der sollte diese Attraktion auslassen. Nach unserer Landung auf dem Erdboden schauten wir uns den "Flat Iron" an - dieses flache Haus haben sicher alles schon mal irgendwo gesehen.
Zufaellig war auch Veteransday und eine Parade im Gange. Ueberall Soldaten und Veteranen, Dudelsaecke, Fahnen und Blaskapellen. Amerikanischer gings gar nicht mehr. Es folgte der obligatorische Besuch bei Maceys, dem groessten Laden der Welt. Aber so besonders von den Socken gehauen hat uns das nicht. Im Anschluss huepften wir wieder auf einen der Doppeldecker. Der weibliche Guide war total komisch, ueberhaupt nicht witzig, und es war wieder arschkalt. Nach dem Aussteigen waren wir kurz im Guggenheim Museum, entschieden uns aber gegen eine Besichtigung auf Grund der fortgeschrittenen Zeit. So liefen wir ein Stueck durch den wunderschoenen Central Park, dann verliefen wir uns im wunderschoenen Central Park. Schliesslich am Museum of Natural History angekommen, hatten wir immerhin noch eine gute Stunde dafuer. War kurz aber trotzdem schoen.
Auch mit der Faehre wollte wir nochmal einen Nightcruise machen - also nahmen wir Fuechse nach erfolglosen anderen Versuchen einfach die Staten Island Ferry, die sowieso umsonst ist, weil die normalen New Yorker damit ihren Heimweg bewerkstelligen muessen.
Es war natuerlich wieder superkalt, aber die New Yorker Skyline war das Frieren wert.
Am Ende diesen Tages goennten wir uns ein tolles Abendessen fuer stattliche 109 Dollar, naja - Taxes kann man eben unterschaetzen.
Am naechsten Tag war Abflug nach Los Angeles. Den Flug haetten wir fast noch verpasst, weil man als Tourist die Fahrdauer der Metro vielleicht doch mal unterschaetzt. Hat aber alles geklappt - auch im wunderbar warmen L.A. bekamen wir den richtigen Bus. Unfassbar, wie gross diese Stadt ist. Das Hostel war der Hauptgewinn direkt am Strand! Keine Wolke am Himmel, 25 Grad - wie ein Traum. Das Hostel war diesmal zumindest sauber - und wir hatten ein anstaendiges Bett. Wir entschieden uns dazu, den Walk of Fame noch abends schnell abzureissen. Die Busfahrt dauerte ueber eine Stunde (!), mehrfach standen wir im Dunkeln am Fahrbahnrand - also so toll war das nicht. Und der Walk of Fame selbst ist auch eigentlich nur einen Blick wert. Wir sind aber trotzdem heil heimgekommen. Gestern haben wir den halben Tag am Strand verbracht. Es war herrlich! Wie bei Baywatch mit Rettungsschwimmerturm, roter Boje und gelbem Auto. Alles wirklich ganz toll! Spaeter sind wir dann auf der Suche nach GoldsGym, Governour Schwarzeneggers frueherer Trainingsstaette, ein bisschen am Strand und an den zahlreichen Traumhaeuschen am Ocean Walk entlanggelaufen. Als wir den Steroidplatz dann gefunden hatten, gab es da tatsaechlich auch ein paar echte Muskelmaschinen. Aber es gab auch jede Menge Freaks, Wracks und Pseudo-Sternchen. Fuer einen Tag haben wir mit dem Hostel wahrscheinlich das grosse Los gezogen, sogar den kitschigsten Sonnenuntergang kriegt man da sicher das ganze Jahr.
Aber laenger muss man sich da eher nicht aufhalten. Jetzt sind wir nach einem langen Flug auf den Fijis angekommen, am Flughafen standen Maenner mit Roecken, Ukulelen und Blumenketten um den Hals, die irgendwelche Suedseeliedchen getraellert haben. In unserem Hotel angekommen, das direkt am Meer liegt, warten wir jetzt auf unser Zimmer. Der Strand ist zwar nicht so der Burner, aber dafuer gibt es hier Beos und Haengematten zwischen Palmen. Das wird sicher toll hier! Bis bald ihr Frostbeulen!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/13/2007 06:31:00 AM
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BODY:
Hello folks! Ein kurzer Gruss von Venice Beach! Hier haben wir endlich mal die Moeglichkeit zumindest kurz ins Internet zu gehen. Allerdings muessen die Fotos noch warten, weil man hier ausser seiner Kreditkarte rein gar nix an den Computer anschliessen kann.
Kurzer Umriss des bisher Erlebten: In New York sind wir sehr unspektakulaer gelandet - von oben sah das ganze aus wie eine Sumpflandschaft. Der Flug selbst war recht komfortabel mit DVD-Library im Sitz. Am Flughafen sind wir auch ohne Schwrierigkeiten durch die Sicherheitskontrollen gekommen. Als unsere Backpacks die Security Officer etwas nervoes gemacht hatten, reichte Jans Berufsangabe vollkommen aus, um dem Ami ein "so you're a cop!" zu entlocken und unsere Weiterreise klarzumachen. In New York sind wir dann gleich Ubahn gefahren - auf eine Meile als Touris erkennbar natuerlich. Das Hostel - ein Saustall, wie er im Buche steht. Zwar wischte und putzte im Foyer pausenlos irgendein Kerl, aber auf dem Zimmer - zuerst wollten sie uns einen Gepaeckaufbewahrungsraum andrehen - sahs dann aus wie Sau und war so kalt wie in einem Kuehlschrank. Kleine hartgepanzerte Mitbewohner hatten wir dann auch mehrfach. Und vom Zustand des Klos will ich gar nix erzaehlen. Die einzelnen Sightseeingpunkte: Rockefeller Center, Empire State Building, Central Park, Museum of Natural History (ganz anders als im Film!), Madame Tussauds etc. schildern wir bei mehr Internetzeit dann etwas ausfuehrlicher. Nur soviel - New York ist eine Wahnsinnsstadt, die man mit nichts in Deutschland vergleichen kann. Soviele Gerueche, Geraeusche, dass das Gehirn gar nicht alles zuordnen kann. Wir konnten zwar vieles zeitlich nicht bewerkstelligen, aber fuer einen Eindruck reichen 3 Tage! Empfehlenswert!
Heute sind wir dann ganz entspannt frueh um halb 8 zum Flughafen aufgebrochen - der Flug ging um 11, am JFK-Airport waren wir letztendlich um 15 Minuten nach 10. Jetzt sind wir hier am VeniceBeach und es ist echt ein Traum! In den naechsten Tagen hoert ihr hoffentlich etwas von uns von den Fijis!
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Maddin
DATUM DES KOMMENTARS:13 November, 2007 10:04
TEXT DES KOMMENTARS:Oh folx, that's greeeeat! Laßt Euch nicht von den bugs ärgern!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/28/2007 11:02:00 PM
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Hallo da draußen - bald ist es soweit. Ich rede gar nicht erst von den gigantischen Aktenbergen, den endlosen Stunden in der Klinik, der elenden Sortiererei, die mich noch von "soweit" trennt. Selbst wenn ich mich jetzt wie in den letzten Wochen bereits praktiziert den ganzen Tag in die Klinik setze, dann wird das alles echt knapp. Doch ich möchte unbedingt wenigstens meine Daten für die Doktorarbeit im Kasten haben, ehe ich Deutschland und damit den ganzen Wissenschaftskram erstmal für 6 Wochen komplett hinter mir lassen kann.
In 12 Tagen geht der Flieger - es kann gut sein, dass ich es bis dahin nicht mehr schaffe, noch einmal etwas zu posten. Daher versorge ich euch jetzt schon einmal mit den Fakten.
Also - 09. November 07:45 Uhr gehts ab nach New York. Dort sind wir drei Tage.
Danach machen wir einen kurzen Zwischenstop am Venice Beach in L.A., aber nur gerade so lang, um einmal den Anabolikaduft am Musclebeach zu schnuppern. Obwohl...im Moment könnte es ja dort auch etwas verbrannt riechen. Wie auch immer.
Der anschließende Flug auf die Fijis kostet uns dann 2 Tage unseres Lebens, weil wir die Datumsgrenze passieren werden.
Dort bleiben wir 5 Tage, ehe unser nächster Flug uns weiter nach Neuseeland bringt, wo wir dann in 12 knappen Tagen Nord- und Südinsel rasant runterreißen werden.
Im Anschluss landen wir in Sydney, wo wir eine ganze Woche haben.
Zum Schluss bleibt noch eine Woche Bali zum Entspannen.
Am Morgen des 16. Dezember sind wir dann wieder auf deutschem Boden. Hoffentlich!
Was die visuellen Impressionen angeht...da wissen wir noch nicht so genau, wie wir das machen werden. Mehrere Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Ihr werdets schon mitkriegen. Allerdings denke ich nicht, dass wir a) viele Postkarten schreiben werden, weil die wahrscheinlich eh länger brauchen als unsere ganze Reise dauert und b) nicht jeden Tag ins Internet gehen. Da verdirbt man sich nur die Freude, wenn man ständig nur mit Bilder ins Internetstellen beschäftigt ist.
Gegen Jans massiven Protest nehme ich ja auch ein bisschen was an Speicher mehr mit als er für notwendig hält. 500 Fotos - also bitte, die knips ich in den ersten 3 Tagen! Also macht euch schonmal auf einen "Diaabend" mit Bier und Schnittchen gefasst, der etwas länger als 1 Stunde dauern dürfte.
In diesem Sinne - wir wünschen euch einen erträglichen deutschen Herbst! Bis zum Winter dann!
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Maddin
DATUM DES KOMMENTARS:29 Oktober, 2007 12:16
TEXT DES KOMMENTARS:Papperlapapp: 2000 Bilder kann man ja schon in 14 Tagen Malle verballern. -Wenn man nicht nur am Strand liegt, natürlich.
Meine Prognose: Du brauchst 6-10GB Speicher, das sind bei Fine(L) gerademal 2500 bis 4000 Bilder. Das ist nicht viel, denn: Du hast ja Deinen PC nicht da, um auszusortieren. Und "das mach ich abends im Bett an der Cam direkt" kannste vergessen.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/17/2007 07:43:00 PM
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BODY:
Hola amigos - bald ist es soweit. Die große Reise geht los. Oder die große Suche? Nein, das war nur bei "Die unendliche Geschichte", glaube ich.
Nun sind fast alle Unterkünfte gebucht, was manchem sehr langweilig erscheinen mag. Mir auch! Jedoch - kurz ist die Zeit und zu knapp das Budget, als dass wir zum Beispiel noch einen Camper hätten buchen können, der uns die Zeit in Neuseeland unabhängiger gestalten würde.
Ich werde bis zum Aufbruch sicher beinahe nur in der Klinik sein, da ich verzweifelt versuche, den Datenteil meiner Doktorarbeit irgendwie bis zur Reise abzuschließen. Das verschlingt allerdings soooo viele Stunden Tageslicht, Schlaf, frische Luft und macht schreckliche Kopfschmerzen, miese Laune und wenig Urlaubsvorfreude. Diese erscheint mir im Moment noch als ein zu großes Wagnis, weiß ich doch noch nicht, ob ich den gigantischen Aktenberg noch werde bezwingen können.
Danach ist nämlich definitiv Sense mit allen Tätigkeiten ausser Lernen.
Nun ein kleines Quiz am Rande: Was ist auf oben stehendem Foto zu sehen?
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Martin
DATUM DES KOMMENTARS:18 Oktober, 2007 15:08
TEXT DES KOMMENTARS:Ich tippe auf eine Decken- oder Wandverblendung. Keine Ahnung, ob ich damit überhaupt tendenziell richtig liege, aber Du verbringst momentan leider viel zu viel Zeit in geschlossenen Räumen, als daß ich sagen würde, es ist irgendwas "draußen". Und es ist hintergrundbeleuchtet, man könnte vermuten, nicht weniger als drei Leuchtkörper dahinter zu erkennen :)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/02/2007 08:48:00 PM
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Hola amigos! Nur noch kurze Zeit bleibt bis zum Beginn unserer großen Reise. Ein Großteil ist nun schon geplant, ein Teil fehlt noch. Wir brauchen noch einen Internationalen Führerschein für Neuseeland, einige unserer Übernachtungen dort müssen noch gebucht werden, das Visum für Australien fehlt, aber das werden wir alles hoffentlich noch in den nächsten Wochen beisammen bekommen.
Bis dahin muss ich aber auch noch irgendwie meine Doktorarbeit vorantreiben. Fertig wird das natürlich alles nicht mehr bis Anfang November, aber ich hoffe, dass ich zumindest die Datenaufnahme vor dem Abflug noch hinkriegen kann. Dafür darf ich das Haus aber theoretisch nicht mehr verlassen!
Wenn ich das aber schon tue, dann passieren mir natürlich gleich lustige Sachen. Eben stand ich beim Einkaufen in der Schlange an der Kasse und hinter mir war eine Familie - Eltern und ihre beiden etwa 6 und 8 Jahre alten Töchterlein. Die kleinere - mit dem süßen Namen Lisa - boxte die ganze Zeit auf den recht voluminösen Po ihrer etwa 1, 20 Meter großen Mutter ein. Und als die nicht zufriedenstellend reagierte, ja da nahmen sich Lisas Füße eben ihrer großen Schwester an. Und als die dann unschönerweise zurücktrat, da musste dann Papa noch als Rammbock herhalten. Ich hab die ganze Szene eigentlich auch nur zur Überbrückung der Wartezeit verfolgt, aber dann kam der Kracher. Als der Papi von Lisa nach ner Minute oder so genug hatte, versuchte er die Aggressionen seiner 6jährigen Tochter - tatsächlich dann auch wirkungsvoll - mit folgender Drohung zu unterbinden: "Du darfst kein Tekken mehr spielen, du boxt ja nur noch um dich!"
Lassen wir die wichtigen Details dieser kurzen Szene noch einmal auf uns wirken. 6jährige Tochter. Tekken?!?!
Wenn ich so etwas mitkriege, dann vertrau ich wieder darauf, dass man als Eltern heutzutage auch alles richtig machen kann. Ebenso wie eben auch alles falsch.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/08/2007 11:30:00 AM
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Hier friste ich arme Frau nun mein Dasein vor dem Computer, mein steter Begleiter - das Telefon an meinem Ohr. Im Moment wage ich es nicht, einen Zeitplan zu erstellen, weil ich den am Ende nicht einhalten könnte. Fakt ist - ich habe mit weit über 200 Frauen telefoniert, mit ca. 50 davon schon 2mal und damit im Schnitt etwa eine halbe Stunde mit jeder einzelnen von denen. Mein Ohr fault mir fast ab, allerdings kann ich mir fast keine Pause erlauben, wenn ich diesen riesigen Berg noch abzutelefonierenden Patientinnen auf meinem Schreibtisch liegen sehen und mir vorstelle, dass ich maximal 12 Stück am Tag schaffe. Mehr geht einfach nicht, weil ich sonst einen Punchingball neben dem Telefon aufstellen müsste. Dafür habe ich aber im Moment kein Geld.
Die Weltreise kommt immer näher, damit leider aber auch irgendwie das Examen, für das zu lernen mir im Moment auch nicht die Spur von Zeit bleibt. Leider! Man müsste sich zerteilen können!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 7/25/2007 07:50:00 PM
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Es ist erst 20.50 Uhr, und ich sitze in der Klinik. Irgendwie geschieht es mir ja recht, ich habe ja schon 4 Wochen lang den Bunker fast nicht von innen gesehen. Das wird sich bald ändern. Mein Doktorarbeitsbetreuer hat ein ganz tolles Computerprogramm an den Start gebracht, das meine bis jetzt vollbrachte Arbeit gelinde gesagt überflüssig macht. Mehr noch - ich muss alles und noch viel mehr neu eingeben. Und ich muss vor allem noch einmal alle Akten lesen. Halleluja! Abgesehen davon, dass ich die dazugehörigen Damen ja auch noch anrufen muss. Mir sträuben sich schon die Haare angesichts dieses gigantischen Datenwustes, den ich ja irgendwie übersichtlich halten muss. Mir graut es schon davor, wochenlang in dem Kasten hier zu sitzen. Zum Glück gibt es ja noch Jans Zweit-Kaffeemaschine, die hier ihr neues Zuhause finden wird. Wie soll der Mensch sonst überleben!? Gut, dass ich das Examen schiebe - anders wäre das wirklich nicht zu machen. Wenn ich das alles überhaupt bis April fertig habe! Mein Betreuer meinte, die Daten reichen am Ende wahrscheinlich für mehrere Promotionen...na toll.
Des weiteren...kennt ihr noch diese alte RTL-Sendung "Wie bitte?"? Vielleicht hieß die auch anders. Jedenfalls mein ich die, wo ständig irgendwelche Fälle aufgerollt wurden, wo die Telekom irgendeinen Mist gebaut hat. Da könnt ich jetzt mitmachen! Ich wollte eigentlich nur eine Telefon- und Internetflat. Man darf sich nicht beschweren - wir haben immerhin noch Telefon, aber das Internet haben die uns seit 1 Woche zerschossen und das beste: keiner findet den Fehler! Fantastisch, mein letztes Telefonat dauerte über 1 Stunde, in der ich allerdings auch mit 6 verschiedenen Störungs-, Buchungs- und Verwaltungsstellen gesprochen habe. Und keiner hat den Fehler gefunden. Immerhin haben nicht alle behauptet, dass es gar keinen Fehler gibt. Das ist ja auch schon was.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 7/11/2007 10:03:00 AM
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Ich weiß, eigentlich ist ja jetzt nicht mehr Juni, aber im Juni bin ich fertig geworden mit diesem Mist-PJ. Seitdem versuche ich ohne Urlaub Urlaub zu machen, was natürlich gar nicht klappt, da sich in einem Jahr ziemlich viel anhäuft, wozu man nicht gekommen ist. Naja und Wäschewasche kann man ja auch keine Monate vor sich herschieben.
Jedenfalls suche ich relativ hilflos nach der rechten Motivation, um mal so richtig mit der Doktorarbeit in die Gänge zu kommen. Aber Lethargie ist im Moment mein 2. Vornamen. Leider. Dafür bin ich schonmal dabei, mich sportlich wieder etwas zu betätigen - die Fotos von den Fijis sollen ja dann auch bissi was aussehen!
Das ist übrigens auch gebucht - 15. bis 20. November schippern wir im türkisblauen Meer mit einem Bootchen rum, schnorcheln und liegen einfach in der Hängematte direkt am Strand. Ich find, das klingt gut. Ist zwar relativ teuer auf den Fijis, aber Malediven wären noch viel teurer gewesen.
Sydney wollten wir auch schon buchen, problematisch ist daran nur, dass in den meisten Testberichten steht, dass da haufenweise Insekten und Bettwanzen auf einen lauern. Das macht die Wahl nicht eben leichter. Und wenn man als Pärchen unterwegs ist, muss man auch nicht getrennt jeder im geschlechtsspezifischen 10er Schlafsaal nächtigen. Finde ich jedenfalls!
Erwähnte ich, dass Bali gebucht ist? Falls nicht - wir nächtigen in einer total kitschigen Behausung namens Lumbung. Das sind so Stelzenhäuser aus Flechtwerk. Dafür haben die aber auch keine Fensterscheiben - ergo: man hört zwar toll das Meeresrauschen nachts, dafür kommen die Viecher aber auch ungehindert rein. Dazu kommt, dass es in Indonesien wohl durchaus haufenweise giftige Riesenspinnen und krankheitübertragende Stechmücken gibt. Da stand auch irgendwo, dass die meisten Spinnen nachtaktiv sind und man vor dem Zubettgehen erstmal alle Ritzen und Ecken absuchen sollte. Das - muss ich sagen - trübt die Freude schon ein bisschen! Aber nur die Harten kommen in den Garten. Und das da in Bali sieht jedenfalls so ähnlich aus, wie man sich das Paradies vorstellen könnte...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 6/12/2007 12:13:00 AM
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Heute ist mir wieder ein bedeutender Durchbruch gelungen - abgesehen von der Buchung der ersten Übernachtung unsres Trips natürlich. Wir übernachten am 1. Dezember jedenfalls in Christchurch, New Zealand. *grande Freude*
Jedenfalls hatte ich heute an meinem Ausbildungsplatz ausser den interessanten und lehrreichen Tätigkeitsfeldern Blutgasanalyse, Blutgasanalyse und natürlich Blutgasanalyse eine neue Fähigkeit zu erlernene - ich durfte eine lange dicke Nadel in die Leistenarterie eines Patienten reinstecken. Glücklicherweise ist diese Arterie sehr dick, weshalb ich sie dann auch nicht verfehlen konnte. Aber immerhin! Ich durfte eine Nadel in eine Sache stecken, in die ich vorher noch nie eine Nadel reinstecken durfte.
Danach - man könnte sagen, davon beflügelt, gelang mir sogleich die schönste Braunüle meines bisherigen Stechdaseins. Eine arme alte Omi, in deren Arm eine Nadel von der winzigen Sorte und eine Nadel von der allerwinzigsten Sorte steckten - und dann soll ich da ne dicke Nadel reinstecken! Aber das Tollste daran war - es hat geklappt! Eins A in die Mini-Vene aufgefädelt. Da war ich echt stolz drauf.
Nun. Dennoch ist es jetzt leider bereits nach 12, morgen früh muss ich vor Dienstbeginn Waffeln backen (weil erste Nadel in Leiste) und ich bin seeehr müde. Aber - mein Männchen kann auch noch nicht schlafen gehen, daher ich bin ich solidarisch wach. Adios muchachos.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 6/10/2007 07:45:00 PM
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Hey folks! Zunächst einmal die erfreulichen Dinge - vorgestern haben der Jan und ich viel viel Geld bei der Frau vom Reisebüro auf den Tisch gelegt - die hat uns dafür eine Quittung gegeben, und dafür dürfen wir jetzt im November einmal um die Welt fahren. Die Planung der Unterkünfte und Unternehmungen ist natürlich schon in vollem Gange. Bis jetzt steht zumindest aber der Ablauf ja schon fest. Am 9. November werden wir starten, in London kurz zwischenlanden um wenige Stunden später in New York aus dem Flugzeug zu klettern. Danach gibt es einen Kurztrip nach Los Angeles, wo wir direkt am Walk of Fame unterkommen werden. Weiter gehts dann nach Fiji! Dort wollen wir ein paar Tage Robinson Crusoe-mäßig auf Inseltour gehen und in kleinen Hüttchen bzw. Hängematten am Strand schlafen. Wußtet ihr übrigens, dass die auf den Fijis Cast away und die Blaue Lagune gedreht haben? Naja, das wird jedenfalls nett. Danach gehts nach Auckland, wo wir uns ein Auto mieten werden, mit dem wir innerhalb der nächsten knapp 2 Wochen Nord-und Südinsel oberflächlich erkunden wollen, um dann ab Christchurch rüber nach Sydney zu fliegen. Da sind wir dann ne Woche bis es auch schon wieder weitergeht nach Bali! Da wollen wir dann vielleicht zur Abwechslung mal einfach nichts tun. Tja, dann gehts über Singapur wieder heim am 15. Dezember. So ist das. Die Planung läuft!
Das Unerfreuliche kann nicht länger warten - ich reg mich so auf. Eben klingelte unser Mitmieter (der nicht eben vertrauenserweckend aussieht) bei mir um mich darauf hinzuweisen, dass er vor 3 Wochen in der Waschküche einen fremden Mann an meiner Unterwäsche herumnästeln gesehen habe. Den Typ hätte er noch nie gesehen. Er hätte sich leider nicht eher getraut mir bescheid zu sagen (ob er wohl gewartet hat, bis der Jan mal nicht daheim ist? *grusel*).
Nun ja, ich hab mich brav bedankt für diesen tollen Tip. Jetzt weiß ich zumindest auch, dass ich mir nicht eingebildet habe, dass Unterwäsche fehlt. Ansich ist die Sache ja schon abartig genug - nun frage ich mich aber: 1. hat der das vielleicht nur erfunden mit dem fremden Mann, falls ich den Verlust der Unterbux jetzt so langsam bemerkt habe? 2. wie kommt irgendwer Fremdes in meine Waschküche?! 3. Hab ich jetzt nen Spanner oder was will der mit meiner Unterwäsche und woher weiß der überhaupt, dass da unten sowas hängt? Und warum sucht er sich nicht andererleuts Unterwäsche aus??!?!?
Recht unangenehm. Sollte ich mich gruseln? Besser abschließen? Beobachtet uns wer durchs Fenster? Und das traurige darüber hinaus ist - die Unterbux war echt schön! :-(
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AUTHOR: Katherina
DATE: 5/20/2007 03:57:00 PM
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BODY:
Die Einweihungsparty ist vorbei - und ich muss sagen, ich war sehr glücklich über die zahlreich erschienenen Gäste! Zwar habe ich sicherlich einen gestressten Eindruck gemacht, weil ich ständig jemandem etwas zu trinken oder zu essen holen wollte, aber das war alles nur positiver Stress. Ich habe mich wirklich sehr amüsiert und möchte nochmal den Leuten, die uns so schön mit ihrer Anwesenheit sowie reichlichster Presente beschenkt haben, Danke sagen. Das war seit meinem 7. Geburtstag glaub ich die erste Feier, die ich am Ende des Abends als gelungen betrachten konnte. Gut, damals war die Party auch schon um 17 Uhr fertig, aber super war das damals schon so mit Topfschlagen, Schnipseljagd und Plumpssack-Spielen. Mein 18. Geburtstag war allerdings das Riesendesaster, weil leider auch gleichzeitig Rosenmontag war und man den Menschen nicht verübeln konnte, dass sie an diesem Tag nicht in der Hirschhäuser Grillhütte versauern wollten.
Nun, danach hab ich mich eigentlich auch immer nur vor dem eigenen Ausrichten diverser Festivitäten gedrückt. Aber dass nun diesmal alles so schön geklappt hat, das freut mich wirklich sehr!
Ansonsten gibt es an Neuigkeiten vor allem zu sagen, dass mein PJ nun endlich endlich fast zu Ende ist, ab dem 22. Juni werde ich verstärkt ausschlafen, Party feiern und vor allem meine Doktorarbeit vorantreiben. Die muss jetzt mit Riesenschritten weitergehen, da ich mit dem Jan im November nun fast definitiv auf Weltreise gehen werde. "Fast definitiv" heißt, dass wir es nur noch nicht fest gebucht haben. Das werden wir aber bis nächste Woche getan haben. Dann sind wir einen Haufen Geld los, haben dafür aber auch eine Reise mit den Eckpunkten New York, L.A., Fiji, Auckland, Christchurch, Sydney, Bali und Singapur vor uns. Das wir alles richtig teuer, und um es richtig genießen zu können, muss ich vorher einfach diese Doktorarbeit möglichst fertig bekommen, denn danach ist subito Lernen fürs Examen angesagt.
Wenn dann alles klappt, mache ich das Hammerexamen im April 2008 und bin dann - hoffentlich - im nächsten Frühjahr Ärztin.
So, soweit meine groben Pläne. Bis demnächst allerseits!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/01/2007 07:33:00 PM
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BODY:
Einmal aufatmen vom grauen Klinikalltag - das kann man am besten, wenn man mal woanders hinfährt. Und schwupsdiwups sind wir auch schon nach Berlin gefahren. Das Hotel war echt ganz nett, vor allem das Frühstück war echt gigantisch. 10 Sorten Marmelade, Honig, 10 Sorten Brötchen, Säfte, Speck und Eier in rauhen Mengen - herrlich. Und ich glaub, nen Promi hatten wir sogar auch noch in der Bude, auch wenn der Jan meinte, ich würde mich irren. Aber ich denk, da war dieser BigBrother Hansel Alex Jolig am Start. Aber wie auch immer, mit oder ohne Quotenpromi - das Hotel lag jedenfalls strategisch günstig direkt an einer Ubahn Haltestelle. Und strategisch noch günstiger war, dass wir unabsichtlich gerade das Wochenende ausgesucht hatten, an dem das Europafest in Berlin stattfinden sollte. Sehr sehr praktisch! Denn so hatte das KaDeWe auch Samstag bis um 24 Uhr auf zum Beispiel. Unpraktisch, weil wir wegen der Angi ihrer Privatbesichtigungstour nicht in den Berliner Dom reinkonnten. Unfassbar. Ansonsten haben wir abgeklappert was ging. Die Eastside-Gallery, wo noch 1,3 km der originalen Mauer stehen. Den Berliner Dom und damit auch die Hohenzollerngruft, wo die Jungs und Mädels sich mit über 100 Särgen verewigt haben. "Günstig" einkaufen im Lafayette waren wir auch, bzw. der Jan hat dort etwas Bezahlbares gefunden, ich nicht. Gegenüber konnten wir jedoch noch bezahlbar Sushi essen - so richtig schön mit im Kreis fahrenden Tellerchen. Niedlich aber für mich nicht besonders lecker. Nun ja. Und dann waren wir natürlich auch am Brandenburger Tor, wo ganz viele Buden, Fernsehübertragungsstationen und Bühnen aufgebaut waren wegen des Festes. Unfassbarer Weise haben wir so sogar noch ungeplant, als wir gemütlich mit unserem Bier durch Berlin schlenderten, am Brandenburger Tor die Blue Man Group und Joe Cocker Himself auftreten sehen. Schließlich durften wir sogar noch ein richtig bombastisches Feuerwerk zu Beethovens 9. genießen - echt beeindruckend. Beethovens Werk sowie Carl Orffs Carmina haben wir ja schon Freitag abend in der Philharmonie erleben dürfen, das war ja mein Jahrestagsgeschenk. Ach und im Reichstag waren wir natürlich auch. Ein weiteres Erlebnis, das nicht ungenannt bleiben sollte, war der Kauf von Bier bei einem Penner, der als Straßenkneipe das Geschäft seines Lebens macht. Im Zoo waren wir auch noch - allerdings war der doofe Knut schon in der Heia, also mussten wir uns mit diversen anderen Tierbabies begnügen. Ja, dies und noch vieles mehr erlebten wir in Berlin.
Mein Schmierlappen vorm Berliner Dom.
Das Holocaust Denkmal am Abend.
Zwei glückliche Menschen am Brandenburger Tor.
...jetzt wird er wieder aufgebaut!
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VERFASSER DES KOMMENTARS: esther
DATUM DES KOMMENTARS:11 April, 2007 09:32
TEXT DES KOMMENTARS:Hallo Nini,
na das ist ja ein Zufall, wir hätten uns fast in Berlin getroffen. Eigentlich wollten wir nämlich am Wochenende des 22. März nach Berlin fahren, das ist dann allerdings das Wochenende drauf geworden weil die Hotelbuchung irgendwie schief gelaufen war.
Herzlichen Glückwunsch mit der gemeinsamen Bude - ich wünsche euch viel Glück und Spaß zusammen!
(naja, wenn Dir noch Zeit bleibt neben der Doktorarbeit und den Vorbereitungen zum Examen).
Liebe Grüsse aus Holland,
Esther
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/22/2007 07:29:00 PM
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BODY:
Hi Folks, kurzer Lagebericht. Morgen fahren Jan und ich nach Berlin - endlich mal was anderes sehen. Die Wohnung sieht fast schon wohnlich aus - alle Gardinen hängen. Fast alle, Bad noch net. Auf der Intensivstation alles wie gehabt - heute durfte ich ner Frau im Hals rumstochern, allerdings tat ich dies erfolgreich mit der Absicht, einen Zentralen Venenkatheter zu legen. Was gelang. Solch handwerkliches Treiben macht mehr Spaß als immer neue Leidensgeschichten zu ertragen. So long, ich pack mal!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 2/15/2007 02:58:00 PM
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BODY:
Halleluja! Auch wenn ich weiterhin beinahezu progredient unwissend bin, lerne ich hier echt mal Dinge, die an die Substanz gehen.
Gestern ist nämlich (bereits an Tag 4) der Supergau passiert - so ein armer Mensch hat den Geist aufgegeben, bzw. sein Herz, und wir mussten ihn natürlich reanimieren. Das erste Mal Herz-Druck-Massage an einem echten Menschen, das erste Mal einen echten Menschen bebeuteln, wos dann auch nicht egal ist, ob man nun Sauerstoff reinkriegt oder nicht. Ich muss sagen - es hat mich adrenalintechnisch erstaunlich wenig beeindruckt. Keine Aufregung, kein Herzklopfen - ich bin echt überrascht gewesen. Vielleicht ist das nochmal was anderes, wenn es etwas unerwarteter als bei diesem speziellen Patienten zur Reanimation kommt.
Jedenfalls im Nachhinein fand ich das ganze sehr beeindruckend - wenn man dabei ist, wie das Leben unaufhaltsam aus so einem Körper entweicht, die Haut langsam kalt wird - das gibt einem dann schon zu denken. Wenn man den Tod so beobachtet, wie ein Voyeur, das ist schon eine einschneidende Erfahrung.
Hier lerne ich echt endlich mal Sachen, die ich als Arzt gebrauchen kann.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 2/13/2007 10:13:00 PM
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BODY:
Huhu! Nunmehr hat man mich auf die Intensivstation geschickt, und ich muss sagen - auch wenn ich das Gefühl aufs Neue kennenlerne, rein gar nichts zu wissen - irgendwie isses da toll. Auf der einen Seite weiß ich halt gar nix und das frustriert, auf der anderen Seite lern ich da zum ersten Mal was Sinnvolles. Gestern durfte ich sogar krass elektroschocken. Klasse, was? Der Mensch war zwar nicht tot, aber der Rythmus wollte nicht, und da hat mir der Oberarzt die Defibrillier-Dinger in die Hand gedrückt. Ich hab gesagt "na gut" und los gings. Tragischerweise fand ichs noch nicht mal richtig aufregend. Aber schön irgendwie. Vielleicht bin ich ja in Wirklichkeit ein ungeschliffener Notfall-Diamant. Mal sehen. Jedenfalls steck ich hier bei mir daheim in den Umzugskartons buchstäblich fest. Hier stapelts sich nur so, ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich den Kram noch hinstellen soll. In 2 Wochen gehts los. Und bis dahin ist ja auch noch Fasching, also muss schnellstens gepackt und gestapelt werden. Nicht böse sein, wenn von mir nichts zu hören ist. Doktorarbeit muss ich ja leider auch noch machen nebenbei.
Juhu. Aber ich wohn bald ganz spießig auf dem Land in einer Lebensgemeinschaft - das mir! Fantastisch!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 2/05/2007 09:39:00 PM
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BODY:
Huhu zusammen!
Bei mir gibts einiges an Neuem zu berichten. Zum einen habe ich soeben einen Kurztrip nach Berlin gebucht, zum anderen werde ich bald mal wieder umziehen.
Na klar, war ja wieder einmal Zeit. Diesmal aber ziehe ich mit meinem Herzallerliebsten nicht ganz pünktlich zum Valentinstag sondern erst 2 Wochen später in unsere erste gemeinsame Höhle. Die "Höhle" verdient den Namen so auch nicht - es handelt sich mehr um eine große helle Wohnung mit vielen Fenstern (die ich auch leider alle putzen müssen werde) und schönem Parkett. Wir müssen wohl noch einiges streichen und tapezieren, aber diese Bude schlug die anderen Objekte durch vorhandenen Garten, Terasse und sogar Loggia/Wintergarten. Ganz viel Platz - auch Schlafplätze bei Bedarf! Grillparty im Sommer ist also drin! Draußen hat einer "Villa Daheim" draufgepinselt - hoffentlich wirds auch so für uns.
Kaum in der neuen Wohnung geht es auch schon nach Berlin für 4 Tage - sicherlich nur ein Abklatsch von Urlaub, aber in Anbetracht der vergangenen 6 Monate fast ohne einen einzigen freien Tag ist mir ein verlängertes Wochenende mit Jan schon beinahe ein Himmelreich!
Was das restliche Jahr noch bringt, das steht in den Sternen. Ich wühle mich im Moment durch die Aktenberge wie nicht mehr gescheit. Und trotzdem gehts nicht voran - sind halt leider über 400 Ladies. Da ich nicht absehen kann, wie lange der Spaß insgesamt dauern wird, wage ich auch nicht, mein Examen für diesen Herbst zu planen. Lernen ist auch nicht drin im Moment, da ich meistens zwischen 5 und 6 auf Station fertig bin und mich danach ja gleich bis acht, halb neun in der Gyn einschließe.
Also bis jetzt steht der Plan so, dass ich dieses Jahr Doktortitel und nächstes Jahr Examen in Angriff nehme. Dann wäre ich etwa Mai nächsten Jahres endgültig Arzt.
Mal schauen. Jetzt freue ich mich erstmal auf mein neues Heim! Sobald vorzeigbare Bilder vorliegen, werde ich sie natürlich gleich hier zur Schau stellen...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/19/2006 08:30:00 PM
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BODY:
Lange habe ich wiedermal nichts von mir hören lassen. Das hängt damit zusammen, dass ich jetzt auf einer neuen Station bin, die mich ziemlich in Anspruch nimmt. Das ist eigentlich komisch, weil dort viel weniger zu tun ist als in der Gynäkologie, aber trotzdem bin ich täglich über 10 Stunden da. Mein Innere Tertial hat jetzt begonnen, eingeteilt wurden wir ziemlich unkoordiniert. Die Station, die ich erwischt habe, ist eine hämato-onkologische Station. Mit anderen Worte - todkranke Leute - und das nur.
Dazu muss ich sagen, dass ich das Trennen von Beruf und Privatleben ganz gut hinkriege. Ich mache mir meistens keine Gedanken mehr über die Patienten, wenn ich erstmal auf dem Heimweg bin. Das ist sicher auch deshalb so, weil wir erst so spät da raus kommen, dass man dann nur noch ans Heimkommen denkt. Aber trotzdem - jetzt nach einer Woche macht mir das zwar nicht mehr Probleme, das In-der-Klinik-Lassen der Patienten, jedoch bedrückt es einen unterschwellig schon mehr. Ich habe einfach keine Lust hinzugehen, weil ich weiß, was sich mir da für ein trostloses Feld bieten wird. Und jeden Tag sage ich mindestens einmal beim Lesen einer neuen Krankengeschichte "boah, das ist ja hart" - und das Schlimmste daran ist, dass jeden Tag ein neuer Patient kommt, bei dem ich die Geschichte noch schlimmer finde. Jetzt haben wir einen jungen Mann, der genauso alt wie mein Bruder ist. Eigentlich unterscheidet die beiden nichts - und doch unterscheidet sie alles, weil der junge Mann sowas von todkrank ist. Und das ist er auch schon lange! Schlimm. Das Anstrengende an der Station ist ausserdem, dass man durch die ihrem irdischen Erde nahestehenden Menschen ständig gezwungen ist, das eigene Leben neu zu bewerten. Wie wertvoll ist Zeit? Wie wertvoll ist Gesundheit? Ekelhafte Fragen, wenn man ständig gezwungen ist, sich darüber den Kopf zu zerbrechen und am Ende vielleicht sogar feststellen zu müssen, dass man die eigene Zeit nicht bewusst genug nutzt. So auf solche Gedanken gestoßen zu werden ist permanent einfach total anstrengend.
Was auf dieser Station zusätzlich nervt, ist, dass man zwischenzeitlich teilweise 20 Minuten rumsitzt, ohne dass es etwas zu tun gäbe. Der Lernfaktor ist auch nicht wirklich spürbar im Moment. Und trotzdem lassen sie einen nicht früher heim.
Da muss man sich schon manchmal wirklich warme Gedanken machen, um nicht die Nerven zu verlieren. Meine warmen Gedanken gelten im Moment der Weltreise, die ich mit Jan für den nächsten Winter plane. Einmal um die Welt - bis jetzt haben wir Singapur, Tokio oder Hongkong, Bali, Sidney, Auckland, Hawaii, L.A. und New York auf der Liste. Ich kanns kaum erwarten, das alles in trockenen Tüchern zu wissen. Davor steht ja auch noch die erste gemeinsame Wohnung, die allerdings noch nicht gefunden ist. Tja, und dann ist für nächstes Jahr natürlich auch ganz groß das Projekt Doktorarbeit im Kalender eingetragen. Das Examen wird wohl Utopie sein, das lade ich mir lieber für das darauffolgende Frühjahr auf.
Ja, das ist soweit der Stand der Dinge, ihr Leute!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/26/2006 02:57:00 PM
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BODY:
Hola chicos y chicas. Lange war ich verschollen, das liegt natürlich immer an meinen vollen Arbeitstagen. Weil mir der Stress mittlerweile aber schon wieder zu wenig ist, hab ich mir auch bereits die nächste Freizeitvertilgungsstrategie ausgedacht. Durch ein bisschen Glück konnte ich nämlich bei uns in der Klinik beim Osteoporose-Guru eine Doktorarbeit klarmachen, die ganz meinen Vorstellungen entspricht. Ich darf mich in Zukunft in Akten vergraben, bis ich von ihnen träume. Dann darf ich schrecklich viel ordnen, und dann darf ich am liebsten den ganzen Tag telefonieren mit den Leuten, die zu den Akten gehören. Ganz nach meinen Wünschen. Und wenn ich schnell bin, dann schaff ich das vielleicht auch noch im PJ, dann schaff ich es vielleicht auch noch Examen nächstes Jahr zu machen - und dann schaff ichs vielleicht auch, Ende nächsten Jahres Dr. Wetzel zu sein. Widerlich, gell? Ich finds auch zu krass, deshalb halt ich jetzt lieber mal die Bälle flach.
Nächste Woche bin ich erstmal wieder auf der Geburtsstation bei den Babys den süßen und ihren 15jährigen Müttern.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/01/2006 04:32:00 PM
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BODY:
Was soll das sein die Nadel im Schweinebraten? Tja, das werdet ihr euch zurecht fragen. Dabei ist es ganz einfach. Ich bin jetzt in der Diagnostik, das heißt zu uns kommen die Frauen, die zum Beispiel einen Knoten in Ihrer eigenen Brust getastet haben oder bei denen ein verdächtiges Areal per Röntgen aufgefallen ist. Wenn wir dann beispielsweise etwas eigenartigaussehendes im Ultraschall finden, dann stechen wir mit einer Hochgeschwindigkeitsnadel hinein unter Ultraschallsicht und holen auf diese Weise einen kleinen Zylinder Gewebe aus der Brust.
