Nini’s Welt

Der Bagger ist heute aus.

Hello everybody – bedauerlicherweise sieht es im Moment so aus, als könnte ich mir eine kleine Winter-Bauarbeiter-Barby-Garderobe zulegen. Das gute Konjunkturpaket hat nämlich zur Folge, dass die ganzen Baufirmen offenbar so gut verdienen, dass die keine Zeit und keine Lust auf unser kleines Haus haben müssen. Deshalb wirds wahrscheinlich Oktober bis hier irgend ein Bagger kommt. Nein, nicht ganz  – denn unser eigener kommt wahrscheinlich vorher, da wir den Hügel für die Baustelle schon mal selbst aufschütten werden. Immerhin haben wir den Zaun abgeflext und abgebohrhammert, wir haben einen Bauzaun und mitten in der Wiese steckt eine Latte, die unseren Erdgeschossfussboden markiert. Ist doch schon besser als nix. Hier einige Impressionen der Fast-Baustelle.

Grundstück 2009 mit 2 Hütten

Blick auf die Wohra

Damals sah das alles noch etwas anders aus. Ein schöner Garten – wobei hier schon eine Reihe Koniferen gefallen war, die vorher als Sichtschutz diente.

Der reißende Fluss auf unserer Wiese

Die Wohra und der Übergangs-Steg

Die Hütte links sollte bald ein neues Zuhause finden.

Das neue Fundament jenseits der Wohra

Fundament für die Ewigkeit

Ja und dann zieht sie los, die kleine süße Hütte  – sie wird von einem 60 Tonnen Hydraulikkran mit ihren schlanken 3,5 Tonnen über die Wohra gehoben.

60 Tonnen geballte Zugkraft

Der große Archinal und die kleine Hütte

Der nächste Arbeitsschritt war das Fällen der verbliebenen Bäume oben an der Straße.

Inmitten der Baumreste

Inmitten der Baumreste

Ja und jetzt haben wir noch den Zaun abgerissen.

Aufknoten - den kann man ja noch brauchen.

Mir hats Spass gemacht.

Ich durfte die filigranen Arbeiten erledigen – die Männer waren für das Grobe.

Boschhammer rules.

Lord of Bohrhammer

Jetzt haben wir einen Bauzaun.

Bauzaun und Flatterband

Le Bauzaun.

Und hier sieht man die Höhe von unserem Ergeschossfussboden. Theoretisch jedenfalls.

Fussbodenmarkierung

Fussbodenhöhe Erdgeschoss

So schön unordentlich siehts im Moment noch aus.

Unser Garten

Noch Garten ohne Haus

So. Vielleicht gehts also bald schon los mit Aufschütten vorne an der Straße. Dann folgen natürlich mehr Bilder.

Und der Bodo mit dem Bagger…

Holdriho! Wäre ich der Technik etwas besser mächtig, dann könnte ich euch an dieser Stelle mit einem fabelhaften Video verwöhnen, das das Umsetzen unserer Ex-Gartenhütte zeigt. Garten-”Hütte”?! Nein, das Garten-HAUS, stabil und durchaus auch zum Übernachten (vielleicht nicht für Extremkälte wie im letzten Winter) geeignet. Als Update sei gesagt – wir haben letztes Jahr einen hübschen kleinen Garten an der Wohra erworben, da wir, in unserer Funktion als langjährige preisgekrönte Hobbygärtner, endlich etwas mehr Platz für unsere Pflanzleidenschaft brauchten.

Dann hat man uns aber gesagt, dass man darauf auch ein Haus bauen könnte, was wir dann auch ganz gut fanden. Und jetzt machen wir das schließlich auch. Die ersten Monate diesen Jahres haben wir etwas im Trüben gefischt, weil wir uns noch nicht so recht für eine Bauvariante entscheiden konnten und vor allem erstmal Preise ausloten wollten. Letztendlich sind wir jetzt doch beim Architekten gelandet, der uns auch ein schönes Häuschen gezeichnet hat. HäusCHEN ist vielleicht etwas untertrieben, da der Trümmer schon so 16 Meter und etwas mehr lang sein wird. Es ist halt ein schmaler langer Garten. Da wird jetzt noch an den Plänen gefeilt und geändert – wo steht die Badewanne, wo die Spüle, wo sind die Klos etc..

