Hello everybody – bedauerlicherweise sieht es im Moment so aus, als könnte ich mir eine kleine Winter-Bauarbeiter-Barby-Garderobe zulegen. Das gute Konjunkturpaket hat nämlich zur Folge, dass die ganzen Baufirmen offenbar so gut verdienen, dass die keine Zeit und keine Lust auf unser kleines Haus haben müssen. Deshalb wirds wahrscheinlich Oktober bis hier irgend ein Bagger kommt. Nein, nicht ganz – denn unser eigener kommt wahrscheinlich vorher, da wir den Hügel für die Baustelle schon mal selbst aufschütten werden. Immerhin haben wir den Zaun abgeflext und abgebohrhammert, wir haben einen Bauzaun und mitten in der Wiese steckt eine Latte, die unseren Erdgeschossfussboden markiert. Ist doch schon besser als nix. Hier einige Impressionen der Fast-Baustelle.
Damals sah das alles noch etwas anders aus. Ein schöner Garten – wobei hier schon eine Reihe Koniferen gefallen war, die vorher als Sichtschutz diente.
Die Hütte links sollte bald ein neues Zuhause finden.
Ja und dann zieht sie los, die kleine süße Hütte – sie wird von einem 60 Tonnen Hydraulikkran mit ihren schlanken 3,5 Tonnen über die Wohra gehoben.
Der nächste Arbeitsschritt war das Fällen der verbliebenen Bäume oben an der Straße.
Ja und jetzt haben wir noch den Zaun abgerissen.
Ich durfte die filigranen Arbeiten erledigen – die Männer waren für das Grobe.
Jetzt haben wir einen Bauzaun.
Und hier sieht man die Höhe von unserem Ergeschossfussboden. Theoretisch jedenfalls.
So schön unordentlich siehts im Moment noch aus.
So. Vielleicht gehts also bald schon los mit Aufschütten vorne an der Straße. Dann folgen natürlich mehr Bilder.
Holdriho! Wäre ich der Technik etwas besser mächtig, dann könnte ich euch an dieser Stelle mit einem fabelhaften Video verwöhnen, das das Umsetzen unserer Ex-Gartenhütte zeigt. Garten-”Hütte”?! Nein, das Garten-HAUS, stabil und durchaus auch zum Übernachten (vielleicht nicht für Extremkälte wie im letzten Winter) geeignet. Als Update sei gesagt – wir haben letztes Jahr einen hübschen kleinen Garten an der Wohra erworben, da wir, in unserer Funktion als langjährige preisgekrönte Hobbygärtner, endlich etwas mehr Platz für unsere Pflanzleidenschaft brauchten.
Dann hat man uns aber gesagt, dass man darauf auch ein Haus bauen könnte, was wir dann auch ganz gut fanden. Und jetzt machen wir das schließlich auch. Die ersten Monate diesen Jahres haben wir etwas im Trüben gefischt, weil wir uns noch nicht so recht für eine Bauvariante entscheiden konnten und vor allem erstmal Preise ausloten wollten. Letztendlich sind wir jetzt doch beim Architekten gelandet, der uns auch ein schönes Häuschen gezeichnet hat. HäusCHEN ist vielleicht etwas untertrieben, da der Trümmer schon so 16 Meter und etwas mehr lang sein wird. Es ist halt ein schmaler langer Garten. Da wird jetzt noch an den Plänen gefeilt und geändert – wo steht die Badewanne, wo die Spüle, wo sind die Klos etc..
Simultan haben wir schon einiges auf dem Garten geschafft, einige Bäume mussten natürlich nur auf Grund von Sturmschäden dran glauben, der Jan hat seinen eigenen kleinen Straf-Steinbruch aufgemacht und alle Beet-Begrenzungsplatten ausgegraben, eine kleine total unrechtmässig aufgebaute Brücke führt über den reissenden Strom auf die andere Seite, wo Hans seinen Garten (nun mit neuer großer Hütte) hat. Der 60 Tonnen Archinal-Hydraulik-Kran rückte vor kurzer Zeit an, und ein paar Gurte und Schaulustigenfotos später stand die Hütte 40 Meter weiter hinten auf der anderen Seite der Wohra – und sie ist noch heil! Wochenlang hat der neue Besitzer für dieses Kleinod ein Fundament gebaut, mit Sicherheit haben wir später noch nicht mal ein so stabiles Untergestell!