Tja, die meisten kennen Ultraschall nur als Graustufen, auf denen man so gut wie gar nichts erkennen kann. Richtig! Und deshalb muss man auch üben, einen umschriebenen Befund richtig im Gewebe einordnen zu können und dann auch noch zu treffen.
Zu Übungszwecken eignet sich neben einer echten Brust aber auch ein Stück Schweinebraten. Anstatt eines Tumors reicht auch eine Olive und für die Fortgeschrittenen eine Kaper beispielsweise. Ich weiß, Mediziner sind geradezu widerlich abgebrüht.
Jedenfalls versteckt dann einer die Olive bzw. Kaper im Schweinebraten, zieht dem Schweinebraten eine Haut aus Plastiktüte an und macht Ultraschallklibber drauf. Dann kuckt man im Ultraschall nach den Innereien des Schweinebratens. Dann setzt man die Stanze an, pikst rein und schießt die Nadel ab - die ist 100 km/h schnell, der Schweinebraten muss also nicht sehr leiden. Tja, und wenn man dann die Nadel wieder rauszieht, dann sieht der Stanzzylinder bestenfalls grün-rot-grün aus - sofern es sich um eine mit Paprika gefüllte Olive gehandelt hat. Mit der Kaper genauso - dann halt nur grün. Jedenfalls und das durfte ich üben - ich habe einen Schweinebraten gestanzt!
Neben diesem durchaus tollen Ereignis bin ich in der Diagnostik auch für die Nierenultraschalle zuständig. Allerdings bin ich schon froh, wenn auf meinen Ausdrucken nachher irgendwas Nierenähnliches zu sehen ist.
Da gefällts mir jedenfalls - endlich darf ich mal was machen.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/24/2006 06:59:00 PM
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BODY:
Hola chicos y chicas. Mein Leben startet jetzt wieder eine Stunde später am Morgen - eine christliche Zeit wie ich finde: 8 Uhr. Und unfassbarerweise endet der Tag auch tatsächlich humane 8 Stunden später! Wer hätte das gedacht, dass ich in so ein Schlaraffenland noch einmal würde vorstossen können.
Für diese Woche bin ich in der Poliklinik, dort sind sogar alle nett! Und was mich ausserdem zutiefst erstaunt, ist, dass mein Alptraum in Menschengestalt von jetzt Ex-Stationsärztin auf einmal sogar auch freundlich zu mir ist - muss wohl daran liegen, dass ich jetzt nicht mehr zu den Direkt-Ausgelieferten zähle.
In der Poliklinik passieren allerdings auch Wunder. Heute kam eine Zigeunerin mit Dauerwunde zum Verbandswechsel. Ihr Mann hatte mindestens ein Glasauge. Das weiß ich daher, weil mindestens ein Auge immer in irgendeine andere Richtung als das andere Auge blickte - also muss ein unechtes dabei gewesen sein, oder aber der Mann nimmt irgendwelche interessanten Drogen. Wer weiß das schon. Jedenfalls spielte sich in der Poliklinik zwischen altem und neuem Verband folgendes Gespräch ab:
Ärztin: "So, jetzt muss ich das Pflaster mal abziehen. Tut mir leid - da, wo Haare wachsen, ziepts natürlich besonders."
Zigeunerin: "Aua, seien Sie doch nicht so grob!"
Rothaarige PJlerin: "Ach, jetzt stellen Sie sich doch nicht so an, haben Sie Kinder?"
Zigeunerin: "Ja autsch, 9 Stück!"
PJlerin: "Na dann haben Sie ja wohl auch schon schlimmere Schmerzen als das bissi Pflastergeziepe ausgehalten, oder?"
Ärztin: "Genau! Ausserdem bin ich nicht grob."
Zigeunerin: "Doch. Aber der Schmerz vom Kinderkriegen ist ein vergessener Schmerz - merken Sie sich das. Sie kriegen doch auch ein Baby, nicht wahr?"
Ärztin (rot anlaufend): "Wer hat Ihnen das denn erzählt?"
Zigeunerin: "Pah, eine Mutter von 9 Kindern sieht sowas! Stimmt doch?"
Ärztin: "Ja, stimmt. Aber woran Sie das jetzt gemerkt haben, man sieht doch noch gar keinen Bauch..."
Zigeunerin: "Ach was, Sie sehen glücklich aus. So kann nur eine Schwangere aussehen."
PJlerin: "Vielleicht sollte ich mir auch mal von Ihnen meine Zukunft voraus sagen lassen! Aber nicht, dass Sie mir jetzt auch erzählen wollen, dass ich schwanger bin!"
Zigeunerin: "Nein, sind Sie nicht - aber Sie werden mal eine gute Ärztin, das ist sicher!"
Also die Frau war mir zwar vorher schon sehr sympathisch, aber ab dem Moment fand ich sie so richtig knuffig! Und das allerbeste war, dass die Ärztin dann später zu mir gesagt hat, dass sie auch davon überzeugt ist, dass ich eine gute Ärztin werde. Das ist das erste echte Lob, das ich in 9 Wochen Ranklotzen gehört habe. Beziehungsweise, das erste Lob, das mich wieder richtig motiviert. Und nicht genug damit - später war dann noch unser Oberarzt da - schon gings weiter mit der Loberei.
Ich muss echt sagen - vielleicht gibt es Leute, die eher durch Misserfolge und Kritik als durch Lob und Erfolgserlebnisse zu motivieren sind, aber ich gehöre zu denen mit den Erfolgserlebnis induzierten Motivationsschüben.
Tja, da mein Leben im Moment ja nicht viel mehr kennt als Schlaf, Essen und Klinik empfinde ich einen so erfolgreichen Tag im Bereich Klinik als durchaus berichtenswert.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:25 Oktober, 2006 15:00
TEXT DES KOMMENTARS:Endlich wieder was zu lesen von dir ;-)
Siehts Du, dass hab ich dir schon lang gesagt, dass du das wirst!! Bin stolz auf dich....Freu mich bald mal wieder auf Frühstück oder nen kaffee!!
*gruschel...
Arne
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/28/2006 08:06:00 PM
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BODY:
Lange schrieb ich nichts. Das wiederum liegt daran, dass ich ausser vom Krankenhaus von wenig erzählen kann. Und das Krankenhausgewäsch würde euch sicher auf Dauer langweilen. Was gibts da schon? Den ganzen Morgen lauf ich da herum und warte auf die Patientinnen, um ihnen Braunülen legen zu dürfen. Gestern hatte ich erfreulicherweise die 100%Quote wieder erreicht, was in anbetracht der geringen Fallzahl und der Größe bzw. Kleine der Nadeln nicht wirklich was zu heißen hat. Aber so feiert man eben seine persönlichen kleinen Erfolge, wenn sonst schon nix passiert.
Insgesamt hab ich im Moment in der Chemotherapie ein ganz lockeres Leben - zumindest schreit mich niemand an im Moment. Ich kann auch nicht behaupten, dass mich all diese Krebskranken irgendwie runterziehen, mit manchen würde ich am liebsten losziehen und Kaffeetrinken gehen. Aber so locker wirds da jetzt leider auch nicht gesehen.
Aber: Da wir mit den Internisten zusammenarbeiten, sehe ich täglich auch Patienten, die andere Krebserkrankungen als Brust- oder Eierstockkrebs haben. Leute - egal was, es ist widerlich, wenn mans erstmal hat! Geht schön zu allen Vorsorgeuntersuchungen, die man sich überhaupt irgendwie von der Kasse bezahlen lassen kann.
So, das Wort zum Kopfschmerz, ich leg mich ins Bett. Es ist zwar erst 8, aber ich bin halt müde und alt. Mein Freund hat mir sogar schon den Spitznamen "Steinchen" gegeben. Nun denn, der Stein legt sich zur Ruhe.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/30/2006 07:44:00 PM
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BODY:
Nun denn - hier einige Auszüge aus dem Dasein eines PJlers. Um 7 in der Früh muss ich geschniegelt und gebügelt auf der Matte stehen, deshalb fahr ich trotz meiner sehr günstigen Verkehrsanbindung mit dem Auto. Ausserdem ist bei mir vorm Haus ja auch nur von 7 bis 18 Uhr Parkverbot, und da bin ich ja eh nicht daheim. HA! Jedenfalls - dann gibts erstmal Visite, dann Besprechung, dann evtl. OP. Falls man nicht in den OP muss, erwartet einen Stationsarbeit auf höchstem Niveau: Drainagen ziehen und Blut abnehmen. Und trotzdem ist das die beste Zeit vom Tag, sogar wenn man die elende Vene nicht trifft, weil man sich mal mit Leuten unterhalten kann, die einen nicht mit einem geringschätzigen Blick bedenken oder im rüden Ton mit einem reden. Gut, dann Aufnahmen inklusive Blutabnehmen (was sonst) und körperlicher Untersuchung. Dann muss man das ganze einem Arzt übergeben, was eine total tolle Gelegenheit für selbigen ist, einen bei der kleinsten Wissenslücke herunterzumachen. Gut. Gelegenheiten zum Runtermachen findet man auch so in Hülle und Fülle. So schleppt sich der Tag dann - allerdings kann man ja fast damit rechnen, dass man in den OP muss. Dann sieht die Stimmungsprognose auch schon nicht mehr so gut aus. Zusammengeschissenwerden bei jedem kleinen Fehler, den man vermummt bis an die Augen da am OP-Tisch macht. "Was, Sie können nicht nähen? Hat man Ihnen nicht anständig beigebracht? Ihr Problem, das ist keine Entschuldigung!" Das ist noch nett, wenn man es zu hören kriegt. Meistens wird man einfach zum Hakenhalten hingestellt in irgendeiner verdrehten Haltung und wie Luft behandelt bis zu dem Zeitpunkt, an dem etwas falsch macht. Klar! Das ist es eigentlich, was man zu meiner jetzigen Situation zusammenfassend sagen kann: Wenn etwas gut war, wird nicht gelobt - dafür wird doppelt gepöbelt, wenn man aus Unwissenheit etwas falsch macht. Es zeigt einem keiner etwas, es wird erwartet, dass man es theoretisch schon weiß und sofort anwenden kann.
Nun denn, der Tag setzt sich also aus zahlreichen meist in nicht normalem freundlichen Ton vorgetragenen Zurechtweisungen zusammen und zieht sich gegen die Oberarztvorstellung dahin, denn keine Frau kann ohne Oberarztvorstellung operiert werden. Tja, und wenn der Oberarzt im OP steht, dann dauert das so lange, bis er wieder da ist. Und das dauert meistens länger als bis 5. Also ist meine Durchschnittsarbeitszeit täglich 11 Stunden meist ohne Zwischenmahlzeiten. Um 7 heimkommen, um 6 aufstehen - nun ja, viel Freizeit bleibt da nicht mehr, da man ja auch irgendwann essen und auch manchmal das Essen einkaufen muss. Lernen soll ich nach Ansicht unserer Stationsärztin am besten auch ständig, tja und sorry, aber nach einem 11 Stunden Tag mit evtl. mehreren Stunden OP schlaf ich schon ein, wenn ich nur kurz die Augen zumache.
In 2 Wochen komme ich auf eine andere Station, und ich kann nur hoffen, dass es da nicht so frustrierend zugeht. Montag habe ich nämlich das allererste Mal während meines gesamten Studiums an meiner Berufswahl gezweifelt. So klein haben die einen da in so kurzer Zeit. Ziemlich mieses Gefühl, wenn einem kurzzeitig die Lebensperspektive entgleitet, nur weil man sich ständig verunsichern lässt. Naja, ich versuchs jetzt erstmal mit der Taktik "Augen zu und durch" - überzeugt bin ich vom Gelingen dieser Taktik schon, aber nicht mehr so sehr des Ausganges meines Studiums gewiss.
Aber - the show must go on, nicht wahr?
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Martin
DATUM DES KOMMENTARS:05 September, 2006 16:02
TEXT DES KOMMENTARS:Liebe Nini,
großbrüderlich kann ich Dir versichern, daß das völlig normal bei all denen ist, die sich in ein Angestelltenverhältnis gleich welcher Art begeben. Halt, die Einschränkung lautet: erstmalig.
Nägelgeschnittenbekommen, Flügelstutzen, auf den Zahn fühlen, entgrünen - nenn es wie Du willst. Da auf den Unis keine Selektion mehr stattfindet, ist der Berufseinstieg vielleicht noch die einzige Darwin'sche Hürde, die man auf dem steinigen Weg zu Ruhm und Reichtum überspringen muß. Augen zu und durch: Hier kommt der Reality-Check in Form eines Emergency-Room-Bootcamps mit schrulliger Drill-Instructorin.
Wie gesagt: Willkommen in der Wirklichkeit - das Leben ist eben keine Stange Zimt.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/26/2006 01:37:00 PM
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BODY:
Man sei mir bitte nicht böse, wenn ich nichts von mir hören lasse. Im Moment bin ich von morgens 7 bis abends 7 in der Klinik, danach kann ich meistens nichts mehr ausser Essen und vielleicht Duschen. Sobald meine Arbeitsaklimatisierung abgeschlossen ist, werde ich auch mehr zu selbiger Arbeitssituation von mir geben. Nur so viel - Dienstag dachte ich, der Teufel hätte mich in die Hölle geholt. Es zeichnet sich allerdings ab, dass es sich vielleicht auch nur um ein Zwischenstockwerk zwischen Erde und Hölle handeln könnte. Aber das weiß ich noch nicht so genau.
Erkältet hab ich mich natürlich auch total - das Wochenende verbringe ich im Bett.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/26/2006 12:31:00 PM
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BODY:
Jan und ich waren im Urlaub. In Sousse, Tunesien. Auch ihr, die geschätzte Leserschaft, sollt teilhaben an den Freuden, die uns dort erwarteten. Die Ankunft war noch ganz gut, schön warm war es. Nett fanden wir den Mann, der uns gleich förmlich die Koffer aus der Hand riss, um sie zum Bus zu transportieren, anfangs auch noch. Als er dann aber dort angekommen eindringlich um ?paar Euros? bat für seinen netten Service, schwante uns schon Böses. Zurecht, wie sich später rasch herausstellen sollte. Im Hotel folgte gleich die nächste tolle Überraschung ? knapp wurde uns erklärt, dass das Haus überbucht sei und wir in ein benachbartes Hotel umziehen müssten für eine Nacht. Jaja, natürlich gleiche Kategorie?ha, von wegen! Alle Beschwerden und alles Gezeter half nichts, wir zogen in einen Bunker direkt an der Hauptstrasse mit dem klangvollen Namen Phönix. Die Lobby war vom Design so edel wie ein Waschsalon, der Aufzug war kaputt, kein Klopapier, das Bad total verranzt und von Ameisen bewohnt, sämtliche Möbel dem Eindruck nach kurz vor dem Einsturz ? kurz: die Stimmung hatte den Gefrierpunkt unterschritten. Wir versuchten natürlich sofort, an Alkohol zu kommen. Wir wussten, anders ist das nicht auszuhalten. Da folgte auch schon die nächste Freude ? nirgends gab es Alkohol zu kaufen weil arabisches Land und Alkohol nur mit Lizenz. Vollkommene Verzweiflung nahte. Endlich, der Lichtblick ? wir machten einen Laden ausfindig, der uns unter der Theke schwarz und überaus illegal Wein vercheckte. Der Personal Dealer war gecastet! Nichts desto trotz hatte die Stimmung am nächsten Morgen durchaus schon wieder Grund zum Fallen, wir bekamen kein Zimmer. Ständig hieß es, dass eins in einer Viertelstunde oder so fertig sei. ?Oder so? waren dann im Endeffekt 3 Stunden. Das ?Zimmer? war bewohnt von einem schmierigen Maler, der mit Kippe im Maul unter arabischer Musikberieselung gerade die halbe Wand gemalert hatte. Zumindest war er ordentlich und hatte vor Arbeitsbeginn das Bett durch vollkommenes Verwühlen und den Boden durch Zeitungen geschützt. Der Jan bekam bei diesem Anblick fast einen Anfall, was dazu führte, dass wir 10 Minuten später ein ordentlicheres Zimmer bekamen.
Den Rest des Urlaubs könnte man auf ein komplettes Buch strecken. Allerdings waren manche Vorkommnisse auch ständig wiederkehrend. Zum Beispiel die Sache mit dem Trinkgeld.
Gerne gebe ich Trinkgeld, wenn der Service gut war. In Tunesien läuft das anders herum ? der Service ist nur dann gut, wenn man viel Trinkgeld gibt. Die Kellner des Restaurants hassten uns wahrscheinlich ab dem einen Moment, zu dem wir leider gar kein Kleingeld mehr hatten und nichts geben konnten. Kein Lächeln, die Teller wurden häufig nicht abgeräumt, sodass wir Tellerburgen auf unserem Tisch basteln konnten. Dafür räumte man uns aber die vollen Weingläser ab, zur Entschuldigung gab es dann ein Schulterzucken und sonst nichts.
Am Pool, auf deren Liegen natürlich schon morgens um 6 Handtücher zur Reservierung lagen, stand ein großes Schild, auf dem die Kostenfreiheit von Liegen und Auflagen betont wurde. Natürlich wurde man beim Beschaffen der Selbigen von einem Dienstleister abgefangen, der einem ungefragt und unabwendbar die Dinger irgendwo hintrug, um danach natürlich die Hand dafür aufzuhalten. Am Strand war das noch viel besser, der war nämlich fest in Zuhälterhand. Ein paar dürre Jungs schleppten wieder ungefragt die auch angeblich kostenfreien Liegen und erhielten von uns dann auch unser letztes Kleingeld, was leider nur 30 Cent entsprach. Dass das zu wenig war, demonstrierte uns kurze Zeit später der Zuhälter selbst, ein fetter Schmierlappen, der keinen Finger selbst krumm machte. Der trat gleich an unseren Schirm, machte kurz Smalltalk um seine Feststellung einzuleiten, dass unser Trinkgeld nichts wert sei. Wir müssten mehr geben, gab er uns freundlich zum Rat. Wir dachten: ?Hm, das könnte ein Angebot sein, das wir nicht abschlagen können.? Wenigstens das Bier am Strand war billig und kalt. Das Meer leider relativ dreckig. Am ersten Tag war es voll mit Algen ? Jans Vater sagt, das zeigt Abwasserableitung ins Meer an. Gut, dass ich das dort nicht gewusst habe!
Rund um das Hotel waren wir nicht viel unterwegs. Ich fand alles recht dreckig und runtergekommen. Überall waren schmierige, die einen trotz männlicher Begleitung und nicht zu unzüchtiger Kleidung ohne Zurückhaltung angestarrt und angemacht haben. Ständig sollte man irgendwas kaufen. Bis auf unsere von Neckermann eingefädelte Entschädigungsbootstour am letzten Tag haben wir das Hotel nur einmal nennenswerter als bis an den Strand verlassen. Na, schadet auch nichts.
Dem Publikum wurde abends ?tolle? Animation geboten ? eine grottenschlechte Band mit noch schlechterem Englisch, jeden Abend Bingo für die vornehmlich englischen Gäste und dann so Scherznummern wie Fakir oder Bauchtänzerin. Also unterhaltsam entweder ab 50 oder wenn man besoffen ist.
Zusammenfassend ? wir haben uns schön erholt und hatten einen ganz schönen Urlaub, auch wenn Tunesien nicht viel dazu beigetragen hat. ;-)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/12/2006 06:44:00 PM
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BODY:
So - hier die versprochenen Fotos nach der Rückkehr in die Heimat. Dies ist natürlich nur ein lächerlich kleiner Auszug, wenn man bedenkt, dass wir allein ohne meine Dias mitzurechnen über 600 Fotos gemacht haben.
So badet es sich in Island - die blaue Lagune, nur Brooke Shields war nicht mit in der Wanne an jenem Tag.
Eine traditionelle Grassodenhütte...wohl nicht mehr bewohnt.
Nach halsbrecherischer aber gelungener Halbgipfelersteigerei.
Stilleben, in Berunes gefunden.
Die gewaltigen Wassermassen des Dettifoss - hier hätten die das abgesperrt!
Am frühen Morgen am schwarzen Strand von Vik - keine Menschenseele würdigt dieses Fotowetter ausser uns angemessen!
Am Strand bzw. am Fjord in Berunes mit traumhaftem Abendlicht!
Die Küste hats in sich bei schönem Wetter - ein Traum!
Die zwei Urlauberinnen auf der Borgavikki, einer natürlichen Felsfestung, bei einer steifen Brise aber zufrieden!Labels: Around Iceland 2006
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/12/2006 12:40:00 AM
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...na fast. Nur besser! Wir waren heute fast den ganzen Tag in der Blauen Lagune, ein Schwimmbad mit Badewannentemperatur, dessen Waerme dem benachbartem Geothermalkraftwerk entspringt. Fantastisch - die Fotos folgen ja an dieser Stelle bald. Jedenfalls sind wir rasch in Keflavik in Naehe des Flughafens angelangt, haben ausgiebig gegessen und umgepackt. Nun schrauben wir uns noch gediegen eine Flasche Rotwein in den Kopf, den wir hier in der VinBud gekauft haben. Der meiste Schnaps kostet hier uebrigens um die 30 Euro, Wahnsinn! Nun denn, morgen um 5 ist die Nacht zu Ende! Bald sind wir wieder in Deutschland - bis denne Jungs und Maedels!Labels: Around Iceland 2006
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/10/2006 07:25:00 PM
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So! Endlich haben wir wieder Anschluss an die multimediale Welt des Internet. So, bei unserer letzten Berichterstattung befanden wir uns noch im Freudentaumel der wunderschoenen Unterkunft und des Sonnenscheins. Nun, am naechsten morgen erhielten wir einen Daempfer. Die Sonne hatte mit dem Regen abgeklatscht, und der Nebel, der alte Haudegen, hatte sich auch noch angeschlossen. Wir wollten jedenfalls in einer Jugendherberge uebernachten, die etwas mehr als 20 km entfernt und mehr als 35 Betten zu bieten hat. Zur Sicherheit! Die ersten 2 Jugendherbergen am Fusse der den ganzen Weg saeumenden Gletscherzungen liessen wir also sausen. Viel zu nah, viel zu klein, sicher viel zu voll mit Gletschertour-willigen Touristen - dachten wir! Nun, auf dem Weg ereigneten sich trotz Regenwetters noch einige Highlights - zum Beispiel besuchten wir einen Gletschersee, der noch ein wenig pitturesk in seinem Eis-Regen-Gewand anmutete. Immerhin! Pitturesk, diese schwimmenden Mini-Eisberge. Meiner Ansicht nach rueckblickend auf diesen Tag war aber viel lohnender unser Besuch in der Landesbanki. Die Landesbanki erleichterten meine Mutter und ich naemlich um etwas Unverkaeufliches. HA! Wer jetzt an einen Bankueberfall gedacht hat, 1+1 zusammen zaehlenderweise unseren Computerstandort im Kittchen vermutet - den muss ich enttaeuschen. Mit allerhand mir naturgegebenem Charme (einige von euch werden sich nun sicher fragen, von welchem Charme ich da ueberhaupt spreche!) ueberzeugte ich die Kassiererin in der Bank davon, dass ich eine grossgewachsene 10jaehrige sei und deshalb dringend eine der ausgestellten Kinderspardosen, die dem Kopf eines Eichhoernchens mehr als nur aehnelten, benötigte, um meine sauer vom Taschengeld abgesparten Krönchen darin zu versenken. Und tatsaechlich - die hat so ne laecherliche Kinderspardose rausgerueckt!
Nun, ihr seht, wenn eine Eichhoernchenspardose das Ereignis des Tages gewesen ist, kann der nicht so toll gewesen sein. Um es kurz zu machen - wir fuhren bis zur viele Kilometer entfernten Jugendherberge Hvoll, die laut Informationen 70 Betten zu bieten hatte. Wir konnten uns absolut nicht vorstellen, dass die alle mittags um 4 schon besetzt sein sollten. Waren sie aber! Alle. Sagte die freundliche Frau in der Rezeption sich wortreich bei uns entschuldigend. Das Gespraech war lang, aber wir wollen es euch nicht vorenthalten. Wir: "Are there 2 beds left for us tonight?" Sie: "No." Wir: "No beds? Really?!" Sie: "No." Nun, dann gingen wir. Das naechste Kaff war 30 Kilometer weiter, da dachten wir natuerlich, dass das alles gar kein Problem sein duerfte bei so vielen Gaestehaeusern. HA! Kein einziges verdammtes Mistgaestehaus oder Hotel in der ganzen Gegend hatte auch nur noch ein lausiges Kaemmerchen fuer uns uebrig. In der Touristinformation warteten wir vergeblich auf Beratung, da der Berater gleichzeitig auch noch Tankwart, Kassierer und Gastronom dieses Etablissements war. Nun gut - in dieser Notlage warfen wir den Geiz und den Stolz eines freien Reisenden ueber Bord und...wir versuchten telefonisch zu resevieren! Ja es ist wahr!
Horrende Telefongebuehren nicht scheuend telefonierte ich mit der 70 km entfernt liegenden Jugendherberge Vik. Die hatten wenigstens ein Kaemmerchen im Angebot - wie "Kaemmerchen" das Kaemmerchen war sahen wir spaeter. Erstmal trat der Gasfuss in Aktion, damit wir wenigstens noch irgendwas erhielten. In dem wirklich malerischen Doerfchen Vik angekommen, fanden wir ausser ploetzlich stoppendem Regen auch schnell die Jugendherberge und eine deutsche Aussteigerin, die uns zu unserer Unterkunft lotsen sollte. Hm, komisch, nicht in dem JH-Gebaeude? Verdaechtig, nun - tatsaechlich fuehrte sie uns zu einem relativ heruntergekommenen Haus im Ort, fuer das es keine Schluessel gab. Alles offen, auch das Zimmer, das aus Einbauschrank, Fussboden, Jalousie, Heizung, einem Bettgestell und 2 Matratzen bestand. Nunja, in der Not frisst der Teufel Fliegen! Die gabs da wenigstens zum Glueck nicht. Auch kein Kochgeschirr in der Kueche, aber was soll man auch von Leuten erwarten, die ihr Leben mit einem nicht eingestoepselten Kuehlschrank bewaeltigen koennen. Die brauchen sowas wie Pfannen oder Toepfe natuerlich nicht. Auch festgeschraubte Klodeckel werden ueberbewertet. Hach, das einfache Leben ist so erfrischend!
Wenigstens hat Vik einen immens imposanten schwarzen Lavastrand, pittureske Felsen und einen "Deutsche Gedankstein" zu bieten. Bier gabs auch, unser harter Stoff war auch noch nicht alle - also was will der Mensch mehr!
Sonne zum Beispiel, die wir uns nach so einem Misttag auch wirklich verdient hatten! Und die schien doch tatsaechlich auch fast den ganzen Tag so doll, dass man sich fast einen Sonnenbrand haette holen koennen. Wir waren ausgiebig am Strand und auf den Felsen, die Vik zu bieten hat. Sehr pitturesk, wir koennen uns immer nur wiederholen! Ueberall die niedlichen Papageientaucher, zu Englisch auch Puffins genannt, und die gigantischen Felsen - bei schoenem Wetter schon echt ein Highlight!
Ach, hatte ich erwaehnt, dass die Spiessigkeit uns sogar so weit getrieben hatte, gleich fuer den folgenden Tag die Jugendherberge auszumachen, als wir im Bettennotstand waren? Tja, das hat sich ausgezahlt, denn unsere naechste Jugendherberge Skogar lag tatsaechlich so gut, dass man beim Essen auf einen der beruehmtesten Wasserfaelle Islands blicken konnte. Das 6er Zimmer war sicherlich suboptimal, dafuer war es aber auch viel viel besser als eine potentielle Nacht im Toyota Yaris! Die Spiessigkeit nahm kein Ende, bereits gestern ordeten wir sogar unter Zurhilfenahme einer Landkarte eine weitere Uebernachtungsmoeglichkeit! Ha! Fantastisch oder? Heute morgen hat es naemlich schon wieder geschifft ohne Ende, und so konnte man sich wenigstens in Anbetracht der Tatsache, dass die Unterkunft gesichert ist, entspannen. Vor der Abfahrt waren wir noch in einem Heimatmuseum mit Freilichtteil. So schoene restaurierte Klischee-Grassodenhoefe, alte Gebaeude mit Interieur wie frueher bei Nonni und Manni. Richtig fein. Nun, und jetzt nach mindestens 50 Kilometer nur Rollsplit- und Schotterpiste mitten durch die Pampa, wo noch nicht mal Strommasten stehen und man Tiere noch nicht mal wenn mans drauf anlegt ueberfahren kann, weil keine da sind, sind wir in Grindavik (ganz im Sueden und ganz im Westen)angekommen. Das Gaestehaus ist super gut, sauber und total gut ausgestattet. Aber der Ort/das Kaff/die Stadt? kann gar nichts, ausser einen ans Ghetto (so wies Waldtal in Marburg) erinnern und nach Fisch riechen. Aber Bier gibts hier auch! Und deshalb ist alles supi. Morgen gehn wir schoen den ganzen Tag in die blaue Lagune, schauen Brooke Shields beim Baden zu und schmieren uns Schlamm ins Gesicht. Ja, das wird fantastisch.Labels: Around Iceland 2006
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/07/2006 11:40:00 PM
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BODY:
Hola daheim! Wir hatten gestern sowas von nen miesen Tag - es hat ab Husavik nur geschifft immerzu. Morgens war alles noch gut, dort noch waren wir im Walmuseum, aber kaum im Auto hats schon losgeschifft. Alle grossen Sightseeing Stops, die wir lange und ausgiebig anschauen wollten, konnten wir so nur kurz machen. Godafoss, Myvatn - das ging noch mit Nieselregen. Aber dann auf dem ewig langen Schotter-Gebissteststreckenweg in den Nationalpark, in dem wir doch soviel anschauen wollten, hats nur noch runtergeschifft! Es war schrecklich. Bis zum gigantischen Dettifoss mitten in der Pampa, wo noch nicht mal Moos waechst, haben wir es geschafft. Da hats in Eimern geschuettet, so dass wir den Rest vom Nationalpark - so auch dem einbeinigen Pferd vom Odin sein Schuhabdruck und dem Karl und der Siglinde ihre versteinerten Koerper - gecancelt haben. Danach haben wir nur noch aufs Gas gedrueckt, weil landschaftlich eben unheimlich was geboten wurde. Stein, Steine oder auch manchmal Stein. Nun ja, im Gewitterregen landeten wir dann in Egilsstadir, wo wir noch eine Unterkunft in einem Privathaus - ja wirklich - erhielten. Allerdings war das wohl normal so wegen Untervermietung und so, sauber und warm war es jedenfalls. Dann am heutigen Morgen sind wir ins Schwimmbad gegangen - und kaum dass wir einen Fuss wieder heraus gesetzt hatten, riss der Himmel auf und die Sonne war da. So fuhren wir nach Seydisfjoerdur, ein niedliches putziges feines Hafenstaedtchen, in dem es allerdings ausser tausenden Wasserfaellen und einem schnuckeligen Cafe nix gab. Aber dafuer tolle Aussicht und tolles Wetter. Danach sind wir die Ostfjorde Richtung Sueden beim besten Wetter der Welt gefahren. Und tatsaechlich, hier in Berunes, der Jugendherberge der Wahl, haben wir ohne Reservierung ein total tolles Doppelzimmer gekriegt. Sonnenschein, Meer, Berge, Wasserfaelle und sogar Bier - wer koennte es schoener haben! Jetzt sind wir bettfertig nach einigen geringfuegigen Spaziergaengen mit dem laeppischen Umfang von ungefaehr 4 Stunden inklusive Bergwanderung ungesichert. Das Bier schmeckt! Prostata daheim, alles wird gut, auch fuer euch!
Ach uebrigens, Wale haben wir natuerlich auch gesehen! HA!Labels: Around Iceland 2006
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/05/2006 07:37:00 PM
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BODY:
Hallo daheim! Wir sind heute in einem Gaestehaus gelandet, in dem es kostenlos Internet hat - also hier einmal eine kurze Zusammenfassung dessen, was wir in den letzten Tagen erlebt haben in diesem grossartigen Land!
Ankunft und auch Flug waren total unkompliziert, direkt vor dem Flughafen stand der Shuttle Bus bereit. Die Jugendherberge in Reykjavik machte gleich einen sehr internationalen Eindruck. Es gibt dort eine gut ausgestattete Kueche und das grösste örtliche Schwimmbad direkt nebenan. Das Zimmer, in dem wir landeten, sah wirklich ziemlich zerrupft aus - und es wohnte natuerlich noch jemand dort. Dieser Jemand schlief auch ohne jede Bettwaesche, sehr ekelig. Nun ja, abends war es natuerlich nicht um 9 dunkel, und ausserdem hatten wir noch nix gegessen. Also sind wir zu einem Wetzelschen Gewaltmarsch in die City aufgebrochen - "Nur schnell was essen und vielleicht mal nen kleinen Spaziergang bis zur Kirche". Ha! Bis zur Kirche nur schnell mal! Naja, Essen gabs dann - kleines Bier gab es fuer umgerechnet knapp 5 Euro. Guenstig. Nun dann der stundenlange Marsch in die sogenannte Altstadt vorbei an total abgewrackten Haeusern, deren Putz abblaetterte und die aussahen, als seien sie schon lang verlassen. Aber erstmal in der Innenstadt angekommen reihte sich ein schicker teuerer Szeneladen an den anderen. Und auch die Islaender sind offensichtlich Individualisten, die sich ihr schrilles Outfit gerne mal was kosten lassen. Durchschnittseinkommen - wiederhole DURCHSCHNITT - in Island 3000 Euro. Die Kirche fanden wir dann auch so um 23 Uhr (da wars son bissi schummerig aber noch nicht dunkel) - mit blutenden Fuessen schafften wirs gerade noch bis zum Zapfenstreich in die Jugendherberge.
Am naechsten Morgen hatten wir auf alles aber nicht auf Laufen und Shoppen Lust - also sind wir einfach ins Schwimmbad gegangen. Und Schwimmbad heisst da Temperaturen zwischen kaeltestens 24 Grad. Das Bad hatte 5 Hot Pots bis 44 Grad - da wird einem echt warm ums Herz, wenn man bei 9 Grad Aussentemperatur im Freibad bei 38 Grad baden kann!
Nachmittags haben wir eine echte Touribus-Tour gemacht. Wir waren beim aeltesten Parlament der Welt, bei einem beruehmten Wasserfall und natuerlich bei den grossen Geysiren Islands. Viele Fotos wurden verschossen! Abends mussten wir in der Jugendherberge dann auch in ein anderes Zimmer gehen - aber das war ok trotz 3 Mitbewohnerinnen.
Gestern sind wir dann frueh losgezogen, um natuerlich in unserer Eigenschaft als alte Sparfuechse das Taxigeld zur Avisstation zu sparen. Muss ich erwaehnen, dass dies natuerlich wieder zum Gewaltmarsch ausartete? Nun ja, wir erhielten einen kleinen ramponierten weissen Toyota Yaris mit ungefaehr 2 PS, aber er fuhr. Und schon gings los auf die Insel. Auf dem Weg waren wir natuerlich nur am Staunen, ueberall Wasserfaelle, Schluchten, Berge. Herr der Ringe haette echt in Island gedreht werden koennen, das Land ist wie aus dem Maerchenbuch entsprungen. Kaum zu glauben auch sicherlich, dass wir kilometerlange Schotterpisten fahren mussten. Und das sind die zweitbesten Strassen in Island! Nunja, man legt als Europaeer die Angst um den guten Lack auf solchen Strassen nicht wirklich ab, aber wenn dann ploetzlich auf der anderen Seite eines Berges eine alte Wikingerfestung auf einer Bergspitze auftaucht, die sich wahnsinnig pitturesk in die Island-Gebirge-"Herr der Ringe-Rohan" Landschaft einfuegt, dann ist der Lack auch wurst.
Und am Ende dieses Feldweges landeten wir schon total verzweifelt doch tatsaechlich an einer sowas von niedlichen Jugendherberge, dass es kaum zu glauben war. Ein Michel von Loenneberga Haus in Weiss und 3 kleine Blockhuetten - mit kleiner Kueche und Bad. Und in so einem hatten sie noch Platz fuer uns. Die Stehpinkler haetten morgens quasi mit Blick auf Fjord, Seehundkolonie, Kuhweide und Gebirgskette ihr Geschaeft verrichten koennen. Fantastisch! Der "kleine" Spaziergang an den pechschwarzen Lavastrand artete natuerlich auch wieder in eine 2 Stunden-Angelegenheit mit Querfeldein-Sumpf-Latscherei aus. Dafuer sahen wir etliche Seehund und Kadaver von allen moeglichen Lebewesen. Das kleinste war ein Krebs, das groesste eine Rinderhaelfte. Ohne Jux. Naja, und wir fanden im Meer einen von Kranichen bewohnten Steinbogen, der da irgendwie mit seinen 20x20 Metern im Meer von irgendeiner nordischen Gottheit beim Streitaxtschwingen vergessen worden ist.
Wild romantisch das alles! Und so schlaeft es sich natuerlich auch fabelhaft - gut, wir hatten auch Hochprozentiges, aber das tut ja nichts zur Sache...
Jedenfalls heute morgen hats dermasssen geschifft, dass die Landschaft auch ebensogut von der Optik bei uns zu Hause zu finden gewesen waere - man sah nichts vor lauter Nebel. Also fuhren wir zur 2.grössten Stadt Islands Akureyri mit unfassbaren 16 Einwohnern. Kaum vorstellbar! Da war Handelsfeiertag und deshalb die Hoelle los. Trotzdem erbeutete die Tochter ein Stueck Wolle fuer den Leib, so wie die Mutter schon am Tage davor in einer kleinen Wollfabrik.
Jetzt sind wir in Husavik zum Wale-Anschauen gelandet und haben gottlob auch noch ein schoenes wenn auch nicht ganz billiges Zimmer erhalten. Das ist hier in einem alten Buerogebaeude, umgebaut aber irgendwie trotz uebriggebliebenem Konferenztisch ganz nobel. Gleich wollen wir das mit dem Whalewatching noch in Angriff nehmen. Wer weiss, wie morgen das Wetter ist!
Also, uns gehts gut! Bei naechster Gelegenheit gibts mehr von uns!
Gruesse aus dem hohen Norden nahe dem Polarkreis,
Uschi und NiniLabels: Around Iceland 2006
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:06 August, 2006 18:51
TEXT DES KOMMENTARS:Ok, also Island scheint ne Mischung aus Taunus-Therme, Neuseeland und toter Tiere zu sein.
Freut mich, dass du dort mal deinen Klausurenstress vergessen kannst und dich in Ruhe auf dein Zweiturlaub vorbereitest ;-) Da können sich dann auch deine geschundenen Füße erholen.
Ach, und geht ned so nah an den Polarkreis, da oben sollen merkwürdige Dinge passieren!
Grüß mir Björk falls du sie siehst
Weiterhin schönen Urlaub euch beiden.
Gruß
Reut
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:07 August, 2006 23:40
TEXT DES KOMMENTARS:Na sagt mal: Wo bleiben denn die Bilder? -Kartenleser mal wieder daheim vergessen?
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/02/2006 10:03:00 AM
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BODY:
So liebe auf Diät gehaltene Freunde der Schreibkultur - hier einige Informationen zu meinem Verbleib in den nächsten Wochen. Gleich, also in wenigen Minuten, werden wir zum Flughafen aufbrechen. Dort werden wir eine hoffentlich gut gewartete Maschine besteigen, deren Destination Rejkjavik, Iceland ist. Dort auf der Insel im hohen Norden werden wir 10 Tage mit einem Auto rumkurven und mit den Trollen Geschäfte über am Ende vom Regenbogen verborgenen Schätzen an Land ziehen. Falls man dort das Internet kennt und Gelegenheit besteht, versuchen meine Mami und ich auch an dieser Stelle Impressionen in verbaler Form zu verewigen. Die Rückkehr ist für den 12. August vorgesehen. Allerdings schließt sich für mich am nächsten Tag auch schon wieder ein krasser Klimawechsel an, da ich dann auch schon wieder in die nächste hoffentlich gut überholte Maschine in den Süden starte. Landen sollte sie heil in Monastir, Tunesien. Dort werde ich unter männlichem Schutz stehend schön braun braten, damit am 21. August, wenn mein Praktisches Jahr beginnt, ein hübscher Kontrast zwischen dem Braun meiner Haut und dem Weiß meines Kittels besteht.
So long folks, hoffen wir mal, dass die ihre Flugzeuge gut pflegen!Labels: Around Iceland 2006
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AUTHOR: Katherina
DATE: 6/19/2006 08:19:00 PM
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BODY:
Tja, lang war meine Abstinenz - denn zahlreich sind meine Unternehmungen. Oft ist die Arbeit, dementsprechend kurz der schlaffreie Nutztag, der zu Uni, Sozialem- und auch Liebesleben genutzt werden kann. Nun denn - hier, wenn schon keine in der kurzen Zeit mögliche verbale Beschreibung meines letzten Rock am Ring Trips, so wenigstens eine kleine optische Auswahl für die erlesene Betrachterschaft. Ich gelobe umgehendst die hohlen Bilder mit Worten zu umfüllen!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/24/2006 06:17:00 PM
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BODY:
Nur kurz muss ich innehalten um der Welt zu verkünden: in der 2. Semesterwoche hab ich noch keinen Stundenplan. Wir sind im letzten klinisch theoretischen Semester und haben keine Ahnung, wann wir Kurse verpassen und ob wir überhaupt noch in welche reinkommen. Klar, verschieben wir doch alle einfach mal unser Praktisches Jahr, weil das Dekanat zu unfähig ist.
Jippi!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/08/2006 07:08:00 PM
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BODY:
Die Ewige Stadt...
