Nini's Welt

Laaaaaangweilig

In der Weihnachtszeit wird man ja angeblich besonders besinnlich. Nun ja, so arg viel merk ich da nicht von. Mir ist einfach nur stinklangweilig. Ich habe so gut wie nie Uni, aber dafür so zerpflückt über die Woche, dass man nicht einfach mal ein paar Tage wegfahren kann. Daheim bei mir isses zwar schön – immernoch unheimlich gemütlich in meiner neuen Bude – aber langweilig isses hier mal vielleicht! Stinklangweilig. Nix passiert.
Gut, heute ist mir zumindest ein unbestreitbarer Vorteil der Vorweihnachtszeit aufgefallen – nur im Winter kann man fast einen Monat lang wenn gewünscht beinahe rund um die Uhr Crepe und Bratwürstchen essen – zumindest hier in Marburg. Und unterhalb meiner Wohnung steht den ganzen Tag ein Popcornverkäufer. Ich find das schon gut.
Aber trotzdem – die Uni ist stinklangweilig. Immer ist es nur nass, kalt und dunkel draussen. Man wird ständig dicker, weil man ständig nur isst – gesteigerter Energiebedarf im Winter blablabla…
Naja, dann haben wir jetzt tatsächlich unseren Doktorvater gefeuert, nein – wir haben Schluss gemacht. Aber wir wollen Freunde bleiben. Nun meldet sich bedauerlicherweise der neue Doktorvater nicht. Irgendwie sind wir nicht gerade mit Glück gesegnet.
Ach – eine interessante Sache ist doch tatsächlich passiert. Und zwar haben wir die Neurochirurgen im OP besucht – die wollten da jemandem ein Endoskop ins Hirn schieben. Wie auch immer – jedenfalls muss man einem Computer vorher sagen, wo sich das vorher im Bild festgehaltene Gehirn im Raum befindet – dafür wird der Patient quasi gefilmt – das muss alles natürlich total genau eingestellt sein. Tsja, und dann sind die guten Jungs gerade gemütlich scherzend dabei, den Hautschnitt über der Stelle der Schädelbohrung zu machen, der Anästhesist liest seelenruhig sein Comicheft am anderen Ende des Raumes…da bäumt sich der Patient halt mal eben auf. Hat den Hautschnitt wohl doch noch irgenwo mitbekommen. “Blöd so” denkt sich der Anästhesist, der an der nicht eben gut verborgenen Wut der Schnippeljungs merkt, dass er ziemlichen Mist gebaut hat. Naja, die versuchen zumindest noch weiterzumachen, nachdem der Patient vermutlich den kompletten Drogenvorrat der Klinik bekommen hat, sie bohren den Schädel dann auch noch auf. Aber dann wird die OP abgebrochen, weil sich durch das Rumgezucke des Patienten alles so verschoben hat, dass die Einstellungen alle nicht mehr stimmen. Den Ausgang der Operation finde ich persönlich jetzt wieder beruhigend im Gegensatz zu ihrem Verlauf. Da kann halt auch schon mal ein bisschen was kaputt gehen, wenn man erstmal im Schädel herumwerkelt und dann bewegt sich der Körper vom Schädel. Ne?
Jajaja. Natürlich könnte ich auch wieder von Menschen erzählen, die mich mit ihrem Verhalten auf die Palme bringen, aber so langsam ist es mir zu anstrengend, die Welt immer an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.
In diesem Sinnd – guts nächtle!

Dienstag, 13. Dezember 2005, 22:39 Uhr, abgelegt unter Allgemein.

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