Simultan haben wir schon einiges auf dem Garten geschafft, einige Bäume mussten natürlich nur auf Grund von Sturmschäden dran glauben, der Jan hat seinen eigenen kleinen Straf-Steinbruch aufgemacht und alle Beet-Begrenzungsplatten ausgegraben, eine kleine total unrechtmässig aufgebaute Brücke führt über den reissenden Strom auf die andere Seite, wo Hans seinen Garten (nun mit neuer großer Hütte) hat. Der 60 Tonnen Archinal-Hydraulik-Kran rückte vor kurzer Zeit an, und ein paar Gurte und Schaulustigenfotos später stand die Hütte 40 Meter weiter hinten auf der anderen Seite der Wohra – und sie ist noch heil! Wochenlang hat der neue Besitzer für dieses Kleinod ein Fundament gebaut, mit Sicherheit haben wir später noch nicht mal ein so stabiles Untergestell!

Jetzt ist unsere Seele an die Bank verkauft (ich persönlich finde, das ist mindestens so wie Heiraten nur ohne Romantik), der Bauantrag ist unterwegs und wir warten auf den Startschuss. Morgen werden die Väter die verbliebenen Bäume im Garten ummachen. Dann ist das Grundstück bis auf die kleine grüne Hexenhütte nackt und bereit für den Bagger.

Momentan muss ich so viel arbeiten, dass ich mit Mühe Zeit für die ganzen notwendigen Termine aufbringen kann. Viel kann keiner mit mir anfangen, viel zu erzählen hab ich auch nicht. Kein Urlaub in Sicht, dafür bleiben weder Zeit noch Moneten.

Ich werde aber demnächst einige Highlights der Hüttenumsetzaktion und ein paar Gartenstudien zum Besten geben. Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich schon in der Wohra baden war? Sehr erfrischend, angenehme Temperatur, nur der Dreck stört etwas. Schade, wenn man reinstürzt, und sowas sieht dann noch nicht mal einer.

Also Folks, bis bald dann!

Another year…

Schon ist wieder der 31. Dezember – gleich ist es 12 Uhr, Mitternacht, eine veränderte Stelle im Datum wohl nur. Aber dennoch, 1 Jahr ist seit dem letzten Mal 0:00Uhr 31.Dezember vergangen – und für mich hat sich in diesem Zeitraum enorm viel getan.

Letztes Jahr saß ich gemütlich mit Freunden zusammen und bin gemütlich hoch zum Kirchhainer Kirchplatz gelaufen bei dickem Nebel. Da ahnte ich wohl schon, was mich im nächsten Jahr erwartet – ab sofort wollte ich mich ja examenslerntechnisch in der Bibliothek einschließen. Was ich ja dann auch getan habe.

Über 3 Monate lang fuhr ich jeden Tag brav in aller Frühe mit dem Zug nach Marburg in die Bibliothek, bis nachmittags hieß es lernen und stupide Fragen kreuzen, am Wochenende und abends musste zu Hause gelernt werden. Das war schon eine disziplinierte Zeit, fast schon so wie Arbeit. Der Jan hatte mehr als einmal ein Häuflein Elend zu Hause zu betreuen. Der Druck staute sich beinahe unmenschlich an bis zum schritlichen Examen im April, entlud sich dann als alles besser als befürchtet lief. Wir gönnten uns einen Kurztrip nach Venedig, was sehr schön war.