...tja, spontane Ausflüge sind einfach die besten! Da bin ich doch am Mittwoch morgen in aller Frühe mit meinem Privatwachtmeister in das neue Zuhause vom Ratzingers Benedikt gefliegt. Um drei sind wir aufgestanden und saßen pünktlich um zwanzig nach 6 im Flieger, wo uns die hervorragend geschulten Ryanair-Flugbegleiterinnen total freundlich und überhaupt gar nicht ungepflegt liebevoll umsorgten. Carolina, unsere italienische Lieblings-Stewardeuse, hatte die verantwortungsvolle Aufgabe, die Borddurchsagen zu machen - blöd nur, dass die Gute gar kein Englisch konnte, es aber verhängnisvollerweise versuchte - Ohrenkrebs schon am frühen Morgen.
Nun denn, in Rom suchten wir uns dann eine Unterkunft, was sich aus drei Gründen schwierig gestaltete. 1. Nächste Woche ist Ostern - die Stadt ist voll - ergo: Hotels oft ausgebucht. 2. Wir = arme junge Leute; Hotels mit 4 Sternen = zu teuer. 3. Wir = Rucksack bzw. Traveller-Jacken-Träger = falsches Klientel. Nun denn - wir fanden dann aber doch eine Unterkunft in sehr zentraler Lage, bezahlbar und sauber, mit dem klangvollen Namen "Hotel Luxor".
Die Sehenswürdigkeiten, die wir von unserer Absteige aus besichtigten alle aufzuzählen wäre wohl müßig - es sei nur gesagt: Es ist ein Wunder, dass wir nach all den in diesen drei Tagen gemessenen Kilometern statt Füßen nicht nur noch Stümpfe am Ende unserer Beine haben. Beim Durchstehen der Fußpein half uns ausserdem reichlich Bier. Am ersten Abend diente es uns ausserdem als Abendessen, da wir in einem Restaurant für ein großes und ein kleines Bier unfassbare 18 Euro (!!) bezahlen mussten. Dies war uns eine Lehre. Das Bier aus dem Sparmarkt gegenüber war mit 2 Euro für den Dreierpack unwesentlich billiger.
Nun denn, Rom war jedenfalls total voll - überall nur Schulklassen, Gruppenreisen und ganz viele Pärchen. Rom vor Ostern - nicht zu empfehlen! Viele Bauwerke waren baustellentechnisch eingetütet, die Stadt ist brechend voll - man muss häufig anstehen, um Besichtigungen machen zu können. Als meine Eltern und ich vor einigen Jahren den Petersdom besichtigt haben, da waren die einzigen Kontrollen die der angemessenen Kleidung. Heute muss man eine halbe Stunde anstehen, um durch die Metalldetektoren geschleust zu werden. Aber die Innenansicht entschädigt natürlich für die Wartezeit!
Wir hatten es jedenfalls total schön, das Gelatsche muss man sich aber nicht wirklich geben. Hätten wir uns mal früher als am letzten Tag zwei Stunden vor Abfahrt zum Flughafen auf Grund eines extrem quengeligen Weibchens über die Busverbindungen informiert, dann hätten wir uns für wahnsinnig wenig Geld 20-30 km sparen können.
Als nächstes wollen wir dann mal nach Paris oder Dublin, ein besonders teurer Spaß ist das nämlich nicht, wenn mans richtig anstellt. In diesem Sinne - veni, vidi, vici!
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Anonym
DATUM DES KOMMENTARS:13 April, 2006 23:24
TEXT DES KOMMENTARS:den kerl kenn ich doch irgendwoher... kirchhainer? :)
viel glück und spass zu zweit
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/23/2006 08:32:00 PM
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Gerne würde ich die Allgemeinheit an meiner auf meine Famulatur zurückzuführende schlechte Laune teilhaben lassen, aber es ist mir einfach zu anstrengend, den ganzen Mist jetzt noch mal wiederzukäuen. Jedenfalls - ich lerne total wichtige Sachen, die ich so nirgendswo anders als in der Wetzlarer Gyn hätte lernen können. Meine Tätigkeiten belaufen sich auf Blutabnehmen, Drainagenziehen, Klammernentfernen, Portspülen und Infusionen anhängen. Manchmal dürfen wir aber auch Blut abnehmen, Drainagen ziehen, Klammern entfernen, Ports spülen oder sogar Infusionen anhängen. Und zu ganz besonderen Gelegenheiten wird uns unfassbarerweise die Aufgabe des Blutabnehmens, des Drainagenziehens...ja ich weiß, es wird müssig. Im Ernst - ich lerne dort NICHTS. Und die meiste Zeit steht man dumm in der Gegend rum. Und wenn man dann erwischt wird, dann wird man zum Haken halten in den OP verdonnert, was im Prinzip ja normal ist, aber es gibt keine Möglichkeit mal abzuklatschen. Das wiederum liegt an dem ausgeklügelten System der Zeiteinteilung der PJler - die haben die unglaublichen 7 Stundenten so mit freien Tage eingeteilt, dass im Endeffekt von den Übrigbleibenden immer einer dran glauben muss. Mich nervt das auch nur so, weil ich meine Zeit nicht sinnvoll einteilen kann, weil ich nix lerne und weil ich trotzdem den ganzen verdammten Tag noch grinsen muss. Nun ja, es dauert ja nur noch 3 Wochen - haha!
Ansonsten gehts mir glaub ich gut. Nur leider bin ich "ansonsten" - also nach Verlassen der Klinik irgendwann spätnachmittags zu gar nix mehr zu gebrauchen.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/21/2006 05:54:00 PM
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Nun denn, ich war viel unterwegs in letzter Zeit. Eigentlich bekomme ich alles gar nicht mehr so zusammen. War ziemlich viel, dass in letzter Zeit Spass gemacht hat. Wochenlang Dauerparty in Marburg, Besuch von daheim, Konzert von Anne und Hendrik in Weilburg, mein erster Besuch in der Bremsspur - und so weiter und so weiter. Am besten erinnere ich mich aber natürlich an die Sachen, die viel Geld gekostet haben!
Und da wäre natürlich an erster Stelle das Depeche Mode Konzert in Mannheim zu nennen - viel zu kommentieren gibt es da natürlich nicht. Einsame Spitze - sowohl Halle, Vorband, Bühnenshow und Auftritt selbst. Im Innenraum ist die Stimmung halt einfach besser!
Das zweite Event war das Geburtstagsgeschenk von Martin - eine Karte zu Apoptygma Berzerk in Bonn! Das Konzert war natürlich auch der Wahn - live sind die Jungs halt einfach klasse. Erschreckend war zwar irgendwie die Anzahl der offensichtlichen MTV-Ringtone-Besitzer, die sich noch nicht einmal bemühten, die Kenntnis der alten Songs zu heucheln. Hier ein Link der Veranstaltung:
Aber auch als Kenner der alten Werke kamen wir auf unsere Kosten. Sehr nett!
Was sonstige Vorkommnisse betrifft...es läuft alles ausgezeichnet! Von dem Praktikum in der Wetzlarer Gynäkologie mal abgesehen - denn dort kann man Praktikanten halt eigentlich gar nicht gebrauchen, und deshalb wird das richtig ätzend. Aber sonst...alles ausgesprochen supi.
Man solls ja net beschreien, aber ich hab das Gefühl, als würde sich meine Prognose "2006 wird MEIN Jahr" nun auch privat bewahrheiten. Juhu!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/06/2006 11:08:00 PM
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Was ich am Wochenende so gemacht habe...? Och, nix interessantes, ich stand nur im Stau. Ums kurz zu machen - Freitag auf der Fahrt nach Pforzheim schlappe 6 Stunden, die im Vergleich zu Samstag mit 24 Stunden ja nahezu läppisch erscheinen!
Die Fahrt von Pforzheim in die Schweiz morgens um halb 5 ging ja in einem Rutsch, so dass man fast hätte glauben können, der Stau von Freitag würde eine Ausnahme bleiben. In Melchsee/Frutt - so hieß das Skigebiet - hat es sogar geregnet. Aber nur fast den ganzen Tag. Jedenfalls - ich hatte die weltbesten Snowboardlehrer. Ich hab mich zwar ständig überschlagen bei dem verzweifelten Versuch Kurven zu fahren, aber der Schnee war ja so pappig, dass man gar nicht so blöd sein konnte, sich zu verletzen. Ganz am Ende des Tages, als ich schon pitschnass, durchgeschwitzt und vollkommen zerstört war, habe ich dann mit psychologischer Hilfe meine Kurvenblockade überwunden - gut, da am Ende hab ich mich zwar auch noch mal sowas von dermaßen spitz in den Schnee geschraubt, aber dafür bin ich auch richtig echte Kurven gefahren. Total gut also. Zum Glück hatte ich dann wenigstens eine Jeans zum Wechseln dabei - weil es war alles komplett durchweicht, durchgeschwitzt oder dreckig. Die Busfahrt begann also um 5 und dauerte bis zum völligen Stillstand immerhin fast 2 Stunden.
Dann standen wir kurz hinter dem letzten Schweizer Rasthof vor dem Tunnel Richtung Basel neben einem vom Schnee ganz überladenen armen Zweig am Wegesrand und sagten "Hey, lass uns wetten, wie lange es dauert, bis der Ast da unter dem Gewicht des Schnees zusammenbricht!"
Nun, am nächsten Morgen um 11 (also schlappe 16 Stunden später) hatte sich weder unser Bus noch der Schnee auf dem Zweig auch nur einen Millimeter bewegt. Abends glaubten wir noch an eine späte Heimkehr mit aus dem Grund, dass unser Reiseleiter sich ja auch in keinster Weise über den zu erwartenden weiteren Verlauf der Fahrt äußerte. Gegen Mitternacht waren die Wetten über den Zeitpunkt der Ankunft schon in die frühen Morgenstunden verschoben worden - das Klo war seit 3 Stunden aus Rohstoffknappheit und Überproduktion von Abfallstoffen ausser Betrieb - der Bus auffällig oft plötzlich aus und dann eigenartig röchelnd wieder an - das Unbehagen der Einen oder die Bierlaune der Anderen ob des trotz misslicher Lage schier unerschöpflichen Tannenzäpfle-Vorräte ins Unermessliche gestiegen.
Schlafen im Bus war für mich zumindest unmöglich, weil ich keine bequeme Position finden konnte. Das lag daran, dass es keine bequeme Position gab. Die Luft im Bus war auf Grund des häufigen An- und Ausmachens wenig ausgetauscht worden - es stank nach Bier, geschwitzten Leuten, Klo und was weiß ich alles.
Öh...kurze Unterbrechung, muss mit nem Mann telefonieren...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/01/2006 08:07:00 PM
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Ja tschakka - zu diesem Zeitpunkt befindet sich mein Skelett noch in Topzustand. Noch! Denn das könnte sich am Wochenende ändern. Besonders exponierte Stellen werden Steißbein und Knie sein - ich fahre nämlich für einen Tag mit meinem neuerworbenen alten Snowboard ins Knochenselbstzertrümmerungscamp in die Schweiz - Melchsee/Frutt. Witziger Name für den Ort meiner vorraussehbaren Körperqualen. Aus meinen Tränen wird ein aufstrebender Stern am Freestyle-Snowboardhimmel geboren werden...hoffentlich. Zumindest rede ich mir das jetzt ein. Abends werden wir aber sowieso mit Zuls Hausärztin Essen gehen - die ist schon instruiert was das Bereithalten von Schmerzmedikation angeht!
Jedenfalls - das Boarderbabe ist meine nächste Aufgebe. Dieser folgen ja noch zahlreiche dieses Jahr - genauso wie ich mir das vorgenommen habe. Das kostet natürlich auch alles ein Schweinegeld, aber das kann ich mir ja fast leisten als Nicht-mehr-überdurchschnittlich-dem-Lungenkrebs-zugeneigte-Tabakkonsumentin und Fast-nicht-mehr-Autofahrerin. Im Mai gehts nach Sölden, wo ich natürlich schon die absolute Favoriten für die Half-Pipe-Challenge abgeben werde...
Meine Konzertpläne erfreuen mich auch immer wieder über alle Maßen, sooft ich daran denke. In 2 Wochen ist es schon so weit, dass ich nach Mannheim zu Depeche Mode fahre, 2 Tage später mit meinem zum Glück nur kleidungstechnisch entschwärzten Bruder aufs Apoptygma Konzert in Bonn. Und dann noch Rock am Ring...und und und. Herrlich.
Das weitaus größte Vorhaben allerdings ist für August geplant - meine Mami und ich werden (sofern nichts dazwischen kommt, und es hat nix dazwischen zu kommen!) nach Island fahren. Der Flug ist schon gebucht und das Mietauto so gut wie. Das wird der Urlaub des Jahrzehntes - das Bier soll dort nur sehr sehr teuer sein...
Das sind jedenfalls alles gute Vorzeichen für ein sicherlich total gutes Jahr! Ich bin seeeeeeeeehr zufrieden. Wenn jetzt alles privat auch noch so gut weitergeht wie im Moment, dann wird das Jahr 2006 MEIN Jahr! Harrharrharr!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 1/30/2006 08:18:00 PM
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BODY:
Ich werde in das Lager der coolen Snowboardclique wechseln. Gestern waren wir in Winterberg, wo ich bekehrt wurde.
Wir waren total früh da, trotzdem waren wir innerhalb kurzer Zeit mit tausenden Holländern im Skigebiet gefangen. Die Dichte an Grobmotorikern war bereits auf der Piste sehr hoch - ständig stand oder lag einer davon mitten im Berg. Am Lift war man dann mit 200 Leuten einkesselt. Kurz - es macht doch wenig Spaß, wenn man erst eine halbe Stunde am Lift anstehen muss, um dann noch nicht mal in einem Stück den Berg herunterfahren zu können, weil überall verletzte Holländer liegen.
Also stand der Plan "Schneegefährt-Tausch!" total schnell. Für das Schuhewechseln benötigten Steffi und ich schon geraume Zeit und Kalorien - die Abfahrt verdiente dann zumindest meine Leistung betreffend den Namen nicht - Abrutsch hätte es eher getroffen. Mal abgesehen von 10000 harmlosen Stürzen auf dem Hang schaffte ich es ganz unten im Tal noch mal sowas von derb auf eine Eisplatte zu stürzen, dass ich wie ein toter Maikäfer auf dem Rücken liegen bleiben musste. Heute ist mein kompletter Hintern blitzeblau, aber da ich sitzen kann, gehe ich nicht von einer Fraktur des Steißbeines aus. Jedenfalls bin ich dann sogar noch 2 mal Schlepplift gefahren ohne Hinfallen, was gegenüber den Bewegungslegasthenikern mit den gelben Nummernschildern schon echt was heißen will!
Und meine letzte Talabfahrt ging sogar fast ohne Hinfallen. Total toll - die blauen Flecken und der Ganzkörpermuskelkater warens echt wert. Und die Steffi war natürlich auch total das Ski-Talent. Nach ner Viertelstunde ist sie schon besser gefahren als besagte gelbe Nummernschilder, die mit eigenen Skiern da waren.
Als wir bei unserer Abfahrt dann auch noch eine halbe Stunde im Stau standen (innerhalb Winterberg!) kam es uns erst recht wie im Urlaub vor. Zum Glück sind die ganzen gelben Nummernschilder in die andere Richtung gefahren, sonst wären wir nie mehr aus Winterberg weggekommen.
Ein "weiser Mann" sagte nämlich einst: "Schwarze Schrift auf gelbem Grund, halte Abstand - bleib gesund!"...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 1/20/2006 02:31:00 PM
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Tja, manchmal passieren doch tatsächlich auch bei der momentan wetterlich bedingten Tristesse des Alltags noch witzige Sachen.
Mittwoch war ich in Lich bei Dani und ihren Polizeischneckchen. Die haben da wild einen drauf gemacht, nachdem sie mich in einer schwarzen Limousine durch das bewachte Tor geschmuggelt hatten. Unter anderem durfte ich an diesem Abend mein medizinisches Knowhow anhand diffiziler Fachfragen beweisen, die da beispielsweise lauteten: "Kann die 'Mulle' einschlafen?". Vollkommen verwirrend wurde meine fachlich adäquate Frage "...ja einseitig oder beidseitig?!" aufgenommen und in der Gruppe mit der betroffenen Kollegin diskutiert. Zumindest konnte ich danach einen etwa halbstündigen Vortrag darüber halten, warum es möglich sei, dass die halbe Muschi einschlafen kann. Tja, damit beschätigt sich der Arm des Gesetzes also auch! Immerwieder gibt es Herausforderungen im Leben eines Medizinstudenten, soviel steht fest.
Als ich nun wieder in Marburg mein Fahrzeug abgestellt und das größte Stück Heimweg hinter mich gebracht hatte, hörte ich kurz vor meiner Wohnung Laute, die man durchaus als animalisches Geschrei deuten hätte können. Ich jedoch nahm an, dass es sich am wahrscheinlichsten doch um ein besoffenes männliches Wesen handeln müsste, dass - nach der Richtung der Laute zu schließen - irgendwo in meiner Straße sein Nest gebaut zu haben schien. Diese Vermutung stellt sich auch als richtig heraus.
Als ich um die Ecke kam, sah ich den Verursacher der tierischen Balzrufe - vor einem dem meinigen gegenüberliegenden Haus stand ein junger Kerl, dessen Hosen und Unterhosen auf seinen Knöcheln hingen. Seine übrigen Klamotten lagen um ihn verstreut im Schnee. Kurz - er war splitternackt, schrie gutural, hüpfte herum und schwenkte dabei sowohl Arme als auch Lenden wild. Den Adressat seines Paarungstanzes konnte ich beim Vorbeigehen nicht in einem der Fenster aussmachen, da ich meine Augen mit meiner Hand schützte. Nichtdestotrotz nahm ich ein schwingendes Etwas in der Peripherie meines Blickfeldes wahr, das mich veranlasste, noch leiser und schneller vorbeizugehen. Der kleine Exhibitionist ortete mich jedoch gleich und rief mir - natürlich weiterhin schwingend, schwenkend und hüpfend hinterher: "Halt! Nimm mich doch mit!". Darauf hin gab ich ihm noch geschwind den Tip, er möge sich doch etwas anziehen, er würde sich so doch nur die Klöten verkühlen. Ja, und offensichtlich ist ihm dann auch aufgefallen, dass es nicht normal ist, nachts um drei nackig im Schnee rumzuschwenken mit irgendwelchen Körperteilen. Dann ist er nämlich verschwunden.
Nun, vielleicht konnte ich so wenigstens dazu beitragen, dass er sich keine Erfrierungen an für die Fortpflanzung essentiellen Organen geholt hat...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:01 Februar, 2006 22:03
TEXT DES KOMMENTARS:ich sag'da nur: Ed von Schleck ... hihi
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AUTHOR: Katherina
DATE: 1/05/2006 02:12:00 PM
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COOL IN ALLEN LEBENSLAGEN
Ein Blitzkurs von Ernst Eiswürfel
LEKTION 1: Cool beim Aufstehen
Easy, Baby, ganz easy, null Problem.
Aufstehen ist die einfachste Sache der Welt. Nur hast Du es bisher garantiert völlig falsch angepackt. Ist ja logisch, kennst ja den Leitfaden nicht. Macht nix. Lies. Erstmal cool strecken. Das heißt: Nicht bewegen, ist nämlich höllisch uncool, sich spastisch aus dem Bett zu wälzen.
Also: Innerlich strecken, nix anmerken lassen.
Dann: Aufstehen. Aber cool bleiben. Erstmal Sonnenbrille aufsetzen. Wenn die Gardinen zu sind oder es draußen noch dunkel ist, erstmal Licht anmachen.
Merke: Wirkt uncool, gegen den Kleiderschrank zu laufen. So, schon ganz gut. Jetzt kommt das Anziehen. Ist auch ganz einfach.
Leitsatz: Nicht hingucken.
Schau irgendwo anders hin und zieh Dich dabei an. Leute, die hingucken, wenn sie den Reißverschluß zumachen, wirken peinlich.
Aber Vorsicht: Nichts vergessen, wenn Du den Reißverschluß zumachst. Du hast es vergessen? Dann üb es nach der Operation erstmal ohne Sonnenbrille.
Bis hierher alles klar? War auch einfach, was, Babe? Jetzt wird's schwieriger. Paß auf. Frühstück machen. Wenn Du dabei Fehler machst, kannst Du Dir allerhand verscherzen. Die Leute werden Dich nicht mehr ernst nehmen ... Wer will das schon? Du nicht. Ich weiß. Kaffeekochen ist an sich 'ne wahnsinnig uncoole Sache. Es liegt an Dir, es cool zu machen. Du wirst vermutlich zwei, drei Stunden üben müssen, aber dann sitzt es und die Frauen werden Dir zu Füßen liegen. Du weißt schon, was ich meine, Honey. Also: Deckel der Kaffeemaschine im Vorbeigehen aufmachen, weitergehen zum Kaffeetopf, Kaffeetopf aufmachen, Kaffee in den Filter kippen (nicht portionieren, am besten gar nicht hinschauen) und dann: Filter in die Maschine werfen. Merke hierbei: je größer die Entfernung von der Kaffeemaschine, desto größer Deine Coolness. Wenn's klappt. Ansonsten ist es ziemlich peinlich. Aber Du packst das schon. Das ganze nennt sich:
Erstes Eiswürfelsche Gesetz
Wurfweite ist proportional zur Coolness:
* Entfernung = 0, Coolness = 0.
* Entfernung = 4 Meter, Coolness = unbeschreiblich.
Wenn's schiefgeht, gilt:
Entfernung - 10
--------------------------- = Idiot
potentieller Coolnessfaktor
Also: Üben, üben, üben. Das hast Du drin. Ich weiß es. Cool Baby.
LEKTION 2: Coolness im Alltag
Aufstehen und den ganzen Quatsch hast Du begriffen. Jetzt raus auf die Straße. Alltag. Vielleicht meinst Du, Du bist cool. Lies diesen Ratgeber und Du weißt, daß Du lächerlich gewesen bist. Du warst Nichts. Wenn Du dies hier gelesen hast, dann bist Du cool... Ehrlich echt völlig trocken cool.
Also: Raus auf die Straße. Und schon der erste Fehler: Sonnenbrille beim Gesichtwaschen abgenommen und danach nicht wieder aufgesetzt. Wieder zurück, Brille holen, aufsetzen, wieder rausgehen. Du hast die Brille beim Gesichtwaschen nicht abgenommen? Obercool. Göttlich. Für alle Fälle gilt jedenfalls: Das Wetter spielt keine Rolle, Brille sogar nachts tragen. Merke: Ohne Brille ist die Coolness gleich Null.
Laufen ist einfach, cool schlendern nicht. Du mußt vermutlich lange üben, bis Du es raushast. Deine bisherigen epileptischen Bewegungsabläufe kannst Du Dir jedenfalls von der Backe wischen. Du mußt schlendern. Völlig mühelos. Darf aber keiner erkennen, daß Du absichtlich so läufst. Also: Üben, üben und nochmal üben.
Jetzt kommen wir zum schwierigsten Teil: Dem Umgang mit anderen Menschen. Fangen wir mit dem Busfahren an. Erstmal in den Bus steigen. Dann laut Kaugummi kauen (vor dem Einsteigen mit dem Kauen beginnen, sonst wirkt's leicht beknackt). Wichtig: Jetzt lockeren Spruch loslassen. Dir fällt keiner ein? Kein Problem. Geh in den nächsten Buchladen und kauf Dir "Lockere Sprüche" von Ernst Eiswürfel. Is von mir. Tolles Buch. Selbstredend.
Ein Beispiel gratis: "Fahren Sie nach Kuba". Dabei den rechten Zeigefinger auf die Stirn des Busfahrers setzen und lächeln. Dann abdrücken und Rauch vom Finger wegblasen. Anschließend zahlen und hinsetzen. Eventuell aufkommenden Applaus gelassen hinnehmen oder abwinken. Und: Lächeln, lächeln, lächeln. Aber nicht das dämliche Lächeln, das Du sonst drauf hast: Cool, Baby, von oben herab, nicht zu breit. Noch was: Niemals Geld hinlegen! Das gilt allgemein. Geld immer hochschnippen und wieder auffangen. Oder einfach hinwerfen, wenn es jemand haben will. Und zwar so, daß er sich bemühen muß, um es aufzufangen. Am besten so, daß er oder sie auf dem Boden herumkriechen muß. Du hast schließlich das Recht, anderen Menschen zu zeigen, wo ihr Platz ist. Das mit dem Hochwerfen solltest Du vorher zu Hause üben und dabei immer daran denken, daß es nur mit Münzen funktioniert.
Kneipen und Cafes. Hier darfst Du keinen Fehler machen. Es sehen zu viele Leute zu. Also riskier' nichts. Sonnenbrille trägst Du sowieso, Geldschnippen hast Du mittlerweile auch drauf. Sieht gut aus. Jetzt mußt Du sprechen. Das ist schwierig. Du mußt bestimmte Dinge vermeiden, zum Beispiel: "Bitte" oder andere unterwürfige Worte. Du bist der Boß, alle tanzen nach Deiner Flöte, wenn Du weißt, was ich meine. Du weißt es, yeah. Wir verstehen uns. Bisher hast Du gesagt: "Eine Cola, bitte" und das ist schlimm. Völlig falsch. Du redest ja mit der Kellnerin wie mit Deinesgleichen. Völlig uncool. Keiner nimmt Dich ernst. Richtig ist: "Coke, Baby". Zucker, Mann, Du machst Dich. Laß Dich nicht durch ihren Blick irritieren. Oder dadurch, daß sie lacht. Sie liebt Dich. Alle Frauen lieben Dich. Alle Frauen lieben Dich. Und Du weißt es.
Nun zum Kaffeetrinken. Du trinkst Deinen Kaffee mit Milch? Das ist schlecht. Versuch, Dir das abzugewöhnen. Wenn Du das nicht kannst, beachte folgendes. Es ist ausgesprochen uncool, an diesen ekligen Milchdöschen rumzuzupfen, bis Dir das ganze Zeug über die Bundfalte pladdert. Also: Die kleine Plastikmilchdose in die Tasse werfen und einmal mit dem Löffel reinstechen. Sauber, was? Und cool. Solltest Du mit dem Zuckertopf allerdings nicht unbedingt genauso machen.
Nächstes Thema. Einkaufen. Höllisch uncool. Es gibt Leute, die keinen haben, der es für sie macht. Zum Beispiel Dich. Auch im Supermarkt gilt: Cool bleiben. Man sieht dich. Also: Die Einkaufskarre nicht mit beiden Händen anfassen und wie Mutter durch den Laden eiern. Entweder mit einer Hand oder mit dem Fuß die Karre ab und zu kurz anstoßen oder abstoppen. Aber Vorsicht: Nicht zu heftig. Könnte Ärger geben. Die Sachen, die Du einkaufst, niemals in den Wagen legen. Immer werfen. Ohne hinzusehen. Wie mit der Filtertüte. Eiswürfels erstes Gesetz gilt auch hier. Vorsicht bei Milchtüten, Flaschen und Eiern. Feeling, Baby. Zahlen funktioniert wie im Bus. Nur nicht mit demselben Spruch. Mach kein' Quatsch. Immer Trinkgeld geben.
LEKTION 3: Cool am Abend
Die elementarsten Dinge hast Du schon gelernt. Sonnenbrille, Geld hochschnippen, nicht reden. Schlendern kannst Du mittlerweile auch. Schon ganz gut. Jetzt kommen die Übungen für Fortgeschrittene.
1. Stehen: Du glaubst, das ist einfach. Is nich. Ist wahnsinnig schwierig. Du stehst ja nicht einfach so rum und wartest auf den Bus. Du weißt, was Du bist. Zeig's ihnen. Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein, Unterkörper raus, Beine möglichst gekreuzt (gespreizt geht notfalls auch). Wenn dich jemand fragt, ob Du einen Unfall hattest, einfach ignorieren. Zu Hause dann weiter üben.
2. Trinken: Trinken ist einfach. Allerdings solltest Du kein Bier, Wein oder andere Proletengetränke ordern, sondern irgendwas, was der Barkeeper nicht kennt. Schau ihn herablassend an und vergewissere Dich, daß alles staunt. Laß Dich dann zu irgendwas überreden, was Du Dir leisten kannst. Also Bier.
Die Glashaltung ist extrem wichtig. Du kannst das Ding nicht halten wie die Senfgläser bei Dir zu Hause. Zeige Stil. Halte das Glas so schräg, daß das Getränk fast rausläuft und gestikuliere wie ein Wahnsinniger. Obercool. Wenn es klappt. Wenn nicht, bist Du untendurch und Deine Zuschauer sind naß.
Hierbei gilt:
Glasneigung + Gestikulierradius = Coolnessfaktor
Wenn irgendjemand naß wird:
Coolnessfaktor
---------------- = Idiot
Reinigungskosten
3. Frauen: Jetzt also das wichtigste Kapitel. Warum seid ihr cool? Eben. Wenn ihr euch an die Tips oben haltet, habt ihr schon ganz gute Karten. Aber: Es gibt noch speziellere Dinge. Die Frauen lieben Dich, wenn Du cool bist, Baby. Und das willst Du. Ich weiß es. Und es gibt einfache Regeln. Leitsätze. Wenn Du weißt, was ich meine. Lies.
A. Ansprechen: Ist schwierig. Du solltest nicht reden. Also laß es. Lächle sie an. Wink ihr zu. Nimm sie mit. Wenn keiner in der Nähe ist, fang an zu reden. Aber nicht zuviel. Du wirkst sonst leicht öde. Das weißt Du. Zeig ihr Dein Auto. Wenn Du keins hast, sag, daß es gerade repariert wird und nenn den Preis. Nicht unter 2.000 Mark anfangen. Wirkt sonst nicht. Wenn sie sagt, daß das zu teuer ist: Abwinken. Lachen. Erzähl ihr von Deinen letzten Aktienverlusten und daß es Dir egal sein kann. Wirkt totsicher. Wenn nicht: Neue Frau abschleppen.
B. Abschleppchancen: Ganz einfache Regel. Bißchen Mathe. Aber nicht schwer zu kapieren. Du packst das schon. Die Komponenten sind das Alter (A), die Anzahl der Freundinnen (aF) und die Kosten der Aufmachung der Braut, die Du abschleppen willst. Dabei gilt (Zweites Eiswürfelsches Gesetz):
A - aF - (Kosten der Aufmachung : 100) = X%
Wenn Du also eine Hundertjährige im Tweedkostüm, die ohne Freundinnen daherkommt, abschleppen willst, betragen Deine Chancen ungefähr 100%. Aber das willst Du nicht. Seh' ich Dir an, Baby. Du willst junges Blut. Und Fleisch. Und so weiter. Ferkel. Aber cool. Übrigens: Wenn A kleiner oder gleich 13 ist, dann ist X automatisch = Idiot.
C. Der weitere Abend: Du kannst lesen. Wenn Du so alt bist weißt Du auch, was weiter passiert. Ich seh' Dir in die Augen, Kleines. Oh yeah, Mann. Ach ja, nimm die Sonnenbrille nicht ab. Du bist cool. Du hast es. Relaxed.
Oh, nichts zu danken. Hab' Dir gern'n paar Tips gegeben, Babe. Mach weiter so. Ach ja. Eins noch: Verleih die Tips nicht. Das ist ausgesprochen oberuncool und macht mich krank, wenn Du weißt, was ich meine. Wahrscheinlich nicht. Du hast noch viel zu lernen. Aber Du bist auf dem richtigen Weg. Echt ehrlich.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/29/2005 07:24:00 PM
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BODY:
Ja wieder geht ein Jahr zu Ende. Was ist denn so passiert? Eigentlich sollte es kein Problem sein, sich an diese paar wenigen Monate zu erinnern, aber ich muss mich schon anstrengen, um mir alles ins Gedächtnis zu rufen.
Der Anfang des Jahres kann nicht besonders spektakulär gewesen sein. Im März/April habe ich Famulatur in der Strahlentherapie gemacht. Kein 1. Mai in Sölden in diesem Jahr...leider! Aber nächstes Jahr fahre ich dort wieder hin. Im Sommer kam dann der kurze und recht erfolglose Trip nach München. Ersatzweise habe ich dann ja Famulatur bei meinem eigenen Hausarzt gemacht. Nun ja, und da hören die Ereignisse auch schon auf. Studieren war wie immer recht wenig Aufwand. Die Doktorarbeit hat sich eliminiert. Eine Ersatzarbeit steht zumindest in Aussicht. Man merkt, dass das Studium sich dem Ende zuneigt und fragt sich zunehmend, in welche Richtung man sich entwickeln soll. Naja, ich weiß es jedenfalls immer noch nicht.
Was mich betrifft war dieses Jahr eindeutig zu ereignislos. Das werde ich auch bald ändern. Das Jahr 2006 soll das Jahr der Konzerte werden. Wenns klappt, dann sind das im Januar ein klassisches Konzert im Wetzlarer Dom, Depeche Mode in Frankfurt oder Mannheim, im Februar Covenant in Frankfurt, im Mai The ten tenors wahrscheinlich in Ransbach-Baumbach und nicht zu vergessen Rock am Ring über Pfingsten. Und das ist nur die erste Jahreshälfte! So stelle ich mir das jedenfalls vor.
Urlaub wäre für die Seele auch mal wieder ganz schön. Anfang Mai gehts deshalb erstmal nach Sölden zum Snowboardlernen. Im Sommer muss ich dringend Zeit finden, um vor dem PJ nochmal einen richtig tollen Urlaub zu machen. Und wo es mich schon in die Ferne zieht...vielleicht mache ich ein PJ-Tertial auch ganz weit weg. Planung ist alles.
Ich wünsche allen die richtigen Vorsätze für das nächste Jahr. Vorsätze sind nämlich insofern nicht verkehrt, weil man sich zuvor ja erstmal Gedanken über das vergangene Jahr machen muss und das ist das Gesunde daran.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:31 Dezember, 2005 18:10
TEXT DES KOMMENTARS:wer will das überhaupt alles hören?
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...
...
??? lol
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/21/2005 02:21:00 PM
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BODY:
Da will man einmal bissi was für seine Musikkultur tun und einige nette Konzerte besuchen, und dann gehts nicht. Am 10.2. ist in Böblingen HIM - kann ich nicht mit, weil da ja meine Omi 85 wird. Der gute HIM-Mann ist aber auch noch mal in Mannheim - da kann ich aber auch nicht hin, weil allein macht das ja auch nen Riesenspaß. Das selbe Problem gilt eigentlich auch für sämtliche in Frage kommenden Depeche Mode Konzerte - also Mannheim und Stuttgart. Nach München müsste ich zwar nicht alleine gehen, aber da kann ich ja wegen der Uni nicht hin. Ich bin wirklich gerade ein bisschen frustriert. Ich könnte grad plärren.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/13/2005 09:39:00 PM
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BODY:
In der Weihnachtszeit wird man ja angeblich besonders besinnlich. Nun ja, so arg viel merk ich da nicht von. Mir ist einfach nur stinklangweilig. Ich habe so gut wie nie Uni, aber dafür so zerpflückt über die Woche, dass man nicht einfach mal ein paar Tage wegfahren kann. Daheim bei mir isses zwar schön - immernoch unheimlich gemütlich in meiner neuen Bude - aber langweilig isses hier mal vielleicht! Stinklangweilig. Nix passiert.
Gut, heute ist mir zumindest ein unbestreitbarer Vorteil der Vorweihnachtszeit aufgefallen - nur im Winter kann man fast einen Monat lang wenn gewünscht beinahe rund um die Uhr Crepe und Bratwürstchen essen - zumindest hier in Marburg. Und unterhalb meiner Wohnung steht den ganzen Tag ein Popcornverkäufer. Ich find das schon gut.
Aber trotzdem - die Uni ist stinklangweilig. Immer ist es nur nass, kalt und dunkel draussen. Man wird ständig dicker, weil man ständig nur isst - gesteigerter Energiebedarf im Winter blablabla...
Naja, dann haben wir jetzt tatsächlich unseren Doktorvater gefeuert, nein - wir haben Schluss gemacht. Aber wir wollen Freunde bleiben. Nun meldet sich bedauerlicherweise der neue Doktorvater nicht. Irgendwie sind wir nicht gerade mit Glück gesegnet.
Ach - eine interessante Sache ist doch tatsächlich passiert. Und zwar haben wir die Neurochirurgen im OP besucht - die wollten da jemandem ein Endoskop ins Hirn schieben. Wie auch immer - jedenfalls muss man einem Computer vorher sagen, wo sich das vorher im Bild festgehaltene Gehirn im Raum befindet - dafür wird der Patient quasi gefilmt - das muss alles natürlich total genau eingestellt sein. Tsja, und dann sind die guten Jungs gerade gemütlich scherzend dabei, den Hautschnitt über der Stelle der Schädelbohrung zu machen, der Anästhesist liest seelenruhig sein Comicheft am anderen Ende des Raumes...da bäumt sich der Patient halt mal eben auf. Hat den Hautschnitt wohl doch noch irgenwo mitbekommen. "Blöd so" denkt sich der Anästhesist, der an der nicht eben gut verborgenen Wut der Schnippeljungs merkt, dass er ziemlichen Mist gebaut hat. Naja, die versuchen zumindest noch weiterzumachen, nachdem der Patient vermutlich den kompletten Drogenvorrat der Klinik bekommen hat, sie bohren den Schädel dann auch noch auf. Aber dann wird die OP abgebrochen, weil sich durch das Rumgezucke des Patienten alles so verschoben hat, dass die Einstellungen alle nicht mehr stimmen. Den Ausgang der Operation finde ich persönlich jetzt wieder beruhigend im Gegensatz zu ihrem Verlauf. Da kann halt auch schon mal ein bisschen was kaputt gehen, wenn man erstmal im Schädel herumwerkelt und dann bewegt sich der Körper vom Schädel. Ne?
Jajaja. Natürlich könnte ich auch wieder von Menschen erzählen, die mich mit ihrem Verhalten auf die Palme bringen, aber so langsam ist es mir zu anstrengend, die Welt immer an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.
In diesem Sinnd - guts nächtle!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/21/2005 11:50:00 AM
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BODY:
Nach längerer Zeit melde ich mich hiermit kurz zu Wort - Schreiben ist kein Problem, aber das gesprochene Wort bereitet mir noch Probleme. Ich habe nämlich so gut wie keine Stimme mehr.
Jedenfalls ist das nur, weil ich seit eineinhalb Wochen sowas mit Rauchen aufgehört habe - schwupsdiwups, 2 Tage nach Beginn des gesünderen Lebens krieg ich die Mega-Halsentzündung. Nun ja, es gesellten sich dieser auch noch Schnupfen und Heiserkeit hinzu, wobei sich letztere durch unkontrollierbare Alkoholeinwirkung letzten Donnerstag in eine absolute Stimmlosigkeit wandelte. Der selbige Donnerstag ist auch der Grund dafür, dass ich jetzt erstmal keinen Alkohol mehr trinken möchte. Am Freitagmorgen lag ich nämlich in meinem Bett und wusste nicht, wie ich dort hingekommen bin. Nach 2 kurzen stimmlosen Telefonaten konnte ich mich glücklicherweise davon überzeugen lassen, dass ich alleine nach Hause gegangen bin. Jedenfalls hatte ich am Freitag gar keine Stimme mehr und jetzt ist sie auch noch nicht wieder voll rehabilitiert. Mal ganz zu schweigen davon, dass ich gern in Zukunft wieder zurechnungsfähig auf Parties sein möchte.
Also - die Alkohol- und Zigarettenabstinenz lebe hoch!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/05/2005 12:16:00 AM
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BODY:
Hola! Leider fällt mir gerade so überhaupt gar nichts ein, was ich tolles mitzuteilen hätte. Das allerdings dürfte nicht daran liegen, dass ich nix witziges erlebe, sondern mehr an meiner Müdigkeit.
Denn davon habe ich mehr als genug, und das, obwohl ich heute unglaubliche 8 einhalb Stunden Schlaf hatte! Unfassbar. Aber da ist offenbar noch einiges aufzuholen.
Wenn mir wieder was witziges passiert oder bereits Geschehenes einfällt, dann werde ich dies natürlich umgehend auf dieser Plattform zum Besten geben.
Übrigens...was macht man wohl am besten mal an Sylvester? Ich habe nämlich irgendwie absolut keine Lust, den Jahreswechsel schon wieder beim Baguetteschmieren oder Kistenschleppen in irgendner Spelunke zu verbringen. Wo fährt man denn am besten mal hin zum Sylvester-Urlaub? Hm? Ich bin für Vorschläge sehr dankbar!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/17/2005 08:02:00 PM
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BODY:
Hola! Nicht, dass ich nicht besseres zu erzählen wüsste, aber jetzt in diesem Moment is mir alles wurscht - ich muss hier erstmal meinem gewaltigen Ekel Ausdruck verleihen. Und ich muss euch warnen - und zwar vor dem bösen widerwärtigen Mikrowellenreis! Wenn ihr glaubt, der kann nicht ablaufen, weil Reis wird ja nicht schlecht oder so...ihr irrt! Es könnte ein folgenschwerer, gar schrecklicher Irrtum sein! Der Ekel könnte euch genauso ergreifen mit seiner eisigen Hand wie mich - aus heiterem Himmel! Weil...Reis wird ja nicht schlecht oder so!!!
Da denkt man nix böses, stellt den Reis in die Mikrowelle, sticht die unbeschädigte Folie vorschritsmäßig mit einer Gabel ein, holt ihn nach 2 Minuten wieder raus...tja und beim Öffnen denkt man schon "...hm, warum riecht das hier so nach verschimmelter nasser Pappe-?". Nach Vollendung des Öffnungsvorgangs weiß man die Antwort darauf, obwohl man selbst beim Anblick des hellen Pelzes, der den Reisboller überzieht, noch ungläubig denkt "hm, komisch, aber Reis wird ja nicht schlecht oder so." Ein weiterer prüfender Blick auf das Haltbarkeitsdatum lässt die Zweifel dann noch größer werden, denn dort steht ja schließlich 'mindestens haltbar bis: 06/2006' - noch voll ewig haltbar, natürlich rein hypothetisch, weil Reis wird ja nicht schlecht oder so.