Jetzt ist unsere Seele an die Bank verkauft (ich persönlich finde, das ist mindestens so wie Heiraten nur ohne Romantik), der Bauantrag ist unterwegs und wir warten auf den Startschuss. Morgen werden die Väter die verbliebenen Bäume im Garten ummachen. Dann ist das Grundstück bis auf die kleine grüne Hexenhütte nackt und bereit für den Bagger.
Momentan muss ich so viel arbeiten, dass ich mit Mühe Zeit für die ganzen notwendigen Termine aufbringen kann. Viel kann keiner mit mir anfangen, viel zu erzählen hab ich auch nicht. Kein Urlaub in Sicht, dafür bleiben weder Zeit noch Moneten.
Ich werde aber demnächst einige Highlights der Hüttenumsetzaktion und ein paar Gartenstudien zum Besten geben. Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich schon in der Wohra baden war? Sehr erfrischend, angenehme Temperatur, nur der Dreck stört etwas. Schade, wenn man reinstürzt, und sowas sieht dann noch nicht mal einer.
Also Folks, bis bald dann!
Hello Folks – leider nur ein paar wenige Snapshots der Reise, weil der Rechner die Olympus Bilder von Jan nicht so richtig mag irgendwie.
Und: wie schnell einen der Alltag wieder einholt – schrecklich!
Die Busfahrt nach Phnom Penh war relativ unspektakulaer, das heisst, wir hatten keinen Unfall. Auffallend war allerdings, dass der Bus alle 1,5 Stunden angehalten ist und sich alle Insassen ausser uns Reis oder Nudeln reingezogen haben. Auch der Insektenstand vor Ort war stark frequentiert. Da hauen sich die kleinen Maedchen dann eben keine Gummibaerchen oder Chips rein, nein, da knuspert man halt ein paar Kakerlaken. Nett.
Nachdem wir in Phnom Penh in unserem Guesthouse/Hotel/was auch immer angekommen waren, musste ich erneut feststellen, dass die Investition in einen guten Fotografen auf jeden Fall gerechtfertigt ist. Das Zimmer war neben freiliegenden Kabelstraengen ohne Abisolierung echt ne Rumpelkammer. Aber der Kuehlschrank ging. Wir haben uns dann gleich auf den Weg gemacht, um den Royal Palace und die Silberpagode zu besichtigen. Zum Bedecken meiner Schultern (weil religioes und so) hatte ich sogar an ein grosses Tuch gedacht. Tja, die guten Jungs fanden allerdings, dass ein Schal nicht so gut ist wie ein T-Shirt und haben alle Maedels, die genauso logisch wie ich gedacht haben, einfach nicht reingelassen. Einige davon allerdings erst, nachdem sie den Eintritt bezahlt hatten. Das fuehrte auf Grund der fehlenden Einsicht der dortigen Kassenfrauen und daher ausbleibender Rueckerstattung zu leicht hitziger Atmosphaere. Wir sind dann einfach weitergegangen und haben uns fuer 50 Cent ein schoenes kaltes frisch gezapftes Angkor reingezogen mit Blick auf den Fluss und all die bettelnden Kinder. Da sassen erstaunlich viele Frauen mit Spaghettitraeger-Oberteilen. Eine Pagode haben wir noch mitgenommen, dann wars aber auch gut.
Jetzt sind wir auf dem Flughafen, die Massen stroemen ins Gate, und wir werden uns mal anschliessen. Bis bald!
Hello again. Ich sitze hier in einem sehr lauschigen Guesthouse in Siem Reap. Das ist eine Kleinstadt, die wirklich gar nichts mit dem Land, das man im Bus sitzend vorbeiziehen sieht, gemein zu haben scheint. Viel mehr Menschen koennen Englisch, die Kleidung ist besser, die Strassen sind sauber und nicht so voll – also alles etwas anders als in Vietnam. Das Hostel hier ist fest in catalanischer Hand, die ganze Zeit laeuft chillige Mucke; Palmen, Sitzecken, Kissen und kitschige Lampen runden das Ganze ab. Nett.
