Ja wieder geht ein Jahr zu Ende. Was ist denn so passiert? Eigentlich sollte es kein Problem sein, sich an diese paar wenigen Monate zu erinnern, aber ich muss mich schon anstrengen, um mir alles ins Gedächtnis zu rufen.
Der Anfang des Jahres kann nicht besonders spektakulär gewesen sein. Im März/April habe ich Famulatur in der Strahlentherapie gemacht. Kein 1. Mai in Sölden in diesem Jahr…leider! Aber nächstes Jahr fahre ich dort wieder hin. Im Sommer kam dann der kurze und recht erfolglose Trip nach München. Ersatzweise habe ich dann ja Famulatur bei meinem eigenen Hausarzt gemacht. Nun ja, und da hören die Ereignisse auch schon auf. Studieren war wie immer recht wenig Aufwand. Die Doktorarbeit hat sich eliminiert. Eine Ersatzarbeit steht zumindest in Aussicht. Man merkt, dass das Studium sich dem Ende zuneigt und fragt sich zunehmend, in welche Richtung man sich entwickeln soll. Naja, ich weiß es jedenfalls immer noch nicht.
Was mich betrifft war dieses Jahr eindeutig zu ereignislos. Das werde ich auch bald ändern. Das Jahr 2006 soll das Jahr der Konzerte werden. Wenns klappt, dann sind das im Januar ein klassisches Konzert im Wetzlarer Dom, Depeche Mode in Frankfurt oder Mannheim, im Februar Covenant in Frankfurt, im Mai The ten tenors wahrscheinlich in Ransbach-Baumbach und nicht zu vergessen Rock am Ring über Pfingsten. Und das ist nur die erste Jahreshälfte! So stelle ich mir das jedenfalls vor.
Urlaub wäre für die Seele auch mal wieder ganz schön. Anfang Mai gehts deshalb erstmal nach Sölden zum Snowboardlernen. Im Sommer muss ich dringend Zeit finden, um vor dem PJ nochmal einen richtig tollen Urlaub zu machen. Und wo es mich schon in die Ferne zieht…vielleicht mache ich ein PJ-Tertial auch ganz weit weg. Planung ist alles.
Ich wünsche allen die richtigen Vorsätze für das nächste Jahr. Vorsätze sind nämlich insofern nicht verkehrt, weil man sich zuvor ja erstmal Gedanken über das vergangene Jahr machen muss und das ist das Gesunde daran.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Da will man einmal bissi was für seine Musikkultur tun und einige nette Konzerte besuchen, und dann gehts nicht. Am 10.2. ist in Böblingen HIM – kann ich nicht mit, weil da ja meine Omi 85 wird. Der gute HIM-Mann ist aber auch noch mal in Mannheim – da kann ich aber auch nicht hin, weil allein macht das ja auch nen Riesenspaß. Das selbe Problem gilt eigentlich auch für sämtliche in Frage kommenden Depeche Mode Konzerte – also Mannheim und Stuttgart. Nach München müsste ich zwar nicht alleine gehen, aber da kann ich ja wegen der Uni nicht hin. Ich bin wirklich gerade ein bisschen frustriert. Ich könnte grad plärren.
In der Weihnachtszeit wird man ja angeblich besonders besinnlich. Nun ja, so arg viel merk ich da nicht von. Mir ist einfach nur stinklangweilig. Ich habe so gut wie nie Uni, aber dafür so zerpflückt über die Woche, dass man nicht einfach mal ein paar Tage wegfahren kann. Daheim bei mir isses zwar schön – immernoch unheimlich gemütlich in meiner neuen Bude – aber langweilig isses hier mal vielleicht! Stinklangweilig. Nix passiert.
Gut, heute ist mir zumindest ein unbestreitbarer Vorteil der Vorweihnachtszeit aufgefallen – nur im Winter kann man fast einen Monat lang wenn gewünscht beinahe rund um die Uhr Crepe und Bratwürstchen essen – zumindest hier in Marburg. Und unterhalb meiner Wohnung steht den ganzen Tag ein Popcornverkäufer. Ich find das schon gut.
Aber trotzdem – die Uni ist stinklangweilig. Immer ist es nur nass, kalt und dunkel draussen. Man wird ständig dicker, weil man ständig nur isst – gesteigerter Energiebedarf im Winter blablabla…
Naja, dann haben wir jetzt tatsächlich unseren Doktorvater gefeuert, nein – wir haben Schluss gemacht. Aber wir wollen Freunde bleiben. Nun meldet sich bedauerlicherweise der neue Doktorvater nicht. Irgendwie sind wir nicht gerade mit Glück gesegnet.
Ach – eine interessante Sache ist doch tatsächlich passiert. Und zwar haben wir die Neurochirurgen im OP besucht – die wollten da jemandem ein Endoskop ins Hirn schieben. Wie auch immer – jedenfalls muss man einem Computer vorher sagen, wo sich das vorher im Bild festgehaltene Gehirn im Raum befindet – dafür wird der Patient quasi gefilmt – das muss alles natürlich total genau eingestellt sein. Tsja, und dann sind die guten Jungs gerade gemütlich scherzend dabei, den Hautschnitt über der Stelle der Schädelbohrung zu machen, der Anästhesist liest seelenruhig sein Comicheft am anderen Ende des Raumes…da bäumt sich der Patient halt mal eben auf. Hat den Hautschnitt wohl doch noch irgenwo mitbekommen. “Blöd so” denkt sich der Anästhesist, der an der nicht eben gut verborgenen Wut der Schnippeljungs merkt, dass er ziemlichen Mist gebaut hat. Naja, die versuchen zumindest noch weiterzumachen, nachdem der Patient vermutlich den kompletten Drogenvorrat der Klinik bekommen hat, sie bohren den Schädel dann auch noch auf. Aber dann wird die OP abgebrochen, weil sich durch das Rumgezucke des Patienten alles so verschoben hat, dass die Einstellungen alle nicht mehr stimmen. Den Ausgang der Operation finde ich persönlich jetzt wieder beruhigend im Gegensatz zu ihrem Verlauf. Da kann halt auch schon mal ein bisschen was kaputt gehen, wenn man erstmal im Schädel herumwerkelt und dann bewegt sich der Körper vom Schädel. Ne?
Jajaja. Natürlich könnte ich auch wieder von Menschen erzählen, die mich mit ihrem Verhalten auf die Palme bringen, aber so langsam ist es mir zu anstrengend, die Welt immer an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.
In diesem Sinnd – guts nächtle!