Erneute visuelle Begutachtung des Lebensmittels - als Schimmelkäse getarnt würde sich diese Reiskugel echt gut machen. Aber Reis verkleidet als Schimmelkäse...? Sehr unwahrscheinlich. Und auch wenn Schimmelkäse ja irgendwo ebenfalls stinkt - guter Käsegestank ist trotzdem was anderes als nasser-schimmelige-Pappe-Geruch.
All diese Gedankengänge bringen mich in eine Art Trance, in der sich dann auch meine Hand mit dem Schimmelkäsereisdings unkontrolliert über den Mülleimer bewegt und den Sondermüll abwirft. Hey und dann wars mir erst so richtig schlecht! Pfui bah, ekelhafter gehts ja wohl gar nicht mehr!!! Ich bin ja berufsmäßig schon in der Lage, einige Ekelhaftigkeiten ohne Unwohlsein zu überstehen, aber da kams mir echt beinahe hoch. Und das wiederum beschwor eine gewisse Wut in mir herauf, die mir auch half, das "Beweisstück" wieder aus dem Müll zu fischen, sogar abzulichten und dann in eine Tüte zu stecken. Ach ja, und das mir dabei schon wieder schlecht wurde, dachte ich "hm, vielleicht sollte ich meine Wut mal an denen auslassen, die das verbauert haben".
Jetzt hoffe ich, dass ich in Kürze per Post die Antwort auf meine mit Beweisfotos gespickte Beschwerde-Email bekomme - nämlich irgendetwas, dass den geeigneten Umfang hat, um meinen Hals auf den guten Reis-Hersteller zu dämpfen. Gell, man muss in allem das Gute sehen, oder...?
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Maddin
DATUM DES KOMMENTARS:19 Oktober, 2005 19:41
TEXT DES KOMMENTARS:Oh Frau!
Wie alt is de Ongl? Ich mein, de Ongl Benz? -Würd doch kein Mensch erwarten, daß der noch taufrisch ist.
Außerdem: Menschen, die nicht in der Lage sind, Wasser thermisch so aufzubereiten, daß sich herkömmliche, lose Reiskörner darin garen lassen, verdienen es praktisch gar nicht anders, auf dem geschilderten Weg irgendwann auf den Pfad der Tugend zurückgeführt zu werden und es allen Hirnbesitzer gleichzutun und so einen Fertigschund nicht mehr zu konsumieren.
Wirtschaftlich gesagt: Rechne mal die Zeit zusammen, die Dich jetzt dieses Erlebnis gekostetet hat! 2 Minuten Gammelreis in der Microwelle, 5 Minuten für das Sezieren der Umverpackung und Unterdrücken des Brechreizes, 1 Minute zum Wegwerfen -- herkömmlicher Reis ist bereits jetzt al dente -- 5 Minuten zum Photos machen, 5 Minuten zum Runterladen auf den PC und verkleinern für Email, 5 Minuten für Haß-Email an Onkel Ben's -- herkömmlicher Reis ist bereits eindiffundiert und beginnt anzubrennen -- und weitere 10 Minuten für den Blog-Eintrag. Als ob das noch nicht genug wäre, mußt Du abschließend noch für alternative Nahrung sorgen, sagen wir mal 30 Minuten.
Du merkst, worauf ich hinaus will: Es ist das gute alte Brutto-Netto-Paradoxon, das Dir sagt, daß Du für einen 2-Minuten-Reis über eine Stunde aufgewendet hast!
;)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/04/2005 10:31:00 PM
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BODY:
Hier kann ich euch erste Bilder meines neuen trauten Heimes mit Stolz präsentieren! Nun ja, eigentlich bin ich ja überaus stolz, weil ich es tatsächlich geschafft habe, mich hier jetzt schon in unvollendetem Zustand extrem wohlzufühlen. Zum Bus in die Klinik brauche ich unmenschliche 30 Sekunden wenn ich trödele, zum Einkaufen noch nicht mal, zur Arbeit allerhöchstens 5 Minuten falls ich betrunken sein sollte und kriechen würde. Tja, alles ist perfekt mit Ausnahme der klitzekleinen Kleinigkeit vielleicht dasS ICH SEIT 4 TAGEN KALT DUSCHEN MUSS WEIL DIE VAILLANT INSTALLATEURE ZU FAUL SIND DIE ELENDE HEIZUNG ANSTÄNDIG ZU REPARIEREN JETZT MAL!!!
*räusper* Verzeihung, ein kleiner Nervenzusammenbruch, aber kalt duschen ist echt verdammenswert. Am Freitag war die Heizung das erste mal aus, und keine der anderen zwei Parteien im Haus hats soviel interessiert, dass die mal was gemacht hätten die Badkappen.
Irgendwie konnte ich dann doch eine scheinbare Reparatur am Samstag Morgen erwirken, mit dem Ergebnis, dass meine Freude über warmes Wasser zumindest bis zu meiner Rückkehr am Nachmittag vorhielt. Da wurde ich dann nämlich mit extrem beunruhigenden presslufthammerartigen Geräuschen bereits von der Straße hörbar begrüßt. Als Quelle dieser Geräusche stellt sich die im Keller befindliche Gasheizung heraus, deren Druckanzeiger mehrmals in der Sekunde bedrohlich zwischen grünem und rotem Bereich hin und herschlug. Das nun fand ich doch tatsächlich sehr sehr beunruhigend. Der Lärm, meine Güte, was war der mir Wurst angesichts eines vielleicht drohenden Todes bei einer tragischen Gasexplosion. Meine Mitbewohner hatten das Geräusch gar nicht bemerkt (gut, der Kerl hatte noch nicht mal Hosen an als er die Tür öffnete, vielleicht waren die da beschäftigt oder so...) und ich solle doch mit dem Drücken irgendwelcher Knöpfe einfach warten bis er geduscht habe. Ja so sah der auch aus als könnte der mal ne Dusche gebrauchen!
Jedenfalls soll man sich ja nicht zu früh freuen, die Stille nach 2 oder drei Stunden führte mich nur kurz in die Irre - der Duschtest ergab: erneuter Kollaps des Warp-Kerns und damit voraussichtlich unfreiwillige Kneipp-Kur bis nach dem Feiertag. Was für ein Spass. Ich sags euch, was für ein Mist.
Heute musste ich mich nach meinem in aller früh bei meiner Hausverwalterin applizierten Liebesbrief schon sehr beherrschen, um nicht einen hysterischen Glücksausbruch zu bekommen, da der erneute Hinweis auf das Gas-Problem offenbar dafür verantwortlich war, dass warmes Wasser aus dem Hahn kam! Halleluja! ....und dann fängt der Bauarbeiter mit dem Presslufthammer im Keller vor zwei Stunden wieder an zu arbeiten. Und jetzt isse wieder aus. Drecksding. Und meine Mitmieter interessierts nen feuchten Kerricht. Aus Wut darüber hab ich eben mit dem letzten warmen Wasser ausgiebig geduscht. Dann hab ich auch noch so lange Spülwasser eingelassen, bis nur noch kaltes Wasser ausm Hahn kam. Hähähä. Wenn die sich net drum kümmern - Pech! Hähä. Das gehässige Lachen mildert meine Verzweiflung wenigstens gering.
Wie auch immer - hier isses toll - ich hab auch viele Decken, die sich mein Besuch zur Not im Winter überwerfen könnte, also habt keine Scheu mich zu besuchen. Als Mitbringsel wäre mir allerdings - vor allem wenn ihr euren Besuch in den kommenden Wintermonaten plant - ein klitzekleiner Ölradiator ganz recht, ne? Zur Not stecken wir den Krempel von meinen Mitmietern, der immer noch im Flur rumgammelt, in Brand, das wär mal echt Wertstoff-Wiederverwertung!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/15/2005 09:09:00 PM
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BODY:
So. Was ist denn so passiert in letzter Zeit? Also sehr schön fand ich das Nah-Tod-Erlebnis meines Auspuffs. Ich hab ja schon bemerkt, dass mein Töfftöff seit dem Wochenende schon sehr männlich geklungen hat - aber dass dann gleich am nächsten Tag auf dem Aldi-Parkplatz der Auspuff runterfallen muss...Das letzte Anlassen des Motors war wohl der finale Todesstoß - dumm war nur, dass der Auspuff vorne komplett runtergerostet war und hinten noch in der Aufhängung hing - ergo: beim Versuch Vorwärtszufahren stemmte sich der verrostete Rest-Auspuff mit letzter Kraft gegen den Asphalt - rückwärts gings dann, da hat er nur geschleift. Nach einer halben Stunde unterm Auto hatte es mein Papa dann auch geschafft, den Rest-Auspuff aus den Haltegummis rauszupulen. Dann konnte man das Teil wenigstens in den Kofferraum schmeißen. Mit sehr männlichem Sound konnte ich mein Auto so wenigstens vorwärts auf den Parkplatz unserer Autoschrauber fahren. Und die Krönung dieser Aktion: sie konnten das ganze tatsächlich nochmal schweißen - für 20 Euro!
Göttlich. Ach jedenfalls ausserdem war ich die letzten drei Wochen jetzt bei meinem Hausarzt zum Famulieren. Leider wars heut fertig - da wars fein. Tja, und nächste Woche zieh ich ja dann auch schon um...die genauen Details gebe ich noch bekannt!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/30/2005 06:33:00 PM
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Also ? für alle, zu denen es noch nicht vorgedrungen ist ? ich bin doch nicht mehr in München. Meinen Aufenthalt dort habe ich bereits nach dem 1. Tag gedanklich auf ?so kurz wie möglich? dezimiert. Der Grund war sicherlich nicht das Apartment im Arabella Sheraton in Bogenhausen, das ich mir freundlicherweise von meinem Medi-Learn-Schnittchen ausleihen durfte. Nach Hause kommen in eine Marmorhalle, in der man von allen Leuten am verlottertsten angezogen ist, alles megaschick ist, man mit dem Aufzug genauso zu seiner Etage wie auch zum Swimmingpool fährt ? das ist schon echt mal was anderes.
Es fing auch alles ganz aufregend an ? 1 Stunde unfreiwillige Stadtrundfahrt durch München, in der ich schon alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert habe und dann durch meine für mich persönlich unschlagbare Orientierungsgabe ohne Kartenhalter doch irgendwie zum Hotel finden, das war schon mal die erste Prüfung. Dann dieses Apartment mit dunklem Parkett, totem Tier unterm Wohnzimmertisch und allem Luxus den ich nicht habe ? gut, und dieses Apartment mit ca. 20 kg Dreckwäsche weil echte Junggesellenbude. Drei verschiedene Garnituren Dessous habe ich beim rein oberflächlichen Aufräumen gefunden ? drei unterschiedliche Konfektionsgröße und im Bad auf dem Fußboden dazu passend mindestens drei verschiedene Haarsorten, pfui ? aber schwarzhaarig wurde offensichtlich bevorzugt. Nun ja.
Jedenfalls als ich dann am nächsten Morgen dort in der Privatklinik auftauchte und erstmal an zwei Instanzen vorbeimussten, ehe ich mich in die üppige Warteledercouch fallen lassen durfte, da fand ich das ganze ja schon mal recht komisch. Da war alles mit edlem Holz, indirekte Beleuchtung, schicker Teppich, dezente Musik, Börsensendungen auf mehreren Fernsehern, wie gesagt mehrere fette bonzige Ledercouchgarnituren und dazwischen ein vermutlich aus Mahagoni bestehender Tresen mit wechselnder Besetzung ? jedenfalls waren es immer junge hübsche Mädels, die man grad so für die Vogue fotografieren hätte können. Und für die Gäste gab?s dann auch den Quotenneger, der Schnittchen, Gebäck und Getränke an die wartenden Patienten gereicht hat ? und gentlemanlike auch jedem das passende angenehme Gespräch reingedrückt hat. Neben einigen Europäern war die Hauptklientel eindeutig aus dem arabischen Einzugsraum ? Männer mit ihren 10000 bis zur Nase vermummten Weibern im Schlepptau. Aber kein Problem ? denn jeder Patient hat ja dort dann nach kurzer Wartezeit eine persönliche seiner Sprache mächtigen Betreuerin bekommen, die ihn dann bei allen Untersuchungen mit ihrem schicken kleinen schwarzen Pradakostümchen und den Highheels begleitet. Das Treiben konnte ich mir dann auch in betreffender prollprotziger Ledercouch zwei Stunden lang betrachten, da in dieser Klinik kein Mensch wusste, was er mit mir anfangen sollte. Nach 2 Stunden war mein Fluchtimpuls so übermächtig, dass ich nochmals nachfragte. Da hieß es, man würde sich darum kümmern und mich dann anrufen.
Nach einem kurzen Gespräch mit meinem Wohnungs- und Famulaturvermittler hatte ich 1. selbigem klargemacht, dass sich bei mir alles gegen ein Praktikum dort sträubte und ich außerdem nicht wüsste, was da bitteschön für mich zu tun sein sollte, 2. bekam ich von ihm die Information, dass mein Job der Pradakostümchenjob bzw. der medizinische Hostessen-Job gewesen wäre ? diese beiden Punkte vereinigten sich dann zu meinem Beschluss, dass ich das auf keinen Fall einen Monat machen wollte, so günstig die Gelegenheit München auch sein mochte.
Dummerweise rief die Klinik kurz darauf an und teilte mir mit, ich könnte am nächsten Morgen mit dem Klinikchef in den OP. Also bin ich am nächsten Morgen noch mal dahin gedackelt und hab dem Chefe einfach höchstpersönlich gesagt, dass das alles nicht meinen Vorstellungen entspricht. Die Woche hat?s dann natürlich erstmal nur in Strömen geschifft ? das Schicksal liebt mich halt. Trotzdem konnte ich mich dann meist mittags dazu aufraffen, mir das Pflichtprogramm reinzuziehen. Deutsches Museum, Frauenkirche, Viktualienmarkt, neues Rathaus, Hofgarten, Stacchus, Englischer Garten und einen Haufen Kirchen.
Und obwohl ich am Ende der Woche auch das Glück hatte, die Sonne über München zu sehen: Die Stadt gefällt mir nicht. Es hat zwar tolle Bauwerke und Sehenswürdigkeit, aber für meinen Geschmack regiert das Geld in München zu sehr. Und ich mag das Klima nicht, es ist immer ein bisschen stickig.
Jedenfalls bin ich jetzt wieder in der Gegend, wo ich nicht ständig in die falsche Richtung laufe, weil ich mich nicht auskenne. Glücklicherweise kann ich bei meinem Hausarzt eine verkürzte Famulatur machen, nebenbei bin ich wie blöd am Wohnungsuchen. Ich brauch mal dringend eine äußere Veränderung, und die Wohnung ist überfällig. Vielleicht hilft mir der Ortswechsel auch dabei, mich mal ein wenig zu entspannen, was mein Seelenleben angeht. Fühle mich im Moment nicht so gut als unfreiwilliger Eremit, wäre gut das mal langsam akzeptieren zu können.
Naja, glücklicherweise hat es wenigstens gutes Wetter, nicht auszudenken, wenn?s jetzt hier auch noch regnen würde?
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/18/2005 07:44:00 PM
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BODY:
Die Zeit vergeht, ich hatte viel zu tun. Ich war wiedermal in Pforzheim, habe dort sehr ausgiebig gefeiert. Da gefällts mir. Jedenfalls sind Steffi und ich dann Montag Nacht zurück nach Marburg gefahren, um uns dem Schicksal zu stellen - zahlreiche Analmanometrien warteten diese Woche auf uns. Auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Frankfurt jedenfalls trafen wir doch...etwa um 1 in der Nacht...die Mutter und die Krömhild, die mit Bernds Multifunktions-Wohnbus gerade aus Südfrankreich kamen. Das war Balsam auf unsere frustrierten Seelen.
Am nächsten Morgen waren wir pünktlich und todmüde um 9 in der Klinik - und der Patient hat uns einfach versetzt! Ergo, zumindest Steffi ist dadurch eine vermutlich wunderprächtige Liebesnacht mit ihrem Freund durch die Lappen gegangen, und das für nichts und wieder nichts. Am nächsten Morgen waren wir auch wieder brav in der Klinik - der Patient war ebenso brav erschienen....und dann fängt der elende Computer an zu rebellieren. Der wollt doch ums Verplatzen nicht hochfahren, ohne vorher die Festplatte auf Fehler überprüft zu haben. Von einem Tag auf den anderen ist dem Mistvieh von PC scheinbar ne Sicherung durchgebrannt. Wie auch immer - es dauerte und dauerte, wir schickten den Patienten von zahlreichen Entschuldigungs-Beteuerungen untermalt nach Hause. Wie durch ein Wunder erholte sich der Computer im Beisein eines Technikers wieder kurzzeitig, wir konnten einen anderen Patienten untersuchen, es schien alles supi. Tja, als wir die Untersuchungsergebnisse dann drucken wollten, zerschossen wir mit diesem Ansinnen offenbar noch die letzten funktionstüchtigen Schaltkreise. Weil es ging gar nix mehr. Kein Mucks mehr. Das Teil fuhr nicht mal mehr bis zu Scandisk hoch - bis der Techniker irgendwann versehentlich an einen Knopf kam und wir doch wieder in dem Scandisk-Menü landeten. Tja, dann verbrachten Steffi und ich die nächsten drei Stunden vor dem Bildschirm, auf dem grafisch dargestellt war, wie der Rechner versuchte, die Dateien alle hübsch wieder zu reparieren.
Es handelte sich um insgesamt 64 376 "Zuordnungseinheiten" - nach drei Stunden war dieser elende Computerdödel erst bei Datei 103 !!!!!!! angelangt. Ihr könnt euch ja dann selbst ausrechnen, wie lang der wohl bis zum Ende gebraucht hätte. Dazu sagen muss man auch, dass wir alle 5 Minuten auf "OK" drücken mussten, damit das Decksding überhaupt weiter macht.
Jedenfalls ist mit diesen Todesfall die Doktorarbeit vorübergehend terminiert - und wie viel Zeit vergeht, bis wieder eine funktionstüchtige Untersuchungseinheit da steht - das wissen wir nicht. Gelinde gesagt haben wir also keinen Bock mehr. Nun ja.
Glücklicherweise muss ich ja jetzt auch erstmal nicht in Marburg sein - Sonntag spätestens fahre ich nach München - da mach ich dann die Sporty-Kädie und wenn ich wiederkomme, dann bin ich knackbraun wie ausm Urlaub und gestählt ohne Ende.
Hähä. Hoffentlich hab ich da ein bisschen die Möglichkeit, euch hier auf dem Laufenden zu halten...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/10/2005 09:38:00 PM
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BODY:
Toller Tag. So langsam stinkts mir hier mit dem Alleinsein. Nach Pforzheim fahr ich jetzt auch nicht, weil meine Anwesenheit dort vermutlich genauso wenig auffallen würde wie meine Abwesenheit. Nun denn, dann werd ich mich halt am Samstag anständig mit dem Reut betrinken - ist mir eh lieber, da weiß ich was ich hab. Und mir ist auch extrem nach Betrinken nach den zahlreichen geradezu erstaunlich guten Entwicklungen in meinem Leben, fantastische Neuigkeiten, die zu beschreiben mir mit keinem anderen Wort möglich sind als mit den 6 Buchstaben: "nichts".
Nun denn, vielleicht wird ja der Monat in München mehr als nur ein Monat woanders als zuhause sondern eine Bereicherung. Man weiß ja nie, was passiert.
Jetzt pirsch ich mich auf die Couch, so wie gestern, wie vorgestern, vorvorgestern...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/07/2005 08:57:00 PM
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BODY:
Bin diese und nächste Woche noch der Housesitter daheim bei meinen Eltern. Tja, und danach...sagen wir mal so - es ist alles optimal durchgeplant bis übernächstes Jahr!
1. Wochenende 12.-14. August: Fahrt nach Pforzheim
2. Woche 15.-19.August: Marburg und herzallerliebste Analmanometrien
3. Etwa 21.August: Fahrt nach München und dortiges Verweilen bis 21. September, um im blau-weißen Land Famulatur zu machen.
4. Am 21. September Überfahrt ins Schwabenländle geplant, um dort liebreizendem Schnitzel zum Geburtstag zu gratulieren.
5. Aufenthalt daheim bei Muttern bis Anfang Oktober
6. ab 4. Oktober: 3 Wochen Ferienkurs, dann Semesterstart
7. das 9. Semester hinter mich bringen
8. März/April 2006: irgendne Famulatur und diverse Ferienkurse
9. das 10. Semester hinter mich bringen
10. irgendwann 2006: die Doktorarbeit fertig machen
11. Sommer 2006 bis Sommer 2007: Praktisches Jahr wer weiß wo
12. Sommer 2007: Examen, hoffentlich erfolgreich
13. Sommer-Herbst 2007: unbedingt durchzuführende Weltreise
14. Herbst 2007: Arbeit wer weiß wo aber hoffentlich nicht in Marburg
15. 2012: Facharzt Anästhesie und Kinder, ein Haus, ein Auto...
Tja. So ungefähr hatte ich mir das vorgestellt. Nur dass ihr mal bescheid wisst, wie ich mir das denke. Wenn das so ähnlich hinhaut, dann ist alles supi. Dann fehlt nur noch ein kleines Stück zum perfekten Glück...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/07/2005 12:27:00 AM
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Das Schicksal ist manchmal ein ganz elendes Miststück.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/03/2005 01:29:00 PM
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BODY:
Wiedereinmal sitz ich im Wartezimmer zur Blutspende, genauer gesagt Plasmaspende, und es geht erst in 15 Minuten los. Also finde ich nach der ganzen Zeit, in der ich nicht geschrieben habe, mal wieder eine Minute, um den Lesern dieser gar wunderprächtigen Seite ein kleines Update zu geben.
Naja, so klein ist das allerdings nicht - habe ja auch lange nicht mehr von mir hören lassen. Zunächst einmal war ich vorletztes Wochenende in Pforzheim mit Katja und Steffi - da war nämlich Sport-Carre Sommerfest und da musste ich natürlich hin, wo ich doch schon bei Sölden dieses Jahr gekniffen habe. Naja, das war jedenfalls sehr nett - für mich jedenfalls, weils mir nicht so schlecht war wie dem Zul. Der wimmerte nämlich den kompletten Samstagmorgen (teils wegen Fuss-Schmerzen, teils wegen alkoholbedingter Magenpein) und ging am Sonntag in ein kontinuierliches wehleidiges Summen über, das auch wieder durch ein konstantes Übelkeitsgefühl bedingt war.
Montag bis Mittwoch waren wir dann Chef-Praktikanten im Notfallbereich - allerdings hat sich eigentlich keiner dafür interessiert, ob wir da waren oder nicht. Der Chef war eh nie da, und die abartigen PJler, die sich ständig wie die Allwissenden vom Dienst aufgespielt haben, die gingen uns irgendwann dann so auf den Keks, dass wir immer taktisch verschwunden sind. Taktisch meint, wir waren immer genau in dem Moment wieder da, als el chefe wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist. Nunja, bis auf das einzige Politrauma in dieser Nicht-emergency room-ähnlichen Einrichtung, bei der es sich um einen 14jährigen Polen handelte, der unter nem Laster eingeklemmt worden war (schon komisch, ode?), war da ja gar nix los. Voll öde.
Dann Mittwoch sind wir aber schon wieder nach Pforzheim gefahren - und bei diesem verlängerten Wochenende war ja schon wieder alles herzallerliebst. Ich habe ja jetzt beschlossen, dass ich dringend später mal in das Schwabenländle ziehen muss, da ischs toll! Auch erhielt ich Sprachunterricht von Muttersprachlern - es hieß, ich mache Fortschritte! Jedenfalls wars da toll.
Fleißig haben wir an Martina und Michis Hochzeitsgeschenk gebastelt. Ei was haben wir geschnipselt, geklebt, gemalt - es war wie damals im Kindergarten in der Bastelstunde. Und auf die Hochzeit sind wir ja dann auch gefahren, aber ich geh jetzt erstmal Spenden, später gehts weida----
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AUTHOR: Katherina
DATE: 7/16/2005 12:36:00 AM
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BODY:
So was könnte ich am Ende dieses Tages, der gleichzeitig auch das Wochenende einläuten sollte, wohl schönes zu berichten haben? Hm...da muss ich mal überlegen...ach ja, ich bin im Sommer aller Wahrscheinlichkeit nach in München für einen Monat. Und im Februar vielleicht auch schon wieder, weil ich möglicherweise dort doch noch - und das auch noch am Valentinstag - zu meinem heiß herbeigesehnten Depeche Mode Konzert komme, da sich glücklicherweise jetzt doch noch ein Mensch erbarmen will, mit mir da hin zu gehen.
Nun ja, das dazu. Der heutige Abend stand jedenfalls unter - wie ich fälschlicherweise annahm - besten Vorzeichen, weil ein Chorfest in der Vergangenheit immer für Gaudi und willenloses Wiederaufbereiten alter Lieder stand. Tja, ich bin scheinbar echt alt geworden. Die Zeit hat sich quasi heimlich an mir vorbeigepirscht, weil als ich so alt war wie die Kinder, die da heut abend saßen, da hab ich mich nicht den ganzen Abend an ner Cola (nein besser noch an ner Spezi oder ner "Fannda") festgehalten, Maumau gespielt und mich über Innenpolitik wahlweise Salatrezepte wahlweise Strickmuster unterhalten. Gut, ich neige vielleicht gerade etwas zur Dramatisierung - die "Kinder" waren vielleicht 16 und dass sie sich über Strickmuster unterhalten haben müssen, nehme ich nur an. Jedenfalls war das das Lahmste, was mir unter der Bezeichung "Chorfest" jemals untergekommen ist.
Da hab ich mich aus lauter Verzweiflung über Religion unterhalten und habe bei diesem Gespräch weitere schockierende Dinge hören müssen. Da denk ich an nix böses, und da krieg ich doch tatsächlich erzählt, dass es Menschen meines Alter gibt, die vor der Ehe keinen Sex haben wollen und sich deshalb einfach nach 4 Monaten mit ihrem Freund verloben. Und dann kaufen die die Katze im Sack! Stell sich das einer vor! Das würde so in der Bibel stehen und Geschlechtsverkehr sei ja eh nur zum Kinderzeugen gedacht von Gott. Ja meine Güte, sollen die das ruhig so machen - aber...äh...die Armen! Die tun mir vielleicht mal leid. "Wahre Liebe wartet"-Jünger in meinem Bekanntenkreis, ich bin erschüttert.
Nun ja. Nach diesen schockierenden Offenbarungen war es jedenfalls umgehend wieder langweilig. Und der verzweifelte Versuch, die anwesenden und auch durchaus durch das Vorhandensein eines Kehlkopfes sich in der Lage zur Tonerzeugung befindenden Chormitglieder zu einem Gemeinschaftslied zu bewegen, schlug fehl. Und zwar sowas von, dass ich gar nicht genauer drauf eingehen will wie sehr der fehlschlug. Ja und das überaus krönende Ende dieses wunderprächtigen Abends in Form einer sehr netten Verabschiedung (nie hat jemand netter zu mir "Hau doch ab" gesagt) soll hier auch nicht mehr weiter ausgewalzt werden. Supi Abend halt.
Jetzt lieg ich in meinem geräumigen 90 cm Bettchen und freue mich auf den Schlaf, den ich gleich reinlassen werde. Denn Schlafen ist am Ende so eines Tages echt Gold wert. Schade dass man nicht mehr schlafen kann. Man müsste viel mehr Dinge auch im Schlaf erledigen können, die man dann am Tag nicht mehr machen bräuchte. Einkaufen, Rechnungen überweisen, lästige Telefonanrufe machen, so nervige Sachen halt - wie ein Autopilot. Auf die Weise könnte man viiiiel mehr schlafen. Wär das toll. Möglicherweise führt die Müdigkeit gerade zu Durchblutungsstörungen in meinem Gehirn. Ich schreib nur wirres Zeug. Ich schlaf mal lieber jetzt...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 7/12/2005 10:55:00 AM
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BODY:
Ach ich armes Kind...bei schönstem Wetter muss ich hier sitzen und 7 MB große Folien zum Thema "soziale Ungerechtigkeit" runterladen. Wichtige Themen, auf die man durchaus mit einem 56k Modem auch schon mal 2 Stunden verwenden sollte. Argh. Naja. Diese Woche sind 4 Klausuren, die Nummer 2 ist heute mittag. Und deshalb versuche ich jetzt nochmal etwas dafür zu lernen...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:12 Juli, 2005 15:52
TEXT DES KOMMENTARS:Hey Käthe!
Du leidest nicht alleine...zu allem Physikumsübel ist mir auch noch mein schönes neues Handy gestohlen worden!
"Ich will zurück nach Westerland 05"!!!!
Bis bald und viel Glück bei den Klausuren, Kuss, Maike
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AUTHOR: Katherina
DATE: 7/06/2005 09:26:00 AM
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BODY:
Sitze hier im Wartezimmer von der Blutbank und warte darauf, dass mir jemand ne dicke Nadel in den Arm sticht. Kann also jederzeit dran sein. Jedenfalls - den Riesenskandal muss ich grad mal loswerden.
Ich bin nämlich so früh am Tage schon zum Retter in der Not, zum Dog-Watcher, zum Doggy-Life-Saver quasi geworden! Als ich von Schröck kam liefen nämlich 2 Mischlinge pitschnass und vollkommen unkontrollierter Weise auf der Strasse. Das Dumme war, dass sie sich nicht für eine der beiden Fahrbahnseiten entscheiden konnten. Naja, die Strecke ist schon extrem kurvig und deshalb nicht gut einzusehen, ich dachte in jeder Kurve "aaaaa....gleich gibts nen schlag". Zweimaliges Anhalten meinerseits und auch einer weiteren Autofahrerin zum Einfangen der irrgeleiteten Wuffis brachte auf Grund deren konsequent verwirrten Verhaltens keinen Erfolg, ein dritter Versuch mit noch einer Helferin mehr blieb ebenso ergebnislos. Kurz vor der Kreuzung einer größeren Hauptstraße gelang es uns dann aber doch durch geschickte Ausbrems- und Anlockmanöver die zwei Hunderl zumindest auf von der Fahrbahn zu bekommen. Todesmutig bekamen wir die zwei Racker dann glücklicherweise auch am Halsband zu packen, auf dem noch glücklicherweiser sogar eine Telefonnummer notiert stand. Während die eine Autofahrerin (BMW) und ich (Fiat) in ständiger Erwartung eines aus Hundesicht nicht ungerechtfertigten Bisses die pitschnassen vor Dreck stehenden ängstlichen Viecher in Schach hielten, erreicht die andere Fahrerin (VW) jemanden unter der Nummer. Es dauerte trotzdem eine geschlagene Viertelstunde, bis sich der Besitzer in Gestalt eines Mercedes fahrenden Försters einstellte, die Laderampe öffnete (auf der offensichtlich noch das Blut der letzten erlegten Wildsau schwamm) und die armen Hunde in Transportkisten steckte. Ja, er wäre mit ihnen beim Jagen in eine Wildschweinrotte gekommen, und seine Hunde wären dabei dann vor Angst getürmt. Nunja, BMW und ich waren von oben bis unten eingesaut, der VW ist mit ihrer weißen Hose durch Anwesenheit ihres Handys noch mal gut weggekommen.
Soweit zur heroischen Dog-Saver-Geschichte dieses Tages.
Abends hab ich dann im Unix gearbeitet, wo ich wiedermal ein erschreckendes Bild der heutigen Jugend zu Gesicht bekommen musste. Nein, die unglaubliche Diskrepanz zwischen meiner noch nicht so lange zurückliegenden "Jugend" und der heutigen. Die 50 etwa 15-16jährigen, die zur Hälfte aus mallorcinischen Austauschschülern bestand, die haben nämlich schon beinahe Kinderpornografie auf der Tanzfläche abgezogen. Früher wusste ich nicht mal was Highheels und Makeup ist - und die Mädels sind dort mit 5cm Schminke, Gürtel statt Röcken und 50 cm Pfennigabsätzen aufgelaufen. Und die kucken bestimmt auch den ganzen Tag nur MTV, weil die Art zu tanzen haben die sicher nicht genetisch mitbekommen. Man muss ja davon ausgehen, dass die in dem Alter heutzutage durchaus schon wissen, wozu man ein flexibles Becken, shake ya booty und Möpse halb auspacken aus dem Reisverschlussoberteil noch gebrauchen kann ausser zum Tanzen...
Moment, muss hier mal grad Steffi trösten...
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Martin
DATUM DES KOMMENTARS:08 Juli, 2005 15:56
TEXT DES KOMMENTARS:Meine Schwester rettet Hunde von der Straße! Ich glaubs ja wohl net! In Bayern wird man für so Aktionen überfahren und zum Dank 30 Meter unterm Auto mitgeschleift!
-Aber gut, ich hätts wahrscheinlich auch net anders gemacht... ;)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 7/01/2005 12:35:00 PM
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BODY:
Was ist bei mir so passiert? Tja, gerade eben hab ich 2 Stunden lang mit einem Techniker der Klinik den Analmanometrie-Apparat wieder heil repariert - zum Glück! Ich hab in Gedanken schon Amok-laufenden Patienten gesehen, die willenlose Racheakte an Steffi und mir wegen des umsonst in die Klinik Kommens verüben würden.
Dann war letztes Wochenende natürlich der herzallerliebste Hessentag - wie auch schon in der Woche davor. Freitag allerdings hab ich gepasst um auf das Uni-Sommerfest in Marburg zu gehen.
Samstag bin ich dann brav mit dem Zug nach Weilburg gefahren. Mit ungefähr 1000000 anderen Leuten in dem Zug - es war heiß, es gab keine Sitzplätze mehr wahrscheinlich schon seit Gießen und ab 2 Stationen vor Weilburg durfte auch niemand mehr einsteigen. Und das alles nur wegen dem Xaver, dem Laith und Juli. Durch die Stadt zu fahren war das Mega-Unterfangen - in der Nähe unseres als Festarena dienenden Schul-Stadions angekommen, fuhren schon Lautsprecherwagen herum: "Kein Einlass mehr in der Arena, bitte kehren Sie um" - na so in der Art. Tja, dann kam Hendriks Dad natürlich auf den rettenden Einfall "...ei nehmt doch meinen Schlüssel vom Schulgarten mit und hockt euch da rein". Ja bestens! Das haben wir dann auch gemacht, uns dort schön eingeschlossen und festgestellt, dass der Schulgarten als einziger "freier" Fleck halb im abgesperrten VIP-Bereich lag. Höhö. Und als der Xaver und seine Söhne sich dann mal gezeigt haben, nahmen wir gleich durch ein lautstarkes "1-2-3-Oberkörper frei" mit passender pantomimischer Untermalung Kontakt auf, der sogar durch wechselseitiges Tshirt Hochreissen von den Söhnen aus Mannheim erwiedert wurde. Angesichts solcher Ereignisse und der zumindest akkustischen Bühennähe machte es ja dann auch nichts, dass wir die Bühne nur von hinten gesehen haben. Juli haben wir auch noch durch Tines Hilfe (laut hysterisch gekrischenes nicht abreißen wollenden "EVA!!! JULI!!! EVAAAAAA!") an unseren Zaun gelockt. Und auch von unserem Zaun aus konnten wir den Xaver mit seinem durchaus sehr sehr hübschen silbernen Carrera S beim Versuch das Gelände besonders proletig und rasant zu verlassen noch mal so richtig schön an einem Schlagloch aufsetzen sehen. Ach ja. Schön wars. In der Stadt wars auch noch richtig nett und richtig voll - voll waren auch die Leute, die vor Sabines Haustür noch zur Clubnight wollten. Aber etwa 30 Streifenwagen müssen wohl ausgereicht haben, um die Leute bei Vernunft zu halten. Allerdings konnte uns keiner der Polizisten wirklich helfen, als wir in Sabines Hofeinfahrt ein dort nicht hingehörendes Hamburger Auto fanden, das dreist Tines Freund sowie eine Garage zuparkte - wohlgemerkt in einer privaten Hofeinfahrt! Zum Glück war das Auto morgens verschwunden.
Sonntag waren dann die toten Hosen am Start, auf die wir leider wegen unseres eigenen Konzertes verzichten mussten. Aber im Nachhinein betrachtet war das Konzert auch so unglaublich toll, dass ich den Hosen keine Träne nachweine. Richtig unglaublich war die Stimmung im Renaissance-Hof - Abenddämmerung, knapp 1500 gespannte Zuhörer, ein laues Lüftchen - und ein stimmgewaltiger lauter Chor mit einem fetten Orchester. Das war echt Hammer.
Ja und die Woche hier in Marburg stand eigentlich ganz im Zeichen der niedlichen Freizeitbeschäftigung. So wie heute abend auch noch mal.
Und morgen gehts dann schön auf den Abiball - das wird fein. Und Sonntag schön Familiengeburtstag. Boah ich glaub ich muss mal dringend ratzen gehen jetzt, ich bin totmüde...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:02 Juli, 2005 16:23
TEXT DES KOMMENTARS:Süße, bin begeistert - mein heidenrespekt vor deinen literarischen Ergüssen sei dir gewiss! Wenn ein gewisser nicht nach D will, kommst du einfach im Sommer mit mir zum Open-Air nach Berlin und dann machen wir uns eine "Geile Zeit" . . .!!!
Grüße, Mo
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AUTHOR: Katherina
DATE: 6/13/2005 11:56:00 PM
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BODY:
Ich wünschte ja, ich hätte irgendwas Interessantes zu berichten, was die Allgemeinheit vom Hocker reissen wird, aber irgendwie kann ich damit im Moment nicht dienen. Hatte zwar einige Party-Tage in den letzten Tagen, aber da passieren ja jetzt auch nicht so die Riesen-Skandale wenn man am arbeiten hinter der Theke ist. Ausser dass ich total gut gelaunt weil meist recht angeheitert war und bis morgens früh hinter der Theke befindlich war, hätte ich jetzt nichts zu erzählen. Ach doch, am Wochenende hab ich mich wieder einmal sehr effizient abschiessen müssen auf der Jägermeister-Party in Wolfenhausen, wo ich allerdings keinen einzigen Jägermeister getrunken habe. Nur so ne Wodka-Energy Plörre. Ja-schnell und erfolgreich war ich. Und Samstag war Geburtstag bei der Sabine - da hielt sich der Konsum doch sehr in Grenzen. Ich war noch voll zurechnungsfähig und auch keine Nachwirkungen am nächsten Tag - mal abgesehen von durch eine Kante in der Schlafcouch hervorgerufenen Rückenschmerzen.
Ach, ok - zum Thema Doktorarbeit könnte ich hier meinem Unmut Ausdruck verleihen. Es läuft nämlich alles schief. So, und da reg ich mich grad schon wieder so drüber auf, dass ich am besten doch nix drüber schreibe. Sonst ist der Abend komplett gelaufen.
Ja, demnächst stehen wieder massenhaft Klausuren an - mit dem Gedanken hab ich mich jedenfalls noch nicht angefreundet. Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich letzte Woche in ein öffentliches Gebäude einbrechen musste, weil unser Dozent nicht bedacht hatte, dass irgendein unterbelichtetes Institusangehöriger vielleicht auf die Idee kommen könnte, die Tür abzuschließen? Die kleine Käthe musste tatsächlich durch ein Klofenster einsteigen, um ihren Kurs noch wahrnehmen zu können! Ja, soweit ist es mit mir schon gekommen...die kriminelle Karriere ist nicht mehr weit!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 6/05/2005 05:36:00 PM
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BODY:
Welch entspannender Tag. Man solls nicht glauben, aber ich war gestern im Hessenpark. Die nächstältere Person hab ich um 40 Jahre mindestens getoppt. Mit dem Verkehrsverein Burgsolms, 30 nervigen alten Schrullen und Opis und Blasmusik während der Fahrt - was man nicht alles tut, um mal mit Mami und Omi Zeit zu verbringen. Aber amüsant wars schon. Auch das Fressgelage am Ende des Tages im Friedberger Hof - ich dachte immer, mit dem Alter wird der Hunger weniger...da schaufeln die sich das Flaaaaasch und die Woooscht rein, als könnten sie jeden Moment verhungern. Und wenn meine Lieblings-Feindin, eine am laufenden Band dummes Zeug brabbelnde Ommi, im Bus noch erzählt, sie könnte nie mehr was essen wegen dem gebackenen Camembert heut mittag, die dann aber 5 Minuten nach Ankunft im Park schon im nächsten Kaffee mit Schwarzwälderkirschtorte gesichtet wird und abends dann ungeniert Schweinshachse bestellt - dann wundere ich mich nicht mehr darüber, dass Frauen in Sachen Herz-Kreislauf-Krankheiten den Männern in nichts mehr nachstehen.
Donnerstag war Phönixparty - das war ganz nett, ich war allerdings froh, dass ich auf der arbeitenden Seite gestanden habe. So wie früher hätte ich sicher nicht mehr durchgehalten als feiernder Gast bis zum Morgengrauen...was hab ich da eigentlich anders gemacht? Irgendwas bestimmt, sonst wäre mir das heute nicht alles schon so fremd. Aber ich würde schon ganz gerne mal wieder Spaß an einer Party haben und vielleicht sogar als letzter nach Hause gehen - so wie früher aus dem Phönix rausfallen, bei Bereket-Döner reinfallen und sich nen gigantischen Döner reinziehen, der trotzdem auf Grund der immensen Betrunkenheit nicht in der Lage ist, einen in die Nüchternheit zurückzuwerfen.
Mittwoch arbeite ich auf der Big-Medi-Night im Paf - wir haben uns mal vorgenommen, mit dem Taxi heimzufahren. Vielleicht wirds ja lustig. Naja, wird schon wieder die Zeit kommen, wo die Käthe mal wieder richtig Bock hat, den Partykommander zu machen. Das ist mir alles zu stressig im Moment. Ständig muss man sich auf Parties mit Leuten unterhalten, die nicht viel mehr als Smalltalk aus ihrer Birne quetschen können - sicher ok für ne party, aber das nervt mich im Moment einfach an.
