Nini's Welt

Splatter-Action

Mein erster Tag OP-Praktikum. Ich habe mich extra mitten in der Nacht – also um 6 Uhr – aus dem Bett gequält, was ich schon als höchst unangenehme Art einen Tag zu beginnen empfinde. Weil gerade morgends vorm Aufstehen hat das Heia-Bettchen eben die optimale Temperatur.

Nun ja, jedenfalls stand dann heute morgen eine Herzklappen-Rekonstruktion an. Dummerweise befanden sich in dem OP-Saal ausser der Patientin noch 3 Operateure, 3 Anästhesisten, 1 Arzt mit seiner gigantischen Herz-Lungen-Maschine, 1 OP-Schwester am Tisch, eine weitere im Raum, eine Lehrschwester und schließlich die vier Leute meiner Gruppe einschließlich meiner Wenigkeit. Macht, glaube ich, 15 Personen? Nun ja, da das Operationsfeld ja nicht viel größer als das Herz war, blieb zwischen den Anästhesisten und den Operateuren nicht wirklich viel Platz, um irgendwas ausser Tüchern, Klemmen und Schläuchen zu sehen. Die Herz-Lungen-Maschine hat neben den ganzen unberührbaren sterilen Utensilien schon soviel Platz im Raum eingenommen, dass wir uns nur noch auf kleinen Mini-Hockerchen an die Wand quetschen konnten.

Es war ja eigentlich schon interessant, wenn man von dem nicht ganz leckeren Geruch absieht, den ein Laser in Verbindung mit menschlichem Gewebe erzeugt. Das Brustbein muss für die Operation aufgetrennt werden – vor dieser Prozedur wurden wir gefragt, ob wir lieber rausgehen wollen – nicht dass einer auf den OP-Tisch kippt. Ich fands dann aber weniger schlimm, in 2 Sekunden eine Art Sticksäge das Brustbein teilen zu sehen als die ganze Zeit diesen ekligen Geruch nach verbrannte Haare haben zu müssen…

Gleich gehts weiter, muss kurz in einen Kurs…

Montag, 08. November 2004, 15:10 Uhr, abgelegt unter Allgemein.

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