Dann das mündliche Examen – bis dahin durchlief ich nochmal einen echten Horrortrip, da das Ausschluß-Wissen, das für die schriftliche Multiple Choice Prüfung wichtig und richtig war, für eine mündlichen Vortrag ja wieder gar nicht geeignet war. Wieder hatte ich das Gefühl “ich weiß nichts!”. Der Psychoterror ist der Preis für das Examen – auch das ging natürlich rum und lief prima – die Nerven lagen blank, aber alles wurde gut. 6 Jahre Studium gingen am 10. Juni 2008 vorüber, meine Mitprüflinge und ich waren danach überglücklich, fassungslos. Ganz schnell verpufft das Gefühl, als wäre das letzte halbe Jahr, als wären die letzten Jahre mit all den Prüfungen und Lernphasen gar nicht gewesen.

Danach gönnten wir uns wieder einen Belohnungsurlaub – diesmal fuhren wir nach Südengland. Wir starteten in London und fuhren dann mit dem Auto bis nach Cornwall und dann an der Südküste zurück. Wieder ein sehr schöner aber kurzer Trip!

Eine Million Versicherungsinformationgespräche später gings dann aber auch schon mit Arbeiten los – bereits vor dem mündlichen Examen hatte ich mich in Frankenberg beworben -  erfolgreich!

Also startete ich am 01. August ins Berufsleben. Tja, und da hab ich 90% meiner Zeit seitdem verbracht. Dazwischen gabs noch 2 kurze Trips, einmal nach Sylt, wo mir allerdings die Erholung noch nicht so richtig gelingen wollte. Das Abschalten und nicht mehr an die Klinik Denken war mir da irgendwie noch nicht möglich. Im Dezember fuhren dann Jan und ich aber noch einmal ins Zillertal Skifahren, und diesmal klappte das Urlaubmachen ganz hervorragend! Zwar waren es in diesem Jahr immer nur ganz kurze Verschnaufpausen, aber ohne geht es bei uns einfach nicht.

Die Arbeit ist viel, am Anfang war ich sehr unsicher…langsam gewöhne ich mich an Verantwortung. Ich bin oft erschöpft, meine Sozialkontakte leiden enorm, ich bin zu nicht viel zu gebrauchen. Aber Schritt für Schritt kann ich mit einem freien Tag pro Woche auch leben. Und damit werd ich hoffentlich auch bald wieder ein bisschen mehr weggehen können.

Für das nächste Jahr ist erstmal wieder eine Welt-Expidition, diesmal nach Afrika, geplant. Im März fahren Jan und ich nach Südafrika und Namibia. Gesetzt den Fall, dass wir heil wieder nach Hause kommen, wird sich sonst im nächsten Jahr erstmal nichts zutragen, allenfalls eine kleine räumliche Veränderung innerhalb Kirchhains. Und noch so ein, zwei kleine Trips durch die Weltgeschichte…

Money makes the world go around…

Hey da draussen – ich weiß, ich hab 2 Monate Ruhe gegeben. Es wird wahrscheinlich dennoch niemandem entgangen sein, dass ich mein Examen doch geschafft habe. Mehr oder weniger gleichzeitig hab ich dann meinen ersten Job klar gemacht – in der Inneren in einer kleinen hessischen Klinik am Waldrand.

Ja, und da arbeite ich jetzt seit 3 Wochen – und ich lebe noch. Zwar nur knapp, aber ich lebe. Die 50 Stunden Woche schaffe ich, aber nur, wenn man die Fahrzeit von 1 Stunde täglich dazu rechnet. Ich bin täglich also fast 12 Stunden aus dem Haus um die Brötchen zu verdienen.