Wenn doch einfach mal einer net versuchen, irgendwas sinnvolles zu erzählen, dann wäre so mancher Abend echt schon gerettet. Nonsens-Talk ist nämlich was ganz anderes als Small-Talk und macht um Längen mehr Spaß. Und Nonsens-Talk ist tatsächlich auch sehr anspruchsvoll - das muss man erstmal hinkriegen, sich mit jemandem über irgendnen fiktiven Mist zu unterhalten und keiner darf den Müll, den der andere redet, hinterfragen.
Heut abend arbeite ich - vielleicht hab ich ja Glück und der Meister des Nonsens-Talks ist zugegen, das wäre nämlich echte Entspannung...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 5/30/2005 12:52:00 AM
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BODY:
Jetzt ist es fast 1, ich sitz seit über 3 Stunden an meinem Arztbrief und habe ihn jetzt endlich in dem bescheidenen Umfang von 10 Seiten fertiggestellt. Wenn das jetzt keine 1 gibt, dann bin ich sauer - allein 2 Seiten nur Laborwerte, einzeln abgetippt von unzähligen klinikeigenen Kopien der Befunde - was für ein Riesen-Spaß. Ich brauch echt so langsam Urlaub, und zwar dringend. Weit weg von hier - am besten im Urwald in ner kleinen Palmblätter-Hütte mit Privat-Wasserfall und Inklusiv-Surfer-Boy mit Barkeeper-Qualitäten. Ja, das wär fein. Stattdessen muss ich den Großteil meiner Zeit in der Klinik verbringen, was überhaupt nicht frustrierend oder so ist.
Naja, dass später aus mir nur ne gute Ärztin wird, nicht auszudenken, wenn der ganze Mist für die Katz wäre.
Jetzt muss ich meinem Chef, der die Grazie einer Holzpuppe aufweist, beim Salsa-Tanzen zusehen und werde mit etwa 180 db lauter kubanischer Gitarren-Schrubbel-Musik beschallt. Schön, so sollte sicher jeder tolle Tag zu Ende gehn.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 5/21/2005 05:58:00 PM
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BODY:
Ach welch entspannendes Leben! Seit heute morgen sitz ich jetzt an diesem total bescheuerten Patienten, den ich für Innere "auseinandernehmen" muss. Bei einem normalen Arztbrief hätte ich mich nicht so lange damit aufhalten müssen, aber nein - es muss ja ausführlich sein, denn man könnte ja eine Note darauf bekommen. Und mein über 1000 Seiten starkes Innere-Buch liegt traurig neben dem Computer und möchte doch so gerne bis Mittwoch gelesen werden. Ach ja.
Egal. Heut mach ich den Mist mit dem multimorbiden Patienten hier erstmal fertig, so gehts ja nit.
Ausserdem komme ich ja hier bei meinen Eltern neuerdings in den unglaublichen Genuss des Wireless LAN - im ganzen Haus surfen und surfen und surfen...und telefonieren via Internet für 1 cent die Minute. Find ich echt gut. Fände ich aber noch besser, wenn ich das auch mit meinem eigenen Computer tun könnte, aber da will das Norton nicht so richtig mitspielen - das faselt die ganze Zeit was von Großbedrohung auf meinen Rechner, und das faselt es auch noch, wenn jede Internet-Verbindung schon längst gecanceled ist. Naja. Das ist jedenfalls echt Luxus hier.
Morgen muss ich wieder nach Scheisshaufenhausen zurück, frühabends nochmal in die Klinik und dann arbeiten. Yiha. Aber das Wochenende kommt bestimmt, und dann hab ich - sofern ich denn die Prüfung am Mittwoch bestehe - fast nix anstrengendes mehr zu tun dieses Semester. Dann kann ich mich Umzug, Urlaub und Doktorarbeit widmen. Schön.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 5/14/2005 06:16:00 PM
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Ach was ist das heute für ein herrlicher Sommertag! Ich lag bis gerade eben stundenlang in der prallen Sonne und hab dem lieblichen Vogelgezwitscher gelauscht, den Kinderlein beim Plantschen und Spielen zugesehen, dabei Gänseblümchen zu einem Kränzlein geflochten - hach, es war die reinste Idylle. Leider habe ich jetzt Sonnenbrand und Kopfschmerzen - nicht, dass ich am Ende nen Hitzschlag habe...ELENDES DRECKSWETTER!!!!!!!!!!! Was soll denn das?! Von mir aus kanns ja mal ne Stunde regnen, aber muss es denn eigentlich Mitte Mai noch den ganzen verdammten Tag ununterbrochen in Strömen runterschiffen?! Da kriegt man ja Depressionen!
Nun mache ich vor dem ach so geliebten Arbeiten das einzige, was man an so einem Tag vielleicht noch machen kann - ich backe Brot. Und das sieht echt gut aus, was ich da so zusammengeknetet habe. Ja, aus mir wird doch noch eine kleine brave Hausfrau eines Tages mit vielerlei praktischen Fertigkeiten.
Mein letzter Eintrag ist glücklicherweise durch einen Computerabsturz an seiner Veröffentlichung gehindert worden - ein Koitus interruptus quasi im übertragenen Sinne. Der Eintrag war nämlich nicht wirklich positiv gefärbt. Da ich aber doch tatsächlich die letzten zwei Abende etwas unternommen habe (etwas ist besser als gar nichts!), bin ich deutlich besänftigt, was meinen Menschenfrust angeht.
So, jetzt kommt das Brot aus der Röhre und die Käthe unter die Dusche.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 5/03/2005 12:09:00 AM
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BODY:
Der heutige Tag stand ganz im nachdenklichen Motto. Ich bin im Moment in ner ganz ganz komischen Stimmung - in einer "ich krempel mein Leben um"-Stimmung irgendwie. Aber ich glaub eigentlich bin ich schon längst dabei.
Bei Spargel, Wein und Kerzenlicht hab ich mit meiner Lieblings-WG grad rausgefunden, dass ich ein Einzelgänger bzw. ein Alpha-Weibchen bin. Und dass es vielleicht einfacher wäre, wenn ich das mal ein bissi mehr akzeptieren würde. Was mich nur daran stört ist meine noch mangelhafte Zweikampf-Bereitschaft. Weil am Wochenende hab ich glaub ich gleich mehrere davon verloren. Einen, weil ich die passenden Waffen irgendwo im Bier verlegt haben muss, und einen anderen, weil es für den Kampf keine passende Waffe gibt. Womit will man sein eigenes Ego auch bekämpfen? Mit welcher Wumme will man den Lauf der Welt stoppen?
Den ersteren Kampf hätte ich durchaus gewinnen müssen - der wäre auch ein blaues Auge wert gewesen dafür, auf was für einen beschissenen Film der mich gebracht hat, nene. Vielleicht hatte der Vollhonk aber sogar recht, und ich gehör echt nicht mehr aufs Land, auf die Wiese, zum easy-living von früher. Ich glaub fast auch, dass ich mal ne längere Pause einlegen muss. Vor allem dort, aber auch hier in Marburg - möglicherweise schadet es mir nicht, wenn ich mich mal ein bisschen zurückziehe und mich um nichts weiter kümmere als um mich selbst. Mir geht im Moment alles so auf die Nerven...selbst das ewige Nachgedenke geht mir auf die Nerven. Ich will einfach mal keinen Anlass haben, über irgendwas nachzudenken. Ich möchte einfach Urlaub vom Denken. Dafür muss ich wenigstens nicht auch noch Koffer packen. Ja, ich glaub-den Urlaub nehm ich mir mal ganz bald...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:03 Mai, 2005 12:42
TEXT DES KOMMENTARS:Du wirst Dich doch von dem Trottel nicht runterziehen lassen? Nur weil Du einen höheren IQ hast als andere Menschen und viel netter und ehrlicher bist, solltest Du Dich nicht als Aussenseiter fühlen. Vor allem ist Rückzug der falsche Weg. Eigentlich hast Du doch gar kein Problem, wenn andere ein Problem mit Dir haben, dann kann Dir das Wurscht sein. Ein dickes Fell und eine gewisse Ignoranz und Arroganz können sicherlich nicht schaden. Für mich würde gelten: Jetzt erst recht und überhaupt.
Vergiss bitte nicht, dass der Typ ein Gehirn und Verstand von einem Schimmelfleischbrötchen hat und Dir nicht annähernd das Wasser reichen kann. Bleib wie Du bist, so haben Dich alle ganz doll lieb. Hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder. Ich haue am Donnerstag in die Schweiz ab und komme Sonntag wieder.
Gruss
Tom und Kirsten
P.S: Ich kriege alles mit, auch wenn ich mal nicht da bin. Und lesen tu ich jeden Tag...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:03 Mai, 2005 17:27
TEXT DES KOMMENTARS:Hey Süsse,
klingt so, als ob wir mal wieder telefonieren müssten!!Hatt ich ja versprochen, aber mangels genug zeit noch nicht umgesetzt...aber das wird sich die nächsten Tage ändern:-)
Kopf hoch...
Kuss Arne
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/27/2005 12:07:00 AM
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BODY:
Grandioserweise muss ich morgen nicht um 8 auf den Lahnbergen sein, was durchaus ein Grund zur Freude ist angesichts dessen, dass ich heute um selbige Zeit aus quälender Langweile während meines Kurses beinahe zum Schachmeister auf meinem Handy aufgestiegen bin. Dafür erwartet mich aber morgen früh eine total tolle Analmanometrie, die aber auf Grund meiner offenbar faszinierenden Fähigkeiten ein Kinderspiel sein wird. Der letzte Patient hat doch tatsächlich am Ende der Prozedur zu mir gesagt: "Ooooch, schon fertig? Schade." Sowas befremdet. Nun ja.
Ich kann nun doch Urologin werden, habe die Klausur offenbar bestanden, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das alles so mit rechten Dingen zuging...die sind halt bissi faul die Urologen. Na mir solls recht sein, wenn die keine Lust haben, eine Nach-Nachschreib-Klausur zu konzipieren...nochmal muss ich mich nicht mit Peniskarzinomen beschäftigen.
Das herannahende Wochenende bereite ich selbstverständlich zur Stunde schon vor - vielerlei Schlafutensilien ist natürlich dabei das Hauptaugenmerk gewidmet. Mein Auto wird mit meinen 10000 Decken, Luftmatratzen, Kissen und Schlafsäcken das reinste Himmelbett sein! Und ich werde dort so ungemein gut ratzen, egal wie dolls draussen schifft. Ausserdem will das 1.Mai-Standgas dieses Jahr gut geplant sein, da ich ja Montag morgen - am besten sauber und nicht verlottert - wieder in der Uni antanzen muss. Die Getränkeaufnahme pro Zeiteinheit wird noch genau kalkuliert werden müssen. Die Wahl des passenden Getränkes fällt mir allerdings schwer, denn ich brauche ja erstmal wahrscheinlich eine Niveau-Senkungsbehandlung wenn ich vom Geist der Medizinethik umfangen aus Marburg komme.
Bis Samstag isses noch lang, und um mal meinem allgemeinen Motivationsstatus entsprechend zu sagen: Ich hab keinen Bock mehr. Und das nach 2 Wochen. Liegt vielleicht auch am Wetter - das ist ja wohl absolut inakzeptabel. Am besten leg ich mir für die Maiwiese noch rechtzeitig Gummistiefel zu.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/17/2005 08:09:00 PM
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BODY:
Ich sollte mich ja nicht beschweren - ich bin bis auf eine sich anbahnende Erkältung wohl ganz gesund, noch einigermaßen jung, und das sollte eigentlich zur Zufriedenheit genügen. Naja, aber die Uni kann einem schon echt die Lebensqualität versauen.
Mein Stundenplan hats dieses Semester nämlich echt in sich. Partys haben sich erstmal genauso erledigt wie ständiges Arbeiten. Es sei denn natürlich, ich wäre plötzlich Wonder-Woman, bräuchten keinen Schlaf und könnte an zwei Orten gleichzeitig sein. Vor mir liegen jetzt erstmal mehrere Wochen Nie-Ausschlafens, Klausuren und Full-time-Uni. Gnädigerweise haben die von der Uni ja keine Kurse auf die Feiertage gelegt - allerdings hat sie das Mitleid nicht davon abgehalten, an allen darauffolgenden Morgenden um 8 Uhr zum Unterricht zu bestellen. Fehltermine erübrigen sich auch, da es eigentlich in anbetracht der bald fälligen Klausuren gar keine geben sollte. Dies nun heißt für mich, dass ich meine 1.Mai-Aktivitäten auf einen einzigen popligen Abend zusammenkürzen muss, da ich an selbigem Wochenende ja auch noch samstags in einen Pflichtkurs muss. Äbbelwoifest wird für mich notgedrungener Weise auch recht früh am Abend enden, da ich ja nicht rotzbesoffen am nächsten Morgen um 7 nach Marburg fahren und in einem denkbar verlotterten Zustand Patienten und Professoren schocken sollte. Das Konzert in Frankfurt nächste Woche, das ja immerhin mein Geburtstagsgeschenk ist, wird auch unter dem Stern der Nüchternheit und des früh-wieder-Heimfahrens stehen - wieder aus zuvor genannten Gründen.
Zu all dem kommt noch hinzu, dass ich ja noch die immense Ehre habe, mich um meine Doktorarbeit und um ein Wahlfach zu bemühen. Eigentlich sind aber alle in Frage kommenden Wahlfächer schon voll, und ausserdem ist ja offenbar der Lieblingssatz aller Kliniksekretärinnen "Wahlfach...? Ne, da hab ich keine Ahnung von...wen Sie mal fragen könnten...tja, keine Ahnung."
Ach, erwähnte ich, dass ich auch irgendwann in den nächsten Tagen meine Urologie Klausur in Form einer mündlichen Prüfung wiederholen soll? Nur dummerweise hat ja keiner irgendeine Ahnung, wann, um wieviel Uhr, durch wen oder ob überhaupt mündlich.
Es ist herzallerliebst. Ausserdem sind einige Leute echt bissi abgedreht im Moment, was mir auch nur aus dem Grund, dass ich zu müde bin um mich aufzuregen, nicht den Schlaf raubt.
Ein Lichtblick wäre also sehr zu begrüßen. Urlaub auch, aber das ist ja eh erst im August zu erwarten - wenn überhaupt. Nein ich bin nicht gefrustet. Das macht nur den Eindruck...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/10/2005 03:07:00 PM
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BODY:
An dieser Stelle sollten sicher einige vor Motivation strotzende Worte zum Semesterstart stehen. Tja, nein. Weil - ich bin ja auch nicht motiviert. Also ich habe vor, mich ins Gelerne zu stürzen um mich von den unschönen Dingen des Lebens weitgehendst abzulenken. Aber motiviert bin ich nicht wirklich. Ich hätte einfach dringend noch mal ein, zwei Wochen echten Urlaub gebraucht. Ein bisschen Batterien aufladen, die jetzt absolut leer sind am Ende dieses Praktikums. Ein bisschen mehr schlafen, ausschlafen - das kann ich ja in Zukunft dann auch nicht mehr.
Das Wochenende wird also heilig bleiben, was meinen Chefs sicher nicht gefallen wird. Aber ich habe wirklich keine Lust, wenn ich die ganze Woche nur am Rumstressen, Frühaufstehen und Murksen bin, dann auch noch am Wochenende in irgendwelchen zeitlichen Zwängen hinter irgendner Theke zu verbringen.
Fazit: Dieses war mit Sicherheit das hinterletzteste Wochenende, was ich jetzt gebraucht hätte. Kätchen an einem Samstagabend daheim - undenkbar. Dabei hätte ich entspanntes, exzessives Weggehen als Ventil so dringend nochmal gebraucht! Ich bin nunmal ein Gesellschaftsmensch, und davon hab ich in den letzten zwei Tagen sehr wenig um nicht zu sagen gar nichts gehabt. Bleibt zu erwähnen, dass ich auch nicht ausschlafen konnte - eigentlich an keinem Tag der letzten Woche. Mittwoch nicht, weil ich frühstücken war mit Arne; Donnerstag nicht, weil ja der Hund rausmusste; Freitag nicht, weil ja da mein Auto um 8 in der Werkstatt sein musste; Samstag nicht, weil ich nicht gelassen wurde; heute nicht, weil ja der Hund rausmusste; ja, und Montag und Dienstag sowieso nicht wegen dem Klinik-Gedöns. Es ist ja vielleicht lächerlich, aber mein Schlaf ist mir immens wichtig, und ich bin kein Frühaufsteher. Hab ich erwähnt, dass ich auch morgen früh nicht annähernd ausschlafen kann? Da wird nämlich anal-manometriert.
So. Scheiss-Wochenende, so gut wie keinerlei Lichtblick in der nächsten Zeit, ich hab grad sowas von Bock mich irgendwo hin abzusetzen - vielleicht Jamaika, Malediven - irgendwohin, wos warm ist und mich keiner kennt. So - einstweilen werd ich später, wenn meine Eltern wieder hier sind, zurück gen Marburg fahren und...Trommelwirbel...nichts tun! Freude.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:15 April, 2005 16:40
TEXT DES KOMMENTARS:Ich kann dir Curacao empfehlen! Sonne, Strand, happy hours und haufenweise huebsche Maenner (Marine)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/08/2005 02:46:00 PM
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BODY:
Nun ist Freitag, und ich habe endlich das elende Praktikum hinter mir. Ich glaub so langsam werd ich wieder normal. Obwohl...am Ende gings direkt - unglaublich, was ein bisschen Organisation durch einen organisierten Menschen ausmachen kann in puncto Arbeitsklima, Motivation und Zeitersparnis.
Dienstag abend war ich noch kurz im Unix, bin von dort aus ins Reits um Jan und seinen Kollegas beim Betrunkensein zuzuschauen. War ganz lustig, wenn man davon absieht, dass ich um 50 Euro gewettet habe, dass ich Jans abartigen zweiten Vornamen rauskriege. Das hab ich noch nicht mal mit allen miesen Tricks geschafft, die man einem rotzbesoffenen Mann zuteil werden lassen kann.
Mittwoch morgen war ich mit Arne frühstücken, was unter anderem wieder den Umzieh-Floh in mein Ohr gesetzt hat. Jetzt bin ich die ganze Zeit schwer am Überlegen, ob ich Bauerbach und eine wunderschöne Wohnung gegen eine nicht ganz so schöne Wohnung in der Stadt tauschen soll...wat solls.
Ansonsten isses hier bei meinen Eltern ja relativ ruhig. Meine Tätigkeiten beschränken sich auf die einer guten Hausfrau: bügeln, waschen, putzen, mit dem Hund spazieren gehen, spülen, abtrocknen und kochen. Sehr interessant.
Bisschen Ruhe ist ja vielleicht auch ganz gut, da ich ja eigentlich lernen sollte, weil meine urologischen Kenntnisse für ein Bestehen der Chirurgie-Klausur offenbar nicht ausreichend waren. Muss ich halt noch mal Pimmel lernen. Und ich hab den miesesten Mist-Stundenplan, den ich jemals hatte. Die nächsten 7 Wochen jeden Tag um 8:30 Uhr Uni bis nachmittags. Wäre ja nicht so schlimm, wenn da nicht diverse Konzerte, Himmelfahrt und 1. Mai bei draufgehen würden. Ich hoffe nur inständig, dass ich da was tüddeln kann...
So, jetzt hol ich mal meine Karre in der Werkstatt ab, bezahl nen Haufen Geld und mach dann gar nix. Adios.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 4/03/2005 11:31:00 AM
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BODY:
Muss ich jetzt eigentlich irgendwas dazu schreiben, dass der Papst halt nun mal tot ist? Ne, oder? Gut ich mag auch gar nicht. Jeder muss mal sterben.
Viele Ereignisse des Wochenendes kann ich nicht berichten, weil wir relativ gemütlich unterwegs waren. Freitag im Reits, wo ich den Rest des Abends mit Hendrik die Wegsteck-Unternehmungen seiner Kumpels beobachtet, kommentiert und ausgezählt habe. Manchmal hat man es verdient, dass irgendwo einer ne Kamera dabei hat und man mit seinem auf Schwarz-und-Weiß festgehaltenen Fehltritt wochenlang aufgezogen wird.
Sehr lustig sind dort auch immer die total aufgeblasenen, den Schwengel beinahe vor sich her schwingenden Möchtegern-Playboys mit schicken Leder-Slippern, stylischer Frisur und allen Assesoirs, die es braucht, um ein Colin Farrell-Verschnitt zu sein. Tja und die Mädels machen eigentlich alles, was feuchte Männerträume macht. Kann es sein, dass diese peinlichen weißen Lack-Highheel-Stiefel jetzt in sind? Nix gegen Highheels, die sind bestimmt heiß, aber in Marburg auf dem Kopfsteinpflaster um jeden Preis Pfennigabsätze anziehen, das verheißt echt schon "Popp mich, ich bin geil und zu haben".
Dann gibts immer Grüppchen von Typen, die sich zuschütten und Weiber penetrant begaffen, weil sie keine Chica abgekriegt haben. Ach herrlich, da kann man den ganzen Abend hocken und nur beobachten.
Nuja, gestern abend sind wir ins Delirium, aber Steffi und Nico waren ziemliche Abschwächler. Noch kurz ins Paf, wo Night of Darkness war - sehr angenehmes schwarzes Volk und sehr angenehme Musik - dort wurde dann aber auf Grund der negative vibrations eines uns wohlbekannten Thekenmitglieds auch nur ein kurzer Besuch draus.
Ja und jetzt lieg ich in meinem Bett, durfte ausschlafen und muss gleich noch meine Wohnung aufräumen. Hier siehts aus...nenene. So, dann is später Arbeitsbesprechung - welch unbändige Freude - dann geh ich mit dem Arne was essen, ja und dann is auch schon wieder Montag.
Woche des Housesittens, so ich mach jetzt den Putzteufel...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/30/2005 08:07:00 PM
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BODY:
Zunächst habe ich heute voller Stolz zu verkündigen, dass mein Lieblings-Bruder sein Diplom im Säckel hat, ich über alle Maßen stolz auf ihn bin und ihm nochmals ganz arg gratulieren will!
Dann verkündige ich weiterhin, dass ich heute gezwungen war, einem armen vom Krebs gepeinigten Mann, der in jeder verfügbaren Vene eine Nadel liegen hatte, Blut abzunehmen. Die haben ihn sogar aus Verzweiflung schon in der Leiste angezapft. Das erschien mir natürlich indiskutabel - also blieb nur der Fuß. Und es tat mir so wahnsinnig Leid, dass ich dem armen Knochen auch noch durch die Fußhaut Schmerz bereiten musste. Keiner kann sich meine Erleichterung und gleichzeitige Überraschung über den Erfolg dieser Mission vorstellen, als da doch tatsächlich aus dieser kleinen Vene am Fuß geradewegs durch die von mir mit zitternder Hand geführte Nadel das Blut strömte. Meine Güte war ich da froh!
Soweit die Erfolgserlebnisse des heutigen Tages. Die Chirurgie-Klausur, die nun schon fast einen Monat her ist, scheint wohl etwas bei den Korrekteuren in Vergessenheit geraten zu sein. Keiner weiß was, und der einzige, der laut aller ihm offenbar Untergebenen was von der Klausur weiß, der ist mal eben bis zum 18. April im Urlaub. Macht ja nix. Supi. Es ist zum Kotzen.
Naja, jedenfalls bin ich total im Arsch gerade, bedauere es zutiefst, dass das Wochenende nicht schon heut angefangen hat, und liege schon im Bett. Das Wochenende nähert sich durch diese durch Frühaufstehen verkorksten Wochen immer mehr einer Heiligsprechung durch meine Wenigkeit. Dieses Wochenende fahre ich nicht heim, besser ist das. Ich bleib hier in Marburg und werd mal mit dem Zullerich das Haus rocken - soweit diese Planung denn durchführbar ist. Jedenfalls bleib ich auf jeden Fall hier - wenn es möglich wäre, würde ich auch nächstes Wochenende hier bleiben, aber da werde ich ja zu Hause den Dog-, House- und Omi-Sitter machen.
So, und eh ich wirklich endgültig einpenne, werde ich mich jetzt nochmal schön lang unter die heiße Dusche stellen...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/28/2005 03:31:00 PM
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BODY:
Ich werd schwach, ich merk das schon. Gestern war ich so müd, dass ich trotz glänzender Party-Voraussetzugen zu einer indiskutabel frühen Zeit heimgegangen bin, weil ich sowas von müd war. Mehr noch, net nur müd sondern so abwesend, da hätte neben mir ne Massenschlägerei stattfinden können, das wär nicht sonderlich tief in mein Bewusstsein eingedrungen. Komische Stimmung, tsjaja.
Das hatte dann allerdings den Vorteil, dass ich im Hause Kühnel noch die freie Schlafplatzwahl hatte. Ich wußte nich so genau, ob ich jetzt sozial sein und statt einer Couch meine Luftmatratze im Schlafzimmer ausbreiten soll. Dann dachte ich allerdings, dass es bestimmt doof wäre, wenn der Marco mit nem Mädel heimkommt und die Käthe liegt schlummernd in der Liebeshöhle. Gut, dass ich mich auf die Couch gelegt hab, weil den später in der Nacht aufgetretenen Geräuschen von nebenan nach zu urteilen, wurde im Schlafzimmer noch ordentlich das Haus gerockt. Und die spät nach Hause kommenden Gestalten haben auch noch das Haus gerockt, äh...natürlich nicht so wie die in der Liebesgrotte. Irgendwann stand da plötzlich das Ärmchen vor der Couch und zog sich die Hose direkt neben meinem Kopf aus. Auf meinen entsetzten Blick hin erklärte er mir dann, dass er sich 4 Stunden in Elkerhausen verirrt habe, schließlich eine gemütliche Lagerstatt im Garten eines älteren Ehepaars bei strömendem Regen gefunden hätte, die er nach Einspruch der Gartenbesitzer leider wieder verlassen hätte müssen, und schlussendlich habe er sogar noch den Weg nach Hause gefunden.
Neben dieser gab es weitere langdauernde Unterbrechungen meiner Nachtruhe, doch ungeachtet dessen war ich heute morgen der einzige Mensch in dieser Bude, der sich bewegen konnte.
Und obwohl ich eigentlich total fit und gut gelaunt sein sollte, bin ich so bissi gedetscht. Als wär irgendwas schlimmes passiert gestern. Isses nicht, aber ich hab so das Gefühl, als wär was nicht mehr in Ordnung. Als hätte ich irgendwas verloren. Keine Ahnung, ich bin jedenfalls immernoch in diesem sehr sehr abwesenden Zustand, was sich hoffentlich morgen früh nach Konfrontation mit der Gegenwart in der Klinik geben wird...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/25/2005 08:15:00 PM
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BODY:
Der gestrige Abend war in vielerlei Hinsicht überaus effizient.
Ich hab mich in unglaublich kurzer Zeit unglaublich stark abgefüllt mit bemerkenswert kleinem Materialverbrauch - sehr effizient.
Mit zuvor beschriebenem Manöver habe ich ebenfalls unheimlich schnell die Woche beerdigt und vergessen - immens effizient.
Darüberhinaus half mir der kleine Ausflug in das Reich des Fusels ziemlich gut dabei, meine Meinung endlich einmal zu verbalisieren - auch wenn mein Gesprächspartner vermutlich alle Verbalisierungsversuche falsch verstanden haben dürfte, der Effekt bleibt der gleiche - und der ist ungemein effizient.
Vielleicht ist dieser ach so effiziente Abend endlich mal gut für mein Aggressionspotential und mein Seelenheil, auch wenn ich daran zu zweifeln beginne, dass Alkohol ein zuverlässiger Partner im Kampf gegen zwischenmenschliche Probleme ist. Der Fusel beschleunigt bereits geplante Handlungen allenfalls, allerdings verfeinert er sie sicherlich nicht - im Gegenteil, der Fusel ist der Freund des Missverstehens und der unwiderrufbaren Worte.
Anders gesagt - hoffentlich ist die Famulatur bald vorbei - das, was ich da sehe und meine persönlichen Sorgen, das ist alles nicht gut für mich im Moment - und es wird Zeit, dass ich Urlaub vom Leid in der Klinik und meiner privaten Sackgasse bekomme.
Ach, vielleicht eine kleine Geschichte am Rande, damit das Lesen kein reines Psychomassaker auslöst - man stelle sich vor eine Frau, die leider Gottes was an ihrer Musch operiert haben muss. So. Die kriegt jetzt also ihren Unterkörper betäubt, ist aber ansonsten wach. An der Stelle, wo ihre Beine links und rechts hochgeschnallt werden, schaltet sich eine Medizinstudentin ein, die irgendwie findet, wenn schon die Tür zum Flur sperrangelweit offen steht, dann könne man doch wenigstens einen Sichtschutz aufbauen. Nun ja, der Rest der Prozedur gestaltet sich so, dass ständig 5-10 Leute im Raum und dabei mit Blick auf ihre Musch zirkulieren, die sich lautstark unterhalten und sich insgesamt so verhalten, als bekäm die Frau da nur nen kleinen Holzsplitter aus dem Finger gezogen. Also ich wäre glaube ich wenig begeistert, wenn irgendwelche Leute ohne erkennbare Funktion bei der Sache die ganze Zeit durch den Raum wuseln, auf meine Musch starren wenn sie grad dran vorbeilaufen und noch nicht mal dran denken, beim Verlassen des Raums den Sichtschutz wieder "vor Sicht schützend" an seinen Platz zu stellen. Dass während dem ganzen Eingriff kein Mensch mit der eigentlichen Hauptperson, nämlich der Patientin, geredet hat, na das wird ja wohl auch keinen wundern.
Dies sollte nur als kleiner Einblick in den Klinikalltag dienen, der mich mit solchen Szenen im Moment ungemein annervt.
So, der Freitagabend scheint nichts weiter mehr herzugeben. Ich empfehle mich also in die Heia, zu meinen dummen Gedanken und wünsch frohe Ostern allerseits.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:25 März, 2005 22:39
TEXT DES KOMMENTARS:Dir auch frohe Ostern. Einfach nur krass, was Du da vom Krankenhaus schilderst. Mir fehlen die Worte und mir tut die Betroffene leid. Wie muss sich die Frau nur gefühlt haben. Behalte bloss bitte immer Dein gutes Herz und werde niemals so kalt und abgestumpft. Allerdings hast natürlich den gewissen Nachteil dadurch. Wenn man nicht abstumpft, dann kann es einen so stark emotional belasten, dass man daran zerbrechen kann. Schlecht vor allem mit Alkohol. Aber verständlich in Deiner Situation. So effizient war es dann doch nicht, denn es hat dich um 20.15 Uhr des heutigen Tages alles wieder eingeholt.
Und nun?
Gruss und schönen abend
Tom
P.S: Es heisst Mumu und nicht Musch ;-)
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:26 März, 2005 09:14
TEXT DES KOMMENTARS:Und nun?
Jetzt schluck ich alles schön runter - in vielerlei Hinsicht eine Eigenschaft, die ein gutes Weibchen haben muss, oder? Den Klinikram krieg ich schon verkraftet - da seh ich ja schon das Ende des Tunnels. Nur das andere...tja, da werd ich wohl die Zähne zusammenbeissen müssen um nichts dummes zu tun, die augen zumachen und hoffen, dass es bald rum ist.
und dann wird schon alles irgendwann wieder gut...
grüß deinen schatz mal ganz lieb...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:26 März, 2005 09:47
TEXT DES KOMMENTARS:Wird umgehend ausgerichtet, sie hat gestern schon hier mitgelesen. Nachher fahren wir mal nach Laubus-Eschbach zu einer Schulfreundin von Ihr.
Bis dann
Tom
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/20/2005 06:56:00 PM
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BODY:
Also echt - ich weiß ja im Moment ziemlich genau, wie trivial das eine oder andere Problemchen gegenüber den richtig lebensbedrohenden Abartigkeiten ist. Aber trotzdem, mir fällts heut gerade echt schwer mich zu beruhigen. Ich bin sowas von sauer gerade und mag auch niemanden mit dem Grund dafür annerven - aber eins ist sicher: ich bin wirklich ausgesprochen wütend und aggressiv, weil diverse Menschen meinen es sich mal wieder so richtig schön bei mir verscheissen zu müssen. Ich lass ja sicherlich viel mit mir machen, aber ich finde auch, dass man niemandem das Gefühl geben muss, austauschbar oder 2. Wahl zu sein. Dummgeschwätz halten, Laberrabarber, Bliblablub und dabei einfach nur total ego die eigene Libido spazierenfahren ohne Rüchsicht auf Verluste. Ich glaub - auch wenn ihr ja keine Ahnung habt, wovon die verrückte Käthe da schreibt - dass hier mal andere Saiten aufgezogen werden müssen. Ich hab keinen Bock beliebig und abrufbar zu sein. Wer nicht will, der hat schon. Und behandeln wie ne Notfallhostess lass ich mich auch nicht mehr. Jeder kriegt sein Fett weg für das was er macht. Und irgendwann wirds jeder bereuen, dass er Scheisse gebaut hat. So. Einstweilen befriedigt mich exzessives Handynummer-Löschen und SMS-Terminieren.
Jetzt gehts mir noch nicht mal besser, es ist immernoch ein gefährlich hohes Aggressionspotential vorhanden, das früher oder später irgendwo seine Ableitung finden muss. Alkohol ist nach dem gestrigen Abend sicherlich keine Lösung und deshalb kuck ich mir jetzt Harrison Ford in seinen knackigen Jahren an und ess irgendwas fettiges. Jawohl, so werd ichs machen.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:21 März, 2005 20:19
TEXT DES KOMMENTARS:Nur falls hier Leut mitlesen die das Ganze nicht verstehen und falsche Schlüsse ziehen könnten: Es geht hier nicht um mich, der den ganzen nächsten Tag mit dem aufgebrachten Kätchen verbracht hat.
LG Reut
PS: Ich hab jetzt auch ne Erklärung für Larsis Versteinerungszustand als er dir gegenüberstand: Er ist ein paranormales Kind und kann Wut in anderen Menschen sehen. Bei einer solch großen Ansammlung hat er verständlicherweise sämtliche Körperfunktionen bis aufs notwendigste reduziert.
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Tom
DATUM DES KOMMENTARS:23 März, 2005 13:55
TEXT DES KOMMENTARS:Ich lese immernoch mit, bin aber total ratlos. Allerdings habe ich vor kurzem auchmal einen privaten "Judgement Day" hinter mich gebracht. An diesem Tage habe ich auch ca. 50 Telefonnummern gelöscht und ganz viele Adressen aus meinem Gehirn vergessen. Sowas tut mal ganz gut. Dafür habe ich heute Menschen um mich, die ich gerne habe und keine üblen Zeitdiebe mehr. Zeitdiebe sind die schlimmste Kategorie "Freund" die es gibt.
Gruss
Tom
P.S: Hallo Reut, ich war den ganzen Sonntag besoffen...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/17/2005 10:11:00 PM
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BODY:
Ach was haben wirs doch schwer - ein kleines Problemchen in der Uni hier, ein schrumpfendes Konto da, ein Pickel auf der Stirn, das bedrohliche Quietschen hinten rechts am Auto, schlechtes Wetter und Pech in der Liebe. Ach wie haben wirs doch schwer.
Die Leute bei uns in der Strahlenklinik, die haben wirklich Probleme. Schon blöd, wenn man nicht weiß, wie lang es der eigene Körper wohl noch macht. Blöd. Tja. Und blöd find ichs auch, wenn ich mir jeden Tag diese Leute anschauen kann, die zum größten Teil nicht zu wissen scheinen, dass es eigentlich keine Hoffnung gibt - und es kommen jeden Tag so viele neue Leute, die diese ganze Tortur mit Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen vor sich haben, was alles nicht bedeutet, dass sie vielleicht ihr ganzes Leben lang Angst haben müssen, dass der ganze Mist wieder von neuem anfängt. Jeden Tag Leute, die in enge Gestelle eingespannt in die Röhre geschoben werden, denen sich die Haut an den bestrahlten Stellen öffnet, die wochenlang Durchfall und Übelkeit ertragen müssen, die oft nur noch ein Schatten ihrer selbst sind. Und obwohl ich eigentlich immer dachte, ich bin damit zufrieden, wenn ich jemandem in seinem Leid wenigstens einmal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann, muss ich so langsam einsehen, dass es mich unheimlich frustriert, dass vielen Menschen einfach nicht mehr zu helfen ist - weder medizinisch noch menschlich. Manchmal gibt es eben nichts mehr, was man sagen könnte.
Und trotzdem - auch wenn das alles schrecklich ist - schlimmer noch finde ich, wie man als Arzt gegenüber all dem abstumpfen kann. Auch wenn es nach meiner Vorrede nicht wirklich glaubwürdig klingt - mit dem Leid könnte ich wohl noch fertig werden, so lange es niemanden betrifft, den ich kenne, und so lange ich alles versuchen würde, um einen kranken Menschen zu heilen. Aber so sehr abgestumpfte Menschen zu sehen, die es aus mir nicht verständlichen Gründen meist nicht für nötig halten, den Leuten die Wahrheit über ihren Zustand zu sagen und sich auch gerade bei besonders jungen Patienten noch nicht einmal mehr überdurchschnittlich stark engagieren wollen - die kein mitfühlendes Wort mehr als nötig für jemanden übrig haben, der am Abgrund seiner Existenz steht - das will mir nicht in den Kopf.
Gut, vielleicht steigere ich mich hier gerade bisschen in was rein, aber es regt mich von Tag zu Tag mehr auf. Da könnte ich niemals arbeiten. Das steht schonmal fest. So gesehen ist diese Famulatur echt sowohl die ultimative Kontakt-, Feinfühligkeits- und Abhärtungs-Schule als auch eine Erleichterung meiner späteren Berufswahl.
Um mal etwas trivialeren Dingen näherzukommen - ich war jetzt kein einziges Mal unter der Woche weg, weil ich schon ohne Weggehen viel zu wenig Schlaf bekomme. Und so langsam bin ich glaub ich echt Party-bedürftig. Und das werde ich glaub ich ausgiebig am Samstag umsetzen. So.
Ach hab ich erwähnt, dass die Patienten mittlerweile schon fragen, wann sie endlich wieder von uns analmanometriert werden können? Es ist zwar echt abartig, aber scheinbar können wir wenigstens das gut...
In diesem Sinne, gut Nacht...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/13/2005 02:22:00 PM
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BODY:
Im Moment mach ich nicht so arg viel mehr als Klinik und Schlafen. Arbeiten gibts auch noch ab und zu. Jedenfalls bin ich echt nicht fürs Frühaufstehen geschaffen - egal zu welcher Uhrzeit ich ins Bett gehe - wenn ich dann vor 7 aufstehen muss, dann bin ich nicht nur morgends müde, nein auch mittags, nachmittags und abends. Ohne Unterbrechung quasi - genaugenommen fällt mir in dieser Woche kein einziger Moment ein, in dem ich nicht müde war. Nun ja.
Die Strahlenklinik, wo ich im Moment mein Dasein friste, ist für den normalsterblichen Nicht-Mediziner sicher sowas wie die Hölle - nur Leute, die bald sterben werden, Krankheit, Leid und Tod.
Frauen mit Ohren, die am Abfaulen sind, und Bakteriengeschwülste an den Lippen und im Mund, die jede Nahrungsaufnahme verhindern. Türken ohne jedes Sprachverständnis dafür aber mit Krebs im ganzen Körper und ohne Ahnung, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Alte Männer in Bestrahlungsgestelle eingespannt, mit denen keiner redet. 35 jährige Frauen, die nicht wahrhaben wollen, dass sie den nächsten Monat nicht mehr erleben werden. Klingt alles ziemlich schlimm - aber das ist alles eben so - ich kann nix dafür, dass Menschen krank werden. Ich kann nur machen, dass sie trotzdem mal lachen und für eine Sekunde ihr Leid vergessen. Und das reicht mir auch schon - mir geht das Leid nicht nach, wenn ich die Klinik verlasse.
Das Schlimme ist eigentlich das Personal - es gibt beinahe nichts an den Leuten auszusetzen - die Meisten sind wirklich nett. Aber die Routine, die dort vor allem Ärzte an den Tag legen, überschreitet meiner Ansicht nach schon die Grenze zur Gleichgültigkeit. Kein zusätzliches nettes Wort ist für einen Patienten übrig - als würde sogar ein flacher Witz die Klinik noch Geld kosten. Nene, ich wills auch gar nicht weiter auswalzen, aber das find ich ganz schlimm. Wenn man nur noch die Anwendung medizinischer Logbücher auf das "Objekt" vollzieht, dann ist man glaub ich ein Stück zu doll abgestumpft.
Ja und sonst...? Sonst gibts bei mir grad nicht. Bin grade vielleicht ein bisschen geladen, weil ich den starken Verdacht habe, dass gewisse Bekannte ein wenig den Respekt vor mir schleifen lassen, nur weils so praktisch ist, alles mitzunehmen ohne Rücksicht auf Verluste. Ich weiß, das versteht kein Mensch - ausser mir vielleicht- die betreffende Person raffts eh nicht, weil dieser Mensch einen Ego-Film fährt und dabei die falschen Leute überfährt. Das wird sich allerdings rächen.
So, jetzt geh ich mit meinen Eltern auf den Ostermarkt. Einen schönen Sonntag allerseits...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 1/25/2005 11:38:00 PM
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BODY:
Ich war wieder lange nicht online, was nicht etwa mit ewig in der Uni verbrachter Zeit zusammenhing, sondern wiedermal - wie könnte es anders sein - mit langen Nächten. Viel Arbeit, weniger viel Party. Ausserdem war ja Weihnachten, und zwischen dem Weinglas und dem Entenbraten balanciert man ja dann auch nicht den Computer auf den Knien, um mal eben ins Internet zu gehen.