Die Fahrt hierher begann eigentlich vielversprechend – morgens Abfahrt mit Delta Adventure Tours in Ho chi minh in einem wirklich anstaendigen Bus mit gut englisch sprechendem Guide. Alles gut. Wir fuhren etwas mit kleinen und groesseren Bootchen herum, besichtigten dies und jenes, dazwischen immer wieder Busfahrten. Insgesamt war es fast wie eine Kaffeefahrt und Heizdecke dafuer aber mit Kokoskeksen, Seidenschals etc. War aber alles wirklich sehr schoen. Abends kamen wir nach gefuehlt viel zu langer Busfahrt auf einem vom Guide als “Queen Mary Vietnams” bezeichneten Dampfer an und bekamen da puenktlich zum Sonnenuntergang auf dem Mekong fahrend ein eiskaltes Bierchen. Ueberall am Ufer badeten Leute, vor allem Kinder. Und die winkten und schrien sich sie Seele aus dem Hals, so dass man sich fast wie ein Alien oder wie die Queen vorkam. Ich war kurz davor eine krafsparende Winktechnik auszukluegeln.
Dann spaeter kamen wir auf dem Floating Hotel an – im Internet hatte ich einen Erfahrungsbericht gefunden, in dem es hiess, dass man in einem Schlafsaal untergebracht werde. Das war nicht so. Wir hatten ein Doppelzimmer, das man zwar nicht als sauber bezeichnen konnte, aber fuer Vietnam gings! Am naechsten Morgen fuhren wir bereits um 7 ab, mussten wieder diverse mehr oder weniger interessante Sachen besichtigen und wurden spaeter auf das Express-Boat nach Kambodscha verfrachtet. Und hier fing der Spass an. Wir sollten dann naemlich allerhand fuer den Grenzuebertritt ausfuellen, hatten auch an Passbilder und 20 USD Visagebuehr gedacht. Da fragt der neue Guide, der munter Paesse und Geld einsammelte, wo denn unsere Departure Card sei. Dazu muss ich sagen, dass wir bei Ankunft in Hanoi leider selbige nicht bekommen hatten und bis zu diesem Zeitpunkt auch nichts von ihrer Existenz wussten, da wir ja einen gueltigen Einreisestempel im Pass hatten. Das beste war dann, dass der Kerl meinte “Oh no, so you have to wait at the border 2 or 3 hours!”. Schock! Was macht man in so einem Fall…? Na klar, Bestechung! Der Kerl meinte, mit 10 USD gehts bestimmt und er besticht fuer uns die vietnamesischen Grenzer.
Der Grenzuebergang ging tatsaechlich problemlos, die Einreise nach Kambodscha auch. Haette ich mal nur nicht mit ein paar Mitreisenden geredet. Die erzaehlten dann, dass sie auch keine Departure Card gehabt haetten. Bestochen haben sie unseren Guide aber auch nicht! Ha! Und darauf angesprochen stellt sich der Kerl doch absolut als Unschuldslamm hin und versucht das den Grenzern in die Schuhe zu schieben. Natuerlich haben wir nix mehr gesehen von der Kohle. Es ging dann naemlich alles relativ schnell, als wir foermlich an Land geschmissen und zu sechzehnt (!) in einen Kleinbus gesteckt wurden. Zum Glueck gibts Trip Advisor.
In Phnom Penh herrschte das absolute Chaos obwohl die 6 Millionen weniger Einwohner haben als in Saigon. Wir sind gleich in den naechsten Bus nach Siem Reap. 6 Stunden 12 Grad Vollklimatisierung und kambodschanische Karaoke mit 100% Schmalzschmacht. Eiei. Gestern und heute hatten wir dann volle Packung Angkor, die Fotos folgen noch. Das war natuerlich absolut beeindruckend – aber auch sooooooo heiss! Und aggressives Souvenirverkaufen ist noch milde ausgedrueckt fuer die Kinderarbeit, die dort betrieben wird. Die sind wirklich abgerichtet die armen Kleinen.
Jetzt sind wir im Hostel und entspannen noch etwas fuer unsere erneute 6 Stunden Fahrt morgen zurueck nach Phnom Penh, und dann sind wir ja auch schon fast wieder da.
Man kann hier uebrigens mit Panzerfaust schiessen gehen, kostet unglaubliche 3 USD. Aber ich glaube, die rechnen dann noch nach verschossener Munition ab.
Also bis bald!