Meine Kollegen sind alle sehr nett, die Arbeit ist für mich zu schaffen, auch wenn ich natürlich noch sehr lange für alles brauche. Briefe müssen diktiert, Medikamente verordnet, Patienten untersucht werden. Dafür brauch ich total lange, bin total unsicher bei allem. Meine Kollegin ist schwanger, deshalb bleibt alles, was mit Blut zu tun hat, an mir hängen. Das kostet zwar buchstäblich Stunden, aber es hat 2 Vorteile: 1. ich lerns. 2. ich sehe morgends schon einmal alle Patienten und kriege es auch mit, wenn es jemandem schlecht geht.

Abends bin ich meistens völlig unfähig, noch irgendwas anderes zu unternehmen. Da steht dann die Nahrungsaufnahme im Vordergrund, da ich mittags nur schnell ein Brot essen kann – wenn überhaupt. Und dann macht Essen am Abend einen schon recht glücklich! Sport…naja, mich machts im Moment nicht glücklich! Aber ich bin ja wieder angemeldet, um Hüften abzuhobeln. Da muss ich mich also demnächst wieder mehr zu aufrappeln.

Nächste Woche hab ich meinen ersten Spätdienst, also das 1. Mal den Pieper. Wenn dann ein Herzinfarkt ankommt, dann isser mir. Und im September hab ich dann auch den ersten Wochenenddienst – da bin ich dann weitgehend allein. Aber bis dahin isses ja noch ein bisschen hin.

Ja, so stehen die Aktien. Nix mehr los mit mir also – aber da ja auch die Doktorarbeit nicht karnickelmäßig aus dem Hut hüpfen wird, muss ich halt einfach mal zufrieden sein. Urlaubswünsche für Oktober durfte ich auch schon äußern, da hab ich ja dann das erste Ziel im Auge!

Auf nach Brügge!

Da ich gute Gründe habe, mich hier seltenst blicken zu lassen in letzter Zeit, ist es auch ok, wenn ich nur eine kurze Statusnotiz dalasse. Die finale Schlachtung steht unmittelbar bevor, die Baldrian-Dosis wird täglich erhöht. Mein Lerntempo fällt täglich weiter ab, weil die Luft einfach raus ist.

Die schriftliche Prüfung war ja zum Glück gut, aber mündliche Prüfungen fand ich schon immer viel schlimmer. Mir geht echt schon so richtig die Pumpe. Das richtige Outfit habe ich zum Glück schon, gleich mehrere davon – man muss ja langsam auch mal ne anständige Garderobe haben. So mit Blazer, Stöckelschuhen…solche Sachen halt. Nützt mir leider in der Prüfung auch nicht viel mehr als dazu, dass 1. die Prüfer mich nicht für respektlos halten und 2. mein Prüfungspatient mich vielleicht nicht mit “Schwester” oder “Fräulein” anspricht. Könnte dabei helfen, meinem Anliegen, einer wirklich KOMPLETTEN körperlichen Untersuchung, Nachdruck zu verleihen.

Nun, jedenfalls werde ich, sobald irgendwas passiert ist, natürlich umgehend hier verlauten lassen, ob ich nun a) auswandere oder b) erstmal ne Runde bunte Pillen für alle schmeiße.

Da ich ja das Haus nur selten und wenn dann nur für Einkäufe, die Bibliothek oder das Geburtsphantom verlasse, ist es um meine Sozialkontakte ja auch nicht mehr so gut bestellt. Jedoch schaffte ich es gestern, mal für 2 Stunden nicht zu lernen und auch fast nicht dran zu denken, denn wir waren im Kino. “Brügge sehen…und sterben?” lief im B-Kino in Marburg, was nur daran liegen kann, dass die breite Masse der Kinogänger scheinbar nix mit Slapstick wie in “Snatch” anzufangen weiß. Der Film ist nämlich weltklasse – die Schauspieler sind weltklasse! Wirklich sehenswert das ganze, auch wenns vielleicht zum Schluss hin ein bisschen blutrünstig wird, aber das wirds ja in “Bube, Dame, König, Gras” auch.

So, nun werd ich mal weiterlernen!

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Am Abend in Nha trang Erst ein paar Jahre her

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