Viel ist unitechnisch bei mir nicht passiert, ich werde jetzt mal beginnen, mich auf die Chirurgie-Prüfung vorzubereiten - das ist schon fast höchste Eisenbahn. Die Doktorarbeit schleppt sich so, ich werde wohl eine Famulatur in Marburg machen in den Semesterferien, damit ich etwas mehr Zeit für den Kram habe.
Dann gibts natürlich auch erfreuliche Ereignisse - man solls ja nicht beschreien, weil das Schicksal sich dann im gleichen Augenblick im Sinne von "den Tag nicht vor dem Abend loben" gegen einen verschwören könnte, aber ich mach mir da im Moment wenig Sorgen. Ich habs tatsächlich nach langer Trockenzeit geschafft, nen Mann für mich zu begeistern, der echt mal was taugt.
So, abgesehen von diesem erfreulichen neuen Detail in meinem Leben hab ich gerade einen hässlichen neuen Freund - nämlich einen widerwärtigen Schmerz in meinem Rücken, der bestimmt eine Abart von Steffis Hals-Pestbeule ist. Die hat nämlich Pfeiffersches Drüsenfieber, und ihr wächst grad ein zweiter Kopf ausm Hals.
Mit diesem schönen Schlusssatz (pfui, ein Wort mit drei Konsonanten hintereinander) verabschiede ich mich zur wohlverdienten Ruhe.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:27 Januar, 2005 13:04
TEXT DES KOMMENTARS:... wobei ja hier noch die Frage wäre, wer zuerst den Peiffer gehabt hat! Wenn ich mich gescheit entsinne, hast Du schon Weihnachten damit rumgeeimert (nur, um ein Wort mit drei Vokalen hintereinander gebracht zu haben).
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AUTHOR: Katherina
DATE: 1/06/2005 04:44:00 PM
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BODY:
Willkommen im neuen Jahr!
Was soll ich sagen? Es fing so richtig beschissen an. Hoffnungslose Unterbesetzung an meinem Arbeitsplatz zum einen und das Vergessen meiner Wenigkeit über mehrere Stunden auf dem Garderobenposten zum anderen taten ihr Übriges, um die Silvesternacht für mich zu einem wenig schönen Erlebnis zu machen. Aber - es kann demnach ja auch nur viel besser werden.
Jetzt hat mich offenbar ein bösartiger Keim besiedelt, bzw. meine Lymphknoten, von deren Existenz ich bisher keine Ahnung hatte. Über meinem Kehlkopf hängt ein dickes Ei, und da es wenig wahrscheinlich erscheint, dass es sich um ein tatsächliches Ei, das bei der Nahrungsaufnahme in die falsche Richtung gerutscht ist, handelt, dürfte es wohl ein Lymphknoten sein. Darüberhinaus habe ich Steffi eben auf ihr Drängen mit einer wunderschönen Braunüle versehen, die vermutlich beim Herausziehen ihre Mini-Fuzzel-Venchen ein wenig geschrottet hat. Jedenfalls läuft sie jetzt die ganze Zeit mit einem riesigen Pflaster und Kühlakku herum.
Heute haben wir auch unsere erste Bestrahlungsplanungs-CT gesehen, in der erstmals der Anal-Localizer (von unserem Doktorvater liebevoll Anal-Pöppel und von uns Anal-Schnuller genannt) zum Einsatz kam. Da das Teil leider nicht in seiner vorgesehenen Position verweilen sondern zurück gen Licht streben wollte, habe ich den latent sadistischen Vorschlag gemacht, das Teil vorne doch einfach ein bisschen dicker zu machen - damit das Teil auch dort hängen bleibt, wos hinsoll. Mal sehen, ob das jetzt so funktioniert. Nächste Woche gehts dann nämlich los mit dem Manometrieren. Das heißt, erst nachdem wir Schwester Dorothea, die heute vergeblich auf unser Erscheinen gewartet hat, mit Wein und Pralinen bestochen haben.
So, in dem Sinne - die Straußensteaks sind fertig. Adios muchachos.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:18 Januar, 2005 11:36
TEXT DES KOMMENTARS:Tja Sister-act,
wer A sagt, muß auch NAL sagen!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/22/2004 02:41:00 PM
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BODY:
Der Dezember geht so langsam zur Neige und damit auch das ganze Jahr. Klar, es ist kein wirkliches "Ende" von Irgendetwas, weil nur zufällig irgendwer irgendwann gaaaanz früher mal aus irgendeinem Grund bestimmt hat, dass 365 Tage jetzt eben ein Jahr sind. Trotzdem fühlt man sich so, als würde etwas Altes enden und die Chance für etwas Neues auftauchen - was natürlich allein die Konditionierung ist, die man von Kindesbeinen an auf diese ganzen Daten wie Silvester, Neujahr, Weihnachten und Ostern eben erfahren hat. Deshalb unterliege ich auch - wie viele andere Menschen mit mir - dem nostalgischen Irrglauben, dass zum Jahresende alles anders und selbstverständlich besser wird.
War dies ein gutes Jahr? Nun ja, dieses Jahr habe ich an anderen Menschen gesehen, wie übel einen das Leben erwischen kann - man sollte immer denken: Eigentlich geht es mir verdammt gut. Und das denke ich auch die meiste Zeit.
Klar gab es in diesem Jahr viele Tage, an denen ich einfach nur fix und fertig war und nichts weiter machen wollte, als zu heulen und mir leid zu tun. Natürlich könnte ich jetzt sagen "dieses Jahr bin ich wiedermal von Scheisshaufen zu Scheisshaufen gestolpert" - mit Sicherheit gibt es wirklich eine Menge Leute, die sich mir gegenüber nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert haben. Möglicherweise gibt es sogar einige Leute, die jetzt noch von mir aus in der Hölle schmoren sollen.
Gut, oft habe ich zuviel Herz in Dinge reingesteckt, die es einfach nicht wert oder besser gesagt nicht dazu gemacht waren, dass man sein Herz investiert. Ich steck ja auch meine Hand nicht in einen Hechsler, wenn ich vorher eigentlich schon sehe, dass es ein Hechsler ist, oder? Naja, wer auch immer an meinen häufigen Tränen schuld war - ich war zumindest selbst kein Arschloch im letzten Jahr - weder zu mir selbst noch zu sonst jemand. Dieses Jahr kam nicht mehr nach jeder Enttäuschung die Selbstzweifelkäthe zu Besuch.
Was mir sicher sehr zu Gute kommt (aber vielleicht nicht allen gefällt) ist, dass mir doch eine ganze Reihe Sachen relativ egal geworden sind, die mich früher wochenlang beschäftigt haben. Allerdings - das mit den Techteleien muss ich mir echt abgewöhnen, weil mich die Wut oder die Enttäuschung immer wieder so schwächt, dass es wohl kaum in einem Verhältnis dazu steht, was einer von denen überhaupt für mich wert sein kann. Mal abgesehen davon, dass ich mittlerweile doch entschieden zu der Meinung tendiere, dass ich keine Geringschätzung sondern Wertschätzung verdiene - wie jeder andere anständige Mensch auch - und diese sollten mir die Herren der Schöpfung in Zukunft erst einmal zollen.
Gut, also - Fazit des Jahres.
1. Ich bin zu einem meiner Ansicht nach gesundem Maße gleichgültiger geworden.
2. Die zahlreichen Enttäuschungen härten so langsam richtig gut ab.
3. Ich bin echt froh, dass ich gesund bin.
4. Die Notwendigkeit, dass ich's mir dringend mal gut gehen lassen muss, habe ich zumindest registriert.
5. Die Zukunft rückt näher.
So. Meine bedeutendste Erkenntnis ist eine ganz banale. Der einzige Mensch, der immer bleibt, der nie verschwindet, einen verarscht oder verletzt, das ist man selbst. Und mit sich selbst muss man bis zum Ende klar kommen. Deshalb werde ich versuchen, mich 2005 vor allem auf den einen Menschen zu besinnen, der mich nie verlassen wird. Ich werde mir hoffentlich ein paar Träume erfüllen und mehr aus Freude als aus Traurigkeit weinen. Ja, so werd ichs machen.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:23 Dezember, 2004 11:49
TEXT DES KOMMENTARS:Auch wenn es Dir gegen den Strich gehen dürfte: Oft ist der einzige Mensch, der einen IMMER verarscht, man selbst. Manche Menschen tendieren zudem dazu, sich selbst täglich von neuem zu verlassen, zu verleugnen, und sich selbst zu belügen und betrügen.
In diesem Sinne tätest Du einfach nur gut daran, Dir selbst öfters Mal ehrlicher gegenüber zu sein, und wenn nötig Dir selbst die Augen vor der Wirklichkeit und den Leuten, die Dich umgeben, zu öffnen. -Daß nicht alles Gold ist, was glänzt, hast Du schon lange herausgefunden. Aber daß Scheiße nunmal in erster Linie stinkt scheinst Du manchmal nicht ganz wahrhaben zu wollen...
-bruderherz.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/10/2004 01:02:00 AM
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BODY:
Ich sitz hier im Hinterzimmer der Hafenspelunke, in der ich meine Liebe und Rum an die armen Seeleute verkaufen muss. Wie ihr sicher merkt, hat der Wahnsinn bereits Besitz von mir ergriffen. Nur mit Mühe kann ich die in mir aufkeimende Wut auf einem Sozial-adaptierten Level halten. Von fern klingt das dumme Geschwätz gewisser von der Natur mit einem Hohlraum statt eines Gehirns ausgestatteten Kreaturen herüber, das gerade das Valhalla der Idiotie erreicht. Wie ich es liebe, wenn Zeitgenossen aus ihren ohnehin spärlich vorhandenen Gehirnwindungen nur monoton blödsinnige sich immer wiederholende Phrasen herausdreschen können. Die alle so irre komisch finden, dass sich einem nur beim genaueren Zuhören sowas von den Magen herumdrehen, weil sie immer gleich doof sind - der selbe Wortlaut, die selbe dumme Betonung, immer die gleiche blööööööde Pointe. Ich muss gleich echt meinen Mageninhalt verlieren, weil ich sonst die unglaubliche Flachheit dieser Person nicht mehr anders ertragen kann. Schleierhaft ist mir allerdings, wie man dabei selbst glauben kann, dass man totaaaaal cool rüberkommt. Dufter Typ, echt knorke. Ich brauche wirklich bald eine Brechschale, weil ein Baseballschläger oder wahlweise ein Barhocker vermutlich keine den zivilisatorischen Grundsätzen angemessene Problemlösung darstellen würde.
Um mein mittlerweile ins Unermessliche gestiegenes Gewaltpotential im Zaum zu halten, sehe ich keine andere Möglichkeit mehr, als das Lokal zu verlassen. Sonst würde hier heute abend sicher noch eine Bluttat verübt werden.
In diesem Sinne - eine ruhige und friedliche Nacht.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:14 Dezember, 2004 11:44
TEXT DES KOMMENTARS:Giga-LOL!
Schwesterchen, jetzt weißt Du auch mal, wie es mir jeden Tag ergeht - oder sprichst Du mir einfach nur aus dem Herzen, denn besser hätte ich es nicht aufschreiben können!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/09/2004 01:06:00 AM
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BODY:
Heute war wieder ein super Tag. Ich war erneut gezwungen, mit den wenigen netten und den zahlenmässig haushoch überlegenen volltrötigen Komilitonen einen absoluten Nonsens-Kurs zu absolvieren. Erstmal war ich gezwungen, eine Viertelstunde in dem Flur von irgendsonem renovierungsbedürftigen Waschbeton-Bau mit eben meinen ach so tollen "Freunden" rumzustehen - man beachte: Gespräch anfangen ist keine gute Idee, weil witzig finden die entweder nur 'damals-im Ferienlager'-Geschichtchen oder eben gar nix. Manche von denen können noch nicht mal lachen - die Mundwinkel sind in deren jungen Jahren schon dermaßen unfähig, eine andere Position als 'senkrecht nach unten' anzunehmen, dass die offensichtlich chronische Untervögelung mehr als nachvollziehbar erscheint. Obwohl - da ist das echt fast schon sowas wie: "Wer war zuerst da - das Huhn oder das Ei?" Wer war zuerst da - die Hackfresse oder die Untervögelung?
Naja, Fragen über Fragen. Jedenfalls musste ich mir eine Viertelstunde lang witzige Gespräche über Orgelspielen, Kulturabende, die letzten 5 Seiten der Doktorarbeit oder die freiwilligen Arbeitsstunden in der Seniorengruppe anhören, bis ich es nicht mehr aushielt und ein Gespräch mit einigen von den Semi-Netten anfangen musste. Doch meine gepeinigten Gehörgänge sollten sich nicht lange ausruhen dürfen - ein Mitarbeiter erschien schließlich, um uns zu sagen (nach etwa 35 Minuten Wartezeit), dass eigentlich keiner für den heutigen Unterricht mehr da sei, dass wir jetzt den morgigen Stoff vorziehen würden und wir halt Pech hätten - weil dann würde der heutige Lehrplan komplett ausgelassen. Ich dachte mir einfach "watn stress, gehts jetzt endlich los? sonst dauert das ja noch ewig heut" - aber das rote Monster, meine Lieblingskomilitonin, deren Spitzname nicht von ungefähr kommt, fühlte sich gleich so massiv in ihrem Recht auf Lehre, Wissen und Macht diskriminiert, dass sie heftig zu zetern begann. Um nicht zu sagen - sie stachelte die Massen der Studenten-Zonks meines Semesters so richtig auf - ja die Sache gipfelte beinahe in einer Meuterei! Der arme Biometrie-Futzi konnte gerade noch einen mutigen Hechtsprung in den Unterrichtsraum wagen, ehe ihn der wütende Mob an der Kellertreppe aufknüpfen konnte.
Und sowas muss ich jeden Tag ertragen. Irgendwo sind mir ja die Gene zum Glück geschenkt, noch mit jedem Vollhonk im Notfall ein Gespräch führen zu können. Mir macht das auch schon fast nix mehr aus, dass die nur selten mal ein Lächeln rauskriegen - nämlich dann, wenn man zufällig die Art Humor erwischt hat, die sie verstehen. Umgekehrt ist es aber beinahe unmöglich, deren Geschwätz den ganzen Tag zu ertragen - das sind teilweise Leute, denen man nach 10 Minuten Zuhören am liebsten eine Socke in den Mund stopfen möchte, damit aus ihrem Mund nicht mehr soviel Bullshit herauskommt.
Naja, morgen wieder der gleiche Mist - ich werde diese Angehörigen meiner Spezies ertragen müssen, vor einem Computer sitzen, der sich weigert, ebay und yahoo anzuzeigen, vorne steht ein Männlein, der seinen hochwissenschaftlichen Vortrag mit dem Satz "Was ist eigentlich das World Wide Web?" beginnt.
Tja. So macht man ausgeglichene, intelligente neue Ärzte.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 12/07/2004 01:56:00 AM
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BODY:
untreu bin ich gewesen! ich entschuldige mich in aller form für mein langes abwesendsein!
ich hab meine zeit in letzter zeit ziemlich ausgefüllt, leider zu oft die nächte. das führte dazu, dass die aufenthaltsdauer in der nähe eines computers im wachen zustand beinahe auf t=0 zusammenschrumpfte. nun ja. naja, wie heißt es so schön: ohne den staub, in dem er aufleuchtet, wäre der sonnenstrahl nicht sichtbar. oder: das wort glück würde seine bedeutung verlieren, wenn es keine dunkelheit mehr gäbe.
das wort zum montag.
nunja, falls ich meine zarte besaitung demnächst vielleicht mal wieder gegen eine härtere bespannung austauschen können werde, dann schreib ich bestimmt auch mal wieder öfters.
habe mich schon wieder in menschen geirrt, aber wie habe ich so schön mit steffi neulich festgestellt: man quält sich so oder so - ob man ein hohes risiko eingeht und verliert oder ob man aus Angst vor Enttäuschung das Risiko scheut - die Enttäuschung quält genauso wie der zweifel darüber, ob das risiko sich nicht vielleicht doch gelohnt hätte. also was solls - es kommt eh wies kommt.
morgen geh ich brav in die uni - so wie sich das gehört.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:07 Dezember, 2004 10:54
TEXT DES KOMMENTARS:und ich wollt mich schon beschweren dass das hier eingepennt is ^^
RR
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/20/2004 06:10:00 PM
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BODY:
Es ist Samstag, ich habe jetzt 2 ultra-stressige Wochen Chirurgie-Praktikum hinter mir. Fairerweise muss ich schon sagen, dass das alles so stressig nicht gewesen wäre, wenn ich mich nicht noch zusätzlich zum Frühaufstehen auch durch sehr spätes (gegebenenfalls auch noch alkoholisiertes) Zubettgehen körperlich zerstört habe. Komischerweise ist von dieser gesundheitsmässig sehr masochistisch anmutenden Wochengestaltung meine Erkältung so gut wie weggegangen.
Gestern habe ich ein neues Opfer aus der Reihe "Männer, die nicht ohne Mama die Wohnung in Ordnung halten können" heimgesucht - schlimme Bilder. Aber in solchen Fällen soll man ja an sich halten und nicht den Samariter heraushängen lassen, sonst gibt das nur böses Blut. Aber ich könnte ja wenigstens Bilder von der gigantischen Leergut-Sammlung machen, damit ihr auch bissi was davon habt! So. Jetzt gibts Happahappa, wie schön es doch zu Hause ist...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/15/2004 03:12:00 PM
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BODY:
Hola muchachos!
Dank meines liebreizenden Bruders werdet ihr bald in den Genuss diverser Urlaubsfotos und Partybilder kommen, da nämlich zuvor genannter Lieblingsbruder meiner Wenigkeit eine Fotoseite eingerichtet hat. Diese muss ich jetzt nur noch mit Bildmaterial füllen. Aber dies werde ich natürlich bei nächstbester Gelegenheit erledigen.
Eben hatte ich einen handwerklichen Kurs - man glaubt es kaum! Ich durfte nämlich eben lernen, auf welche komplizierte Art und Weise man einen einfachen Schnürsenkelknoten noch machen kann. Und da geht so einiges! Aber der verschiedenen Techniken bin ich jetzt mächtig - sollte ich also bei einem von euch eine Notoperation (einer furchterregenden etwa durch ein Obstmesser erlittenen Schnittwunde am kleinen Finger) durchführen müssen - gut, nähen lern ich erst in ein paar Wochen - aber den chirurgischen Knoten kann ich dann in aller Perfektion ausführen.
Gepeinigt vom Halsschmerz werde ich mich jetzt noch in aller Ausführlichkeit mit der allgemeinen Orthopädie beschäftigen bis es dunkel wird - und da es bereits jetzt durch den ausgedehnten Nebel draussen kein Fitzelchen Licht mehr hat, entfällt ja dieses Limit - es könnte also noch ein langer langer Tag werden...
Mit viellieben Grüßen aus ihrem zweiten Zuhause (der Bibliothek) wünscht euch einen schönen Tag - die Käthe
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:18 November, 2004 19:01
TEXT DES KOMMENTARS:Da hast du dich wohl verschrieben in der Überschrift.
Wahrscheinlich meintest du 'Bitches'! Ich freu mich schon auf die Partybitches ;-)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/09/2004 09:51:00 PM
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BODY:
Heute war ein supi-toller OP-Tag - schon wieder. Schon wieder um 6 aufstehen, wenn die Bettchen-Betriebstemperatur gerade erreicht ist.
Das erste Opfer am heutigen Tag war der Penis eines Mannes. Prostata durch die Harnröhre rausschälen stand auf dem Programm. Und damit ihr das mal anschaulich habt - sicher besonders für unsere männlichen Mitbürger der reinste Augenschmaus - habe ich hier ein Bild aufgetrieben, das auf pitureske Art und Weise zeigt, was da gemacht wurde. Ich sage nur - siehe gaaaaanz unten...
So, falls die Kerle unter euch jetzt Phantomschmerzen haben sollten - hier kommt auch schon die Splatter-Geschichte Nummer 2. Ich hätte nämlich nie gedacht, dass man so viel Flaaaasch wegschneiden muss, wenn man so ne Niere finden will. Und es ist faszinierend, dass das alles mit dem sogenannten Elektromesser funktioniert - das Skalpell ist quasi der 1er Golf der Chirurgen.
Mit Rücksicht auf weniger Blut-Messer-Wunden-erprobte Zeitgenossen werde ich aber dieses Thema wohl nicht weiter erörtern.
Dummerweise ist heute aber ausser dem Wintereinbruch nichts interessantes passiert, da ich davon ausgehe, dass Brotbacken und Staubsaugen nicht zu den interessanten Dingen des Lebens zählen. Nächste Woche mach ich dann mal Plätzchen, muss ja was anzubieten haben, falls ich mal wieder Besuch kriegen sollte. Falls.
Darüberhinaus möchte ich an dieser Stelle noch kundtun, dass es manchmal sehr amüsant sein kann, wenn man als Frau bei Angehörigen des anderen Geschlechts nicht so sehr die Stelle des Weibchens einnimmt, sondern mehr die des geschlechtslosen Pseudo-Männchens. Was ich dieses Wochenende aus dieser Position schon wieder für hochinteressante Dinge über die Männerwelt, ihre Riten und Sitten erfahren habe - welche Einsichten ich wieder gewinnen konnte über Absichten, Harrharr-Gehabe und tatsächliches armes-Würstchen-Dasein - phänomenal.
Jetzt füge ich mich aber wieder in die meine naturgegebene Rolle, spüle ab, bügele und vielleicht putz ich auch noch Herd und Dusche.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:10 November, 2004 12:58
TEXT DES KOMMENTARS:ich sag nur "zahnfee" wechlol :) :)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/08/2004 11:45:00 PM
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BODY:
Auf die Gefahr hin, dass es niemanden interessiert - war gerade in "Der Untergang" und bin gelinde gesagt erschüttert. Da es wohl aber nicht viel bringt, über Dinge, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, Tränchen zu vergiessen und man nicht mehr tun kann, als eine Lehre aus so einem Film mitzunehmen, werde ich hoffentlich nicht heute nacht Alpträume bekommen. Ich hoffe nur wirklich eins - auch wenn das nicht unmittelbar etwas mit diesem Film zu tun hat - ich möchte nie in meinem ganzen Leben gezwungen sein, jemandem mit einem Fuchsschwanz, einer Holzsäge oder mit einem gewöhnlichen Küchenmesser irgendein Stück von seinem Körper abschneiden zu müssen um ihm vielleicht so das Leben zu retten, nur weil eben Krieg ist. Das klingt womöglich sogar pervers, aber ich will wirklich niemals sowas machen müssen - und ich bin gerade echt froh, dass ich in Zeiten leben darf, wo es recht unwahrscheinlich ist, dass ich so etwas jemals tun werde müssen.
Das Wort zur Nacht. Hoffentlich schlaf ich gut.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:09 November, 2004 13:04
TEXT DES KOMMENTARS:Rembember? -Bush ist gerade wiedergewählt worden. Fragt sich also, ob die Zeiten auch so bleiben... Denn sonst bist Du eine den ersten, deren Nummern sie wählen...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/08/2004 04:45:00 PM
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So. Jetzt hatte ich gerade eine supi Besprechung, in der wir eigentlich die Operation genannt bekommen sollten, auf die wir uns bis morgen wissenstechnisch vorbereiten müssen. Aber die wollten uns nicht. Wir wären nicht eingeplant, und deshalb sollen wir jetzt wieder gehen. Was ziemlich doof ist, weil wir jetzt anscheinend morgen doch in den OP sollen - und jetzt dann mit einer anderen Gruppe zusammen - also zu 7. Das wird fein. Dann versuche ich gerade etwas über die Operationen, die auf dem OP Plan stehen, herauszufinden - dummerweise gibt es die in den Büchern nicht. Welch ungeheure Freude erfüllt mich also bei dem Gedanken, morgen so früh wieder aufzustehen, um nichts zu wissen und nichts zu lernen. Klasse.
Naja, heute das war ja im Prinzip auch nicht besonders lehrreich. Chef mit Mikroskop-Brille auf dem Kopf kommt in den Saal, als seine Untergebenen schon die Drecksarbeit mit Sternum-Aufsägen und Splatter-Gefäße-Aufschneiden-und-an-Schläuche-Anschließen gemacht haben. Der Chef macht eben nur die Feinarbeit. Der Mann an der Herz-Lungen-Maschine fotzt einen nur an, wenn man fragt, wieviel vom Blutvolumen sich gerade in der Maschine befindet - aber mit dem Anästhesisten Witzchen reißen kann er zwischendurch - deluxe, das sind doch sympathische Menschen vom Feinsten.
Dafür hab ich mein erstes echtes Herz in situ schlagen gesehen - wie das süße kleine Herzöhrchen die ganze Zeit aus dem aufgeschnittenen Herzbeutel hochgefitscht kam - und wieder abgetaucht ist. So putzig. Das arme ist am Ende seines Lebens bestimmt ganz abgescheuert.
Habe ich erwähnt, dass mich vorhin ein Arzt aus dem OP wiedererkannt hat? Ich hab irgendwas zu ihm gesagt, da meinte er "Sind Sie das nicht, die neulich bei der Anästhesie im OP war? Hatten wir uns nicht darüber unterhalten, dass Sie mit Ihrer heiseren rauchigen Stimme durchaus lukrativere Verdienstmöglichkeiten finden könnten?" Ich kommentiere das mal nicht - das ist es also, woran sich Leute erinnern und an was sie gedanklich anknüpfen. Gut, vielleicht merken sie sich dann auch kleine Schnitzer von mir nicht, weil sie sich irgendwelche unlauteren Gedanken um meine Stimme machen...
So, nun les ich noch mal ein paar Zeilen zur guten Prostata - wie man der ihre Tumore am besten aus der Schale schält (ja, ich bin mir der mundartlich verkorksten Grammatik durchaus bewusst) - und dann geb ich mir zur Belohnung Kino heute abend - man gönnt sich ja sonst nix...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/08/2004 02:10:00 PM
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Mein erster Tag OP-Praktikum. Ich habe mich extra mitten in der Nacht - also um 6 Uhr - aus dem Bett gequält, was ich schon als höchst unangenehme Art einen Tag zu beginnen empfinde. Weil gerade morgends vorm Aufstehen hat das Heia-Bettchen eben die optimale Temperatur.
Nun ja, jedenfalls stand dann heute morgen eine Herzklappen-Rekonstruktion an. Dummerweise befanden sich in dem OP-Saal ausser der Patientin noch 3 Operateure, 3 Anästhesisten, 1 Arzt mit seiner gigantischen Herz-Lungen-Maschine, 1 OP-Schwester am Tisch, eine weitere im Raum, eine Lehrschwester und schließlich die vier Leute meiner Gruppe einschließlich meiner Wenigkeit. Macht, glaube ich, 15 Personen? Nun ja, da das Operationsfeld ja nicht viel größer als das Herz war, blieb zwischen den Anästhesisten und den Operateuren nicht wirklich viel Platz, um irgendwas ausser Tüchern, Klemmen und Schläuchen zu sehen. Die Herz-Lungen-Maschine hat neben den ganzen unberührbaren sterilen Utensilien schon soviel Platz im Raum eingenommen, dass wir uns nur noch auf kleinen Mini-Hockerchen an die Wand quetschen konnten.
Es war ja eigentlich schon interessant, wenn man von dem nicht ganz leckeren Geruch absieht, den ein Laser in Verbindung mit menschlichem Gewebe erzeugt. Das Brustbein muss für die Operation aufgetrennt werden - vor dieser Prozedur wurden wir gefragt, ob wir lieber rausgehen wollen - nicht dass einer auf den OP-Tisch kippt. Ich fands dann aber weniger schlimm, in 2 Sekunden eine Art Sticksäge das Brustbein teilen zu sehen als die ganze Zeit diesen ekligen Geruch nach verbrannte Haare haben zu müssen...
Gleich gehts weiter, muss kurz in einen Kurs...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/03/2004 05:04:00 PM
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BODY:
Seit heute morgen um 7 bin ich in Sachen Bildung unterwegs - man mag es kaum glauben! Der Tag war der Anästhesie gewidmet - will heißen: am Morgen 3 Stunden OP - selbstgemachtes Mittagspäuschen - dann 4 Stunden Narkosesimulator. Sollte ich erwähnen, dass ich dem Marvin (unsere liebreizende Puppe, die sich als Zwitter nicht entscheiden kann, ob sie Männchen oder Weibchen ist) sein Opiat überdosiert habe und er dann nicht mehr atmen wollte?
Ich finde das ja selbst unverantwortlich, uns an eine leblose Puppe dranzulassen! Was für eine Panik hätte ich erst bei einem echten Menschen entwickelt?! Heilloses Chaos - ich schwörs. Wir sind als allererste Gruppe, die das überhaupt jemals machen musste, sowas von abgeschmiert. Wir sind über Schläuche gestolpert, wussten nicht, welches Ventil man wo aufdrehen muss, haben die Medikamente nicht dosiert gekriegt...ein Wunder überhaupt, dass ich den Tubus reingekriegt und das EKG richtig angeschlossen hab! Ein Riesen-Skandal! Und nicht auszudenken, wenn ich den Marvin jetzt umgebracht hätte! Naja...morgen ist Prüfung und ich hoffe mal, dass ich dann alles zusammenkriege.
Ventil zu beim Test, auf beim Präoxygenieren, auf beim Bebeuteln und zu beim Beatmen...Eieiei. Das gibt was.
Mein Wochenende war hart und gemein. Sehnlichst herbeigesehnter Spontan-Besuch von 5 betrunkenen Kerlen, die zum Glück auch alle irgendwie in meine Bude gepasst habe - man beachte: irgendwie. Unglaublich was diese lieblichen Geschöpfe so ausdünsten können. Und wie schnell die doch müde sind, als ob sie seit Nächten nicht richtig geschlafen und nur gesoffen hätten...;-) Ich hoffe jedenfalls auf einen weiteren Besuch, der dann vielleicht auch in die chilligeren Ecken Marburgs führen sollte. Und Schloss-Session mit BobbyCar-Abfahrt muss natürlich auch gehen.
So, jetzt kann ich mich gerade nicht dazu durchringen, das dringend Notwendige zu verrichten - nämlich zur Stählung meines Körpers aufzubrechen. Hunger hätte ich dann auch wieder. Aber lesen müsste ich auch noch bisschen was. Fragen über Fragen.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 11/02/2004 11:19:00 AM
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BODY:
Hola. Sitze hier in der Bib und schaffe es hoffentlich endlich, von diesen vorsintflutlichen Rechnern mal hier was zu posten. Wenigstens haben wir Flachbildschirme. Nun ja.
Wie auch immer - gestern abend hatten wir ein gemütliches Zusammentreffen bei Matti mit Popcorn, Chips, Wein...und dem Film Fahrenheit 9/11. Und auf die Gefahr hin, dass ich hier für die Mega-Memme gehalten werde - ich hatte stellenweise echt Tränchen in den Augen.
Ich konnte es irgendwann überhaupt nicht mehr fassen, auf welche Erkenntnisse man Minute für Minute geführt wurde - mit welcher Kaltblütigkeit Menschen über Leichen gehen für Macht und Geld. Arme Schweine auf "Feindesseite" - falls man kleine Kinder, Bauern und von mir aus sogar bewaffnete Soldaten, die trotzdem niemals von sich aus das amerikanische Volk angegriffen haben, als Feinde bezeichnen kann - falls man tote Babys mit dem Begriff "Feind" bezeichnen will. Arme Schweine auf amerikanischer Seite - Soldaten mit vollzogener Gehirnwäsche, die in einer Art Blutrausch nicht erkennen können, dass ihr leibhaftiger Dienst am Vaterland nicht im Sinne der Freiheit und Gerechtigkeit steht sondern im Zeichen von Macht und Geld.
Ich wünsche mir wirklich, dass einmal, wenn von Bush und seinen Hintermännern, Drahtziehern und überhaupt allen skrupellosen Menschen der Welt wieder ein Unrecht begangen wird, ein Blitz auf sie niederfahren möge, der mal den vielen Toten zur Gerechtigkeit verhilft.
Jawohl. Ich reg mich immer noch auf. Muss umgehend lernen, sonst beruhige ich mich nicht mehr. Wahrscheinlich wird der Drecksack sogar wiedergewählt.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:04 November, 2004 18:17
TEXT DES KOMMENTARS:ja wurde er wohl :(
andererseits, wer weiß, vielleicht wär kerry ebenfalls ne loose canon gewesen aber irgnedwas hätte sich sicher geändert...
grüßle romeo
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/30/2004 03:03:00 PM
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BODY:
ich liege gerade im bett und bin auf grund meiner haltung nicht in der lage, mit zwei händen zu schreiben. kann ich mir wenigstens die groß- und kleinschreibung schenken. ich hätte mittlerweile schon 100000 seiten hier schreiben können, wenn man die in der bibliothek und damit in unmittelbarer nähe von computern verbrachte zeit zur betrachtung hinzuzieht. da allerdings diese vorsintflutlichen dinger das irgendwie nicht für nötig erachte, meine seite überhaupt aufzurufen gescheit, war mir in endlosen stunden die kreative erweiterung meines blogs verwehrt.
nach bisher 2 wochen im neuen semester eine kurze rückschau - ich habe am ersten tag leider schon feststellen müssen, dass nur die netten leute wegen einem auslandssemester oder studienplatztausch nicht da sind. die idioten sind alle dageblieben. nunja, ausserdem erfahre ich in diesem semester das erste mal, wie es in einem überfüllten hörsaal ist, in dem man am besten morgends um 6 schon handtücher hinlegt, damit man später noch ein liege kriegt. das ist echt kein scherz - die leute bunkern sich stühle vorher, weil man später vielleicht noch nicht mal mehr eine platz auf der treppe kriegt. da sieht man mal, wozu wir studenten uns getrieben sehen, wenn über eine vorlesung für 4 semester auf einmal eine klausur geschrieben wird.
meine partyfrequenz ist erfreulicherweise immens gesunken, weil ich mich echt mal diszipliniert habe. ich habs fast jeden tag geschafft, relativ ausgeschlafen um 9 in der uni anzukommen, und das "fast ausgeschlafen" will für mich schon was heissen. die wenigen feiern, auf denen ich trotzdem war, zeichneten sich wie auch schon vor den ferien durch den gleichen haufen oberflächliche leute aus, die mir aber durch meine scheinbar wundersame wandlung irgendwie erstmals sowas von wurst sind allesamt. doch ja, in diesen ersten zwei wochen konnte ich meine neue "interessiertes desinteresse"-haltung oft ausprobieren. muss ja nicht jeder wissen, dass sein geschwätz nicht interessiert, ne?
jedenfalls - mal abgesehen von menschen und dem umgang mit ihnen, hab ich mittlerweile relativ interessante fächer. über eines davon hab ich auch schon eine klausur geschrieben, deren bestehen allerdings noch in den sternen steht.
ja, was gibts noch...hab ich erwähnt, dass wir für unseren einen kurs einen schweinefuss mitbringen müssen?
naja, das wird euch nicht interessieren. gut, ich wollte eigentlich zu meinen eltern fahren, aber gestern habe ich auf der einweihungsparty von einer neuen bar gearbeitet, und ich bin jetzt noch so im arsch, dass ich mich kaum bewegen kann. ich verspreche, einen computer zu finden, mit dem ich euch hier regelmässig von meinen tollen komilitonen berichten kann, die nämlich durchaus grundstein lächerlicher geschichten sein könnten.
nun werd ich doch glatt noch mal ein nickerchen machen...
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:30 Oktober, 2004 23:25
TEXT DES KOMMENTARS:Es gibt halt Leut, die gibts gar net. Und über die hat das Leben schon immer die besten Stories geschrieben. Also wünsche ich weiterhin viel Erfolg beim konsequent inkonsequent sein. Aber auch wenn Du im-hä? wo bist du? im arsch??-bist, möchte ich doch an dieser Stelle nochmals an mein Projekt "zur Rettung des s-Genitivs" erinnern, das noch bis Jahresende läuft, solange Du Teile meines Webspaces benutzt ;)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/14/2004 06:21:00 PM
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BODY:
Frauen - wann verfassen wir endlich den Frauenversteh-Knigge für die Männerschaft?! Was sich da teilweise für Exemplare durch die Evolution mogeln, das ist schon recht alarmierend.
Oder andersherum betrachtet - gibt es Frauen, die Männer glauben machen, dass Angeber-Geschwätz so richtig gut ankommt?
Gestern durfte ich nämlich in meiner Funktion als Thekenbeauftragte die Bekanntschaft eines zugegebenermaßen recht nett anzuschauenden jungen Mannes machen, der mich - was ich auch zugebe - mit einem sehr breiten Lächeln davon überzeugte, dass ich mich doch mal mit ihm unterhalten müsse. Alles ganz nett - der Satz "erzähl mal, was du so für Fehler hast - über gute Seiten reden ist doch uninteressant" lenkte mich sogar von den eine Spur zu weißen Zähnen ab.
Dann allerdings muss sein Gehirn vor der Wahl gestanden haben: Die "Ich geb mich einfach ganz normal und rede mit ihr über Gott und die Welt"-Variante oder die "Kuck paarungsfähiges Weibchen- mein Haus, mein Auto, mein Boot - und sensibel bin ich auch"-Masche. Nun, er entschied sich für letzteres.
Warum, frage ich mich, erzählt mir ein Typ, dass er Profi-Fussballer wird, sobald er sein Studium abgeschlossen hat. Er habe Abitur mit 1,2 gemacht - sei 3. Nationaltorwart gewesen. Seine Mutter und sein Bruder modelten ja und drängten ihn dazu, das auch zu tun - "ich mein, machen könnte ich das schon, ich hab keinen so schlechten Körper, denke ich...". Wenn ich mal in die Disco kommen wollte, in der er arbeitet - er könne mir den gaaaaanzen Abend was ausgeben - der Chef sei ja schließlich sein Kumpel. Ist klar. Seine letzte Freundin habe er mit der stellvertretenden Miss Germany betrogen. Tolle Wurst. Zum Bund musste er ja auch nicht, weil sein Onkel beim Stab sei. So - jetzt kommt nach dem Proll-Protz-Teil natürlich noch die sensibele Komponente. Er habe ja soviel Scheiße gebaut - gerade mit Frauen - jetzt habe er aber begriffen, dass der ganze äußere Schein nichts nütze, wenn man sich nicht wirklich liebe.
Männer - so solltet ihr das zumindest bei den Frauen, die intelligenter als ein Stück Knäckebrot sind, nicht machen. Da könnt ihr noch so nett sein in eurem tiefsten Inneren - das beeindruckt nicht - das ist einfach nur total lächerlich!
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:18 Oktober, 2004 13:48
TEXT DES KOMMENTARS:Lol. Ich lach mich schlapp! So ein Honk! -Ich meine, Til Schweiger kommt ja auch aus Heuchelheim, aber wenn ich Profifußballer werde und dritter Mann im Tor war, dann sitz ich nicht im unterbelichteten Marburg in ner dunklen Spilunke und demonstriere mit Münchhausen-Schwachsinn, daß ich gar kein Abitur haben kann mit so wenig Hirn. Aber er beweist, daß Darwin Recht hatte...
Mit einer Entschuldigung für ein solches Exemplar meiner Gattung sagt der Bruder tschö mit ö!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/12/2004 05:56:00 PM
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BODY:
Gestern abend erhielt ich einen Anruf, und der Anrufer eröffnete das Gespräch mit "...also hats dir auf Lanzarote nicht gefallen?". "Doch! Wie kommst du denn nur darauf!?" war meine Antwort. Er: "Naja, das kam ja wohl ziemlich deutlich durch in deinem Internet-Tagebuch."
Also: Entgegen alle wie auch immer geartete Eindrücke möchte ich hier einmal feststellen - wenn ich die Insel nicht als das Paradies auf Erden beschreibe und von dicken Holländern statt malerischen Fischerdörfern erzähle, dann heißt das doch nicht, dass es mir dort nicht gefallen hat! Ganz im Gegenteil - ich fand es dort wirklich trotz oder gerade wegen der Steinwüste echt beeindruckend.
So. Ich hoffe, man glaubt mir nun endlich.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:12 Oktober, 2004 22:55
TEXT DES KOMMENTARS:will ich ja wohl hoffen, dass es dir gefallen hat! mir übrigens auch..
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/09/2004 11:27:00 AM
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BODY:
Wo ich genau mit meiner Urlaubsbeschreibung stehengeblieben bin, das weiß ich jetzt auch nicht. Und ich bin auch gerade zu faul um nachzulesen. Was ich jedenfalls noch Wichtiges von diesem Urlaub auf Länsärroudi berichten muss, ist die immense Anhäufung von Speck. Alle Arten von Speck - Bauchspeck, Hinternspeck, Schenkelspeck, Face-Speck, Armspeck, Fuss- oder Mopsspeck. Und zwar richtig viel davon. Das ganze natürlich immer in viel zu kleine Kleidung gepresst.
Das leider häufige Bild ist:
Dicker Papa (liegt sicher nicht am Bier, liegt bestimmt nur an der reichhaltigen Kochweise von...)
Dicke Mama (auch hier kommt die Rettungsbojenfigur natürlich nur von der Geburt von...)
Dicke Kinder - höchstens 10 oder 11. Ein Mädchen und ein Junge, der schon mehr Brust hat als ich vermutlich jemals haben werde. Außerdem gewinnt er so eindeutig mit dem als Sonnenschutz getragenen weißen T-shirt im Pool die MissWetT-shirt-Wahl von Länsärroudi. Die Kinder taten mir echt leid.
Und die unsagbar dicken Leute, die man auf der Promenadenstraße beobachten kann, wie sie daherkommen mit ihrer roten, verbrannten Haut, die nur von irgendwelchen gespannten Stoffläppchen, die in ihrer Material-Fülle bzw. cm² abgedeckter Körperoberfläche so allenfalls noch bei Heidi Klum oder Paris Hilton durchgegangen wäre - das sind nicht etwa unsere peinlichen Landsleute alleine - nein! Es sind Holländer und Amerikaner! Und Briten, obwohl man die dann doch an den Glatzköpfen und den zahlreichen hässlichen Tätowierungen auf dem ganzen Fett von den anderen Nationalitäten unterscheiden kann.
