Nini's Welt

Sydney

Nun fahren wir hier schon wieder ab uebermorgen. Diese Woche haben wir es aber auch wirklich ruhig angehen lassen. Sonntag sind wir angekommen, die frueheste Aufstehzeit war heute um halb 7, weil wir eine Bustour gemacht haben. Die war spottbillig dafuer, dass sie den ganzen Tag ging. Die Fahrt ging in die Blue Montains, die Teil eines riesigen Nationalparks direkt bei Sydney sind. Auf der Fahrt haben wir kurz gerastet – da haben wir dann auch die ersten (und auch einzigen) Kaengurus gesehen, sogar eine Mami mit Baby in ihrem Beutel! Uebrigens gab es auch heute abend Kaenguru, das im Supermarkt so billig ist wie bei uns normales Hackfleisch und richtig lecker schmeckt. Naja, man muss sich dann halt ein bisschen von den Baby-in-Beutel-Gedanken frei machen – unseres war ein gut durchtrainiertes, altes, haessliches und vor allem fieses Kaenguru. Nach der Begegnung sind wir dann in den “Grand Canyon” wandern gegangen. ‘Wander’ darf man hier genauso wie ‘Grand Canyon’ nicht so woertlich nehmen…es geht zwar anstaendig runter in ein schnuckeliges Regenwaldtal mit Fluesschen und der Ausblick von oben ist auch fantastisch, aber soooo riesig ist es dann auch wieder nicht. Aber toll wars! Mitgebracht hat einer unserer Mitstreiter dann auch einen echten Blutegel. Leider hat es am Ende in Stroemen geregnet, aber mit Plastikfolie bekleidet konnte uns auch das nichts anhaben.
Ueberhaupt haben wir hier eine miese Woche erwischt was das Wetter angeht. Es regnet eigentlich jeden Tag mal, was immerhin in sofern nicht viel macht, als dass es trotzdem permanent Tshirt Temperatur hat, Regen hin oder her. Und den Hafen, die Bruecke, die Oper, den Botanischen Garten, die Faehrfahrt nach Manly Harbour und natuerlich den beruehmten Surferstrand BondiBeach haben wir auch bei schoenem Wetter sehen koennen. Es ist hier eigentlich immer – auch nachts – so warm, dass man keinen Pulli braucht.
Wir sind hier viel gelaufen, aber wir haben auch eine spottbillige Zugkarte, mit der wir fuer gerade mal 25 Euro eine Woche lang ueberall rumfahren koennen. Hier gibt es wahnsinnig viele Geschaefte, die vor allem wie in Amerika in Kaufhaeusern untergebracht sind. Aber abgesehen von den ueblichen Designerlaeden gibt es hier nur Surfershops, die sich im Angebot nicht wirklich unterscheiden. Ich haette mir hier 10000 verschiedene Shorts und vor allem Haengekleidchen kaufen koennen, aber ich hab nicht ein langaermeliges Oberteil gesehen, das eine normale Frau haette tragen koennen.
Besichtigt haben wir hier das Naturmuseum, was uns aufzeigte, was fuer Ausmasse Insekten, Schnecken und anderes Getier bei geeigneten Umstaenden annehmen koennen. Im Botanischen Garten waren wir auch, der sehr schoen und gross angelegt ist. Am Hafen waren wir und haben dort den ganzen Geschaeftsleuten bei ihrem Feierabend zugesehen – die Leute machen hier abends dem Klima angepasst sehr viel – und das alles in sehr schicker Garderobe. Nun, wahrscheinlich werden wir es nicht mehr schaffen, vor unserer Rueckkehr ins Internet zu gehen. In Bali wird es nicht viel geben ausser Meer, Strand, Palmen und einer Holzhuette. Bis zum 16. Dezember werden wir hier wohl demnach auch hier nicht mehr schreiben koennen. Zum Abschluss noch einige Sydney-Auffaelligkeiten!
1. Die Voegel, die in der Daemmerung in den Strassenschluchten ihre Kreise ziehen, sind keine Voegel. Am ersten Abend fielen wir fast vom Glauben ab, als wir entdeckten, dass es sich bei diesen tausenden Silouetten am Abendhimmel um Flughunde handelt! Riesige Flughunde! Die schlafen dann tagsueber in den Palmen und Zedern im Botanischen Garten, wo wir sie dann wiedergefunden haben. Das ist echt abgefahren!!!
2. Die Viecher, die aus den Baeumen schreien, sind Kakadus!!! Die gibt es hier massenhaft! Genauso wie bei uns die Tauben stolzieren hier hundgrosse Ibisse durch die Strassen. Das ist wirklich eindrucksvoll.
3. In Sydney geht man als anstaendige Frau niemals ohne Highheels aus dem Haus – so scheint es! Die Frauen hier sind sehr sehr gut angezogen, was damit zusammenhaengen kann, was man fuer schoene Afterwork-Ausgehperspektiven hat. Hier laufen die meisten Frauen mit Kostuemschen (kurzer Rock, nicht zuechtig lang), passender Handtasche und meterhohen Highheels durch die Gegend. Ganz selbstverstaendlich sind diese Damen mit den passend schick angezogenen Herren dann abends in den ganzen Hafenetablissements zu sehen, wo man mit Blick auf die Oper sein Bier oder seinen Wein einnimmt. Wirklich – auffallend viele sehr schick gekleidete Geschaeftsleute sind hier unterwegs.
4. Hier ist jeden Abend so viel los wie am Wochenende. Die Leute hier lassen sich auch nicht vom Regen davon abhalten, ihr Feierabendgetraenk in oben beschriebener Atmosphere einzunehmen.
5. Man traegt hier Schuluniform (die auch selbstverstaendlich nach Schulschluss am Hafen getragen wird) und faehrt links.
6. Verabschiedet wir man mit “Cheers Mate”.
7. Die Oper und die Harbourbridge sind wirklich so schoen wie im Fernsehen!
Jo, das waers soweit! Bis bald ihr Lieben!

Freitag, 07. Dezember 2007, 14:10 Uhr, abgelegt unter Weltreise.

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