Und dann gibt es auch noch die Spezialfälle, die weniger durch einen besonders dicken Körper im Ganzen, sondern mehr durch einen besonders dicken Busen auffallen. Die ersten eindeutig als Silikon-Titten identifizierbaren Brüste habe ich auf Länsärroudi erblickt - zwei spitz nach vorne stehende Berge, nein Pyramiden, die in dieser Form ohne Büstenhalter verharren - das kann eben nur Plastik sein. Das lustige war, dass die Pyramidenträgerin unheimliche Ähnlichkeit mit einer Barbies Freundinnen hatte - der Anabolika-Muskelprotz an ihrer Seite erinnerte zu allem Überfluss auch noch an Ken!
Und es muss auch überall Kleidungslegastheniker geben - ein Mann, Typ Geschichtslehrer, mit Vollbart und Brille. Schuhe: braune offene Sandalen. Darin anders braune, beinahe bis zum Knie hochgezogene Socken. Hosen: wieder anders braune Hotpant-mässige Kordhosen. Hemd: mit gigantischen Pflanzen und Blüten verziertes Hawaihemd. Wir haben diesen armen Mann, der es schaffte, 5 verschiede Brauntöne in Brille, Haare, Hose, Socken und Sandalen zu vereinen und das ganze noch mit der Augenkrebs-erregenden Farbkomposistion seines Hemdes zu verschlimmern, natürlich fotografiert. Leider sind die Socken und die Sandalen nicht mehr drauf. Naja man kann nicht alles haben.

Ist es nicht wunderschön?
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:12 Oktober, 2004 22:53
TEXT DES KOMMENTARS:wunderschönes bild! grüße vom fotographen.. ;-)
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:20 Oktober, 2004 15:59
TEXT DES KOMMENTARS:Unsäglich! Gäbe es von 'unsäglich' einen Superlativ, dann wäre der hierbei angesagt.
Am schlimmsten ist aber der völlig unhippe HipBag!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 10/07/2004 04:48:00 PM
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BODY:
Ja, nun bin ich wieder zurückkehrt von jener fernen, wüstengleichen Insel namens Lanzarote [Länsärroudi].
Wenn man dort ankommt - vermutlich nach einem stressigen Flug, auf dem "schmackhafte" Pastakreationen serviert wurden, total am Ende mit der Welt - dann erblickt man eine Landschaft, die einen gelinde gesagt etwas depressiv macht. Das, was man vom Bus aus erblickt, erinnert einen zunächst an eine Mischung aus afrikanischem Ghetto und Wildwestfilm-Set. Fehlen nur noch Straßenräuber hinter der nächsten Ecke, im Wind herumfliegende Büsche und vielleicht noch ein paar Geier am Rand des Weges.
Später gibt die Landschaft dann ein noch weitaus trostloseres Bild ab - es gibt einfach nur noch schwarze Steine. So weit das Auge reicht. Quizfrage: Woran liegt das?
a) Wir sind durch ein Wurmloch zum Mond gelangt.
b) Der gestrige Atomkrieg hat hier stattgefunden.
c) Wir haben einen Meteroiteneinschlag verpasst und werden nun bald alle aussterben.
d) Nach einem furchtbaren Vulkanausbruch herrscht hier solche Unordnung.
e) Es handelt sich um eine sehr gigantische Großbaustelle.
Tja...dann denkt mal nach!
Das Hotel ist dann wieder schön und das Essen auch. Ausgeschlafen findet man die Insel trotz ihrer leichten Ähnlichkeit zu Kummerland aus Jim Knopf dann erstaunlich schnell beeindruckend. Was sie auch wirklich ist. Wie eine andere Welt aus einer anderen Zeit.
Das letzte Mal ist dort 1824 ein Vulkan ausgebrochen. 1730 begann ein Inferno, das 6 Jahre ununterbrochen anhielt - da wundert es einen auch nicht weiter, dass ein Großteil der Insel aus den schwarzen Lawa-Brocken besteht. Ich hatte den Eindruck, dass alles dort, was grün und kein Kaktus ist, nur leben kann, wenn man ihm massenhaft Wasser zuführt. Gras gibts nur auf dem Golfplatz. Immerhin wachsen überall Kakteen.
Einen Nationalpark gibt es auch - die Feuerberge. Mit dem Bus kann man auf abenteuerlich schmalen Sträßchen zwischen Kratern und Gestein die Gewalt der Erde mit eigenen Augen ansehen. Inmitten dieser alten Vulkane ist die Erde immerhin noch so heiß, dass man in wenigen Metern Tiefe schon 400 °C vorfinden kann.
Moment, später weiter, Telefon...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/26/2004 05:44:00 PM
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BODY:
Hallo? Ist da jemand? Noch nicht mal 3 Tage bin ich von der Insel weg, und ich habe schon das Gefühl, als wäre ich nie da gewesen. Tut doch was, ihr Heidelberger, Berliner, Tübinger, Kölner, Hannoveraner und Sylter!!! Ich bin ganz arg traurig...
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS: Maike
DATUM DES KOMMENTARS:27 September, 2004 21:20
TEXT DES KOMMENTARS:Och,Käthe. Net traurig sein - das bin ich doch schon...Auf der Heimfahrt liefen mir irgendwann auch die Tränen. Meine Mutter war dann etwas irritiert über ihre sentimentale Tochter, die sich zu ihrer Heulattacke nicht äußern wollte, um nicht ins Hyperventilieren zu verfallen...:)
Mein Geburtstag war auch nicht so toll - kein Kuchen, keine Blumen, kein exzessives Feiern, dafür leichte bis mittelschwere Depression. Ist das immer so beim 21.? Mein Geburtstag war dieses Jahr halt einfach zum falschen Zeitpunkt!
Heute ist Montag abend, in der Wunderbar sitzen jetzt wohl irgendwelche blöden Leute an unserem Stammtisch, essen unsere Erdnüsse und schauen unsere Entdeckung von Mann an - das ist der wunderbarste Barmann aller wunderbarer Bars - IHR FEHLT MIR!
Unsere Männer im Bunde, liebe Käthe, scheinen wohl nicht so sentimental zu sein. Vermissen die uns denn gar nicht? Bitte meldet euch - auch bei der kleinen Möik!
Und kommt ja bald nach Heidelberg - sonst steht vielleicht das Schloss nicht mehr...und das wäre doch schade:)
Allerliebste Grüße - und net traurig sein!
Möiki
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/25/2004 10:49:00 AM
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BODY:
Tja, nun bin ich wieder daheim. Und gestern morgen war ich noch auf Sylt. Dann bin ich auf die Fähre drauf und habe so lange zum Hafen gestarrt, bis man ihn nicht mehr sehen konnte. Die Leute da auf diesem saukalten Deck müssen auch gedacht haben, dass ich mich vielleicht zu sehr in den Leitsatz "...oh, ich hab solche Sehnsucht, ich verliere den Verstand,...ich will zurück nach Westerland..." gesteigert habe, als ich da oben stand und mir konstant bis Romo die Tränchen runtergelaufen sind. Ein Wunder, dass die nicht gefroren sind bei der Kälte! Ich fand es jedenfalls extrem tragisch, dass ich schon da wegmusste. Was heißt, ich fand - ich finde es extrem tragisch, dass die Zeit schon vorbei ist. Auf der Autofahrt musste ich mich echt extrem zusammenreißen, dass meine Augen nicht zufallen - dann war auch noch Stau des öfteren, ach und es gab natürlich auch die obligatorisch Nichts-Blicker-Autofahrer. Jedenfalls waren wir mit der Familiy dann gestern abend gleich noch essen, was auch sehr lecker war, bis auf die Kleinigkeit, dass es sich weigerte, in meinem Körper zu bleiben.
Und habe ich schon erwähnt, dass der Himmel wie eine eingegraute Gardine ist, die frisch aus der Waschmaschine kommt, nicht richtig saubergeworden ist und noch tropft? Supa. In Sylt gibts das auch aber mit blauen Sprenkeln und vor allem Meer. Wieder ein Punkt, der für Fernweh spricht. Der Alltag steht auch schon wieder vor der Tür. Mit anderen Worten - ich bin heute morgen leicht depressiv. Außerdem - wo sollen jetzt meine Erfolgserlebnisse herkommen, wenn meine Beziehung zur Vene so drastisch zum Ende gebracht wurde? Wie soll ich nur ohne die Nadel leben?! *schluchz*
Und ach Mensch. Ich finds grad ganz immens traurig. Und der Bodo ist weg, die Möiki ist weg, der Martin ist weg, kein Kleidungslegastheniker zum spaßigen Hin-und-Her-Dizzen, keine Nora, keine süßen kleinen Omis mit rosa Plüschbademantel mehr, kein Bananenklauen im Speisesaal, keine "Laborsession" mit Martin, keine Erdnussorgien mehr montags, kein....ach je. Das ist so traurig gerade. Ich stell mich jetzt unter die Dusche, vielleicht ist danach nicht mehr alles so schlimm.
Ach! Habe ich schon erwähnt, dass ich trotz übelster Fressorgien eher noch abgenommen habe als zu? Das mit dem "ich nehm bestimmt 20 Kilo zu" streiche ich dann hiermit.
Vielleicht liest das hier ja ein Sylt-Relikt...Wollt ihr wohl das kleine Kätchen auch nicht vergessen...? Ach je, ich werd schon wieder sentimental, ich muss jetzt auf der Stelle Arbeit verrichten, das lenkt ab - waschen, Auto im strömenden Regen aussaugen, jawohl - sowas wird helfen.
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/23/2004 02:29:00 PM
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BODY:
Tja, nun ist das schon mein letzter Tag, und ich finde das immens traurig. Würde wirklich gerne noch länger bleiben. Gestern hatte ich neben den üblichen auch noch ein paar ganz tolle Erfolgserlebnisse. Ich selbst durfte eine Aszites-Punktion machen! Ich weiß, es ist im Prinzip ja nichts anderes als ein dicke dicke Nadel in den Bauch reinstechen, aber ich fand das wirklich echt total toll...
Gestern abend sind wir - Bodo, Maike, Martin und ich, dann ja noch im Kliffkieker in Wenningstedt gewesen, haben uns zum Abschied mit Claudia Jung, Wolfgang Petri und den Flippers berieseln lassen und noch die letzten Stunden zusammen genossen. Schade, wirklich schade, dass diese Zeit jetzt schon wieder vorbei ist. Ich hoffe echt, dass der Kontakt bestehen bleibt. Danach habe ich auf dem Heimweg die Goldmedallie im 5km-Hasen-Slalom gewonnen. Die Viecher sind echt ziemlich bekloppt, ständig wollen die sich vor mein Auto stürzen. Kamikaze-Hasen, echt.
Die Jugendherberge durfte ich endlich endlich endgültig verlassen, so langsam gehen mir diese Scheiss-Kinder echt auf den Keks. Jeden Morgen irgendwelche Zusammenstöße mit Halbstarken und Dummtussis. Die letzten paar Morgende waren immer die gleichen Tussis zur selben Zeit wie ich in der Dusche. Dass die erst 14 oder so gewesen sein können, sah man nicht unbedingt an der Körperform - Dicktitten sondergleichen. Aber in dem Alter fehlt den Mädels eben noch die Einsicht, dass es nicht schadet, die Pubertätsakne abzudecken und sich den Mega-Busch abzurasieren - naja, das hat sie verraten. Und diese Törtchen haben mich morgends so penetrant angestarrt immer - so wahnsinnig unauffällig durch den Spiegel, oder auch direkt. Das war echt schon unangenehm - mein Gott, man geht halt nicht komplett angezogen duschen. Und gestern morgen haben sies übertrieben - penetrantes doofes Gestarre. Mir lag schon auf der Zunge zu sagen: "Was ist denn?! Wollt ihr auch ein Tattoo und nen Ring im Bauchnabel?! Wollen wirs gleich hier machen mit ner Nadel, Tinte und nem Feuerzeug? Oder soll ich euch beim rasieren helfen?!" Naja, ich hab dann letztendlich nur gefragt, warum sie so dumm glotzen würden, was aber schon reichte, um diese Dummtröten sprachlos zu machen: Ich kann auch noch reden! Unfassbar!
Das muss ich alles nicht mehr ertragen, dem Herrn sei dank. Meine Omis, die sich mittlerweile immer schon freuen, wenn ich zum Blutabnehmen komme, die werde ich schon vermissen.
Überhaupt, der Monat war schon echt gut zum Mütchen kühlen...
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/21/2004 06:07:00 PM
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BODY:
Ich bin gerade nicht einmal in der Lage, mich über meine total schwierige Vene des heutigen Tages zu freuen, in deren winziges Lumen ich eine wunderschöne Kanüle versenken konnte.
Leute, wenn ihr im Begriff seid, den Vertragsanbieter eures Handys zu wechseln oder gar einen neuen abzuschließen: HÄNDE WEG VON E-PLUS!!!
Ich will euch die Einzelheiten ersparen, aber das sind (spätestens nach dem vor wenigen Minuten erfolgten Telefonat mit dem unverfrorensten Mitarbeiter aller Zeiten) die allerletzen Abzocker! Und weil ich mich bei dem Gedanken daran auch schon wieder neu aufrege und jede Minute platzen werde, höre ich am besten auf hier was zu schreiben. Außerdem fliegt draußen gerade die Welt weg und es schifft horizontal am Fenster vorbei.
AAAAAAAaaaaaa!!!
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/20/2004 04:02:00 PM
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BODY:
...es schifft hier in Strömen, und zwar pausenlos. Außerdem hats hier laut einer Anzeigetafel 30m/s Wind - wieviel ist das...hm, kann sich jeder mal im Kopf ausrechnen, so irgendwas um die 108 km pro Stunde? Also mit anderen Worten - ja! Klar gehen wir gleich noch mit unserer Sonnencreme an den Strand, machen ein Lagerfeuer, spielen auf unseren Gitarren und grillen Würstchen, bis die Sonne blutrot im Meer versinkt. Son Scheiss.
Wobei - wenn ich daran denke, wo ich morgen in einer Woche bin, dann wirds mir glatt wieder richtig warm. Kurzentschlossen wird es nämlich zu einem Trip nach Lanzarote kommen, eine Woche auf der Vulkaninsel. Ich freu mich schon halb zu Tode.
Hier gibts soweit nichts aufregendes zu berichten. Durfte für das Wochenende die Wohnung meines Assistenzarztes hier benutzen, weil der auf dem Festland war. Welch Erholung, mal nicht mit 5 oder mehr anderen Tussis in einem Zimmer schlafen zu müssen und nicht irgendwelchen ekelhaften Bio-Busch-Trägerinnen-Tanten in der Dusche zu begegnen. Bei der Gelegenheit habe ich dem armen Junggesellen auch gerade mal seine 500 Kilo Dreckwäsche gewaschen und gebügelt, diverse Glühbirnen gewechselt, gestaubsaugt und etliche Einkaufszettel in der ganzen Wohnung verteilt. Der Mann hat nämlich so gut wie nichts, was man zu überleben braucht. Oder sagen wir zum angenehmen Überleben. Also hängt jetzt eine Klebenotiz am Schrank (Kaufe: Bügeleisen, Wäscheleine + Klammern, Magnetdings, damit der Schrank auch mal zubleibt), an den Fenstern (Kaufe: Gardinen!), am Badezimmerspiegel (Kaufe: Mülleimer, Scheuermilch, Duschvorleger), an der Spüle (Kaufe: Mülleimer, Besteckkasten) und so weiter und so weiter........
Naja. Sowas kann ich halt nicht mitansehen. Ja, dann ist es mittlerweile hier in der Klinik auch so weit, dass meine 100% Quote nur noch durch blöde Unfälle gemindert wird - so wie ich heute morgen die Nadel in totaler Schusseligkeit aus der Vene gerissen habe, als sie dort schon wunderbar lag. Das ist halt alles nicht mehr so prickelnd und aufregend.
Heute abend gehts wieder in die Wunderbar, um den schönsten nein wunderbarsten Mann überhaupt zu bestaunen. Und Erdnüsse, bis uns allen schlecht ist. Morgen wollen wir vielleicht noch mal richtig schön Fisch essen gehen. So alle Mann ohne die anderen Praktikanten, die sich nur mit Ihresgleichen und nicht so uncoolen Leuten wie uns abgeben. Von daher bin ich echt total froh, dass ich nur noch bis Donnerstag hierbleibe. Ich finde so eine Spalterei, wo sich manche Leute demonstrativ an einen neuen Tisch setzen, obwohl an dem anderen noch Platz gewesen wäre, einfach total lächerlich. Grüppchenbildung gibts halt nicht nur in der Uni und scheint doch auch etwas von den Personen und nicht nur der Situation abhängig zu sein.
So. Jetzt regnets nicht mehr so doll und das Abendessen rückt in greifbare Nähe.
Habe ich schon erwähnt, dass ich nächsten Dienstag nach Lanzarote fliege? *freu*
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:20 September, 2004 16:56
TEXT DES KOMMENTARS:Wie jetzt? -Lanzarote?
Hast mir ja gar nicht gesagt, daß ich mitkomme. Sollte bestimmt eine Überraschung für Deinen lieben Bruder werden, stimmts?
Hach Nini, das ist aber lieb! Wann gehts los?
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/16/2004 03:52:00 PM
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BODY:
So langsam habe ich echt eine sichere Beziehung zwischen mir und der Vene im allgemeinen aufgebaut - wir haben ein sehr spielerisches Verhältnis. Manchmal versucht sie sich vor mir zu verstecken und freut sich riesig, wenn ich sie nicht finde, aber dann fuchtel ich einfach ein bisschen in der Umgebung hin und her und schon habe ich sie. Und dann sind wir wieder vereint...hach wie romantisch unsere Beziehung doch ist!
Ich rede zwar nicht im Fieberwahn, aber ich bin sowas von totmüde gerade, dass bestimmte Hirnareale (z.B. das Anti-Schwall-Areal) bereits abgeschaltet haben. Ich bitte, mir das heute zu verzeihen.
Habe heute wie bereits farbenfroh umschrieben zehnmilliardenmal Blut abgenommen, immer (irgendwann nach bissi in der Haut rumsuchen) erfolgreich - und eben (und das in diesem Zustand) bekam ichs auch noch fertiggebracht, eine total tolle, perfekt sitzende Braunüle zu legen. Ich bin gerade über alle Maßen zufrieden zu mir, weil ich auch noch heute im Ultraschall allerhand schwarze, graue und weiße Flecken als verschiedene Strukturen erkennen konnte. Tja, mir genügen eben die kleinen Erfolgserlebnisse.
Heute abend gehen wir vielleicht zum Martin Video schauen, für irgendwas anderes fehlt mir echt gerade die Kraft und Lust. Vielleicht tue ich jetzt gleich noch mal was für meine Bildung und schaue in ein Buch. Gut, vielleicht auch nicht.
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:17 September, 2004 16:41
TEXT DES KOMMENTARS:gnaaaah los her mit deiner adresse sonst wirst dus bis ans ende der tage bereuen dass du keine postkarte von der mulino fiacatto (oder so...) bekommen hast :D
gruesse aus italien
Romeo
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/14/2004 04:46:00 PM
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BODY:
...geh nicht zur Ruh. Bin gerade zu schwach um noch großartig was zu schreiben. Bin totmüde aber zu faul, um vor 8 nochmal nach List zu fahren, wenn ich dann eh nach Rantum zum Bodo fahren muss. Das sind jetzt allerdings noch knapp 3 Stunden, die ich irgendwie totschlagen muss, was mich gerade überaus stresst.
Auf einkaufen gehen in Westerland hab ich auch irgendwie keine Lust, weil ich mir die schönen Sachen dort sowieso nicht leisten kann. Und 3 Stunden muss ich da auch nicht von Schaufenster zu Schaufenster laufen.
Jedenfalls hatte ich am Wochenende ein paar ganz nette Mädels im Zimmer - Sonja und Jutta. Leider sind die heute schon wieder ausgezogen - das hätte sonst echt noch nen Heidenspass gegeben. Wer weiß, was ich jetzt wieder für Baracken in meiner Bude habe, wenn ich später nach Hause komme.
Ansonsten dachte ich bis gerade eben, die Welt wird hier noch untergehen, weils hier sowas von runtergeschifft und gestürmt hat (ja Mami, 103km/h halte ich durchaus für realistisch). Heute morgen gabs Sonnenaufgang mit Platzregen und Gewitter - zumindest war das für ein schönes Foto gut.
Gestern war ja in der Wunderbar nochmal Englischer Abend - das heißt, mal ausnahmsweise keine Schlager - und es gab mehrere tolle Dinge dort. Zum einen wurde der Eimer mit Erdnüssen auf unserem Tisch ständig nachgefüllt, zum anderen war dort natürlich auch wieder der wunderschönste Mann des Universums zu bestaunen. Also das ist der temporale subjektiv schönste Mann im Universum, deshalb schickt mir das Angaffen ja wirklich voll und ganz, um einen schönen Abend zu haben. Darüberhinaus gab es da jetzt aber auch nicht wirklich irgendwas tolles, was ich hier berichten könnte.
Heute habe ich meine erste Kardioversion angeschaut - und ich hoffe inständig, dass der Arzt nur einen Scherz gemacht hat, als er sagte: "So, Sie finden das also interessant? Dann machen Sie das das nächste Mal, würde ich sagen." Das wäre ja unverantwortlich, mir so einen Defibrillator-Dingsbums-Apparat in die Hände zu geben, nein? Für die Nichtmediziner: Bei Kardioversion versucht man elektrisch das Herz aus einem falschen Rythmus zu bringen, damit es neu im richtigen Rythmus "anspringen" kann. Und ich fand das mit dem Defibrillator ja schon ansatzweise Emergency-Room stylisch. Aber mich begeistern ja auch ein paar schwarze und graue Schatten auf einem Ultraschallmonitor, die dann eine Niere sein sollen. Naja, man soll sich ja auch an den kleinen Dingen freuen.
Ach, noch so ein kleines erfreuliches Ding: meine erste arterielle Blutgasanalyse hat geklappt. Schön.
Mittlerweile finde ich es schon fast wieder traurig, dass ich nächste Woche schon hier fertig bin, weil ich jetzt erst so richtig das Gefühl habe, dass ich so langsam mitkomme und etwas mehr verstehe. Ausserdem bin ich echt dankbar für die Gesellschaft von so vielen wirklich lockeren Leuten. Das habe ich in Marburg echt ziemlich vermisst, dass man mal so locker mit Leuten umgehen kann, wie das hier der Fall ist. Ich hoffe, dass ein paar der Bekanntschaften bestehen bleiben - und ich hoffe, dass ich daheim nicht wieder in das Alltags-Loch zurückstürze, aus dem ich mich gerade einigermaßen herausmanövriert habe. Dass manche Dinge einfach nicht so sehr von Belang sind, wie man sich aber hereinsteigern kann, wenn man nicht die genügende Distanz dazu hat. Von daher weiß ich nicht, ob ich wirklich schon an dem Tag zurückfahre, an dem ich hier das Praktikum beende - mal schauen. Das werde ich relativ kurzfristig entscheiden müssen.
So. Und jetzt werde ich mich mal in Bewegung setzen. Kann ja jetzt hier nicht noch ewig rumhocken...
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:15 September, 2004 13:10
TEXT DES KOMMENTARS:Ich würde mal sagen, pflege Deine Kontakte und komm, wenn Du`s leid bist wieder nach Hause. Ich verstehs.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:15 September, 2004 14:19
TEXT DES KOMMENTARS:Die Natur des Geistes ist so geartet, daß uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.
(Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
...sagte der Bruder der Schwester, auf daß sie verstünde, ihre Lehren und Schlüsse aus einer Zeit der Distanz von ihrem bisherigen Leben zu ziehen.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/13/2004 01:18:00 PM
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BODY:
Am Freitag waren wir beim Martin in Tinnum grillen - ich bin zwar auf der Suche nach seinem Haus die halbe Insel abgefahren, aber gefunden hab ichs schließlich zum Glück doch. Ganz ein schnuckeliges Häuschen mit Terasse, wo wir dann nämlich auch lecker Lachs gegrillt haben. Der Bodo hatte so geile Parmesankartoffeln dabei, es gab Chips, Salat, Süssigkeiten....ach ich hab bestimmt mindestens 20 Kilo mehr auf den Hüften wenn ich wieder daheim bin. Dann sind wie nach 12 noch in die Klinik gefahren, um die Kathrin zu besuchen, die nämlich Nachtdienst und Geburtstag hatte. Ach und der Rene hatte ja auch Nachtdienst, und diese ganzen armen müden Menschen mussten mit Pudding und Süßkram versorgt werden.
Da lag ein Typ auf dem Flur, der sichs mit seinen 22 Jahren so dermaßen mit Valium, Ecstasy und Alkohol besorgt hat, dass er nackt in einem Strandkorb weggedämmert ist. Eltern - seid stolz auf mich - es hätte auch so enden können.
Samstag war doch nix mit Werbegeschenken, da haben wir halt nur ein Poster aus dem Flur geklaut, weil das so schön war. Mittagessen haben sie auch noch mal netterweise rausgerückt. Abends waren wir dann im Kino in "The village" - von wegen Horrorschocker - spart euch den, der ist zwar nett, aber dafür Geld auszugeben lohnt nicht. Danach waren wir nach einigem Hin und Her im Claudias - einer laut Nina "Schwofendisco", worunter ich mir gar nichts vorstellen konnte. Das Logo dieses Ladens ist ein Konterfeit einer Frau, die aussieht wie eine Mischung aus Udo Lindenberg und Karl Lagerfeld. Ein Laden, wo man an der Tür klingeln muss, damit man von einem langhaarigen Typ im Mafiastyle eingelassen wird. Hinter der Theke steht dann Claudia und sieht genauso aus wie das Logo des Ladens - aber wirklich ganz genauso. Schwarzer Lindenberg-Hut, schwarze Jacke und Rollkragenpullover mit einer Goldkette aus den Buchstaben "C-L-A-U-D-I-A", schwarzer Rock mit schwarzen Pömps - nur dass Claudia einen ultratiefen Männerbass hatte, was daran gelegen haben dürfte, dass Claudia zumindest biologisch ein Mann ist. Nun ja, ein paar Korsette-tragende Tunten mit roten Pömps waren ja auch da - und es lief tatsächlich richtig gute 80er Seichtmusik. Und es gab die obligatorische Pornobedienung hinter der Theke, die meiner Vorstellung einer Puffmutter sowas von nahe kam...
Dummerweise war die Dichte an fetten, notgeilen Geldsäcken etwas hoch, und Claudia machte den Fehler auf Schlager umzuschwenken. Das führte zu unserem Verlassen des Ladens.
Wir waren noch beim Mac, aber in die Wunderbar wollte keiner mehr, weils da zu voll war - obwohl...der wunderschönste Mann der Welt arbeitete dort wieder Samstag...die Verlockung war schon groß...
Gestern, also Sonntag hat es nur geschifft. Und wir hatten mindestens Windstärke 8 oder so. Jetzt habe ich aber ganz nette Zimmergenossinnen, eine Sonja und eine Ärztin aus Freising...
Werde hier gerade zur Arbeit genötigt...
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/10/2004 08:19:00 PM
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Nur noch schnell eine Begebenheit des heutigen Nachmittages - es ereignete sich auf einem Parkplatz. Eine schicksige, postklimakteriale, vermutlich fahrunfähige, "Mein fetter vor Geld stinkender Ehemann hat ein Haus in Kampen"-Schabracke mit ihrer noch viel schabrackigeren Mutter stieg aus ihrem offenen CLK - natürlich offen, denn dafür trägt Frau ja schließlich diese potthässlichen Leder-RalphLauren-Baseball-Kappies. Diese Torte kaufte einen Parkschein und schaffte es tatsächlich, diesen statt hinter die Windschutzscheibe durch einen Lüftungsschlitz in die Motorhaube zu befördern - komisch - wie kann sowas nur passieren, wenn man bei Windstärke 5 einen Parkschein hinter die Scheibe eines offenen Cabrios legen will?! Anstatt einfach mal die blöde Motorhaube aufzumachen und zu schauen, ob das Teil noch zu finden ist - Mordsgeschrei und schließlich schnell die Übereinkunft einfach einen neuen zu kaufen. Die Tante wusste wahrscheinlich noch nicht mal, wo ihre Motorhaube aufgeht.
Was gibt es hier nur für fehlgesteuerte Menschen...
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/10/2004 07:50:00 PM
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BODY:
Viel gibt es jetzt nicht gerade zu berichten. Ausser vielleicht, dass ich mittlerweile 2 erfolgreiche Kanülen gelegt habe. Also erfolgreich in dem Sinne, dass ich keine Vene verstochen habe, der Arm nicht umgehend angeschwollen ist und man auch wunderbar Infusionen hat reinlaufen lassen können. Weniger erfolgreich in dem Sinne, dass ich mir bei Erfolgreiche-Kanüle-Nr.1 beim Rausziehen der Nadel mangels ausreichender Koordinationsfähigkeiten (2 Hände für Vene abdrücken, Nadel rausziehen, Tupfer unterlegen, Infusion dranstöpseln?!) selbige in den Finger gestochen habe - leider hatte ich sie vorher schon im Arm des Patienten. Also durfte ich heute morgen den "Fall" melden - als Betriebsunfall, falls der Mann jetzt Aids, Syphillis oder was anderes nettes gehabt haben sollte - damit ich eine Berufsunfähigkeitsrente bekomme. Herzallerliebst. Naja, was solls.
Dann habe ich scheinbar die Angst vorm Leuten-Wehtun verloren - ich sollte nämlich heute eine arterielle Blutgasanalyse machen. Das heißt nichts anderes als den Puls suchen, abschätzen, wie tief die Arterie wohl liegt und dann auf gut Glück die Nadel senkrecht reinzimmern. Ach ja, und dann rumpulen, falls man nicht getroffen hat. Nun, ich habe nicht getroffen. Und nach 5 Minuten des Rumstocherns habe ich den armen Mann dann mal wieder entnadelt - da war keine Arterie in Sicht. Ich glaube, der hatte ganz einfach keine. Das muss der Grund gewesen sein. Jawohl.
In der Jugendherberge gab es für mich gleich 2 Überraschungen, eine gute und eine schlechte. Die Gute - erstmalig sind alle Menschen aus meinem Zimmer ausgezogen und bis eben ist keiner nachgekommen. Die Schlechte - die Damen, die heute morgen als letzte den Raum verlassen haben, fanden es offenbar nicht notwendig, den Raum dann wieder abzuschließen - wie gut, dass das Zimmer den ganzen Tag offen war mit all meinen Sachen darin und mir irgendein witziges Kind einen Zettel mit dem Text "Fuck you - by xxx" dagelassen hat. Die Begeisterung kennt keine Grenzen.
Bei uns auf der Station herrschen irgendwie eigenartige hierarchische Strukturen. Die einen Krankenpflege-Praktikantinnen müssen sich den Buckel krumschuften, die anderen dürfen sich den ganzen Nachmittag ins Schwesternzimmer setzen und Kniffel spielen. Und irgendwie gibt es auch eigenartige Praktikanten - die einen sind ganz normal und unterhalten sich mit jedem, die anderen sind wie an der Uni gleich auf Style-Ebenbürtige fixiert (und die anderen muss man ja dann auch nicht mal mehr grüßen, ne?). Schön. Dafür tauen jetzt - fast im Endspurt dieser Famulatur - manche Eisklötze auf. Der eine Oberarzt hier, der sonst immer nur jeden anscheisst und die Famulanten rumscheucht - der hat heute extra eine unserer Sekretärinnen angerufen, damit sie mich fragt, ob ich bei einer Darmspiegelung zuschauen möchte. Nett.
So, jetzt gehts noch grillen nach Tinnum zu Martin. Morgen früh ist hier eine Fortbildung, da geh ich hin und greife massenhaft Werbegeschenke und belegte Brötchen ab. Ähm, und lerne natürlich hauptsächlich viele tolle interessante Dinge. Adios muchachos.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:12 September, 2004 11:58
TEXT DES KOMMENTARS:Ist das nun schon ein Zeichen von Aufgetautsein, wenn man junge, unbelastete Menschen zu einer Darmspiegelung einlädt?
-Ihr Mediziner seid schon echt ein komisches Völkchen...
-Martin.
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/09/2004 03:34:00 PM
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BODY:
Nachdem ich so gut wie keinen Protest gegen meine Einschätzung des Verlassenwordenseins erhalten habe, gehe ich davon aus, dass ich vollkommen recht hatte - alle sind froh, dass ich weg bin. Schön. Es möge sich die Erde auftun und mich verschlucken.
Wie auch immer - für die wenigen treuen Seelen trotzallem der Bericht. Gestern habe ich mit Mrs. Power-Heidelbergerin einen Sixpack platt gemacht, und wir mussten uns von so einem pseudo-intelligenten, pseudo-weltgewandten Lehrer vollschwafeln lassen. Was sich vermutlich auch nur durch das Bier ertragen ließ. Nun ja, trotz wunderschönem Sternenhimmel, irgendwann waren wir müde, und die Verabschiedung von der Heidelberg-Fraktion musste durchgeführt werden.
Hätte ich doch nur mehr Bier gekauft! Denn wäre ich besoffener gewesen, dann wäre ich vielleicht auch trotz dem, was mich in meinem Zimmer erwartete, schnell und friedlich eingeschlummert. Dort nämlich war um 11 Uhr keineswegs Schlafenszeit angesagt, obwohl schon 2 neu hinzugekommene Frauen im Bett lagen und keinen Mucks mehr von sich gegeben haben. Die drei Barbie-Schicksis waren nämlich gerade eben erst auf dem Weg in die Dusche - und gepackt hatten die auch noch keinen Strich. Um 12 habe ich wegen einem kurz bevorstehenden Tobsuchtsanfall (leise unterhalten oder leise packen ging bei den Törtchen ja nicht scheinbar) mal vorsichtig nachgefragt, wann denn die Absicht bestünde, dass das Licht ausgehe, weil es hier Leute gäbe, die früh aufstehen müssten. AAAAaaaa - viel zu viel Konjuktiv für mich, bin doch keine Juristin! Nun ja, jedenfalls kam dann die Antwort "Tja, keine Ahnung..." - worauf ich (um kein Blutbad anzurichten) umgehend das Zimmer verlassen musste.
Keine Ahnung, jedenfalls lag ich irgendwann wieder im Bett und war so müde, dass ich scheinbar irgendwann eingeschlafen bin. Und heute morgen war ich extra laut. So. Hoffentlich sind sie alle wach geworden.
Jetzt hab ich den ganzen Tag schon einen riesigen Hals, weil hier extreme Grüppchenbildung stattfindet im Moment, auf meine Kosten - zumindest empfinde ich das so. Hier passiert auch nichts Aufregendes - die 100. Koloskopie, die 200. Gastroskopie, eine Frau mit Atemnot auf die Intensiv, Stechen und Treffen oder auch nicht, Mittagessen, doofe andere Praktikanten........als so weiter. Werde mal auf Visite mitgehen jetzt.
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/08/2004 01:43:00 PM
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BODY:
Ich habe überhaupt gar keine Lust irgendwas über Wochenendaktivitäten oder das gute Wetter oder über meine Trefferquote beim Blutabzapfen zu schreiben - hier herrscht sowas von eine Vernachlässigung meiner Person, dass es deshalb sicher bald wieder anfängt mit regnen! Ausser meinen lieben Eltern und meinem Brüderlein gibt es scheinbar keine Menschen mehr in der Heimat, die mich noch nicht verdrängt haben. Heute ist Scheisstag, und das machts alles nur noch viel schlimmer. Da - ihr treulosen Menschen - jetzt habt ihrs geschafft und mich traurig gemacht...
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:08 September, 2004 16:16
TEXT DES KOMMENTARS:Tja Schwesterchen,
gräme Dich nicht zu sehr. Sonst muß ich Dir nämlich mal aufschreiben, daß ich nach nun 6 Jahren im fernen, unendlich weit entfernten Europäischen Nachbar-Ausland, stolze 250 km von zuhause weg, noch immer (beinahe) aufzählen kann, wie oft mich meine Leute von zuhaus mal angerufen haben. Ohne jetzt einen Sturm der Entrüstung auslösen zu wollen, sei auch gesagt, daß zum Glück einige darunter sind, bei denen ich es nicht zählen kann.
Nimm's net zu arg, es klärt den Blick auf die Dinge, wie sie wirklich sind. Für wen Du "Aus den Augen, aus dem Sinn" bist, auf den solltest Du einfach pfeifen, auch wenns erstmal weh tut, dafür ist es im Folgenden deutlich weniger einsam.
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:08 September, 2004 20:33
TEXT DES KOMMENTARS:Für die meisten Leute bedeutet, wenn jemand ne Zeit lang weg ist, dass sich derjenige 'zuhause' meldet falls was ist. Die Zuhausegebliebenen sind diejenigen die bedauert werden müssen weil sie in ihrer Alltagschleife hängen. Bei Dir weiss man doch, dass es Dir gut geht (?). Gibts was besseres, als jetzt auf Sylt zu sein?
Ich les dein Blog jeden Tag (wo ist die Lesestatistik?) und du machst nicht gerade den Eindruck als wärst du ein Trauerkloß.
Genieße die Ruhe, sei nicht traurig und lass deine Seele bisschen baumeln. Wenn Du wieder da bist, reißen sich die Leute eh um Dich. Sei Dir sicher, hier denken genug an's Käthchen.
Grüße aus W* (Name des Dorfes der Redaktion bekannt)
PS: Die St*ff* sollte sich was schämen ;-)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/05/2004 01:51:00 PM
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BODY:
Heut ist ein sowas von schöner Tag! Allein schon, weil ich den Ort des Grauens - die Jugendherberge - bis heute abend nicht sehen muss. Und dann lässts sich dort auch aushalten mit Anna und dem Bier, was sie für nachher einkauft. Vielleicht bin ich dann angeduldet genug, um mich nicht mehr über meine Zimmergenossinnen aufzuregen. Gestern abend haben die nämlich den Vogel abgeschossen. Ich komme da rein so um 10 - die zwei alten Schrullen tratschen gemütlich bei voller Zimmerbeleuchtung und offenenem Fenster. Die Decke war einfach nur schwarz vor Schnaken und Stechmücken. Und dann wagte ich es auch noch zu sagen, dass sie ja vielleicht mal das Fenster hätten schließen können - da sagt doch die eine Tante da zu mir: "Ja aber das ist doch Ihr Fenster! Das ist auf Ihrer Seite und Sie haben das schließlich auch heute morgen aufgelassen. Da haben wir doch nix mit zu tun, wir können doch nicht einfach IHR Fenster zumachen!" Ich musste mich sowas von beherrschen. Auf meine Anmerkung, dass man ja wohl in einem Mehrbettzimmer nicht so penibel zwischen dein und mein entscheiden müsse, da hat sie mich schon wieder mit "ja aber wenn Sies doch heute morgen aufgelassen haben..." angepampt - ich stand wirklich ganz kurz vor einer sehr sehr ungehörigen Bemerkung wie "ok, dann drehen Sie aber bitte das nächste Mal, wenn ich MEIN Fenster auflasse, die Deckenleuchten-Glühbirne auf meiner Seite aus!" Das habe ich mir aber dann doch verkniffen. Nun fing diese Schrulle aber auch noch mit der Fensterbank an - ob das meine Unordnung wäre. Als ich ihr sagte, dass das tatsächlich zum Teil meine Sachen wären (waren ja auch auf MEINER Fensterbank), kam sie gleich mit dem Mülleimer angerauscht und fing an, das fremde Zeug da reinzuschmeissen. Die hatte echt einen an der Klatsche. Noch immer im Rausche dieser wunderschönen Nacht bin ich eben mal fragen gegangen, was mein nächstes Zimmer eigentlich für eine Belegungsstärke hat - tja, und ich komme am Montag in ein...............ACHTER-ZIMMER!!!!! Was hat das Schicksal eigentlich gegen mich?!
Naja, wie auch immer. Jedenfalls habe ich am Freitag meinen ersten erfolgreichen und noch dazu wunderschönen Zugang gelegt. Und abends - nachdem ich mich von einer kleinen depressiven Phase erholt hatte - sind wir mit Rene, Andrea und Petra aus der Aufnahme, Maike und Martin etwas essen gegangen. Hätte die feine Möiki gewusst, was danach noch passierte, wäre sie sicher nicht schon heimgegangen. Da der Martin sicherlich mindestens 500mal betonte, dass er drigend tanzen gehen wollte, sind wir in einer angeblich "total tollen" Musikkneipe gelandet. Nunja. Eigentlich war der Altersdurchschnitt vielleicht 17, es kamen nur 80er Jahre Cover-Versionen mit Technobeat, und es erinnerte mich verflucht stark an eine herkömmlichen Bauern-Disco-Kirmes-Irgendwas-Feier. Der Martin hat gleich ein Bunny angetanzt, das die Krankenschwestern dummerweise aus der Notaufnahme kannten, wo sie 2 Wochen vorher mit 2,5 Promille, Krämpfen und Kokain im Blut die Nacht verbracht hatte. *räusper* Super Partie sag ich da nur. Schließlich konnten wir aber Martin loseisen. Wir Mädels waren plötzlich sehr angetan von der Idee, die Jungs in eine Schwulenbar zu schleifen. Nachdem wir sie beinahe davon überzeugt hatten, dass sie tatsächlich schwul wären und heute nämlich ihr Coming-Out feiern wollen würden, sind wir ins "Nanu" gegangen - was tatsächlich so richtig richtig kitschig und tuckig war! Mit blauem Samt, Gold-Engeln, Nackte-Männer-Poster aufm Klo, es lief Village People und Queen - und dann kam auch noch einer von der Aids-Hilfe, der "Extra-reissfeste Kondome" ausgeteilt hat(!!!)... Das war ja so cool da drin! Mein Assistenzarzt und der neue Famulant als angebliches Pärchen in der Schwulenbar! Uns hats so zerissen, als die sich dann auch noch voll da reingesteigert haben. Was hatten wir einen Spass! Danach waren wir noch kurz in der Wunderbar, wos aber in mehreren Beziehungen zu voll war. Außerdem war es ja dann auch schon halb drei - keiner wollte mehr mit dem tanzwütigen Martin ins Rock-Island, ja, und dann sind alle heim. Aber das war lustig.
Gestern war ich mit Maike in der Sansibar, wenig spektakulär bis auf die Flasche Nobel-Parfüm, die im Klo zur freien Bedienung steht. Oder die Kinder, die mit 3 Jahren schon komplett in Lacoste gestylt sind. Oder 8jährige Mädchen mit gezupften Augenbrauen. Oder Kellner, die Fisch und Champagner bis an den Strand tragen. Wenig spektakulär. Ich hab ein Auto fotografiert und hatte deshalb noch die Kamera in der Hand, da meint so ein alter Sack zu mir "Wollen Sie eine Aufnahme von mir machen?" Ich so "Ähhhh, nein, öhm...wieso denn auch?"- "Na weil ich doch prominent bin!". Also irgendwie haben die da echt son bisschen nen Schuss. Aber gut. Ansonsten wenig mehr erlebt gestern. So, klasse - jetzt ziehts auch noch draußen zu. Mal sehen, ob sich Strand noch lohnt...
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:05 September, 2004 23:59
TEXT DES KOMMENTARS:Litzkaaa! Scheinst dich ja zu amüsieren auf der Insel der Reichen und Schönen...Wieviele Krankenhäuser gibt es auf Sylt. Die Freundin von nem Freund macht nämlich auch in ein paar Tagen Praktikum auf Sylt...
In diesem Sinne,
Sven
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:07 September, 2004 21:27
TEXT DES KOMMENTARS:Hola Schwedinger!
Hier gibts eigentlich nur die eine Klinik - die Nordsee oder Asklepios Klinik. Und wenn die Freundin deines Kumpels dort Praktikum macht, dann bin ich ihr sicher schon beim Essen begegnet...
Gruß von der windigen Insel
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/03/2004 07:09:00 AM
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BODY:
Ich raste noch aus. Gestern abend war ich noch am Strand mit Rene, Axel und Klaus - drei Assistenzärzten hier. Der neue Famulant war auch mit. Das war ja noch ganz nett, weil ich erstens skandalöse bzw. überraschende Charakterzüge feststellen musste (auch anhand dreckiger Witze, die ich niemals aus deren Munde erwartet hätte), zweitens war es in Teilen recht nett was man da beim 1-2-3, Oberkörper-frei-Volleyballspiel sehen konnte. Blöd war dann, dass die - ehe Meike von ihrem Dienst aus dahin kommen konnte - schon wieder gememmt haben und sich vom Acker machen wollten. Meike sind wir auf dem Weg vom Strand weg begegnet, und die war gelinde gesagt etwas angepisst.
Ach erst noch der Spruch des Abends - der Rene hat die obermiese Haltung, schon einen total krummen Buckel. Das hab ich dem dann auch mal gesagt. "Ne, ich hab das schon seit 18 Jahren, das ist halt so." - "Ja dann ist es doch höchste Zeit mal was daran zu ändern. Wie krumm sollst du denn erst mit 90 sein, Mensch!" - "Naja, wär doch gar nicht so schlecht. Vielleicht ist es dann so weit, dass ich mir selbst einen blasen kann." Mich hats verrissen. Und in dem Gemurmel der anderen kamen dann so Sätze wie "Ja, das wär doch was, man kanns doch selbst sicher am besten" und "Versucht hat das ja wohl schon jeder". Mir ist es schleierhaft, wie ich jemals noch Respekt vor denen haben soll!
Mit der angepissten Meike bin ich dann noch zum Gosch an den Lister Hafen gefahren, wo es dann zu allem Überfluss das berühmt berüchtigte dänische Eis mit Karamel, Krokant und allem drum und dran nicht mehr gab, weil der Laden schon geschlossen hatte. Die Meike war echt kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil so gar nix geklappt hat. Dann kam der Bodo und wir sind in eine total üble Kneipe namens "Piratennest" gegangen, wo sie uns irgendwann mit Tom Astor, Drugstop, den Flippers und Nicole rauszuekeln versuchten. Was auch klappte.
Und dann komm ich gefrustet heim, leg mich ins Bett und was passiert?!? Es gibt eine neue Zimmergenossin - UND DIE SCHNARCHT SO ABARTIG, DASS ICH DIE GANZE VERDAMMTE NACHT KEIN AUGE ZUGEMACHT HABE!!!!! AAAAAAAAAAAAAAaaaaaaa!
Noch nicht mal nur die hat Krach gemacht - draußen vorm Fenster hat als so ein blödes Schaf geblökt - und dann gibt es ausserdem in meinem Zimmer noch Menschen, die es nicht verwerflich finden mitten in der Nacht Licht anzumachen und lautstark Richtung Klo zu stampfen. Ich dachte echt, ich muss ausrasten. Ich hoffe wirklich, dass der Tag trotzdem einigermaßen gut wird, sonst lass ich mich einweisen hier...
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/02/2004 03:01:00 PM
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BODY:
Jetzt scheint doch tatsächlich schon den ganzen Tag die Sonne ohne eine einzige Wolke am Himmel - und ich sitz hier drin.
Aber nicht mehr lange. Wir wollen uns nachher noch am Strand treffen, das heißt, falls der Assistenzarzt hier nicht schon wieder nur eine Finte gelegt hat. Das letzte mal war ja angeblich Treffpunkt Vollmondparty, wo aber dann keiner von denen zu sehen war - das musste ich dem gerade mal auf die Nase binden. Nein, ich würde nicht mit an den Strand gehen aus Prinzip, hab ich gesagt - worauf er nur meinte "Meine Güte, würdest du bitte bitte auch mitkommen?!" - "Ja, ok!" - "Mein Gott, ihr Frauen seid so einfach gestrickt!" - also bis jetzt habe ich immer nur das Gegenteil gehört. Naja, wir haben einen neuen Famulanten, der mir bis auf seinen Kopf inklusive Zauselfrisur eigentlich ganz sympathisch ist, den nehm ich nachher einfach mal mit. Meike und ich gehen später dann vielleicht noch Pizza-Essen oder so - will auch mal was anderes als immer Jugendherbergsessen.
Gestern abend war zwar nicht mehr Sansibar angesagt, dafür war ja bei uns in der Jugendherberge wieder Teenie-Disco. Der gleiche Effekt wie beim letzten Mal, nur dass ich mich diesmal mit Miss-Heidelberger-Schlappmaul und Lexa in den Haupteingang gesetzt habe. Wir haben Bier in eine Apfelschorle-Flasche gefüllt und dabei gemütlich den ganzen Abend über die vorbeikommenden Leute gelästert - ich fands klasse. Die beiden Mädels sind immerhin beide an die 30 Jahre älter als ich, und ich hab trotzdem einen Heidenspass mit denen.
Schlafen war dann nicht, weil erstens Heulen in meinem Zimmer angesagt war - da sind jetzt zwei Schweizerinnen, wo sich die eine bei der anderen bis 12 ausheulen musste. Auf dem Gang haben die Gangster eh bis in die Puppen randaliert, und die Frau in meinem Zimmer hat auch geschnarcht. Da fällt es einem morgends echt schwer mit dem Aufstehen....
Übrigens meine heutige Blutabnehmquote: 5 von 5 Versuchen erfolgreich.
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:02 September, 2004 22:27
TEXT DES KOMMENTARS:sie nannten sie mücke :D klappt ja inzwischen zufriedenstellend
wieso hast mit dem haus nich zugestimmt? hättest rauschende famulanten parties feiern können und damit in die party geschichte eingehen können, vielleicht hätte man dir ne statue oder n brunnen gewidmet... aber nee ;) trink dann ma lieber weiter dein alk aus der schnabeltasse, dann wirste auch weiterhin für 14-15,5 gehalten hrhr
romeo
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/01/2004 03:42:00 PM
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BODY:
Auch wenns tatsächlich noch den ganzen Morgen runtergeschifft hat - ich hatte zahlreiche Erfolgserlebnisse: von 6 mal Blutabnehmen habe ich auch 6 mal welches bekommen! Das ist mal fast schon eine repräsentative 100% Quote!
Das hat mich dann trotz der fehlenden Beschäftigung am heutigen Tage noch echt am Leben erhalten in meiner Müdigkeit. Jetzt bin ich echt kurz vorm Einschlafen, auf der Station stehe ich eigentlich auch nur noch im Weg - deshalb werde ich gleich verschwinden. Ich will noch ein neues Buch, Parfüm und eine Westerland-Stadtjacke kaufen. Ja und tanken sollte ich auch mal wieder. Weil heute abend will ich ja mit Meike und Bodo mal zur Sansibar fahren - obwohl der eine Patient mit dem Haus in Kampen mir ja schon anvertrauen wollte, dass da vermutlich heute nicht so viel los sein würde. Tja die wissen eben bescheid die Damen und Herren. Vielleicht sind wir lächerliche, mittellose Gaffer, aber wir schämen uns überhaupt nicht dafür.
Bin ja mal gespannt, wenn ich gleich nach Hause komme, ob nicht vielleicht wieder was aus unserem Zimmer verschwunden ist - vielleicht haben sie ja diesmal Souvenirs mitgenommen, ich habe da eine ganze Wäscheleine voll mit Unterwäsche hängen - ich glaube, das würde die Jungs nicht überleben...
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 9/01/2004 07:15:00 AM
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BODY:
Es schifft in Strömen! Und wir haben bestimmt schon fast orkanartigen Wind. Es ist zum Kotzen!
Wenigstens meine Zimmergenossinnen sind ein bisschen aufgetaut. Das hing damit zusammen, dass ihnen gestern 70 Euro vermutlich von den Ghetto-Schülern nebenan geklaut wordern sind, als sie kurz das Zimmer aufgelassen hatten. Wie schön, dachte ich mir - gut, dass ich keine Wertsachen in diesem Raum aufbewahre. Jedenfalls habe ich denen dann erstmal Zahnpasta an die Türklinke geschmiert - wenn die Knete schon weg ist und auch vermutlich nie wiederkommen wird, dann kann man die wenigstens ein bisschen ärgern. Das tolle war schließlich, dass der Lehrer von denen bei seinem Rundgang da erstmal reingelangt hat und den Gangstern einen Rieseneinlauf verpasst hat, weil er dachte, dass die Zahnpasta für ihn bestimmt gewesen wäre.
Dann habe ich gestern noch mit der Rugby-Familie und Lexa Stadt-Land-Fluss gespielt und ein Weinchen geleert, das wir aus der Thermoskanne getrunken haben, weil ja Alkohol verboten ist...
Habe ich erwähnt, dass hier draußen gleich die Welt untergeht?
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/31/2004 05:07:00 PM
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BODY:
Heute war sowas von Scheisstag. Heute war die Blutabnehmquote 50% - will heißen: einmal verstochen, einmal getroffen. Dann bin ich aus mir nicht mehr rekonstruierbaren Gründen erst in eine Tuberkulose-Visite geraten und dann in die Ambulanz. Aus ebenfalls nicht mehr nachvollziehbarem Zufall musste ich auf einmal eine Patienten komplett aufnehmen und deren Aufnahmebogen ausfüllen - was mich bereits etwas überforderte, weil ich das schließlich auch noch nie gemacht habe. Die andere Famulantin rettete dann glücklicherweise wenigstens unsere Mittagspause - danach mussten wir aber plötzlich noch eine Patientin aufnehmen. Und das schlimmste passierte erst noch: wir sollen das ganze morgen früh bei der Besprechung vor allen Ärzten vortragen. Also ich bin ja echt nicht auf den Mund gefallen, aber ich traue mich echt nicht, vor der versammelten Mann(- und Frau)schaft von etwas zu reden, von dem ich keine Ahnung habe und das ich noch nicht mal in ihrer Fachwörter-reichen Sprache umschreiben kann. Und das hat mich so gestresst, dass ich jetzt - gepaart mit dem ekelhaften Regenwetter draussen - sowas von die depressive Phase eröffnen musste, dass mir heute am besten keiner mehr zu nah tritt. Sonst fange ich am Ende noch an zu heulen - wie peinlich wäre das denn!
Außerdem hoffe ich inständig, dass endlich die blöden Tussis bei mir aus dem Zimmer verschwunden oder ab heute nett sind.
Und ich wollte mich noch mit einem Frustkauf für den heutigen Scheisstag entschädigen, aber dazu isses jetzt zu spät. Wenigstens hat Meike mich mit Schokolade gefüttert.
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/31/2004 07:00:00 AM
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BODY:
Die Woche hat gut begonnen. Wenn man von den etwas tragischen Events des Wochenendes absieht - weil da ist wohl noch ein Patient gestorben. Seine Frau saß die ganze Zeit bei ihm im Zimmer, und als irgendwann eine Schwester ins Zimmer kam, da war der Mann nur dummerweise schon ganz kalt und auch bereits etwas länger von dieser Welt geschieden - nur dass die Frau das leider gar nicht mitbekommen hatte und aus allen Wolken fiel!
Ansonsten habe ich am Montag morgen erfahren, was passiert, wenn man die Jugendherbergs-Tür in den "Sperrstunden" zu lange auflässt - hinter mir sind noch ein paar Törtchen raus gegangen, die das System des Türöffners alleine nicht geblickt haben; tja, und die haben die Tür dann offen gelassen, was zu einem Alarm mit dem Lautstärkepegel eines waschechten Feueralarms geführt hat. So möchte ich auch mal morgends um halb sieben geweckt werden!
In der Klinik habe ich es endlich mal wieder geschafft jemandem Blut abzunehmen - 2 von 2 Versuchen sind mir geglückt! ;-)) Das war schonmal die Gute-Laune-Garantie für den Tag.
Ein Patient hatte starke Schmerzen wegen seiner Niere und musste ständig von Untersuchung zu Untersuchung, wofür ich dann abgestellt wurde. Dafür hat mir der Oberarzt aber auch sein cooles Sauerstoff-Sättigungs-Mess-Maschinchen gegeben. Leider hat er später daran gedacht, es zurückzuverlangen.
Wieder einmal wurde ich ausgezählt, weil mich der von mir erkannte Schatten einer Niere im Ultraschall so begeistern kann wie jemand anderen ein Lottogewinn. Und die putzigen kleinen Herzklappen erst! Und im CT eine Nierenzyste nachvollziehenkönnen! Sowas macht mich eben glücklich - und entschädigte mich dann beinahe auch für das verpasste Mittagessen.
Der Patient mit der Niere verriet mir später, als es ihm besser ging und nachdem er mich bereits zum Dank irgendwann mal zum Abendessen einladen wollte, dass er ein Haus in Kampen hat (wieviel Geld muss man haben, wenn man sich ein Haus in Kampen leisten kann?). Das würde ja zur Zeit leer stehen, und ich sollte doch einfach da schlafen, wenn ich keine Lust mehr auf Jugendherberge hätte. Als ich dankend ablehnte, bestand er darauf, mir wenigstens ein Fahrrad besorgen zu dürfen. Ein anderer Patient verteilt die ganze Zeit schon Trüffelpralinen ans Personal und erzählt immer, dass er ein Haus in Kampen und sogar zwei auf Gran Canaria hat. WAS SIND DAS BITTE ALLES FÜR GELDSÄCKE?!
Nun ja. Jedenfalls hatte ich heute das Gefühl, dass ich wirklich was zu tun hatte. Und es hat echt Spass gemacht. Weniger Spass machte es, als ich in List ankam und entdecken durfte, dass in der Jugendherberge Milliarden von Schulklassen angekommen sind, die man mal aus dem Ghetto freilassen wollte. Wirklich! Dragan und Alder pur - Tussis, die aus einem Lil Kim Video ausgebrochen sind - kleine lächerliche, pseudo-pubertierende Würstchen. Und dass ich mit 22 Jahren scheinbar noch so frisch aussehe, dass ich mich offenbar als gleichaltrig eingestuft von den eben genannten lächerlichen Würstchen (die vermutlich noch kein einziges Haar am Zipfel haben) lippenleckend und mit Griff an den Sack begutachten lassen muss - das beruhigt mich nicht wirklich! Und dass ich es mit meinem 22 Jahren auch noch erleben muss, dass so ein magerer zukünftiger Ghetto-Gangster DreiKäseHoch zu mir "Na, Puppe?" sagt - das finde ich schon beinahe zum Weinen.
In meinem Zimmer liegen zwei absolute Tussis - die sagen noch nicht einmal hallo. Und die andere Frau, die labert mich nur mit ihren Knieoperationen voll, seit sie mitgekriegt hat, was ich auf Sylt mache. Ich will meine Ex-Mitbewohnerinnen zurück!!!
Abends wollte ich mit Meike auf die verheissungsvolle Vollmondparty - erstens hat es geregnet, zweitens sah man deshalb keinen Vollmond, drittens waren kaum Leute da. Wir glauben schon an eine Pechsträhne - aber Mittwoch fahren wir zus Sansibar, vielleicht haben wir da mehr Spass.
Ansonsten habe ich Sonntag abend noch mit Debbie, Kerstin, Lexa und der Rugby-Familie (dazu wann anders vielleicht mal mehr) gespielt - jawohl, wir haben einen spießigen Spieleabend mit Rotwein gemacht! Und ich hab nur verloren. Wie war das - Pech im Spiel, Glück in der Liebe?
Vielleicht, hier im Krankenhaus muss ich nämlich so langsam aufpassen, dass ich mich mit meinen "wenn Sie wieder gesund sind, dann gehen wir zwei mal ganz romantisch am Strand spazieren. Ich sags auch Ihrer Frau nicht. Na, ist das kein Anreiz zum Gesundwerden?"- Floskeln nicht übernehme - auch der beste Terminkalender ist irgendwann voll... ;-)
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:31 August, 2004 13:25
TEXT DES KOMMENTARS:Na aber hallo! Meine Sister im Sog der HighSociety auf Sylt! Ich hätte es mir denken müssen, daß das Konsequenzen hat.
Aber würdest Du auch nur ein bißchen mal an Deinen Bruder denken, hättest Du das Angebot mit dem Haus in Kampen angenommen und mich angerufen. Nordseeluft soll ja gesund sein...
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/29/2004 09:36:00 AM
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BODY:
Die Sonne scheint, die Schafe blökten bereits heute morgen vor meinem Fenster um die Wette, und die Nacht war trotz Ausschlafmöglichkeit wegen 5 anderen Aufstehenden schon um 7 zu Ende. Um mich damit abzufinden, dass ich ja doch nicht mehr länger schlafen würde können, habe ich mich mit einem illegalen Jugendherbergs-Frühstück entschädigt. Merkt ja doch kein Mensch, wenn da einer mit drin sitzt, der gar kein Frühstück bezahlt hat.
Jetzt sitze ich im Krankenhaus am Computer, weil ich unbedingt schauen wollte, ob die krebskranke Patientin noch da ist. Sie ist nicht mehr da - gestern abend gestorben. Ihr 16 jähriger Sohn ist noch bis morgen in Norwegen und weiß noch nicht einmal, dass sie hier im Krankenhaus war. Der denkt, dass sie einfach einen schönen Urlaub verlebt. Tragisch irgendwie. Wenigstens hat sie noch einmal das Meer gesehen.
Mit ihrer Mutter habe ich mich gestern total gut unterhalten - die erträgt das ganze nämlich auch deshalb so tapfer, weil sie sich mit ihren fast 70 Jahren nochmal hemmungslos verliebt hat. Ihr Enkel habe sie gefragt, ob sie und ihr Freund sich denn noch küssen würden - darauf habe sie geantwortet: "Das kannst du glauben, und zwar mit Zungenschlag! Und das trotz Gebiss!"
Das ist echt cool hier oben auf der Insel, ich lerne ständig jemand kennen. Ist ganz schön, wenn man weiß, dass man auch fernab aller bekannten und teilweise starren Sozialkontakte noch in der Lage ist, ganz allein über die Runden zu kommen und Leute kennenzulernen.
Gestern abend war ich mit Meike und Bodo (der heißt echt so!) in Westerland am Strand, weil die angeblich so tolle "Strandbarparty" nur von den Ü30 Leuten besucht war. War ganz nett, aber nächste Woche gehen wir auf die Flughafen-Hangar-Party. Das ist schon beschlossene Sachen, weil ein bisschen Action muss schon sein an einem Samstagabend.
Heute werde ich einfach mal nach Hörnum fahren, ein schönes Krabbenbrötchen essen und am Strand laufen. In old tradition quasi.
Hasta manana.
Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/28/2004 02:50:00 PM
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BODY:
Heute ist Samstag. Der gestrige Tag war eigentlich doch noch ganz schön. Nachmittags habe ich endlich noch einmal 2 Stunden in Ruhe geschlafen und dann gab es auch noch leckere Scholle zum Abendessen. Toll! Mit der hab ich mich dermaßen überfressen, dass sogar das obligatorische Nachtisch-Nogger nicht mehr reinpassen wollte. Mein komplettes Zimmer ist spazieren gegangen, und als ich irgendwann aus dem Fenster geschaut habe, wo naemlich der tollste Sonnenuntergang ueberhaupt zu sehen war, hab ich mich geärgert, dass ich nicht
mitgegangen bin.
Was macht die Kaethe - springt schnell ins Car und heizt (fast Schafe überfahrend) an den Weststrand, wo sie gerade noch die letzten in rotes Licht getauchten Wolkenberge erblickt. Sehr schön. Da habe ich dann auch noch Barbara, meine Zimmergenossin aus Stuttgart, mit ihrer Strand-Sauna Bekanntschaft Alex getroffen, die mich baten, doch mal in der Jugendherberge nach Wein zu fragen. Was ich auch tat und die Antwort erhielt, "Alkohol ist strikt verboten, es gibt zwar welchen in den verschlossenen Gruppenleiterraeumen, aber da haben auch nur eben die Gruppenleiter Zugang zu." Auf meine Frage, ob denn die Gruppenleiter volljähriger seien als ich und die anderen erwachsenen Gaeste, zuckte der arme Zivi nur die Schultern. Nun gut, Alex (die Frau aus der Strandsauna) ist im wirklichen Leben Spendeneintreiberin u.a. für die Diakonie und hatte daher bald Wein aus irgendeinem Gruppenleiter herauserpresst. Dann haben wir uns mit dem Wein in den Mondschein gesetzt und ueber alles mögliche geschwätzt. Und das, obwohl die Frauen mindestens 20 Jahre älter sind als ich.
Heute morgen hab ich mich mit den beiden südtiroler Famulantinnen, die leider heute abfahren, und zwei Pflegepraktikanten zum Frühstück getroffen - wenn die Klinik das schon bezahlt, dann wird das auch mitgenommen! Der Onkologie-Vortrag erwies sich als ausgesprochen praktisch, weil ich dank der 10000000 Werbegeschenke jetzt die naechsten 10 Jahre keine Blöcke, keine Kugelschreiber und keine Haftnotizen mehr kaufen muss. Sicher war es auch interessant,
obwohl natuerlich einfach Fachwissen gefehlt hat, um die Vorträge richtig zu verstehen.
Aber es ging auch um Prävention, und auch wenn ich jetzt nicht mit Zahlen um mich werfen will, dann lasst euch gesagt sein: esst mehr Obst, raucht nicht, trinkt euch nicht ins Delirium, macht Sport, esst wenig Fleisch - ich weiß, wer hätte das gedacht, aber ihr würdet mir trotzdem nicht glauben, wieviel diese banalen Dinge dazu beitragen, dass man keinen Krebs bekommt. Die Zahlen waren echt erschreckend.
Zum Thema Krebs - die Patientin an der Schwelle zum Jenseits, mit der ich vorgestern erst am Meer war, die sich so sehr gefreut hatte und fast wieder etwas gesünder ausgesehen hat - die habe ich eben besucht, und sie kann kaum sprechen vor Erschöpfung. Sie wacht noch nicht einmal richtig auf. Ihre Mutter sitzt die ganze Zeit an ihrem Bett und muss das hilflos mitansehen.
Meike, die Pflegepraktikantin, und ich waren dann eben nach dem Vortrag noch auf dem organisierten "kleinen" bayerischen Imbiss (wie gesagt, es wird mitgenommen was geht!) und haben uns anständig mit Weisswürschteln und Rinderbraten den Bauch vollgeschlagen. Vielleicht gehen wir heute abend noch an den Strand. Sansibar und Hangar-Party im Flughafen heben wir uns für wann anders auf. Möglicherweise sehen wir dann ja auch den Dieter, der ist ja auch mit Estefania auf Sylt. *totlach*
Nun ja, in diesem Sinne gehe ich jetzt mal an den Strand!
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:30 August, 2004 21:22
TEXT DES KOMMENTARS:bei dem vortrag hast dir tierisch auf die füße getreten gefühlt oder? löl...
der herr rosa
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:31 August, 2004 06:59
TEXT DES KOMMENTARS:ach was, nur ein bisschen ein schlechtes gewissen, aber damit kann ich leben... ;-)
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/27/2004 01:08:00 PM
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BODY:
...fing alleine schon deshalb mal doof an, weil ich "heute nacht" (was bei meinem momentanen Biorythmus gegen halb eins bedeutet) zu spät erst nach Hause kam und dann auch noch von einer im Schlaf brabbelnden Frau in meinem Zimmer angeschrien wurde, wobei sich der Satz "Mir reichts, das kann doch nicht sein, so 'ne Scheisse - ach du kannst mich mal..." ständig wiederholte. Nun ja. Heute morgen hat es dann auch noch in Strömen geregnet, was das Aufstehen nicht unbedingt erleichtert hat.
Wenn das Blutabnehmen dann mal klappt, sag ich am besten Bescheid *räusper*. Ansonsten habe ich heute erfahren, dass hier letztes Jahr eine wohl jedem wohlbekannte Erkrankung unter dem Personal herumgegangen ist. Dies wundert mich nicht, weil hier die Hygiene lange nicht so groß geschrieben wird wie zum Beispiel in Marburg. Handschuhe sieht man hier selten woanders als in ihrem Karton. Sehr beruhigend, wahrscheinlich habe ich alles von Tuberkulose bis hin zu Hepatitis C wenn ich wieder daheim bin.
Heute mache ich gar nichts mehr ausser Dösen und Lesen, morgen gibt es dann hier den Vortrag über Onkologie. Da gehe ich noch einmal mit den Famulantinnen hin, die leider auch morgen abfahren und sehr nett waren. Außerdem gibt es auch Samstags Frühstück, und das werde ich wohl ausnutzen.
Montag hab ich tatsächlich was schönes vor, in List ist am Weststrand eine Vollmondparty (ist überhaupt Vollmond?) - jedenfalls hat mir einer der Ärzte hier gesagt, dass ein paar Kollegen dort hingehen, und ich habe angekündigt, mitzukommen.
So, jetzt heim ratzen, oder vielleicht doch Fischbrötchen? Alle hier sagen, der angeblich frische Nordseefisch inklusive Nordseekrabben sind genauso konserviert wie das Meeresgetier, was man in ganz Deutschland kaufen kann. Ich hoffe, dass sie sich alle irren. Meine Illusion lass ich mir nicht zerstören :-(
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:27 August, 2004 14:37
TEXT DES KOMMENTARS:Na denn mo auf noch Hööööörnum, ab zu Mathiesens Fischbude und rinn mit so nem frischen Krabbenweckla. Da springen die Dinger ja noch von selbst aus dem Hafenbecken in den Topf! -Oder sollte es etwa so sein, daß die vor den Fischkuttern drapierten Krabbenkörbe auch nur gefrostetes SriLanka-Getier enthalten?
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/26/2004 03:06:00 PM
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BODY:
Tja, heute ist ein weniger erfolgreicher Tag. Wahrscheinlich war das der Preis für das bessere Wetter. Heute habe ich aufgrunddessen, dass ich ein Schisser bin, keinmal erfolgreich Blut abgenommen - ich bohre halt nicht gerne.
Infolgedessen traute ich mich natürlich auch nicht, den Leuten dann auch noch eine Braunüle zu legen (man bedenke, das hat auch noch nie vorher geklappt). Was solls, ich werde die Ärzte darum bitten, mich in Zukunft dazu zu zwingen.
Ansonsten habe ich wieder eine Darmspiegelung mitverfolgt, diesmal bei einer Oberschickse mitten in den Wechseljahren. Ich fand, die Frau hat für ihren niedrigen Puls ein bisschen zu viele Schmerzensschreie losgelassen. Die andere zuschauende Famulantin meinte aber danach, dass sie im Gegenteil fände, dass sie die von mir als "Schreie" deklarierten Laute im Vergleich zu anderen Patienten doch schon eher fast als Stöhnen bezeichnen würde...Gut, ich will der Frau jetzt mal nicht unterstellen, dass sie die Darmspiegelung angemacht hat, aber es klang tatsächlich ein bisschen so...
Dann sind mir ein paar Verbindungen innerhalb der Klinikhirarchie aufgefallen. Besser Spannungen zwischen bestimmten Kollegen oder Statusdenken von anderen. Der Chef mag Privatpatienten sicher nicht ohne Grund länger da behalten. Naja, ist ein wenig mit Vorsicht zu genießen, nicht so charmant und sympathisch wie auf den ersten Blick gedacht jedenfalls.
Gleich werde ich vielleicht noch mit der Frau, die schon auf der Schwelle zum Jenseits steht, versuchen bis zum Meer zu laufen. Sie will es ja doch so gerne noch einmal sehen. Und heute abend gehe ich mit ein paar anderen Famulanten etwas trinken in Westerland...
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:26 August, 2004 19:13
TEXT DES KOMMENTARS:Servus, ich muss sagen ich finds ja interessant dass du dich für darmspiegelungen so erwärmen kannst aber offentsichtlich bist du nich die einzige der das spass macht ;)
so schisser, viel spass noch und seh zu dass du die steckmücke in dir zum vorschein bringen kannst
ich werd gespannt jeden tag weiterlesen
grüßle Romeo
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/26/2004 07:31:00 AM
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BODY:
...war nicht viel. Nunja. Wer haette das gedacht. Von
drei Blutentnahmen sind mir zwei geglueckt, und beim
dritten Patienten hats nach den anderen ebenso
erfolglosen Famulanten auch erst der Stationsarzt
geschafft. Kein Beinbruch also. Dann das uebliche -
Visite gleich mehrmals am Tag. Nichts interessantes,
ausser dass ein paar Patienten langsam anfangen, mit
mir warm zu werden. Ist doch schoen wenn man sehen
kann, dass sich ein trauriges Gesicht aufhellt, wenn
man den Raum betritt.
Ansonsten habe ich gestern die ganzen Sachen gemacht,
die eigentlich jeder machen koennte, nur dass sie nicht
jeder machen darf. Zich intravenoese Spritzen - was ja
nun wirklich keine Kunst ist, wenn der Patient sowieso
schon eine Kanuele im Arm hat. Und einen Tropf an und
abhängen kann ja nun auch jeder. Den sogenannten
Schellong-Test habe ich gemacht (den auch wieder jeder
Laie hinkriegen koennte) - eine suesse kleine 92-jaehrige
Omi mit Nagellack, Seidenblueschen, Bernsteinklunkern,
Lippenstift und perfekt gestylter Frisur war das
Opfer. Da man aber bei diesem Test sowieso nichts
anderes macht, als alle zwei Minuten Blutdruck und
Puls zu messen - nach dem Aufstehen und dann wieder im
Liegen - war das kein Problem. Die andere Frau, mit
der wir diesen Test machen sollten, war dagegen schon
eher ein Problem. Ein Monsterweib, wuerde ich mal
sagen, mit einem gigantischen Nabelbruch - ihr Gewicht
verhinderte leider, dass wir ihr ueberhaupt aus dem
Bett helfen konnten. Arme Menschen liegen da schon.
Ein Mann, bei dem gerade Darmkrebs mit Metastasen in
Leber und Lunge festgestellt wurde, faengt immer
beinahe zu weinen an, wenn sich die Visite wieder bei
ihm verabschiedet. Eine sehr junge Patientin mit ihren
vielleicht 45 Jahren hat Metastasen in der Leber,
deshalb den ganzen Bauch voll mit Fluessigkeit und ist
gelb am ganzen Koerper. Die sagt immer, dass sie doch
nur noch mal das Meer sehen moechte. Schon relativ
tragisch.
Um uns schoeneren Themen zuzuwenden - gestern hab ich
zum ersten Mal einer Darmspiegelung beiwohnen duerfen.
Der arme Mann musste bald eine halbe Stunden in seinem
Kittelchen da liegend auf den Arzt warten. In der Zeit
hab ich mit den MTAs ueber Wohnungen auf Sylt
getratscht und festgestellt, dass das kein Mensch
bezahlen kann, hier auch nur eine Wohnung zu mieten.
Naja, jedenfalls tat mir der Patient dann ja doch
leid, weil irgendwie das Betaeubungsmittel nicht so
schnell gewirkt hat, wie es sollte. *raeusper* Er hats
aber ueberstanden...
Gestern war ich auch noch im Lister Hafen, weil dort
das russische Schulschiff "Mir" lag. Ein Dreimaster,
der aber unspektakulaer weit draussen lag. Und ich
wollte mich dann auch nicht mit den 100000000
sensationsgeilen Leuten darum schlagen, den Matrosen
mal die Hand zu schuetteln und ein Foto von ihnen zu
machen. Wozu auch. Da bin ich lieber nochmal an den
Weststrand gefahren, wo dann endlich einmal gewohntes
Sylt-Feeling aufkam. So ein Sonnenuntergang auf der
Insel ist eben einfach schoen, und deshalb fahr ich da
heute wieder hin.
So, und jetzt gehe ich fruehstuecken!
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Labels: Sylt
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AUTHOR: Katherina
DATE: 8/25/2004 07:23:00 AM
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BODY:
Heute ist Mittwoch, und es ist noch nicht einmal 7 Uhr. Unfassbar, dass ich Nachtschwärmer schon so früh wach und noch dazu fit bin - aber gefeiert bzw. "gesumpft" hab ich ja auch nicht.
Eigentlich bin ich für diese wenigen Minuten am Computer relativ dankbar, weil ich so meine Ruhe habe. In der Jugendherberge gibts da nämlich reichlich wenig von, um nicht zu sagen gar keine. Ich wurde auf ein 6-Bett-Zimmer verteilt, das ich zwischendurch sogar noch einmal wechseln muss. In diesem Zimmer ist leider mindestens eine bislang noch nicht identifizierte Schnarcherin, die den Nachtschlaf sehr unerholsam gestalten kann, besonders wenn man sowieso schon wieder um 6 Uhr aufstehen muss. Außerdem ist immer eine von meinen Zimmerkumpaninnen "daheim" - das heißt: Null Privatsphäre. Ich will mal lieber gar nicht erst anfangen von den Milliarden von Schulklassen, die zur Zeit in der Jugendherberge untergebracht sind. Die hatten gestern auch noch Teenie-Disco. Ich habe ein paar 10-jährige "Girls" beobachten dürfen, wie sie sich geschminkt haben in ihren ultrakurzen Röckchen bzw. eher breiten Gürteln. In dem Alter verwendet man aber anscheinend vorwiegend noch Lila und Hellblau. Der pinke Lipliner darf auch in dieser Altersklasse nicht fehlen. Nunja. Die Disco ging jedenfalls nach der Sperrstunde (ab 23 Uhr schließen alle Türen) noch munter auf den Zimmern weiter - warum in aller Welt bauen die eigentlich keine schallisolierten Wände bzw. Böden in Jugendherbergen ein?! Immerhin schmeckt das Essen gut und man muss sich vor den Duschen nicht ekeln.
Tja, und hier in der Klinik bin ich das unwissende Küken. Außerdem habe ich bereits jetzt - auch wenn ich mich sogar noch verlaufe und alles chaotisch finde - den leisen Verdacht, dass 1. hier nicht viel zu lernen ist und 2. die innere Medizin nicht das ist, was ich später mal machen möchte.
Die Ärzte und überhaupt das gesamte Personal sind sehr nett, aber trotzdem gibt es hier einfach nicht viel zu sehen. Ok, es gibt ein Schlaflabor, dessen leitende Ärztin auch gestern versucht hat, die Grundlagen der Schlafmedizin rüberzubringen. Man kann auch beim Ultraschall zuschauen und selber einmal schallen. Es werden Darm- und Magenspiegelungen durchgeführt. Gestern hab ich meine erste Aszites-Patientin kennengelernt, sie zwar nicht selbst punktiert aber dafür 4 Liter Flüssigkeit aus ihrem Bauch abgelassen. Naja, Leute bei der Visite abhorchen geht natürlich auch, Blutabnehmen ist sowieso Famulanten-Aufgabe, aber das wars auch schon. Man muss sich alles selbst organisieren, und das Organisierbare ist nicht viel.
Ach, hab ich erwähnt, dass ich zumindest Kittel und Hosen gestellt bekommen habe? Und die Klinik bezahlt ein gigantisches Frühstück (Buffet mit allem drum und dran) sowie ein ebenso tolles Mittagessen? Überhaupt, der Klinik ist ein Kurhaus angeschlossen - ich dachte, ich sehe nicht richtig - Parkettboden, bonzige Rezeption, Stationsgänge auf denen statt Plastikstühlen edle Korbstühle stehen, überall frische Blumen, dezentes Licht - es ist ein Wahnsinn, wieviel mehr Gesundheit und Wohlbefinden sich ein wohlhabender Mensch leisten kann...
So, und jetzt gehts erstmal zum Frühstück!
Labels: Sylt
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VERFASSER DES KOMMENTARS:
DATUM DES KOMMENTARS:25 August, 2004 09:57
TEXT DES KOMMENTARS:Aehm Schwesterchen, ich kuemmere mich dieser Tage noch um die Umlaute. Keine Ahnung, woran das liegt, aber ich find's noch raus. Grüß mir die Insel!
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AUTHOR: Katherina
DATE: 6/08/2004 01:16:00 AM
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BODY:
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AUTHOR: Katherina
DATE: 3/12/2004 10:00:00 PM
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BODY:
Mein erster Eintrag - wie aufregend!
Weil ich bis jetzt etwas unbeholfen vor der Aufgabe stand, auch nur irgendetwas auf diese Seite hochzuladen/ zu schreiben/ zu dingsen/ was auch immer, hat ja zum Glück mein Lieblingsbruder (gut, ich hab nur einen...) einen einfachen Weg für die Computerlegasthenikerin von seine Schwester ersonnen. Und - es ist tatsächlich nicht so schwer! Kuckt, ich kann ein Wort fett machen, es kursiv schreiben, wenn ich will - ich könnte euch sogar von meinem Arbeitsplatz erzählen und euch direkt dorthin schicken! Toll, nich?
Außerdem ist so eine "Internetpräsenz" extrem praktisch, wenn man sich dringend mal aufregen muss. Und das ist am heutigen Tage eindeutig der Fall: Mein Problem ist nämlich ganz aktuell, dass einige und leider viel zu viele Leute auf dieser Welt denken, man dürfe zum Erreichen der eigenen Ziele einfach unschuldige Menschen umbringen. Obwohl, umbringen ist auch nicht ganz das richtige Wort - massakrieren trifft die Tatsachen wohl eher, wenn ganz normale Leute morgens auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen mit ein paar Bomben so mir nichts dir nichts in die Luft gejagt werden. 190 Tote. Spanien mag zwar vielleicht ein Land sein, in dem es häufiger Terroranschläge gab, aber es ist kein Kriegsland, in dem sich jeder Mensch stets bewusst ist, dass gleich neben ihm eine Granate oder Bombe detonieren könnte. Möglicherweise haben einige der Getöteten schon beim Aufstehen das Gefühl gehabt, dass dies kein guter Tag werden würde - aber dass so etwas passieren würde, das hätte sich wohl keiner von ihnen vorstellen können.
Es will mir einfach nicht in den Kopf, warum jemand meinen kann, dass sich unschuldige Menschenleben aufwiegen lassen gegen persönlichen Ziele und Ideale. Wie kann denn im Kopf eines Terroristen - ganz gleich, ob er von der ETA oder der El Kaida auf die Schulter geklopft bekommt - die Waage mit "Tod unschuldiger Frauen, Kinder und Männer" auf der einen und "Terror und Schrecken für mein Land/ meine Religion/ was auch immer" auf der anderen Seite im Gleichgewicht stehen? Was stimmt da im Gehirn nicht, wenn einem das Leben weniger wert ist als die Verwirklichung der eigenen Ziele?
Ich versteh das jedenfalls nicht, und ich finde - auch wenn ich mich damit auf eine ähnliche Stufe mit solchen Lebensverachtern stellen sollte - dass solche Leute, die das Leben nicht richtig wertzuschätzen wissen in ihrem grenzenlosen und fanatischen Egoismus, es selbst nicht verdient haben und beseitigt gehören.
Das gilt meiner Ansicht nach aber für alle Menschen, die Leben nicht genug wertschätzen - dabei ist es egal, ob sich jemand bereits in einer Machtpostition befindet oder eben mit allen Mitteln versucht sich Macht zu verschaffen.
"Terrorismus ist der Krieg der Armen, und Krieg ist der Terrorismus der Reichen." sagte Sir Peter Ustinov in irgendeinem Interview - tja, der Mann sagt die Wahrheit. Mag sein, dass es manchmal notwendig ist, auch mit Gewalt vorherrschende Misstände abzuschaffen. Der Sinn entzieht sich meist der Gegenwart, aber irgendwann hat fast alles ein Gutes - zum Beispiel haben die Franzosen glücklicherweise ihre Revolution gemacht: könnte sich heute auch niemand mehr anders vorstellen.
Menschen umzubringen, ob es bei einem furchtbaren Bombenanschlag oder einem dubiosen Krieg passiert - das ist so verwerflich, dass ich hoffe, - obwohl ich nicht an Gott glaube - dass ab und zu mal einfach ein Blitz aus den Wolken fährt und das Gute vom Schlechten sortiert...
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